Pfeilspitzen aus Ägypten

Steinzeitliche Sammlung Eickelkamp

Pfeilspitzen aus Ägypten

Tafel Ä1

Egypten Tafel 1 Num.png

1.) 1023 – 73/118 L = 14,5mm ; B = 9mm ; D = 2,5mm ; B/L = 0,62

  • Während die Vorderseite ganzflächig retuschiert ist, blieb die Rückseite ohne Modifikationen. Die Basis verläuft geradlinig, der linke Rand ebenfalls geradlinig und der rechte Rand konvex. Das Artefakt besteht aus einem hellbraun patiniertem, opakem Hornstein. (A1)

2.) 1023 – 13/83 L = 15mm ; B = 11mm ; D = 3mm ; B/L = 0,73

  • Beidseitig flächenretuschiert ist diese Dreieckspitze mit geradliniger Basis und zwei konvexen Rändern. Eine kleine Fläche auf der Vorderseite ist unmodifiziert geblieben, die Struktur der Oberfläche lässt auf einen plattigen Hornstein schließen, die Farbe ist hellbraun, eine Transluzens nicht vorhanden.

3.) 1023 – 13/84 L = 16mm ; B = 9mm ; D = 3mm ; B/L = 0,56

  • Bis auf einen nicht bearbeiteten Streifen in der Mitte, ist die Vorderseite dieses Exemplars flächig bearbeitet, die Rückseite zeigt lediglich Retuschen an den oberen Randpartien. Alle Begrenzungslinien sind nahezu gerade. Das schlanke Artefakt ist aus fleckig braunem, an den Rändern leicht durchscheinendem Hornstein gefertigt.

4.) 1023 – 13/73 L = 17,5mm ; B = 12mm ; D = 3,5mm ; B/L = 0,69

  • Die einseitig flächenretuschierte Pfeilspitze hat sowohl eine geradlinige Basis als auch zwei geradlinige Ränder. Eine Kerbe am linken Rand scheint unabsichtlich entstanden zu sein. Die Rückseite weist Retuschen am oberen rechten Rand auf. Die Farbe des durchscheinenden Feuersteins scheint grau – beige gewesen zu sein, die Patina ist fleckig hellbeige und cremefarben.

5.) 1023 – 13/100 L = 15mm ; B = 11,5mm ; D = 3mm ; B/L = 0,77

  • Ein dünnplattiger, nur an den Rändern durchscheinender Hornstein hat als Rohmaterial gedient. Die gesamte Rückseite und kleine Stellen auf der ansonsten flächenhaft retuschierten Vorderseite zeigen die natürliche, unmodifizierte Oberfläche. Die Basis ist geradlinig, beide Ränder sind leicht konvex.

6.) 1023 – 13/69 L = 14mm ; B = 10mm ; D = 3mm ; B/L = 0,71

  • Die Vorderseite dieser Dreieckspitze ist flächig, die Rückseite nur an den Rändern retuschiert, letztere verlaufen in leicht konvexen Linien, während die Basis geradlinig ist. Der gut durchscheinende Feuerstein ist fleckig beigefarben gefärbt.

7.) 1023 – 13/70 L = 12mm ; B = 9mm ; D = 2mm ; B/L = 0,75

  • Das Material ist die durchscheinende opalartige Masse, oder auch Chalzedon, die an den Rändern ein Farbspiel erkennen lässt, und die hin und wieder auf den Abu Tartur Fundplätzen angetroffen wird. Das Artefakt hat geradlinige Ränder und eine ebensolche Basis, es ist auf der Vorderseite teilflächig und auf der Rückseite stellenweise an den Rändern retuschiert.

8.) 1023 – 13/76 L = 15mm ; B = 10mm ; D = 3mm ; B/L = 0,67

  • Diese einseitig flächenretuschierte Dreieckspitze weist kleinere nicht retuschierte Flächen auf der Dorsalseite auf. Die Ventralseite ist frei von Modifikationen. Die Ränder sind leicht konvex, die Basis verläuft geradlinig. Das Material besteht aus sehr hellgrauem Chalzedon, es ist an den Rändern cremefarben patiniert und verfügt über eine ausgezeichnete Transluzens.

9.) 1023 – 13/89 L = 11mm ; B = 10mm ; D = 2,5mm ; B/L = 0,91

  • Das Artefakt hat eine relativ geringe Höhe was durch den Koeffizienten B/L = 0,91 zum Ausdruck kommt. Es ist einseitig flächenretuschiert und besitzt konvexe Ränder. Der Rohstoff ist hellbrauner Hornstein, er ist opak.

10.) 1023 – 13/93 L = 15mm ; B = 10,5mm ; D = 2,5mm ; B/L = 0,70

  • Das verwendete Rohmaterial gleicht dem von Nr. 8 Tafel 1, also einem hellgrauen Chalzedon, nur ist in diesem Falle die Patina weiter fortgeschritten. Das Gestein ist aber immer noch gut durchscheinend. Das Exemplar ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist am rechten Rand einige Kantenretuschen auf. Sämtliche Begrenzungslinie verlaufen nahezu geradlinig.

11.) 1024 – 48/23 L = 13mm ; B = 9,5mm ; D = 3mm ; B/L = 0,73

  • Die Spitze dieses beidseitig flächenretuschierten Artefakts ist abgebrochen. Die Ränder verlaufen geradlinig bis leicht konvex. Das Material, welches zur Herstellung diente, ist hellbrauner, opaker Hornstein.

12.) 1023 – 7/30 L = 16mm ; B = 12mm ; D = 4mm ; B/L = 0,78

  • Bis auf einige Korekturretuschen, besonders an der Basis der ventralen Seite, ist das Artefakt einseitig dorsal flächenretuschiert. Der Rohstoff ist hellbrauner, opaker Hornstein. Die Begrenzungslinien sind gerade.

13.) 1023 – 13/71 L = 20,5mm ; B = 12mm ; D = 4mm ; B/L = 0,60

  • Das Artefakt ist eine klassische A1 – Spitze, beidseitig flächenretuschiert mit leicht konvexen seitlichen Begrenzungen. Das Material ist ein hellbrauner, opaker Hornstein, wie er häufig in der Gegend auftritt.

14.) 1023 – 13/80 L = 25mm ; B = 8,5mm ; D = 4mm ; B/L = 0,34

  • Das Exemplar ist sehr schlank, beidseitig flächenretuschiert und aus rotbraunem, opakem Hornstein gefertigt Basis und Ränder verlaufen geradlinig.

15.) 1023 – 13/94 L = 14,5mm ; B = 10,5mm ; D = 3,5mm ; B/L = 0,72

  • Einseitig flächenretuschiertes Artefakt aus hellbraunem, opakem Hornstein. Durch die konkave Linienführung der Ränder zum distalen Ende hin, wird die Spitze besonders betont. Die Basis verläuft, wie bei A1 – Spitzen üblich, geradlinig.

16.) 1023 – 13/90 L = 13,5mm ; B = 10mm ; D = 2,5mm ; B/L = 0,74

  • Die Dreieckspitze aus streifig karneolfarbener Silikatmasse ist auf der Dorsalseite fast vollständig flächenretuschiert, während die Ventralseite lediglich Kantenretuschen an der Basis zeigt. Die Begrenzungen verlaufen geradlinig bis leicht konvex. Die Spitze des Artefaktes ist abgebrochen.

17.) 1023 – 30/5 L = 18mm ; B = 8,5mm ; D = 3mm ; B/L = 0,47

  • Die leicht konvexe Linienführung der Basis dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze könnte auch eine Einordnung unter B bewirken, wegen der wenig ausgeprägten Wölbung ist davon abgesehen worden. Die Ränder des Artefaktes verlaufen geradlinig, das Rohmaterial ist hellbrauner, opaker Hornstein.

18.) 1024 – 5/17 L = 15mm ; B = 11mm ; D =3,5mm ; B/L = 0,73

  • Einseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis. Das Material besteht aus hellbeigefarbenem, opakem Hornstein, der normalerweise in Platten und Linsen auftritt, was an diesem Exemplar aber nicht nachgewiesen werden kann. Die Seitenansicht zeigt eine starke Krümmung der Längsachse.

19.) 1023 – 13/97 L = 19mm ; B =10mm ; D = 3,5mm ; B/L = 0,53

  • Die nahezu vollständig flächig retuschierte Dorsalseite steht im Gegensatz zu der unmodifizierten ventralen Seite. Die Ränder des Artefakts verlaufen geradlinig, die Basis ist leicht konvex gestaltet. Die Pfeilspitze muss wegen dieser gerundeten Basis unter B1 eingeordnet werden.

20.) 1005 – 03/67 L = 14,5mm ; B = 9mm ; D = 2,5mm ; B/L = 0,62

  • Die Dorsalseite weist flächige Retuschen, die Ventralseite Randretuschen an der Basis und im oberen Bereich des Artefaktes auf. Das Material ist eine weißlich graue Chalzedon- oder Opalmasse mit Farbenspiel an den Rändern. Beide Ränder sind konvex gestaltet. Da die Basis konkav ist, wird das Exemplar unter A18 eingeordnet.

21.) 1038 – 22/04 L = 24mm ; B = 12,5mm ; D = 4mm ; B/L = 0,52

  • Das Artefakt besteht aus einer Lamelle aus bräunlichem, gut durchscheinendem Feuerstein. Die Dorsalseite ist von den Rändern her zum Großteil flächig bearbeitet, die Ventralseite zeigt keine Retuschen. Die Basis ist ebenfalls unbearbeitet, hier könnte es sich auch um eine spätere Bruchstelle handeln. Die Ränder verlaufen in konvexen Linien. Eine Verwendung als A18 – Pfeilspitze ist technisch möglich.

22.) 1046 – 83/10 L = 16mm ; B = 9,5mm ; D = 3mm ; B/L == 0,59

  • Diese asymmetrische A18 – Spitze ist beidseitig flächenretuschiert und besitzt leicht konvexe Ränder. Die rechte Schwinge ist wesentlich länger als die linke. Das Ausgangsmaterial ist hellbrauner, patinierter, opaker Hornstein.

23.) 1023 – 73/108 L = 26mm ; B = 15mm ; D = 4mm ; B /L = 0,58

  • Das beidseitig flächenretuschierte Exemplar zeichnet sich durch leicht konvexe Ränder und eine konkav gearbeitete Basis aus. Im Bereich der Basis verlaufen die Retuschen parallel zur Mittelachse des Artefakts und bilden eine scharfe Kante, so daß das Projektil auch als Querschneider funktionieren konnte. Das Material ist mittelbrauner, an den Rändern durchscheinender Hornstein. (A1)

24.) 2000 - 20/11 L = 15,5mm ; B = 12,5mm ; D = 3mm ; B /L = 0,81

  • Vom Typ A32 ist diese Pfeilspitze. Das beidseitig flächenretuschiert Artefakt wird durch die stark konvexen Ränder und die gleichmäßig konkave Basis definiert. Das opake Hornsteinmaterial ist im Kern braun aber von einer hellgrauen Patina überzogen.

25.) 1023 – 73/125 L = 17mm ; B = 9,5mm ; D = 3,5mm ; B/L = 0,56

  • Das Exemplar, leicht asymmetrische, könnte zu den H – Spitzen ( Tafel 26 ) gezählt werden, da es hauptsächlich mit steilen Kantenretuschen versehen ist. Lediglich von der konkaven Basis gehen flächige Retuschen aus. Beide Ränder sind konvex geformt. Das Material ist ein weiß – grauer, gut transluzenter Chalzedon. Einzuordnen ist das Artefakt unter A18.

Tafel Ä2

Egypten Tafel 2 Num neu.png

1.) 1023 – 73/23 Länge = 45mm ; Breite = 31,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,70

  • Die aus einem dünnplattigem, durchscheinendem Hornstein hergestellte A2 – Spitze weist leicht konvexe Ränder auf. Die linke Schwinge endet rechtwinklig zum Rand während die rechte einen 90° Winkel zur Längsachse des Artefaktes bildet. Die Vorderseite zeigt lediglich im Zentralbereich die natürliche Oberfläche des Rohstoffs, die Rückenseite besteht zum größten Teil aus unmodifizierter Oberfläche, nur die Ränder sind retuschiert.

2.) 0045 – 84 Länge = 43mm ; Breite = 30mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,70 ; Gew. = 3,6g

  • Die tiefe Auskehlung sowie die gerundeten Schwingenenden dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze erinnern an Fayum. Das Material, wahrscheinlich plattig, ist von dunkel grau-brauner Farbe. Die Ränder sind leicht konvex ausgebildet. (A2)

3.) 1005 – 03/49 Länge = 46mm ; Breite = 35mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,76

  • Die flächig gearbeitete Spitze aus beigefarbenem Hornstein weist leicht konvexe Ränder auf. Beide Seiten weisen Reste der natürlichen Gesteinsoberfläche auf. Die dünnste Stelle der Platte liegt in der Nähe der Auskehlung und misst 4mm. Die untere Begrenzungslinie der Schwingen sind nach innen geneigt.

4.) 0008 – 83 Länge = 50mm ; Breite = 29,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,59 ; Gew. = 5,1g

  • Die mit geradlinigen Rändern und gerundeten Schwingen versehene Spitze ist aus hellbraunem, opakem Hornstein gefertigt. Ein wesentlicher Teil der gezeigten Seite ist durch die natürliche Oberfläche des plattigen Rohmaterials gekennzeichnet. Die Rückseite ist bis auf den Bereich der Kehle und einer Schwinge unbearbeitet geblieben.

5.) 1023 – 73/25 Länge = 54mm ; Breite = 34,5mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,64

  • Bis auf den nicht bearbeiteten Zentralbereich der gezeigten Seite ist die Spitze aus beigefarbenem Hornstein flächenretuschiert. Die Kehle ist asymmetrisch angeordnet, die Ränder verlaufen zunächst konvex und nach oben hin konkav, was das Spitzenende besonders schlank erscheinen lässt. Die Schwingen stehen rechtwinklig zu den Rändern.

6.) 1005 – 105/34 Länge = 47,5mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,72

  • Die flächig gearbeitete Spitze aus zweifarbigem, hell- und dunkelbraunem Hornstein weist geradlinige Ränder auf. Die Aussparung am rechten Rand ist durch die Beschaffenheit des Rohstoffes bedingt. Die Schwingen sind rechtwinklig zur Längsachse angeordnet.

7.) 1025 – 156/6 Länge = 43mm ; Breite = 31,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,73

  • Beide Schwingenenden dieser Spitze bilden einen rechten Winkel mit den geradlinigen bis leicht konvexen Rändern. Die Pfeilspitze ist flächig retuschiert doch auf beiden Seiten sind Teile der natürlichen Gesteinsoberfläche sichtbar. Das Material gleicht dem von Nr. 6 Tafel 2. (A27)

8.) 1005 – 150/40 Länge = 62mm ; Breite = 33mm ; Dicke = 9mm ; B/L = 0,53

  • Die große und schwere Spitze mit asymmetrischer Formgebung weist konvexe Ränder auf, sie ist vollständig flächenretuschiert und ihre Schwingenenden sind rechtwinklig zur Längsachse angeordnet. Sie ist aus ähnlichem Material hergestellt wie die Exemplare 6 und 7 dieser Tafel.

9.) 1024 – 28/18 Länge = 43mm ; Breite = 33mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,77

  • Die leicht asymmetrische Spitze ist aus mittelbraunem, plattigem Hornstein gefertigt, wie an der unbearbeiteten Teilfläche der Vorderseite zu erkennen ist. Ansonsten ist das Exemplar flächenretuschiert. Der linke Rand verläuft leicht konvex, der rechte ist geradlinig. Die Ausrichtung der Schwingenenden liegt zwischen einer Rechtwinkligkeit in Bezug auf die Ränder und der Längsachse des Artefakts.

10.) 1017 – 131/11 Länge = 50,5mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,67

  • Die Spitze besteht aus mittelbraunem, plattigem Hornstein. Die unregelmäßig gekerbten Ränder verlaufen leicht konvex, die etwas gerundeten Schwingenenden stehen rechtwinklig auf den Rändern. Unmodifizierte Teile der ansonsten flächig bearbeiteten Spitze sind vor allem auf der Rückseite sichtbar.

11.) 1023 – 1/ 2 Länge = 46mm ; Breite = 31,5mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L= 0,68

  • Die aus geflecktem dunkelgrau – rötlichbraunem Silikatgestein gefertigte, flächenretuschierte Spitze weist leicht konvexe Ränder auf, die Schwingenenden sind leicht gerundet. Auf der Rückseite ist eine Teilfläche unmodifiziert geblieben.

12.) 1004 – 196/32 Länge = 55mm ; Breite = 30mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,55

  • Die vollständig flächenretuschierte Spitze mit geradlinigen, leicht gekerbten Rändern besteht aus dunkelgrauem Hornstein mit hellbeige patinierter Oberfläche. Die rechte Schwinge weist an ihrer unteren Begrenzungslinie einen Bruch auf, der jedoch auf seiner Fläche eine Retusche aufweist. Man darf daraus schließen, dass die Pfeilspitze, so wie sie sich darstellt, benutzt worden ist. Die Schwingenenden stehen oder standen rechtwinklig zur Längsachse.

Tafel Ä3

Egypten Tafel 3 Num.png

1.) 1023 – 1/6 Länge = 48,5mm ; Breite = 31mm ; Dicke = 8mm ; B/L = 0,64

  • Beidseitig flächenretuschierte Spitze mit geradlinigen Rändern und rechtwinklig zu den Rändern abgesetzten Schwingen, so daß, wie bei Spitze 1025 – 156/6, das Artefakt unter A27 einzuordnen ist. Das Material ist grau-brauner Hornstein.

2.) 1023 – 1/10 Länge = 54mm ; Breite = 38mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,70

  • Die einseitig flächenretuschierte Spitze weist geradlinige Ränder auf. Die Schwingenenden sind asymmetrisch gestaltet, während die rechte, leicht gerundete aber doch rechtwinklig zum Rand steht, verläuft die linke vom Rand her schräg nach oben zur Kehle hin. Auf der Rückseite sind lediglich die Spitze, die Auskehlung und ein Schwingenende retuschiert. Zweifarbiger, hell- und dunkelbrauner, plattiger Hornstein fand Verwendung.

3.) 1023 – 1/8 Länge = 55mm ; Breite = 33mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,60

  • Plattiger Hornstein rotbrauner Farbe bildet das Ausgangsmaterial dieser beidseitig flächenretuschierten Spitze mit konvexen Rändern. Die linke Schwinge ist leicht gerundet und verläuft rechtwinklig zum Rand die rechte verläuft zunächst von der Kehle schräg nach unten, um dann in einer Rundung in den Rand überzugehen.

4.) 1023 – 1/7 Länge = 60mm ; Breite = 37mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,62

  • Die Pfeilspitze besteht aus dem gleichen Material wie Nr. 2 Tafel 3. Die Ränder sind geradlinig, die Schwingenenden stehen im rechten Winkel zu den Rändern. Die Vorderseite ist vollflächig retuschiert, auf der Rückseite sind lediglich beide Schwingen, die Spitze und ein Rand modifiziert. (A27)

5.) 1023 – 1/5 Länge = 48,5mm ; Breite = 35mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,72

  • Vollständig flächig bearbeitete Spitze mit einem geradlinigen und einem konvexen Rand. Die Schwingen sind sowohl in der Breite als auch in der weiteren Formgebung recht unterschiedlich. Der Rohstoff ist opaker, hellbrauner Hornstein. (A27)

6.) 1023 – 1/9 Länge = 59,5mm ; Breite = 38mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,64

  • Die einseitig flächenretuschierte Spitze ist aus grau-braunem Hornstein hergestellt und weist zwei leicht konvexe Ränder auf. Die Retuschen auf der Rückseite sind peripher angeordnet, die nicht bearbeitete Oberfläche zeigt die plattige Struktur des Werkstoffes. Die rechte Schwinge verläuft rechtwinklig zur Längsachse, die linke zeigt von der Kehle aus eine nach unten gerichtete Schrägung zum Rand hin.

7.) 1023 – 1/11 Länge = 45,5mm ; Breite = 31mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,68

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze zeigt leicht konvexe Ränder und untereinander verschiedenartige Schwingen. Die rechte ist breit und steht mit ihrer leicht konkaven Begrenzungslinie rechtwinklig zum Rand, die linke ist schmal, leicht konvex steht aber auch in einem 90° Winkel zum Rand. (A27)

8.) 1023 – 1/4 Länge = 49mm ; Breite = 31mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,63

  • Die einseitig flächig bearbeitete Spitze weist auf der Vorderseite im Zentrum eine natürliche Gesteinsoberfläche auf. Die Rückseite ist an der Auskehlung, an der Spitze und leicht an den Rändern retuschiert. Der linke Rand verläuft geradlinig bis konvex und geht mit einer Rundung zur Kehle über. Der rechte Rand ist geradlinig, mit einer leichten Rundung geht er in das rechtwinklig zur Längsachse stehende Schwingenende über. Das Material besteht aus ockerfarbenem Hornstein mit feinen grauen Einsprenglingen.

9.) 1005 – 105/35 Länge = 46,5mm ; Breite = 23mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,49

  • Die auf Vorder- und Rückseite flächenretuschierte Pfeilspitze ist während ihrer Herstellung im Bereich der Kehlung verunglückt und besitzt eine lange und eine kurze Schwinge, beide gerundet. Die Ränder sind nahezu geradlinig und leicht unregelmäßig gekerbt. Das Gesteinsmaterial ähnelt stark dem von Exemplar 8 dieser Tafel obwohl die Fundplätze weit voneinander entfernt liegen.

10.) 1005 – 130/49 Länge = 30mm ; Breite = 24mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,80

  • Dieses Artefakt ist beidseitig flächig retuschiert und besitzt leicht konvexe Ränder, die Schwingenenden stehen rechtwinklig zum Rand. Das Material ist brauner Hornstein. (A27)

11.) 1017 – 35/45 Länge = 42mm ; Breite = 23mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,55

  • Die flächig retuschierte Spitze weist einen konvexen und einen geraden Rand auf. Der Anteil der unmodifizierten Oberfläche ist auf der Rückseite höher als auf der Vorderseite. Die Schwingen sind stark asymmetrisch ausgebildet, während die linke spitz zuläuft, weist die rechte von der Kehle her eine spitzen Winkel zum Rand hin auf.

12.) 1005 – 105/62 Länge = 42,5mm ; Breite = 29mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,68

  • Fleckiger, grau-brauner Hornstein ist der Werkstoff für dieses einseitig teilflächig retuschierte Exemplar. Die Ränder der Rückseite sind kantenretuschiert, im Bereich der Kehle sind Flächenretuschen angebracht. Die Schwingen stehen nahezu rechtwinklig auf den Rändern, von denen der linke geradlinig verläuft und eine Kerbe aufweist und der rechte stark konvex ausgebildet ist.

Tafel Ä4

Egypten Tafel 4 Num.png

1.) 1023 – 73/22 Länge = 39,5mm ; Breite = 29 mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,73

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze ist aus plattigem, braunem Hornstein hergestellt. Die Ränder sind nahezu geradlinig und die Begrenzungen der Schwingen passen sich der idealen Dreiecksform an. Das Artefakt ist eine klassische A2 – Spitze.

2.) 1024 – 74/56 Länge = 47,5mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,41

  • Die beidseitig grob flächenretuschierte Pfeilspitze weist eine ungewöhnliche Form auf. Die Ränder sind unregelmäßig gekerbt, die Schwingen leicht abgerundet. Das Material ist brauner Hornstein.

3.) 1023 – 30/53 Länge = 41mm ; Breite = 32mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,78

  • Wie Nr. 1 Tafel 4 ist das Artefakt eine klassische A2 – Spitze, Plattiger, brauner Hornstein ist auch hier das Ausgangsmaterial.

4.) 1005 – 03/41 Länge = 66,5mm ; Breite = 33mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,50

  • Diese große A2 – Spitze weist gerade Ränder und rechtwinklig zur Längsachse stehende Schwingenenden auf. Die Auskehlung ist im Vergleich zu ähnlich großen Spitzen wenig tief. Der Werkstoff ist brauner Hornstein, das Artefakt ist voll flächenretuschiert.

5.) 1023 – 73/24 Länge = 68,5mm ; Breite = 34,5mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,50

  • Die große, flächenretuschierte Spitze aus graubraunem Hornstein weist eine tiefe Auskehlung auf. Die Ränder sind im unteren Bereich geradlinig und verlaufen zur Spitze hin links konvex und rechts in einem stumpferen Winkel geradlinig bis leicht konkav. Die für A13 typische Schrägstellung der Schwingenenden nach außen erfolgt durch eine sanfte Rundung.

6.) 1023 – 1/3 Länge = 56mm ; Breite = 29mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,52

  • Die klassische A13 – Spitze mit geradlinigen Rändern und geradlinig verlaufender Schrägstellung der Schwingenenden ist aus braunem Hornstein gefertigt. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert.

7.) 1045 – 84 Länge = 55mm ; Breite = 36mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,65  ; Gew. = 6,2g

  • Die aus hellbeigem, plattigem Hornstein gefertigte Spitze ist der Familie A zuzuordnen. Eine genauere Bestimmung nach Hugot wäre vielleicht A17. Die Auskehlung ist V – förmig und unterscheidet sich schon durch dieses Merkmal von den normalerweise U – förmigen Kehlen. Die Schwingen sind asymmetrisch ausgebildet, die rechte lang und schlank und fast spitz zulaufend, die linke kürzer, breiter und an ihrem Ende gerundet. Die Ränder verlaufen geradlinig bis leicht konvex.

8.) 1017 – 188/27 Länge = 56,5mm ; Breite geschätzt = 33mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,58

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze besteht aus durchscheinendem, braunem Feuerstein. Obwohl eine Schwinge abgebrochen ist, bleibt zu erkennen, daß es sich ursprünglich um eine asymmetrische Spitze gehandelt hat. Die Bruchstelle ist 7mm breit, die entsprechende Stelle der gegenüber liegenden Schwinge misst 12mm. Die Ränder sind, sehr ungewöhnlich, in Zonen unterschiedlicher Winkel gegenüber der Längsachse und in geradlinige und konvexe Abschnitte eingeteilt. Ebenso eigenwillig ist die Formgebung der verbliebenen Schwinge. Eine Klassifizierung nach Hugot ist nicht möglich.

9.) 1026 – 19/24 Länge = 65,5mm ; Breite = 38,5mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,59

  • Durch die geschwungene, konvex – konkave Linienführung der Ränder ist diese aus beige – braunem Hornstein gefertigte A – Spitze nicht näher in das System Hugot einzuordnen. Die breiten, spachtelartigen Schwingenenden sind leicht nach außen gestellt und stehen rechtwinklig zu den seitlichen Begrenzungslinien. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert. Eine neue Gruppe wurde angelegt und die Spitze als A29 klassiert.

10.) 1023 – 13/77 Länge = 19mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,63

  • Die teilweise kantenretuschierte Spitze besteht aus hellbraunem Hornstein. Die konvexe Basis ist ebenfalls unvollständig bearbeitet. Da die Ränder leicht konvex verlaufen kann man bei diesem Exemplar vom Typ B3 sprechen.

11.) 1005 – 03/81 Länge = 17mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,65

  • Die rundum kantenretuschierte Pfeilspitze ist aus weißem, durchscheinendem Silikatgestein, möglicherweise Opalmasse, gefertigt. Die Ränder verlaufen von der stark konvexen Basis zunächst geradlinig und weiter oben in leicht konvexen Linien. Das Artefakt wird unter B1 eingeordnet.

12.) 1023 – 73/128 Länge = 16,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,67

  • Im Material, in der Formgebung und in der Modifikation gleicht das Artefakt der Nr. 11 – Tafel 4. Lediglich im oberen Spitzenbereich ist die Retuschierung intensiver und betrifft auch die ansonsten unmodifizierte Dorsalseite.

13.) 1023 – 73/107 Länge = 22,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,44

  • Die aus hellbraunem Hornstein gefertigte Pfeilspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Bestimmt durch die Geradlinigkeit der Ränder wird das Artefakt unter B1 und nicht unter C4 eingeordnet.

14.) 1023 – 30/3 Länge = 20,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,63

  • Die aus braunem Hornstein gefertigte, flächenretuschierte B1 – Spitze mit geradlinigen Rändern ist am ehesten ein klassisches Beispiel unter den wenigen Abu Tatur Exemplaren für die Familie B.

Tafel Ä4 A

Egypten Tafel 4A Num.png

Die auf dieser Tafel vorgestellten Pfeilspitzen sind beidseitig flächenretuschiert. Die meisten Stücke sind aus karamellfarbenem, opakem und plattigem Hornstein gefertigt. Werden andere Rohmaterialien benutzt, wird dieses in der Kurzbeschreibung erwähnt.

1.) 1023-63/3 Länge = 61,5mm, Breite = 34mm, Dicke = 9,5mm B/L = 0,55

  • Das Gesteinsmaterial dieses Exemplars besteht aus graubraunem, an den Rändern durchscheinendem Feuerstein. Die Ränder verlaufen nahezu geradlinig. Das linke Schwingenende ist abgebrochen, das rechte verläuft schräg nach oben zur Kehle hin. Zu ihrem Tiefsten hin verbreitert sich die Kehle. Sollte die Pfeilspitze symmetrisch ausgerichtet gewesen sein, würde sie unter A19 klassiert werden.

2.) 1035-132/19 Länge = 49mm, Breite = 30mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,61

  • Die Ränder der Pfeilspitze sind unregelmäßig gewellt aber im Prinzip geradlinig. Wie bei der Nr.1 dieser Tafel ist eine Schwinge abgebrochen und die andere steigt schräg zur Kehle hin an. Die Kehle selbst ist breiter und offener angelegt als die der Nr.1, Die Gruppe ist auch hier A19.

3.) 2001 – 266 Länge = 46,5mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,59

  • Diese A2- Spitze ist komplett. Der unregelmäßige linke Rand- und Schwingenbereich ist auf die Qualität des Rohmaterials zurückzuführen. Die Abweichungen von der geraden Linie werden von Kortex gebildet.

4.) 2001 – 245 Länge = 63mm, Breite = 38,5mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,61

  • Beide Ränder des Exemplars verlaufen in einer gleichmäßigen, leicht konvexen Linie. Das erhaltene rechte Schwingenende steht rechtwinklig auf der Längsachse. Bei gleichartiger, leider weggebrochener linker Schwinge, wäre die Pfeilspitze A2 zu klassieren. Wie bei der Nr.1 dieser Tafel verbreitert sich die Kehle zu ihrem Tiefsten hin. Die Rückseite besteht zum größten Teil aus nicht modifizierter Spaltfläche, lediglich der distale Rand- Schwingenbereich ist mit Druckretuschen versehen.

5.) 2001 – 227 Länge = 40mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,59

  • Die Pfeilspitze mit geraden Rändern und abgerundetem rechtem Schwingenende, das linke ist abgebrochen, sollte noch unter A2 geführt werden können. Der zentrale Bereich der Rückseite wird durch eine Spaltfläche gebildet.

6.) 2001 – 019 Länge = 60,5mm, Breite = 40mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,66

  • Nahezu geradlinige Ränder charakterisieren diese große Pfeilspitze. Die linke, unversehrte Schwinge weist ein nach innen gerundetes Ende auf, welches mit einer konvexen Linie in die zentrale Kehle übergeht. Die rechte Schwinge ist abgebrochen. Das Stück kann noch als der Gruppe A2 zugehörig abgelegt werden.

7.) 1023-63/5 Länge = 61,5mm, Breite = 34mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,55

  • Der Werkstoff ist ein dunkel rotbrauner Hornstein mit hellbraunen Einsprenglingen. Im medialen Bereich verlaufen die Ränder geradlinig, zum distalen und proximalen Ende ist der Verlauf leicht konvex. Kehle und rechte Schwinge sind weggebrochen. Das unvollständige Exemplar könnte noch in die Gruppe A2 passen.


8.) 1024-82/11 Länge = 40,5mm, Breite = 28mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,69

  • Das Artefakt ist aus karamellfarbenem, durchscheinendem Feuerstein hergestellt. Die Ränder verlaufen in konvexen Linien. Das rechte Schwingenende steht nicht rechtwinklig zur Längsachse aber auch noch nicht rechtwinklig zum Rand. Die Pfeilspitze liegt in der Einordnung zwischen den Gruppen A2 und A27.

9.) 1005-130/22 Länge = 57mm, Breite = 29mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,51

  • Die Pfeilspitze mit nahezu geradlinigen Rändern ist in die Gruppe A19 zu stellen, da das rechte Schwingenende zur Längsachse hin ansteigt. Die linke Schwinge ist abgebrochen.

10.) 1035-127/27 Länge = 49mm, Breite = 32,5mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,66

  • Die Kehle dieser A27- Spitze ist die tiefste der in Abu Tartur gefundenen Exemplare. Die Ränder sind gerade und das Schwingenende steht rechtwinklig zum Rand. Linke Schwinge und distales Ende sind abgebrochen. Der Werkstoff ist ein opaker, zweifarbiger Hornstein. Die Farben sind ein helles Rotbraun und ein sehr helles Beige.

11.) 2001 – 256 Länge = 60mm, Breite = 41mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,68

  • Die Ränder verlaufen nahezu geradlinig, das distale Ende ist durch eine leicht konkave Retuschierung besonders zugespitzt. Beide Schwingen sind abgebrochen, ein kurzes Stück des rechten Schwingenendes lässt auf eine geradlinige, rechtwinklig zur Längsachse verlaufende Basis schließen. In diesem Fall wäre das Exemplar unter A2 zu führen. Gemessen an ihrer Größe ist die Pfeilspitze mit 5,2g relativ leicht.

12.) 2001 – 273 Länge = 51mm, Breite = 33mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,65

  • Wie die Nr.1 dieser Tafel besteht der Rohstoff der Pfeilspitze aus graubraunem, an den Rändern durchscheinendem Feuerstein. Seine gerundeten, nach innen gezogenen Schwingenenden und die konvexen Ränder lassen das Exemplar der Gruppe A28 zugehörig erscheinen. Die rechte Schwinge ist abgebrochen, das distale Ende ist leicht nach rechts geneigt.

13.) 1023-63/13 Länge = 52mm, Breite = 28mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,54

  • Der rechte Rand verläuft in einer eleganten konkavokonvexen Linie, der linke könnte gewellt geradlinig oder leicht konvex gewesen sein. Bedingt durch die abgebrochene Schwinge ist die ursprüngliche Form nicht mehr zu erkennen. Die Kehle ist sehr breit ausgelegt, das unversehrte Schwingenende ist zwar noch gerundet, erinnert aber schon stark an Spitzflügel- Geschosse. Eine Einteilung in eine der vorgeschlagenen Gruppe ist schwierig.

14.) 6000 – 02 Länge = 63mm, Breite = 35mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,56

  • Wie viele der dreieckigen Großspitzen zeigt auch dieses Exemplar verschieden ausgeprägte Schwingenenden. Die Ränder verlaufen mehr oder weniger geradlinig. Die Kehle ist sehr eng ausgelegt. Zu klassieren wäre das Stück unter A2.

15.) 6000 – 01 Länge = 41,5mm, Breite = 31mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,75

  • Ein Schwingenende verläuft rechtwinklig zur Längsachse, das andere zum Rand. Die Ränder sind geradlinig bis leicht konvex. Das distale Ende ist durch schwach konkav angebrachte Retuschen besonders hervorgehoben. Die zugehörige Gruppe ist mit Einschränkungen A2.

16.) 2001 – 220 Länge = 60mm, Breite =30mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,50

  • Abgesehen von einem leicht nach außen gestelltem Schwingenende und einer schwach konkaven Linienführung am linken distalen Ende, verlaufen die Ränder fast perfekt geradlinig. Das unversehrt gebliebene Schwingenende ist gerundet und steigt ein wenig zur Kehle hin an. Das Stück würde in der Gruppe A2 gut aufgehoben sein.

Tafel Ä5

Egypten Tafel 5 Num.png

1.) 1027 – 158/3 Länge = 54mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,24

  • Das beidseitig mit diagonalen Flächenretuschen versehene Artefakt ist sehr regelmäßig gearbeitet. Es ist als schlanke Penetrationsspitze konzipiert und aus hellbraunem Hornstein gefertigt.

2.) 1074/161/11 Länge = 40mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,30

  • Beidseitig flächenretuschierte Spitze aus hellbraunem, plattigem Hornstein. In der Seitenansicht ist eine Krümmumg der Längsachse sichtbar, es ist nicht versucht worden den Fehler durch Korrekturretuschen zu beheben.

3.) 1017 – 31/74 Länge = 50mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,26

  • Schlanke, beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze aus braunem, plattigem Hornstein. Die Ränder verlaufe von den Spitzen zur Mitte hin nur leicht gekrümmt.

4.) 1005 – 105/12 Länge = 43mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,34

  • Die von den Proportionen her klassische C1 – Spitze weist auf beiden Seiten feine Diagonalretuschen auf. Auch dieses Artefakt ist aus hellbraunem Hornstein gefertigt.

5.) 1005 – 105/1 Länge = 39mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,31

  • Dieses Exemplar stellt insofern keine ideale C1 – Spitze dar, da der rechte Rand aus zwei geradlinig verlaufenden Abschnitten besteht und so die Charakteristika einer rhombischen Spitze erfüllt. Der linke Rand ist dagegen schön gleichmäßig konvex gestaltet und entspricht den C1 – Kriterien. Das Artefakt weist diagonal verlaufende Flächenretuschen auf und ist aus braunem Hornstein gearbeitet.

6.) 1023 – 2/34 Länge = 34mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,34

  • Vollständig flächenretuschierte Blattspitze, auf beiden Seiten sind Teile der natürlichen, hellbraunen Hornsteinoberfläche stehen geblieben. Die Dicke der Platten entspricht der Dicke des Artefakts d.h. 3mm. Auf der Rückseite bedecken die Retuschen einen Teil der Fläche durchgehend, sie sind diagonal angeordnet.

7.) 1005 – 105/16 Länge = 40,6mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,28

  • Die beigefarbene Hornsteinspitze ist beidseitig ganzflächig retuschiert. Die Retuschen setzen rechtwinklig zur Längsachse und zum Teil auch diagonal an.

8.) 1005 – 105/18 Länge = 32,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,37

  • Die hellbraune Hornsteinspitze ist von einer Größe und Form wie sie recht häufig auf den Abu Tartur-Fundstellen vorkommt. Sie ist beidseitig flächenretuschiert.

9.) 1051 – 183/14 Länge = 33,4mm ; Breite = 12,2mm ; Dicke = 3,4mm ; B/L = 0,37

  • Diese in ihren Dimensionen und im Material ähnliche Spitze wie Nr. 8 Tafel 5 ist nur auf der Vorderseite flächenretuschiert. Die Rückseite ist unmodifiziert geblieben, es wurde geschickt die natürliche Wölbung der Hornsteinplatte genutzt.

10.) 1005 – 27/37 Länge = 70mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,26

  • Die große Spitze ist aus lagenweise unterschiedlich gefärbtem beige-braunem Hornstein hergestellt worden. Die Vorderseite ist flächig mit breiten Diagonalretuschen versehen, während die Rückseite zum Teil unbearbeitet geblieben ist. Nur die Enden und ein Rand weisen Retuschen auf.

11.) 1023 – 46/89 Länge = 39mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,32

  • Die leicht asymmetrische Spitze lässt den Ansatz eines Stiels erahnen und könnte eine Übergangsform bilden Während die Rückseite flächenretuschiert ist, sind auf der Vorderseite lediglich halbsteile Randretuschen zu erkennen. Das verwendete Material ist brauner Hornstein mit einer weißen Lage auf der Rückseite.

12.) 1023 – 46/18 Länge = 33,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,30

  • In Bezug auf den Werkstoff stellt diese C1 – Spitze eine Ausnahme dar. Das Material ist ein verkieselter Sandschieferton von dunkelbrauner Färbung. Die Retuschen überziehen die Gesamtfläche.

13.) 1023 – 46/5 Länge = 41mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,24

  • Die Form dieser Spitze ist vergleichbar mit Nr. 3 Tafel 5. Auch hier ist ein Übergang zu rhombischen Formen erkennbar. Dunkelbrauner Hornstein ist das Ausgangsmaterial dieses beidseitig flächenretuschierten Exemplars.

14.) 1021 – 92/61 Länge = 39mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,26

  • Die Besonderheit dieser Pfeilspitze liegt in der Geradlinigkeit der Ränder im mittleren Bereich. Dort verlaufen die Ränder fast parallel zueinander. An den Enden gehen die flächendeckenden Diagonalretuschen in perpendikulare Retuschen über. Das Artefakt besteht aus hellgrauem, schwarzgefleckten Hornstein.

15.) 1005 – 105/27 Länge = 21mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,45

  • Schwarzer Kieselschiefer, ein selten benutztes Material, ist das Gestein, aus dem diese kleine, beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze besteht.

16.) 1023 – 2/5 Länge = 51,5mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 4mm M B/L = 0,36

  • Beidseitig flächenretuschierte Spitze aus braun geflecktem Hornstein. Die breiten, senkrecht bis diagonal zur Längsachse verlaufenden Retuschen sind auf der Vorderseite von links nach rechts ausgeführt worden, am rechten Rand waren nur einige Korekturretuschen nötig. Die Rückseite ist ähnlich gestaltet, doch es wurde von rechts nach links gearbeitet.

17.) 1017 – 131/19 Länge = 45mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,31

  • Beidseitig flächig bearbeitete Spitze aus braunem Hornstein. Im oberen Bereich sind die Retuschen schräg im unteren senkrecht zur Längsachse angesetzt. Die Rückseite ist ähnlich bearbeitet.

18.) 1020 – 90/7 Länge = 39mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,40

  • Die auf beiden Seiten flächenretuschierte Pfeilspitze au hellbraunem Hornstein ist asymmetrisch gestaltet, der rechte Rand ist wesentlich stärker gekrümmt als der linke. Das Stück ist nicht besonders sorgfältig bearbeitet, die Retuschen sind größtenteils senkrecht zur Längsachse angebracht.

19.) 1023 – 2/11 Länge = 39,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,34

  • Das Artefakt weist auf beiden Seiten feine, flächige Retuschen auf, deren Richtung ist variabel. Die Pfeilspitze wurde aus einer dünnen, graubraunen Hornsteinplatte gefertigt.

20.) 1002 – 141/27 Länge = 55,5mm ; Breite = 23mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,41

  • Die große und breite, flächenretuschierte C1 – Spitze ist aus dunkelbraunem Hornstein hergestellt. Das Ausgangsmaterial, erkennbar an den unbearbeitet gebliebenen, zentralen Teilflächen, war auch hier plattig. Die Retuschen sind meist schräg aber auch senkrecht zur Längsachse angesetzt.

Tafel Ä6

Egypten Tafel 6 Num.png

1.) 1017 – 31/12 Länge = 43mm ; Breite = 22mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,51

  • Aus dunkelbraunem Hornstein besteht diese einseitig nahezu vollflächig retuschierte Blattspitze vom Typ C2. Die Rückseite zeigt die natürliche Oberfläche der Gesteinsplatte, nur die Ränder sind leicht durch Retuschen gebrochen, auf einer Länge von 15mm befinden sich kurze, flächige Retuschen.

2.) 1023 – 30/41 Länge = 33,5mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,57

  • Im Bereich der Längsachse erscheint auf der Vorderseite die unbearbeitete, natürliche Oberfläche der braunen Hornsteinplatte. Ansonsten ist das recht dünne Artefakt auf der Vorderseite flächig retuschiert. Die Rückseite weist lediglich auf einer Länge von 15mm flächige Randretuschen auf und ist im übrigen unbearbeitet. Der obere Teil der Rückseite ist durch einen durch das Material bedingten Wulst in Form eines umgekehrten V verstärkt.

3.) 1023 – 30/77 Länge = 41,5mm ; Breite = 22mm ; Dicke = ; 5,5mm ; B/L = 0,53

  • Vorder- und Rückseite dieses Artefakts sind durch die unmodifizierte, gewachsene Oberfläche des Gesteins geprägt. Die Ränder sind durchgehend mit flachen Retuschen versehen. Die Farbe des Hornsteins ist ein helles beige-braun, durchsetzt mit dunkelbraunen Flecken.

4.) 1023 – 2/14 Länge = 34,5mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,55

  • Die Pfeilspitze aus braunem, plattigem Hornstein ist beidseitig teilflächig retuschiert. Auf beiden Seiten ist die natürliche Gesteinsoberfläche geschickt in die Formgebung eingefügt worden. Von den Retuschen sind hauptsächlich die Ränder betroffen.

5.) 1005 – 27/28 Länge = 44mm ; Breite = 21,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,52

  • Das Material dieser Spitze besteht aus einem hellgrundigem Silikatgestein mit dunklen Streifen und ist von plattiger Struktur. Während die Vorderseite fast völlig flächenretuschiert wurde, ist die obere Hälfte der Rückseite ohne jede Retusche geblieben.

6.) 1024 – 82/17 Länge = 48mm ; Breite = 26,5mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,55

  • Sowohl Vorder- als auch Rückseite dieser Blattspitze sind sehr spärlich und dann auch nur an den Rändern retuschiert. Die Farbe des verwendeten Hornstein ist ein helles Braun.

7.) 1023 – 2/12 Länge = 48mm ; Breite = 26,5mm ;Dicke = 7mm ; B/L = 0,55

  • Diese schöne C2 – Blattspitze ist beidseitig vollflächig retuschiert. Der Hornstein, aus dem das Artefakt gefertigt wurde, weist verschiedene Beige- und Brauntöne auf.

8.) 1024 – 4/2 Länge = 51,5mm ; Breite = 27,5mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,53

  • Die Form dieser Spitze war wahrscheinlich durch den verwendeten plattigen Hornstein vorgegeben. Sie wurde lediglich durch wenige flächige Retuschen vervollkommnet. Die Farbe ist das gewöhnliche Braunbeige.

9.) 1017 – 31/2 Länge = 48mm ; Breite = 24,5mm ; Dicke = 8,5mm ; B/L = 0,51

  • Die Spitze besteht aus beigefarbenem, grobplattigem Hornstein. Auf beiden Seiten ist im Zentralbereich die Gesteinsrinde stehen geblieben. Die Retuschen auf der Rückseite betreffen lediglich die Ränder, auf der Vorderseite dringen sie weiter zur Mitte vor.

10.) 1023 – 67/87 Länge = 29mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,29

  • Die beidseitig vollflächig retuschierte C4 – Spitze wurde aus beigefarbenem Hornstein gearbeitet. Die feinen Retuschen sind auf mancherlei Weise angeordnet, teils fischgrätartig, teils diagonal und im Basisbereich radialstrahlig.

11.) 1024 – 4/16 Länge = 34mm ; Breite = 11m ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,32

  • Das Material dieses Artefakts besteht aus beige-grau geflecktem Hornstein. Die Spitze ist beidseitig vollflächig mit Retuschen in meist diagonaler Anordnung versehen.

12.) 1023 – 67/32 Länge = 29mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38

  • Das Artefakt ist beidseitig ganzflächig retuschiert. Die Retuschen liegen zum Teil diagonal aber auch rechtwinklig zur Längsachse. Besonders gut ausgeprägt ist die radialstrahlige Ausbildung an der Basis. Das Gesteinsmaterial ist beigefarbener Hornstein mit hellgrauen Flecken.

13.) 1023 – 67/58 Länge = 37,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,29

  • Das beidseitig retuschierte Exemplar besteht aus hellbraunem Hornstein. Die Ränder der Blattspitze verlaufen zum oberen Ende hin in einer leicht konkaven Linie.

14.) 1023 – 67/88 Länge = 29,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,29

  • Die Spitze aus milchig weißem Silikatgestein ist beidseitig ganzflächig retuschiert, die Anordnung der Retuschen ist recht unregelmäßig.

15.) 1055 – 1 Länge = 35,5mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,54

  • Hell- und dunkelbraun gesprenkelter Hornstein ist das Ausgangsmaterial dieser auf der Vorderseite ganzflächig retuschierten Spitze. Die Rückseite ist ebenfalls flächig bearbeitet weist aber im Basisbereich eine kleinere unbearbeitete, natürliche Rindenfläche auf. Die Retuschen erscheinen im Vergleich zu den übrigen C4 – Spitzen recht grob.

16.) 1045 – 85/32 Länge = 29,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,41

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze ist aus hellbraunem Hornstein hergestellt. Die Modifikationen sind zum Teil sehr fein und schmal ausgeführt, zum Teil aber auch großflächig wie sie bei der Klingenherstellung anfallen können. Die Feinheit eines Großteils der Retuschen ist auf die hohe Qualität des Ausgangsmaterials zurückzuführen.

17.) 1005 – 27/18 Länge = 37mm ; Breite = 25mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,68

  • Die sehr breite, beidseitig mit Flächenretuschen versehene C4 – Spitze ist aus braunem Hornstein. Die Retuschen sind großflächig angelegt.

18.) 1039 – 145/28 Länge = 36,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,40

  • Die Basis dieser beidseitig flächenretuschierten Spitze aus braunem Hornstein ist so angelegt, daß der Eindruck entsteht, es handelt sich um eine Umarbeitung einer abgebrochenen C1 oder C3 Spitze. Das Artefakt ist windüberformt, auf der Vorderseite ist eine kleine Rindenfläche zu beobachten.

19.) 1024 – 48/24 Länge = 25mm ; Breite = 17,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L =0,70

  • Hellbeige und von plattiger Struktur ist der Hornstein, der das Ausgangsmaterial dieser beidseitig teilweise flächig bearbeiteten Spitze bildet. Die Retuschen weisen von den Rändern in Richtung Zentrum des Artefakts. Die Auskehlung an der Basis ist nicht intentionel sondern durch einen Materialfehler im Gestein bedingt.

Tafel Ä7

Egypten Tafel 7 Num.png

1.) 1005 – 02/1 Länge = 45mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,29

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze besteht aus grauem Hornstein. Das Artefakt stellt einen Übergang von C1 nach C3 dar. Die Querachse verläuft leicht außermittig. Die Distanz von der Querachse zum oberen Ende beträgt 25mm, zum unteren Ende 20mm. Daher ist trotz des geringen Unterschieds rein theoretisch eine Einordnung unter C3 vorzunehmen.

2.) 1005 – 2/100 Länge = 40mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,33

  • Diese C3 – Spitze ist aus hellbraunem Hornstein gefertigt, sie ist beidseitig flächenretuschiert. Die Verschiebung der Querachse gegenüber der Mitte des Artefakts beträgt 10mm. Die Entfernung vom oberen Ende zur Achse beträgt 25mm, vom unteren Ende zur Achse sind es 15mm.

3.) 1023 – 2/28 Länge = 39,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,35

  • In der Seitenansicht zeigt diese Spitze eine gebogene Form, bei einer optischen Linse würde man es als konkav-konvex bezeichnen. Das Artefakt ist aus hellbraunem Hornstein gearbeitet und, bis auf einen kleinen Rest natürlicher Oberfläche auf der Vorderseite, beidseitig vollflächig retuschiert. Die Querachse ist um rund 5mm gegenüber der Mitte verschoben.

4.) 1023 – 30/106 Länge = 39,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,30

  • Bei dieser Spitze ist die Querachse gegenüber der Mitte nur geringfügig verschoben. Das Artefakt ist auf beiden Seiten flächenretuschiert, das Material ist beigefarbener Hornstein. In der Seitenansicht weicht die Spitze im oberen Drittel von der Geraden um 3mm ab.

5.) 1005 – 04/98 Länge = 36mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,36

  • Auf beiden Seiten dieser Blattspitze, besonders aber auf der Rückseite, sind unmodifizierte Teile im Zentrum zu erkennen. Flächenhafte Retuschen gehen von den Rändern aus. Das Material ist grauer, feinplattiger Hornstein. Die Verschiebung der Querachse gegenüber der Mitte ist gering.

6.) 1046 – 20/83 Länge = 37,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,35

  • Das beidseitig vollständig flächenretuschierte Artefakt ist aus hellbraunem Hornstein gefertigt. Die Querachse liegt 5,25mm außerhalb der Mitte. Damit beträgt die Länge von der Achse zum oberen Ende 64% und zum unteren Ende 36% der Gesamtlänge. Bei einem Verhältnis der Teillänge von 2/3 zu 1/3 kann man von einer klassischen C3 – Spitze sprechen.

7.) 1023 – 2/24 Länge = 34,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,41

  • Die hellbraune Hornspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Das obere Ende des rechten Rands ist leicht konkav ausgebildet. Die Querachse ist nur geringfügig gegenüber der Mitte verschoben.

8.) 1023 – 30/69 Länge = 30,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,36

  • Die hellbraune Spitze aus Hornstein weist beidseitige Flächenretuschen auf. Der Abstand vom oberen Ende bis zur Querachse an der breitesten Stelle nimmt 2/3 der Gesamtlänge ein. Der rechte untere Rand ist nahezu geradlinig.

9.) 1051 - 1/3 Länge = 37mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,3

  • Diese grob gearbeitete Spitze aus hellbraunem Hornstein weist zwei flächenretuschierte Seiten auf. Die breiteste Stelle des Artefakts liegt im oberen Drittel, dieses ist ungewöhnlich, da normalerweise die Schäftung in der Nähe der Stelle mit der größten Breite angenommen wird. Am unteren Ende sind die Retuschen so angelegt, daß ein Übergang zu eine Stiel zu erkennen ist. Die Parallelität der zentralen Randabschnitte erinnert an H3 – Spitzen, die „armature a ecusson“.

10.) 1005 – 02/5 Länge = 40,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,28

  • Die beidseitige flächenretuschierte Hornspitze ist von hellbrauner Farbe. Ausgehend von der breitesten Stele beträgt die Entfernung zum oberen Ende 72% und zum unteren 28% der Gesamtlänge. Am rechten unteren Rand ist durch die konkave Linienführung ein Stiel angedeutet.

11.) 1026 – 16 Länge = 33,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33

  • Der Werkstoff dieser Spitze ist graubrauner Hornstein. Beide Seiten sind flächenretuschiert. Die feinen Retuschen verlaufen fast auf der gesamten Fläche diagonal zur senkrechten Achse. In der Seitenansicht ist das Artefakt im oberen Drittel stark gebogen, so dass die ballistischen Eigenschaften nicht optimal gewesen sein können. Die Querachse liegt bei 63% bzw. 37% der Gesamtlänge.

12.) 1066 – 160/18 Länge = 33mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,33

  • Die hellbraune - beigefarbene Hornsteinspitze ist beidseitig mit retuschierten Flächen versehen. Die Querachse ist stark in den unteren Bereich verlagert. Das Verhältnis 73% zu 27% der Gesamtlänge stellt eine ähnliche Proportion wie bei Artefakt Nr. 10 Tafel 7 dar.

13.) 1026 – 15 Länge = 59mm ; Breite = 17mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,29

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze besteht aus braunem Hornstein. Die Querachse liegt bei 63% bzw. 37% der Gesamtlänge. Der rechte Rand weist leichte Kerben auf.

14.) 1026 – 13 Länge = 43mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,42

  • Beide Ränder dieser beidseitig flächenretuschierten, breiten Spitze aus braunem Hornstein sind leicht gezähnt. Das Artefakt kann aber noch unter C3 eingeordnet werden. Die Längsachse weist in der Seitenansicht eine starke Krümmung auf, vergleichbar mit Nr.11 Tafel 7. Die Verschiebung der Querachse gegenüber der Mitte beträgt 9% der Gesamtlänge.

15.) 1013 – 39/36 Länge = 36,5mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,42

  • Im Zentrum dieser hellbraunen Hornsteinspitze ist eine nicht modifizierte Fläche zu erkennen. Der Rest der Vorderseite sowie die Rückseite sind mit flächigen Retuschen versehen. Das obere Ende ist gerundet aber geschärft. Die Querachse ist nur um rund 5% gegenüber der Mittelachse verschoben.

16.) 1023 – 30/54 Länge = 56mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,35

  • Auf beiden Seiten dieser Spitze sind natürliche Oberflächenpartien unmodifiziert stehen geblieben. Alle Retuschen sind flächig ausgeführt. Das Rohmaterial ist plattiger beige – brauner Hornstein. Die Verschiebung der Querachse gegenüber der Mitte beträgt lediglich 5%.

17.) 1026 – 19/5 Länge = 57,5mm ; Breite = 18,8mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,32

  • Während die Rückseite vollflächig retuschiert ist, zeigt die Vorderseite im Zentralen Bereich der Längsachse eine unbearbeitete Teilfläche. Die Ränder und Enden sind mit flächigen Retuschen versehen. Der verwendete Hornstein ist beige und braun gefleckt. Die Querachse liegt bei 61% bzw. 39% der Gesamtlänge. Das Artefakt ist durch seine Proportionen eine klassische C3 – Spitze.

18.) 1026 – 10/17 Länge = 54mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,27

  • Die Hornsteinspitze, deren Rückseite voll und deren Vorderseite teilweise flächenretuschiert wurde, ist von brauner Farbe. Die breiteste Stelle des Artefakts liegt bei 68% bzw. 32% der Gesamtlänge. Ansatzweise ist ein Stiel zu erkennen.

19.) 1023 – 2/20 Länge = 60mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,30

  • Die beidseitig vollflächig retuschierte, hellbraune Hornsteinspitze weist an ihrem unteren Ende einen Bruch auf. Die Querachse an der breitesten Stelle unterteilt das Artefakt in den oberen Teil mit 2/3 der Gesamtlänge und den unteren Teil mit 1/3 der Gesamtlänge. Dieses Exemplar ist ebenfalls eine klassische C3 – Spitze.

20.) 1023 – 2/6 Länge = 64mm ; Breite = 17mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,27

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze aus rötlich braunem Hornstein stellt einen Übergang von C3 zu den rhombischen Stücken dar. Die Enden sind leicht gekrümmt und abgerundet. Die Querachse ist nur leicht gegenüber der Mittelachse verschoben.

Tafel Ä8

Egypten Tafel 8 Num.png

Falls nicht anders erwähnt sind alle C6 – Spitzen dieser Tafel voll flächenretuschiert und aus Hornstein gearbeitet.

1.) 1023 – 46/58 Länge = 38mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,34

  • Die Spitze ist von dunkel rotbrauner Färbung. Die Zahnung oder in diesem Fall auch Kerbungen weisen recht regelmäßige Abstände von drei bis vier Millimeter auf. Die Zähne sind im Zentralbereich lang, bis zu zwei Millimetern, zum oberen Ende werden sie kürzer und da das untere Ende abgebrochen ist und der rechte untere Rand ebenfalls beschädigt ist, kann für diesen Bereich keine Aussage gemacht werden.

2.) 1005 – 01/12 Länge = 36,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,36

  • Die Länge der Zähne dieser hell beigefarbenen Spitze liegen im Bereich von einem Millimeter. Der Abstand zwischen den Zähnen beträgt rund zwei bis drei Millimeter. Zu den Enden hin werden die Zähne kürzer oder sie werden durch einen glatten Rand ersetzt.

3.) 123 – 46/51 Länge = 35mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,37

  • Bis auf den unteren, rechten Rand ist die Zahnung umlaufend. Die Spuren auf der Rückseite könnten darauf hinweisen, dass eventuell existierende Zähne später wegretuschiert worden sind. Der Zahnabstand liegt zwischen zwei und drei Millimetern, die Zahnlänge beträgt ein bis zwei Millimeter. Die Farbe der C6 – Spitze ist hellbraun.

4.) 1023 – 46/43 Länge = 36mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,36

  • Der Rand der beigebraunen Spitze ist rundum gezahnt wenn auch die Dichte und die Länge der Zähne unterschiedlich ausgefallen sind. Die Abstände liegen zwischen zwei und vier Millimeter, die Länge zwischen einem halben und 1,5 Millimeter. Das untere Ende ist gegenüber der Längsachse in der Seitenansicht leicht abgebogen.

5.) 1066 – 160/20 Länge = 38mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,32

  • Die cremefarbene Spitze ist im unteren Bereich von dunklen, achatartigen Bändern durchzogen. Am oberen Ende fehlen die spitz ausgeführten Zahnungen, die ansonsten die Ränder in Abständen von rund drei Millimetern zieren. Die Länge der Zähne geht nur wenig über einen Millimeter hinaus.

6.) 1005 – 01/16 Länge = 41mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,35

  • Das untere Ende der beige – braunen Spitze ist abgebrochen. Die Zahnung ist regelmäßig über den gesamten Rand verteilt, wobei die Abstände zwischen den Zähnen 1,5mm bis 3mm betragen. Die Länge der Zähne misst 0,5mm bis 1,5mm.

7.) 1020 – 90/8 Länge = 39,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,37

  • Von dem unteren Ende der beige – grau gefleckten Spitze ist ein kurzes Stück abgebrochen. Die gleichmäßig über den Rand verteilten Zähne gehen über eine Länge von 0,5mm bis 1mm nicht hinaus, die Abstände von Zahn zu Zahn messen im Schnitt zwei Millimeter, die Variationsbreite ist gering.

8.) 0014 – 27 Länge = 39mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,35

  • Die beigefarbene Spitze macht einen sehr frischen, von der Winderosion unbeeinflussten Eindruck. Die Zähne sind teilweise etwas länger als einen Millimeter, der Abstand zwischen den Zähnen liegt bei zwei Millimetern, 19 Zähne befinden sich auf einem 39mm langem Randabschnitt. Kurze Stücke sind an beiden Enden abgebrochen.

9.) 1005 – 02/5 Länge = 37mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,34

  • Die braune Spitze weist leicht abgerundete Enden auf. Der Abstand der Zähne untereinander liegt bei zwei bis drei Millimetern, die Zahnlänge bei einem Millimeter.

10.) 1023 – 46/41 Länge = 35mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,37

  • Das untere Ende der braunen Spitze ist abgebrochen. Die Zahnung fällt mit Abständen um zwei Millimeter und Zahnlängen um einen Millimeter in den Normalbereich der in Abu Tartur beobachteten C6 – Spitzen. Links oben weist das Artefakt eine Einbuchtung des Randes auf.

11.) 1023 – 46/47 Länge = 35,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,32

  • Die Enden der dunkelgrauen Spitze sind fein ausgearbeitet. Die Zahnlänge beträgt zwischen einem halben und einem Millimeter, die Abstände schwanken zwischen 1,5mm und 4mm.

12.) 1023 – 2/29 Länge = 34mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L == 0,32

  • Das untere Ende dieser braunen Spitze ist abgebrochen. Bis auf den oberen rechten Rand ist die Zahnung nur schwach ausgebildet. Die Zahnlängen betragen 0,5mm bis 1mm, die Abstände betragen 2mm bis 4mm.

13.) 1023 – 2/2 Länge = 37mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,32

  • Der linke Rand der hellbraunen Spitze ist sehr fein gezähnt mit Zahnlängen von rund einem halben Millimeter und Abständen von 2,5mm. Der rechte Rand weist im unteren Bereich zwei große Zähne auf, der Rest gleicht dem linken Rand. Das obere Ende ist deutlich nach links gebogen.

14.) 1005 – 01/28 Länge = 33mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,36

  • Die untere Randpartie der hellbraunen Pfeilspitze ist stark abgenutzt, die Zähne zum Teil und das untere Ende vollständig abgebrochen. Die Zahnlängen können 1,5mm erreichen, die Abstände sind unregelmäßig und reichen bis vier Millimeter.

15.) 1023 – 46/44 Länge = 36mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,29

  • Diese hellbraune Spitze ist nicht gänzlich flächenretuschiert, im Zentrum der Vorderseite ist eine kleine Fläche unbearbeitet geblieben. Das untere Ende lässt erste Anzeichen eines Stieles erkennen. Die Zähnung ist mit Längen von 0,5mm schwach ausgebildet. Die Abstände zwischen den Zähnen liegen bei 2mm bis 3mm.

16.) 1023 – 46/79 Länge = 33mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,30

  • Diese schlanke Spitze besitzt eine ausgeprägte Zahnung mit Zahnlängen von bis zu zwei Millimetern, die Abstände variieren von 1,5mm bis 3mm. Das untere Ende ist abgebrochen, die relativ breiten Retuschen ausnahmslos rechtwinklig zur Mittelachse angebracht. Die Farbe des Exemplars ist ein kräftiges Braun.

17.) 1023 – 2/9 Länge = 33,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,33

  • Bei diesem beigefarbenem Artefakt ist die Zahnung fast gänzlich auf den rechten Rand konzentriert. Die Zahnlängen erreichen 1,5mm bei Abständen von 2mm bis 2,5mm.

18.) 1023 – 46/48 Länge = 32mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,42

  • Eine unregelmäßige Zähnung ist das Kennzeichen dieses breiten, beigefarbenen Pfeilspitze. Während im unteren Bereich nur eine schwache Zähnung erkennbar ist, sind die Mitte und das obere Ende mit Zähnen bis zu 1,5mm Länge ausgestattet. Die Abstände reichen von 1,5mm bis zu 4mm.

19.) 1005 – 01/46 Länge = 30mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,40

  • Das untere Ende dieser unregelmäßigen Spitze ist abgebrochen. Die Farbe weist zwei verschieden helle Brauntöne auf, die durch ein diagonal zur Achse verlaufendes helleres Band separiert sind. Die Länge der Zähne liegt zwischen 0,5mm und 2mm. Die Abstände reichen von 2mm bis 5mm.

20.) 1005 – 27/25 Länge = 33,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,33

  • Die Spitze ist aus ungewöhnlichem rotbraun und grau gefärbtem Hornstein mit hellbeigen Flecken gefertigt. Ein kleines Stück des unteren Endes ist abgebrochen. Die Zahnlängen variieren von 0,5mm bis 1,5mm, die Abstände liegen zwischen einem und vier Millimetern. Der linke Rand ist stärker gezähnt als der rechte.

21.) 1023 – 46/50 Länge = 26mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,38

  • Die grobe, beigefarbene Spitze weist rötliche Tönungen im Zentrum auf. Das untere Ende ist abgebrochen. Die Zahnlängen reichen von < 0,5mm bis 2mm, die Abstände von 1mm bis 3,5mm.

22.) 1005 – 01/14 Länge = 26mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,40

  • Die Färbung der Retuschen dieser groben, hellbraunen Spitze im oberen Teil ist recht ungewöhnlich, die Zwischenräume haben Ähnlichkeit mit Kerben. Die beiden Enden sind nicht abgebrochen, das Artefakt ist stumpf konzipiert worden oder aus Mangel an handwerklichem Können stumpf hergestellt worden.

23.) 1023 – 30/12 Länge = 28mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,43

  • Das untere Ende der grauen Pfeilspitze ist abgebrochen. Die Zahnlängen reichen von 0,5mm bis 1,5mm. Die Abstände zwischen den Zähnen sind groß und liegen zwischen 2,5mm und 5mm.

24.) 1005 – 01/49 Länge = 32,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,38

  • Die braune Spitze weist eine ungewöhnliche, von der Blattspitze abweichende Form auf, die einerseits an einen Rhombus erinnert, andererseits auch einen Übergang zur gestielten Spitze suggeriert. Die Randbearbeitung ist unregelmäßig mit Zahnlängen von > 0,5mm bis 1,5mm und Abständen von 1mm bis 4mm.

25.) 1023 – 46/37 Länge = 30,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,36

  • Bei diesem Exemplar handelt es sich um eine fleckig beigefarbene Spitze mit unregelmäßiger Zähnung. Die Zahnabstände schwanken zwischen 1mm und 3mm, die Zahnlängen zwischen > 0,5mm und 1,5mm.

Tafel Ä9

Egypten Tafel 9 Num.png

1.) 1005-27/21 Länge = 36,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,33

  • Die hellbeigefarbene Pfeilspitze weist eine unregelmäßige, schwach ausgebildete Zähnung auf. Das untere Ende ist gerundet, das obere schlank und spitz ausgestaltet.

2.) 1024-74/38 Länge =35,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,34

  • Die unregelmäßig gezähnte Spitze in C3- Form ist aus beigebraunem Material hergestellt. Bis auf drei ausgeprägte, mehr als einen Millimeter messende Zähne am rechten oberen Rand, ist die Zähnung schwach ausgebildet und unregelmäßig verteilt.

3.) 1004-196/49 Länge = 37,5mm, Breite = 12,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,33

  • Die Spitze von hellbrauner Farbe mutet rhombisch an. Vier kleine Zähne zieren den rechten, vier den linken Rand. Die Länge der Zähne überschreitet nicht einen Millimeter.

4.) 1023-46/45 Länge = 33,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,36

  • Das Artefakt weist eine hellbraune äußere Verwitterungsschicht und einen dunkelbraunen Kern auf. Das untere Ende ist durch Retuschierung abgerundet. Die Zähne messen von > 0,5mm bis 1mm, die Zahnabstände liegen bei 2mm bis 5mm.

5.) 1023-46/66 Länge = 41mm, Breite = 14,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,35

  • Die Grundfarbe dieser Spitze ist ein dunkles Braun, ein Teil der Ränder ist in einem helleren Braun abgesetzt. Beide Enden sind fein ausgearbeitet, das obere ist betont durch konkave Linienführung. Das Artefakt ist nur schwach gezahnt, die bis zu einem Millimeter langen Zähne sind vor allem auf den rechten Rand konzentriert.

6.) 1005-27/22 Länge = 35,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,37

  • Die hellbeigefarbene Spitze weist eine nur schwach ausgeprägte Zähnung auf. Die Zähne erreichen Längen von bis zu einem Millimeter sind aber meistens nur 0,5mm oder weniger lang. Die Abstände zwischen den Zähnen betragen 2mm, bis 4mm.

7.) 1005-03/29 Länge = 31,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,37

  • Das Artefakt ist aus einem durchscheinendem, weißlich- gelb und rötlich gesprenkeltem Silikatgestein hergestellt. Die Zähnung ist über die Gesamtlänge der Ränder verteilt. Die Zahnabstände messen 2mm bis 4mm, die kurzen Zähne sind nicht länger als einen Millimeter.

8.) 1023-46/41 Länge = 29,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,44

  • Die hellbraune Spitze ist sehr sparsam und unregelmäßig gearbeitet. Abgesehen von einigen Unebenheiten an den Rändern, sind ein spitzer Zahn von 2mm Länge am rechten und zwei gerundete Zähne am linken Rand zu erkennen.

9.) 1025-11/19 Länge = 34,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,33

  • Das obere Ende der beigefarbenen Spitze wird besonders durch die konkave Randbearbeitung betont. Das untere Ende ist nicht abgebrochen sondern stumpf retuschiert. Die Zähnung ist über den Gesamtbereich der Ränder unregelmäßig verteilt. Die Zahnlängen messen 0,5mm bis 1,5mm.

10.) 1017-33/13 Länge = 33,5mm, Breite = 12,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,37

  • Die dunkelbraune Spitze weist die Form der Gruppe C3 auf. Über beide Ränder sind unregelmäßig größere und kleinere Zähne verteilt. Die Zahnlängen können 1,5mm erreichen.

11.) 1017-33/11 Länge = 33mm, Breite = 13mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,39

  • Die Spitze aus weißlicher, durchscheinender Silikatmasse ist auf beiden Seiten von opaker weißer Kruste begrenzt. Die Ränder verlaufen im Zentrum parallel zueinander. Die Intervalle der Zähne liegen bei 3mm bis 5mm. Ihre Länge erreicht im Höchstfall einen Millimeter. Das Artefakt ist ungewöhnlich im Hinblick auf das Material, die Form und die Bearbeitung.

12.) 1005-03/20 Länge = 33mm, Breite = 11mm, Dicke = 2,5mm, B/L = 0,33

  • Die beigebraune Spitze weist eine unregelmäßige, asymmetrische Blattform auf. Beide Enden sind stielartig verjüngt die Ränder sind mit großen und kleinen Zähnen in variierenden Abständen versehen.

13.) 1025-11/20 Länge = 30,5mm, Breite = 15mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,49

  • Diese beigefarbene Spitze könnte auch unter C8 eingeordnet werden, da die Enden kaum, der Bereich um die horizontale Mittelachse aber an beiden Rändern mit wenigen, großen Zähnen versehen ist (Hugot präzisiert zwei Zähne an jedem Rand).

14.) 1020-90/10 Länge = 30mm, Breite = 11mm, Dicke = 2,5mm, B/L = 0,37

  • Die hellbeigefarbene Spitze ist asymmetrisch ausgebildet. Während der linke Rand eine Zähnung nur im Ansatz zeigt, ist der rechte Rand deutlich gezähnt. Die Abstände zwischen den sieben Zähnen reichen von 2mm bis 4mm bei Zahnlängen von 0,5mm bis 1,5mm.

15.) 1023-46/67 Länge = 29,5mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,36

  • Die kleine, braune Blattspitze bildet einen Übergang zu den rhombischen Formen. Am rechten Rand weist das Artefakt sechs spitze Zähne, am linken sechs gerundete Zähne auf. Beide Enden sind glatt ausgebildet.

16.) 0002-113/028 Länge = 32,5mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,32

  • Lediglich im zentralen Bereich sind die Ränder der hellgrauen Spitze mit feinen Zähnen versehen. Ansonsten hat das Artefakt die Silhouette einer C3- Spitze und ist unter C9 zu klassieren.

17.) 1005-27/23 Länge = 30mm, Breite = 9mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,30

  • Die fein gearbeitete beigebraune Pfeilspitze mit lang ausgezogenen, ungeglätteten Enden erinnern in ihrer Formgebung an C7. An den zentralen Rändern befindet sich je sechs Zähne mit Längen von < 1mm bis > 1,5mm. Die Breite der Kerben zwischen den Zähnen liegt zwischen 2mm und 4mm.

18.) 0048-22 Länge = 28mm, Breite = 11mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,39

  • Die dunkelbraune C7- Spitze weist vier stark ausgeprägte Zähne am rechten Rand und fünf am linken auf. Die beiden Enden sind ungezähnt. Die Schäftung saß wahrscheinlich am unteren Ende. Die Abstände der Zähne untereinander beträgt 3mm bis 4mm, die Zahnlänge ist 1mm bis < 2mm.

19.) 1005-01/13 Länge = 26,5mm, Breite = 9,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,36

  • Die hellbeigefarbene Spitze könnte schon unter C7 eingeordnet werden. Die Zähnung ist vor allem im oberen Bereich stark ausgeprägt. Die Zähne sind bis > 1,5mm lang, die kürzeren erreichen < 0,5mm. Die Abstände liegen im Bereich von 2mm bis 4mm.

20.) 1025-186/3 Länge = 28mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,41

  • Diese hellbraune, dunkel gefleckte Spitze stellt einen Übergang von C6 nach C7 dar. Beide Enden sind abgebrochen. Die Zahnlängen liegen bei 0,5mm bis 1,5mm, die Abstände reichen von 2mm bis 4mm. Das obere Ende ist ungezähnt, das untere nur schwach mit Zähnen versehen.

21.) 1023-46/74 Länge = 23,5mm, Breite = 9mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,38

  • Am oberen Ende der hellbraunen C7- Spitze ist eine kleine Bruchfläche zu erkennen. Die unregelmäßige Zähnung weist Zahnlängen von 0,5mm bis 2mm und Abstände von 2mm bis 4mm auf.

22.) 1026-93/29 Länge = 18,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,62

  • Hugot beschreibt in seinem Essai eine ähnliche Spitze aus dem Grand Erg Occidentale (Fig. 50 – 11) und ordnet sie unter C9 ein, obwohl keine Zähnung vorhanden ist. Die östlich von Abu Tartur gefundene Spitze ist aus cremefarbenem Hornstein gearbeitet und weist an einem Rand einen Zahn, am gegenüberliegendem Rand drei Zähne auf. Die Basis ist abgerundet, es liegt kein Bruch vor.

23.) 0018-177/8 Länge = 15,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 2,5mm, B/L = 0,84

  • Das mediale Bruchstück einer C7- Spitze besteht aus braunem Hornstein. Die Abstände zwischen den Zähnen betragen drei bis vier Millimeter, die Zahnlängen liegen bei zwei Millimeter oder knapp darunter.

24.) 1025-11/13 Länge = 36,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,33

  • Die beigefarbene Blattspitze weist einen ganz leichten Übergang zur gestielten Spitze auf. Die Zähnung ist hauptsächlich auf die Mitte des linken Randes konzentriert, an anderen Stellen angebrachte Zähne sind klein und die Abstände unregelmäßig.

25.) 1017-131/18 Länge = 37mm, Breite = 13mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,35

  • Die hellbraune Blattspitze weist eine deutlich vom linken Rand abgesetzte stielartige Verschlankung auf. Einzuordnen ist das Artefakt zwischen C6 und D30. Abstände zwischen den Zähnen reichen von 1,5mm bis 4mm, die Zahnlängen betragen rund 1mm bis 1,5mm.

26.) 1005-03/21 Länge = 35mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,33

  • Die braune Spitze weist auf ihrer Oberfläche eine beigefarbene Patina auf. Das Artefakt ist sparsam gezähnt. Obwohl der untere Teil in eine lang gezogene stielartige Form übergeht, kann die Pfeilspitze noch nicht der Familie D zugeordnet werden.

27.) 0007-75/7 Länge = 32,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,34

  • Die schokoladenbraune Spitze weist eine Andeutung von einem kurzen Stiel auf. Die Rund 1mm langen Zähne haben untereinander einen Abstand von zwei bis drei Millimetern. Das Artefakt stammt von einem Plateau- Fundplatz und unterscheidet sich sowohl durch das Rohmaterial als auch die Retuschierung von den Blattspitzen der Ebene.

28.) 1017-33/5 Länge = 39mm, Breite = 12mm, Dicke = 4mm, B/L = 0.31

  • Die Zähnung der hellbeige- grauen Spitze ist auf den zentralen Randbereich beschränkt, beide Enden sind glattrandig. Das untere Ende könnte schon als Stiel angesprochen werden. Die Zahnlängen reichen von < 0,5mm bis 1,5mm, die Abstände von 1,5mm bis 4mm. Einzuordnen ist das Exemplar zwischen C6 und D30, wobei die Nähe zu D30 größer sein dürfte.

Tafel Ä10

Egypten Tafel 10 Num.png

1.) 1023 – 14/29 Länge = 43mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,24

  • Das braun gefleckte Artefakt, welches durch seine Größe und Proportionen noch in die C – Familie, wie sie sich in Abu Tartur präsentiert, passt, unterscheidet sich deutlich von anderen C – Spitzen durch die Führung der Retuschen. Das Ausgangsmaterial, ein plattiger Hornstein, wurde von den Rändern her im rechten Winkel zur Längsachse mit halbsteilen Retuschen versehen. Auf beiden Seiten sind Reste einer Rinde erkennbar.

2.) 2001 - 34 Länge = 43mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,21

  • Obwohl bei dieser Spitze keine Rinde zu erkennen ist, dürfte das Rohmaterial das gleiche sein wie es für Artefakt Nr. 1 dieser Tafel benutzt worden ist. Auch hier ist die Mehrzahl der Retuschen rechtwinklig zur Längsachse angebracht, der untere Teil des Exemplars erinnert an einen groben Stiel.

3.) 2002 - 6 Länge = 39,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,23

  • Die stark asymmetrische Spitze ist aus dunkelbraunem Hornstein gefertigt. Für eine flächige Bearbeitung sind die rechtwinklig zur Längsachse angeordneten Retuschen recht steil.

4.) 2000 - 39 Länge = 41mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,20

  • Das obere Ende der Hornsteinspitze ist abgebrochen. Die Längsachse ist in der Seitenansicht leicht gekrümmt. Die Retuschen sind rechtwinklig angeordnet und bedecken die Gesamtfläche des Artefakts.

5.) 1023 – 14/27 Länge = 62mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,17

  • Das Exemplar ist aus schwarz – braunem, verkieseltem Sandstein hergestellt. Wie häufig bei diesem auf dieser Tafel vorgestelltem Artefaktentypus ist die Vorderseite durch steile, rechtwinklig angesetzte Retuschen, die einen zentralen Grat bilden, gekennzeichnet. Die Rückseite ist nur leicht gewölbt, die Retuschen stehen ebenfalls rechtwinklig zur Achse und sind entsprechend flach.

6.) 1023 – 14/4 Länge = 58,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,17

  • Die braunbeige Spitze besteht aus Hornstein. Die Längsachse ist in der Seitenansicht leicht gebogen. Das Artefakt ist vollständig flächenretuschiert. Die Gratbildung ist weniger ausgeprägt als bei Nr. 5 dieser Tafel.

7.) 1004 – 196/50 Länge = 62mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,15

  • Die sehr schlanke Spitze wurde aus hellbraunem Hornstein gefertigt. Die plattige Struktur des Materials wird durch die beidseitig vorhandene Rinde belegt. Auch hier sind die Retuschen rechtwinklig zur zentralen Längsachse geführt. Beide Enden sind spitz ausgearbeitet und würde eine hervorragende Penetration der Pfeilspitze garantieren, falls es sich denn um eine solche handeln sollte.

8.) 1005 - 27/27 Länge = 62,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,14

  • Das wie Nr. 7 Tafel 10 ebenfalls sehr schlanke Exemplar weist ein spitzes und leicht abgerundetes Ende auf. Obwohl keine Rinde zu erkennen ist, lässt die weißliche Färbung in der oberen Hälfte der Vorderansicht des ansonsten bräunlich gefärbten Artefakts, auf eine plattige Struktur des Rohmaterials schließen. Die Retuschen sind rechtwinklig zur Längsachse angeordnet und betreffen die gesamte Oberfläche.

9.) 1024 – 4/23 Länge = 40,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke == 4mm ; B/L = 0,23

  • Die hellbraune, flächenretuschierte Hornsteinspitze könnte auf Grund ihrer gerundeten Basis eventuell noch unter C4 eingeordnet werden. Typisch auch hier ein ausgeprägter Grat auf der einen und eine flache gleichmäßige Wölbung auf der anderen Seite. Die Retuschen sind rechtwinklig zur Längsachse angesetzt.

10.) 1023 – 73/66 Länge = 48mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,17

  • Die Hornsteinspitze ist außen und dicht unter der sichtbaren Rinde beigebraun, innen dunkel rötlichbraun gefärbt. Auf der Vorderseite ist ein Grat sauber herausgearbeitet. Die Rückseite weist, bedingt durch die natürliche Rindenoberfläche, ein flaches Mittelteil auf, zu beiden Enden hin ist die Oberfläche gewölbt. Die flächigen Retuschen stehen senkrecht zur Mittelachse.

11.) 2000 – 24 Länge = 46,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,18

  • Die beigefarbene Spitze ist aus Hornstein gearbeitet, auf beiden Seiten sind Reste der natürlichen Gesteinsoberfläche sichtbar. Das Artefakt ist in der Seitenansicht stark gebogen. Die Vorderseite ist leicht gewölbt, die Gratbildung auf der Rückseite wird durch die Rinde, welche sich fast über die Gesamtlänge der Mittelachse hinzieht, abgeschwächt. Die Retuschen sind rechtwinklig zur Längsachse angesetzt.

12.) 1023 – 14/25 Länge = 47,5mm ; Breite = 7mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,15

  • Die schlanke Spitze mit fast quadratischem Querschnitt besteht aus verkieseltem, beigefarbenem Holz. Auf beiden Seiten ist eine deutliche Gradbildung zu erkennen. Das obere Ende ist leicht geschliffen, die Retuschen stehen senkrecht auf der Längsachse.

13.) 1023 – 73/65 Länge = 58,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,17

  • Die asymmetrische, beigebraune Spitze ist aus Hornstein gefertigt. Bis auf einige Stellen auf der Vorderseite, wo Rinde auf die plattige Struktur des Werkstoffs hinweist, ist das Artefakt flächenretuschiert, in der Art, dass die Mehrzahl der Retuschen rechtwinklig zur Längsachse ausgerichtet ist.

14.) 1023 – 14/20 Länge = 50mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,19

  • Die Spitze aus dunkelgrauem, verkieseltem Holz weist auf beiden Seiten deutliche Grate auf. Die Retuschen sind senkrecht zur Längsachse angebracht, beide Enden sind stark geschliffen und poliert.

15.) 1017 – 31/31 Länge = 52mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,17

  • Der Werkstoff der Spitze besteht aus deutlich strukturiertem, verkieseltem Holz. Das Spaltstück, wie es häufig in Abu Tartur vorkommt, ist lediglich an den Enden beidseitig mit senkrecht zur Längsachse geführten Retuschen versehen. Der zentrale Bereich, einschließlich der Ränder, ist unmodifiziert geblieben.

16.) 1023 – 14/56 Länge = 51mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,24

  • Die beige – braun gefleckte Spitze besteht aus plattigem Hornstein wie die beidseitig parallel zur Mittelachse stehen gebliebenen Rindenreste zeigen. Ansonsten ist das Artefakt flächig bearbeitet und zwar durch rechtwinklig zur Längsachse geführte Retuschen.

Kommentar zu den C10 – Spitzen der Tafel Ä10:

Ob es sich bei diesen Artefakten um Pfeilspitzen oder neolithische Bohrer handelt, die den epipaläolithischen Typ 16 (Tixier) ersetzen, sei dahingestellt. G Aumassip bezeichnet die in der algerischen Bas Sahara gefundenen Exemplare als „pointes de Labied“.

Die Artefakte würden als Bewehrungen funktionieren. Zwei Exemplare weisen Schleifspuren an ihren Enden auf. Die Richtung ist parallel zur Längsachse. Wären es Bohrspuren, so müssten sie rechtwinklig zur Längsachse verlaufen.

Tafel Ä11

Egypten Tafel 11 Num.png

Blattspitzen mit einem durch konvexe Linienführung gekennzeichneten medialen Bereich, bei denen ein Ende oder auch beide durch konkave Formgebung der Ränder hervorsticht, werden von Hugot unter C3 eingeordnet. ( Fig. 47 – 2 und Fig. 47 – 16 ) Nach Ansicht des Verfassers sollte dieser Pfeilspitzentyp nicht durch die Lage der Querachse, sondern durch die teilkonkave Beschaffenheit seiner Ränder definiert werden. Die Querachse kann auch bei dieser Gruppe zentral liegen, was eine Klassifizierung unter C1 zur Folge hätte. ( siehe Nr. 2 Tafel Ä11 )

Da eine ausreichende Anzahl dieser konkav – konvexen Blattspitzen vorliegt, geht der Vorschlag dahin, sie in der Gruppe C11 zusammenzufassen.

Diese Maßnahme hat erstens den Vorteil, dass die Flexibilität des Systems Hugot genutzt wird und zweitens, dass die wesentlichen Unterschiede der konkav – konvexen Blattspitzen gegenüber den übrigen C – Spitzen herausgestellt werden. Zu den C11 – Spitzen wären zu zählen Tafel 11 Nr. 1 bis Nr. 12

Die übrigen Exemplare, die auf Tafel 11 vorgestellt werden, zeigen Übergänge zu anderen Familien sowie Abweichungen von der Idealform innerhalb einer Familie oder einer Gruppe. Auch werden Größenverhältnisse sichtbar gemacht wie z.B zwischen Nr. 21 und Nr. 23, beide zur Gruppe C3 gehörend.

Tafel Ä11

1.) 1005 – 03/7 Länge = 33,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,31

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze ist aus graubraunem Hornstein gefertigt. Während der Rand im Zentralbereich, wie üblich bei Blattspitzen, konvex gestaltet wurde, ist die Linienführung im unteren Bereich leicht, im oberen ausgeprägt konkav ausgebildet. Die langschmalen Retuschen sind diagonal angeordnet.

2.) 1005 – 03/4 Länge = 34,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,30

  • Die Hornsteinspitze ist von heller graubrauner Farbe. Sonst wie Nr. 1 dieser Tafel. Die diagonal verlaufenden Retuschen sind sehr fein, die Ausbildung der konkaven Ränder im oberen Drittel ist stark ausgeprägt.

3.) 1005 – 27/5 Länge = 38,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,36

  • Die leicht asymmetrische, hellbraune Hornsteinspitze weist hauptsächlich diagonal geführte Retuschen auf. Das untere Ende konnte abgebrochen sein. Lediglich im oberen Drittel ist die Linienführung des Randes stark konkav, so dass ein sehr schlankes Ende entsteht. Ansonsten sind sämtliche Randteile konvex gearbeitet.

4.) 1023 – 50/15 Länge = 34,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,26

  • Die Hornsteinspitze ist im oberen Teil hell, im unteren dunkelbraun gefärbt. Wie bei schmalen Spitzen üblich verlaufen die Retuschen hauptsächlich rechtwinklig zur senkrechten Mittelachse. Die Linienführung der Ränder ist im oberen Drittel konkav, in der Mitte und im unteren Drittel nahezu geradlinig.

5.) 1005 – 03/31 Länge = 35mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,37

  • Die beige und hellbraun gefärbte Hornsteinspitze weist diagonal verlaufende Retuschen auf. Beide Enden sind mit konkaven Rändern versehen, im mittleren Drittel ist die Linienführung konvex. Obwohl das obere Ende an ein Stielchen erinnert wäre die Pfeilspitze beidseitig verwendbar.

6.) 1005 – 03/17 Länge = 34,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,29

  • Die Retuschen der mittelbraunen Hornsteinspitze sind diagonal angesetzt. Beide Enden sind leicht konkav gehalten, im Zentralbereich verläuft der Rand in einer konvexen Linie. Der linke Rand ist schwach gezähnt.

7.) 1023 – 50/7 Länge = 28mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,38

  • Die Pfeilspitze besteht aus hellbraunem Hornstein. Das obere Ende wird durch zwei konkave Linie gebildet, in deren Mitte sich jeweils eine schwache Ausstülpung befindet. Das untere Ende wird von einer konkaven und einer geraden Linie gebildet. Die Retuschen sind im Vergleich zu anderen Exemplaren kurz und haben verschiedene Richtungen.

8.) 1005 – 27/26 Länge = 31,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,40

  • Die hell- und mittelbraun gefleckte Hornsteinspitze weist durch ihre konkaven Begrenzungslinie schon ausgezogene Enden auf. Die Retuschen sind zum größten Teil parallel diagonal angelegt.

9.) 1017 – 33/12 Länge = 30mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,42

  • Das obere Ende der hellbraunen Hornsteinspitze wird durch zwei konkave Linien gebildet, wobei ein Zahn oder eine Ausstülpung am linken Rand zu erkennen ist. Das untere Ende ist durch eine konkave und eine konvexe Linie definiert. Die Extremität weicht von der senkrechten Mittelachse nach links ab. Die Retuschen sind im mittleren Abschnitt rechtwinklig zur Achse angebracht.

10.) 1005 – 02/65 Länge = 26,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38

  • Die hellbraune Hornsteinspitze weist dunkelbraune Flecken auf ihrer Oberfläche auf. Das obere Ende ist durch die konkaven Rändern fein herausgearbeitet. Das untere Ende läuft, begrenzt von leicht konvexen Linien, aus. Die Retuschen sind im Prinzip diagonal angeordnet, folgen jedoch nicht immer diesem Schema.

11.) 1023 – 46/24 Länge = 29,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,36

  • Die mehrfarbige Spitze aus Jaspis weist braune, beigefarbene, schwarze und rote Töne auf. Das untere Ende wird durch zwei konkave Linien gebildet, das obere durch eine konvexe und eine leicht konkave, auch hier ist das Ende fein herausgearbeitet. Die Retuschen liegen rechtwinklig zur senkrechten Mittelachse.

12.) 1005 – 03/32 Länge = 23mm ; Breite = 11,5mm ; Breite = 3mm ; B/L = 0,35

  • Die Hornsteinspitze ist hell- und dunkelbraun gefleckt. Am oberen Ende bilden die konkaven Begrenzungslinien ein sehr schlankes „Stielchen“. Das untere Ende wird durch zwei leicht konkave Linien gebildet. Die Retuschen sind rechtwinklig zur Mittelachse angebracht.

13.) 2001 - 79 Länge = 28mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,32

  • Das Exemplar besteht aus cremefarbenem Hornstein. Beide Enden werden durch je zwei konkave Linien definiert, jedoch bildet das untere Ende schon einen regelrechten Stiel. Die Retuschen weisen verschiedene Richtungen auf. Das Artefakt ist als Hybridspitze zwischen C und D einzuordnen.

14.) 1026 – 19/18 Länge = 19,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,51

  • Ebenfalls als Hybridspitze zwischen C und D ist dieses cremefarbene Artefakt zu klassieren. Das untere Ende oder der Stiel wird von zwei konkaven Linien gebildet. Der Rand geht im medialen Bereich in eine konvexe Linie über und zum oberen Ende hin verläuft der Rand geradlinig. Nur der Stiel ist beidseitig retuschiert. Der linke Rand der Vorderseite ist flächig aber recht steil bearbeitet, ansonsten liegen die Retuschen diagonal.

15.) 1023 – 46/22 Länge = 32,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,34

  • Die stark asymmetrische Blattspitze ist aus hellbraunem, plattigem Hornstein gefertigt wie an einem Rindenrest auf der Vorderseite zu sehen ist. Die Asymmetrie besteht in der unterschiedlich starken Krümmung der Ränder. Die Retuschen weisen verschiedene Richtungen auf, auf der rechten Seite sind sie senkrecht zur Längsachse angebracht. Einzuordnen ist das Exemplar unter C3.

16.) 1024 – 6/4 Länge = 25,5mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,31

  • Die hellbraune Blattspitze aus Hornstein weist eine gerundete Basis und im zentralen Bereich fast parallel zueinander verlaufende geradlinige Ränder auf. Das obere Ende wird von leicht konvexen Linien begrenzt. Die Retuschen sind z.T. diagonal und an der Basis radial angebracht. Wegen der gerundeten Basis kann das Artefakt unter C4 eingeordnet werden.

17.) 2003 - 18 Länge = 39mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,21

  • Die langgezogene Spitze ist aus beige – grauem Hornstein gemacht. Das obere Ende ist leicht gerundet und auf einer Länge von rund fünf Millimetern geschultert. Das untere, spitze Ende scheint abgebrochen zu sein. Die seitlichen Begrenzungslinien verlaufen nahezu geradlinig und fast parallel zueinander. Die Retuschen liegen mehr oder weniger senkrecht zur Mittelachse. Zu klassieren ist das Artefakt unter C3.

18.) 1023 – 50/6 Länge = 32,5mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,25

  • Die Begrenzungslinien dieser Blattspitze aus hellbraunem Hornstein verlaufen im zentralen Bereich geradlinig und fast parallel zueinander wie auch schon bei Nr. 17 dieser Tafel beobachtet. Beide Enden werden durch konvexe Linien gebildet. Die Retuschen sind in der Mehrzahl senkrecht zur Mittelachse angebracht. Auch dieses Artefakt ist eine C3 – Spitze.

19.) 1005 – 03/72 Länge = 19mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,39

  • Die Basis dieser kleinen Hornsteinspitze von hellbeiger Farbe ist gerundet und das obere Ende auf der rechten Seite durch einen konkav verlaufenden Rand gekennzeichnet, der linke Rand ist auf seiner Gesamtlänge konvex ausgestaltet. Das beidseitig flächenretuschierte Artefakt ist stark windüberformt. Die erkennbaren Retuschen sind sowohl senkrecht zur Achse als auch diagonal angebracht. Da das Exemplar stärker durch seine runde Basis als durch den konkaven, rechten oberen Rand geprägt ist, wird eine Klassifizierung unter C4 einer unter C10 vorgezogen.

20.) 1005 – 02/86 Länge = 25,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,33

  • Die Spitze aus braunem Hornstein ist nur einseitig flächenretuschiert. Die Rückseite ist lediglich im Bereich des unteren Endes leicht modifiziert. Die gleichmäßig konvexen Ränder sind teilweise mit einer sehr feinen Zähnung versehen. Die Retuschen sind diagonal angeordnet, eine Ausnahme bildet der obere, linke Rand, welcher kurze, senkrecht zur Achse stehende Retuschen aufweist. Das Artefakt scheint aus einer Klinge oder Lamelle gearbeitet zu sein. Da die Querachse des Exemplars in der Mitte der Pfeilspitze die Längsachse kreuzt, wird sie unter C1 geführt. Die Zähnung ist zu wenig ausgeprägt um eine Einordnung unter C6 zu rechtfertigen.

21.) 1026 – 19/35 Länge = 18,5mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,43

  • Die kleine, aus einer Lamelle gearbeitete Blattspitze, besteht aus sehr hellem, grauem Hornstein. Das Artefakt ist auf beiden Seiten teilweise flächig retuschiert. Da die breiteste Stelle des Artefakts unterhalb der Mitte liegt, wird es unter C3 klassifiziert.

22.) 1023 – 3/11 Länge = 20mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,38

  • Die einseitig flächenretuschierte Blattspitze ist aus hellbeigefarbenem Hornstein gefertigt. Die Rückseite weist nur geringe Modifikationen im Bereich des oberen Endes auf. Das untere Ende ist durch konkave Linienführung fast stielartig ausgebildet, auch der obere rechte Rand zeigt eine Konkavität. Im Vergleich mit den Exemplaren Nr. 1 bis Nr. 12 dieser Tafel fällt das Fehlen der Eleganz der konkav – konvexen Linienführung auf, so dass die Ausbuchtungen eher als zufällig anzusehen sind. Wenn auch eine Einteilung des Exemplars unter C3 und nicht unter C10 arbiträr erscheint, sollte diese doch vorgezogen werden, denn unter den vorgestellten konkav – konvexen Blattspitzen würde die Nr. 22 wie ein Fremdkörper wirken.

23.) 1023 – 2/21 Länge = 78mm ; Breite = 25,5mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,33

  • Die große Blattspitze vom Typ C3 ist aus braunem, durchscheinendem Achat gearbeitet. Auf der Rückseite und entlang der Bänderung ist eine hellbeigefarbene Patina zu erkennen. Die breiten Retuschen variieren zwischen senkrecht zur Mittelachse und diagonal. Das Artefakt wiegt 14,0g und ist damit 1,5g schwerer als die D4 - Spitze 0008 – 86/34 Nr. 2 – Tafel 16, diese hat allerdings ein Schwingenende und einen Teil des Stiels verloren. Größenordnungsmäßig dürfen beide Stücke das gleiche Gewicht gehabt haben. Da Nr. 2 – Tafel 16 eindeutig eine Pfeilspitze ist, kann davon ausgegangen werden, daß auch diese Blattspitze als Pfeilbewehrung gedient haben kann.

24.) 2000 - 19 Länge = 58mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,21

  • Die beige – grau gefleckte Hornsteinspitze hat eine außergewöhnliche Form. Die Basis ist ganz leicht abgerundet, zum oberen Ende hin verbreitert sich das Artefakt. Rund 15mm vom oberen Ende entfern, an der breitesten Stelle, ändert sich die Richtung der Ränder, welche nun geradlinig auf die Mittelachse zustreben. Auch bis zum Punkt des Richtungswechsels sind die Ränder nahezu geradlinig ausgebildet. Der gesamte Rand ist mit einer sehr feinen Zähnung versehen. Die Retuschen liegen senkrecht zur Mittelachse. Sowohl die Rundung der Basis als auch die Zähnung sind nicht genügend ausgeprägt, um die Klassifizierung zu beeinflussen. Trotz der oberhalb der Mitte verlaufenden Querachse und der fast geradlinigen Ränder würde die Pfeilspitze am ehesten unter C3 einzuordnen sein.

25.) 1024 – 6/2 Länge = 34,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,36

  • Die asymmetrische Spitze ist aus braunem Hornstein hergestellt. Die Achse des Artefakts ist S – förmig gebogen, die Basis der Pfeilspitze ist leicht abgerundet, die Ränder sind links von unten nach oben konkav – konvex und rechts konvex – konkav gearbeitet. Die Retuschen haben unterschiedliche Richtung. Da diese Form nur einmal angetroffen wurde und weil die die Konkavität der Randabschnitte nur wenig ausgeprägt ist, würde eine Zuordnung zu C3 vertretbar sein.

26.) 1005 – 02/49 Länge = 46mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 8,5mm ; B/L = 0,36

  • Das graue, heterogene Silikatgestein, aus dem die Blattspitze gefertigt wurde, ist mit schwarzen Einsprenglingen durchsetzt. Mit 8,5mm ist das Artefakt ungewöhnlich dick. Die Retuschen haben, bedingt durch das schwierig zu bearbeitende Material, verschiedene Anordnungen und Richtungen. Die Querachse liegt im Zentrum des Artefakts, so dass es als C1 – Spitze anzusprechen ist.

27.) 1005 – 03/43 Länge = 74,5mm ; Breite = 20,5mm ; Dicke = 7,5mm ; B/L = 0,28

  • Die große C3 – Spitze besteht aus einem an Wachsopal erinnernden, beigefarbenem Gestein mit vielen kleinen punkt- und strichförmigen, dunklen Einsprenglingen. Die Retuschen haben unterschiedliche Richtungen, sie sind besonders im Medialbereich recht großflächig.

Tafel Ä12

1.) 2003 - 12 Länge = 28mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,43

  • Die helle, karamellfarbene, opake Hornstein ist beidseitig vollflächig retuschiert. Die Ränder sind, von kleinen Unebenheiten abgesehen, geradlinig angelegt, der breite Stiel verjüngt sich zum Ende zu und läuft in einer schrägen, geraden Linie aus.

2.) 2000 - 43 Länge = 29mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,47

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze besteht aus hellem karamellfarbenem und opakem Hornstein. Die Ränder verlaufen in leicht konvexer Linie. Der Stiel verjüngt sich nach unten und endet in einer Rundung.

3.) 2003 - 15 Länge = 38mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,37

  • Die flächenretuschierte Pfeilspitze besteht aus dem gleichen Rohstoff wie Nr. 1 und Nr. 2 dieser Tafel. Die Ränder sind leicht konvex, die linke Schwinge ist gut, die rechte nur leicht ausgestellt. Der Stiel hat eine Dreiecksform.

4.) 2003 - 06 Länge = 26mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,46

  • Das Gesteinsmaterial der beidseitig flächenretuschierten Spitze gleicht dem der Nr. 1 bis Nr. 3 dieser Tafel. Die Ränder verlaufen leicht konvex, der Stiel verjüngt sich leicht nach unten und endet in einer Rundung.

5.) 2000 - 51 Länge = 25mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,54

  • Hellbrauner, leicht an den Rändern durchscheinender Hornstein ist der Werkstoff dieser beidseitig flächenhaft retuschierten Pfeilspitze. Die Ränder verlaufen nahezu geradlinig, die beiden Schwingen sind leicht ausgestellt, der Stiel ist dreieckig, wenn auch seine Spitze etwas abgerundet ist.

6.) 0002 – 98/020 Länge = 22,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,60

  • Die Rückseite dieser einseitig flächenretuschierten Pfeilspitze ist im Bereich des Stieles, der Schwingen und der Ränder mit flächigen Retuschen versehen. Das Material ist dunkelbrauner, an den Rändern durchscheinender Hornstein. Die Ränder sind leicht konvex angelegt, links mehr, rechts weniger. Der Stiel ist asymmetrisch, links fast geradlinig, rechts in einer konvexen Linie verlaufend. Er endet in einer geraden, schräg ausgerichteten Linie.

7.) 1023 – 73/80 Länge = 26mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,52

  • Die aus durchscheinendem, braunem Feuerstein gefertigte Spitze ist nur einseitig flächenretuschiert. Auf der Vorderseite ist ein Teil der natürlichen Oberfläche des plattigen Gesteins stehen geblieben. Auf der Rückseite ist lediglich der Stiel vollretuschiert. Die Ränder weisen unregelmäßige Kerben und Ausbuchtungen auf, der Gesamtverlauf ist leicht konvex. Die Längsachse des Stieles weicht erheblich von der Hauptachse des Artefakts ab, aus diesem Grund entsteht eine Krümmung. Die Ränder des Stiels verlaufen konvex, so dass sich zu seinem gerundetem Ende hin verjüngt.

8.) 1023 – 73//88 Länge = 24mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,58

  • Dunkler, graubrauner und opaker Hornstein diente zur Herstellung dieser klassischen, auf beiden Seiten flächenretuschierten D1 - Spitze. Die Ränder verlaufen geradlinig wenn auch leicht gewellt. Der Stiel verjüngt sich leicht und wird durch eine Rundung abgeschlossen.

9.) 1004 – 196/53 Länge = 25mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,52

  • Das beidseitig vollflächig retuschierte Artefakt ist aus hellbraunem, opakem Hornstein hergestellt. Die Ränder sind sehr geradlinig ausgerichtet. Der Stiel ist leicht außermittig angesetzt, er verläuft geradlinig sich zur Abschlussrundung hin verjüngend.

10.) 0006 – 133/36 Länge = 26,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,57

  • Durchscheinender, brauner Feuerstein mit milchigen Flecken ist das Ausgangsmaterial für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen. Die Ränder verlaufen konvex, die Schwingen sind leicht asymmetrisch ausgeführt. Der Stiel, ebenfalls asymmetrisch, hat leicht konvexe Ränder und endet in einer schräg verlaufenden konvexen Linie.

11.) 1005 – 01/87 Länge = 24,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,49

  • Die einseitig flächenretuschierte Spitze aus durchscheinendem, hellbeigefarbenem Feuerstein ist mit einem geraden und einem leicht konvexen Rand ausgestattet. Die Rückseite ist durchgehend an den Rändern, den Schwingen und am Stiel mit flachen Retuschen versehen. Das distale Ende ist abgebrochen. Der Stiel wird von zwei unregelmäßigen, zur Endrundung hin leicht konvergierenden Linien begrenzt.

12.) 2000 - 47 Länge = 28mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,50

  • Es handelt sich um ein Artefakt aus beigebraunem, opakem Hornstein mit geradlinig verlaufenden Rändern, wobei links das distale Ende durch eine Kerbe leicht abgesetzt erscheint. Die Pfeilspitze ist flächenretuschiert. Der Stiel verläuft sich leicht verjüngend zur unteren, geradlinigen Begrenzungslinie.

13.) 1085 – 160/11 Länge = 20mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,55

  • Die kleine, beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus braunem Hornstein hergestellt. Die geradlinigen Ränder lassen etwas Licht durchscheinen. Die Spitze des Artefakts ist abgebrochen. Der stämmige Stiel weist unregelmäßige, leicht zum flachrunden Abschluss zusammenlaufende Begrenzungslinien auf.

14.) 1023 – 13/17 Länge = 31,5mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,49

  • Die flächig retuschierte Pfeilspitze besteht aus beigebraunem, opakem und plattigem Hornstein. Reste einer Spaltfläche sind auf der Vorderseite erkennbar. Die Retuschen sind sehr grob ausgeführt, die Ränder verlaufen in einer unregelmäßigen konvexen Linie. Der linke Rand ist konvex gestaltet, der rechte besteht aus einer geknickten Geraden. Die abschließende Linie verläuft geradlinig im rechten Winkel zur Längsachse.

15.) 1005 – 03/57 Länge = 33mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,45

  • Die Spitze ist teilweise flächig retuschiert und besteht aus plattigem, opakem und hellbraun geflecktem Hornstein. Die zentralen Bereiche sind unmodifiziert geblieben. Die Ränder sind unregelmäßig konvex ausgebildet. Die Begrenzungslinien des Stiels verlaufen, sich schwach verjüngend, zu einer Spitze zusammen.

16.) 1045 – 9/135 Länge = 25,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43

  • Die hellbraune, opake Hornsteinspitze ist mit gleichmäßigen konvexen Rändern ausgerüstet. Das Artefakt ist beidseitig flächig retuschiert. Der sich verjüngende Stiel endet mit einer geraden, rechtwinklig zur Mittelachse verlaufenden, Linie.

17.) 1026 – 19/26 Länge = 29mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,40

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze wurde aus hellem, rötlichbraunem und opakem Hornstein gearbeitet. Die Ränder sind unregelmäßig im Prinzip aber konvex ausgebildet, beide Schwingen sind leicht ausgestellt. Der Stiel liegt nicht exakt in der Längsachse des Artefakts, er verjüngt sich nach unten und schließt mit einer Rundung ab.

18.) 1046 – 83/18 Länge = 24,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,47

  • Die Pfeilspitze ist aus hellbraunem, opakem Hornstein, sie ist beidseitig flächenretuschiert, wobei auf der Rückseite ein Teil der natürlichen Oberfläche des plattigen Gesteins unmodifiziert geblieben ist. Die Ränder sind unregelmäßig ausgebildet und verlaufen in der unteren Hälfte nahezu parallel zur Längsachse, in der oberen Hälfte geradlinig im Winkel auf das obere Ende zu. Der Stiel hat mehr oder weniger eine Zufallsform, er verjüngt sich stark und endet in einer Rundung.

19.) 1023 – 13/4 Länge = 18mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,44

  • Leicht durchscheinender Feuerstein in verschiedenen Brauntönen wurde für diese kleine einseitig flächenretuschierte Pfeilspitze benutzt. Die Rückseite ist lediglich im Bereich der Schwingen und des Stiels flächig retuschiert. Die Ränder sind gleichmäßig konvex und besonders am linken Rand mit feinsten Zähnchen versehen. Der Stiel verdient besondere Beachtung, er ist an seiner Basis eingeschnürt, er verbreitet sich bis zu seinem durch eine gerade Linie gebildeten Abschluss.

20.) 1005 – 03/23 Länge = 21,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,53

  • Braun beige gefleckter, durchscheinender Feuerstein bildet das Ausgangsmaterial dieser einseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Rückseite weist lediglich Retuschen im Bereich des Stiels, an einem Rand und am distalen Ende auf. Die Ränder sind gleichmäßig konvex, die Schwingen ebenfalls gleichmäßig ausgebildet. Der Stiel ist ähnlich geformt wie der des Artefakts Nr. 19 dieser Tafel. Eingeschnürte Stiele sind bei diesen zwei Exemplaren und bei Nr. 14 der Tafel 13 beobachtet worden. (D38)

21.) 0006 – 112/3 Länge = 18mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,53

  • Die kleine, dunkel rotbraune Hornsteinspitze schimmert an den Rändern durch. Beide Ränder sind konvex angelegt. Das Artefakt ist flächenretuschiert auf der Rückseite vollständig, auf der gezeigten Seite ist Kortex stehen geblieben. Die Ränder des Stiels verlaufen parallel zur Längsachse. Der Stiel endet in einer leicht schrägen geraden Linie.

22.) 1015 – 88/52 Länge = 20mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,45

  • An den Rändern leicht durchscheinender, beigefarbener Hornstein ist das Ausgangsmaterial dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder sind unregelmäßig, eine geknickte Gerade links und eine Wellenlinie rechts. Das obere Ende ist abgebrochen. Die linke Schwinge ist nur angedeutet während die rechte gut ausgebildet ist. Der Stiel ähnelt einem auf den Kopf gestelltem Dreieck.

23.) 1005 – 03/60 Länge = 23mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke =3,5mm ; B/L = 0,63

  • Leicht konkave Ränder sind das Charakteristikum dieser aus opakem, hellbraunem Hornstein bestehenden, beidseitig flächenretuschierten Spitze. Der Stiel ist außermittig angesetzt und asymmetrisch, er endet mit einer schrägen, gerundeten Linie. Das obere Ende des Artefakts ist abgebrochen.

24.) 1023 – 3/1 Länge = 37,5mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,52

  • Durchscheinender, beigefarben gefleckter Feuerstein diente zur Herstellung dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder sind unregelmäßig. Der linke Rand beginnt an der abgebrochenen Schwinge mit einer konvexen Linie, die in eine Gerade übergeht, das distale Ende wird durch eine Kerbe besonders betont. Die ausgestellte Schwinge auf der rechten Seite geht in eine gerade Linie über, im oberen Drittel knickt die Linie zur Mittelachse hin ab und führt in Wellenform zum oberen Ende. Der Stiel verjüngt sich nur wenig und endet in einer Rundung.

25.) 1013 – 39/25 Länge = 25mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,40

  • Das Artefakt ist aus einem Spaltstück eines braunem, an den Rändern durchscheinenden Hornstein, wie an der Rückseite erkennbar, hergestellt. Die Vorderseite ist flächig retuschiert, während auf der Rückseite lediglich der Stiel, die Schwingen und ein Rand modifiziert worden sind. Die Ränder sind leicht gewellt und verlaufen in einer konvexen Linie. Der Stiel ist links konkav und rechts konvex gestaltet, er endet mit einer Rundung. Die Spitze des Artefakts ist abgebrochen.

Tafel Ä13

1.) 0040 – 193/1 Länge = 21mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,43

  • Die kleine, braune Spitze besteht aus an den Kanten durchscheinendem Hornstein. Das Artefakt ist beidseitig sorgfältig mit feinen Flächenretuschen modifiziert worden. Der teilweise abgebrochene Stiel ist durch Kantenretuschen herausgearbeitet worden. Die Ränder sind im oberen Bereich geradlinig, zu den Schwingen hin leicht konvex ausgebildet.

2.) 1023 – 3/5 Länge = 25,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,47

  • Durchscheinender, gelbbrauner Feuerstein bildet den Werkstoff für diese klassische, beidseitig flächenretuschierte D2 Spitze. Die Ränder sind nahezu geradlinig ausgebildet. Der Stiel verjüngt sich stetig von der Basis her und endet spitz.

3.) 1023 – 30/74 Länge = 26,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,45

  • Das Artefakt besteht aus nur schwach an den Rändern durchscheinendem Hornstein in verschiedenen Brauntönen. Die Ränder sind geradlinig, der Stiel ist breit an der Basis und verjüngt sich zu seinem Ende hin, er ist asymmetrisch und da sein linker Rand leicht konkav, der rechte aber konvex gestaltet ist, macht er einen schiefen Eindruck.

4.) 1024 – 74/11 Länge = 23,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,51

  • Das Material ist ein opaker, hellbrauner Hornstein. Die Ränder verlaufen zum oberen Ende hin in einer leicht konvexen Kurve. Der an der Basis breite Stiel verjüngt sich in konkaven Linien bis zu seinem gerundetem Ende. Die Pfeilspitze ist beidseitig vollflächig retuschiert.

5.) 1021 – 92/60 Länge = 20mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,45

  • Die an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze ist von brauner Farbe. Während eine Seite vollständig flächenhaft retuschiert ist, sind auf der Rückseite lediglich die Ränder mit z.T. auch kantigen Retuschen versehen. Die Ränder sind fast geradlinig. Der Stiel verjüngt sich von der Basis ausgehend und wird durch zwei konkave Linien und einem gerundeten Abschluss gebildet.

6.) 1005 – 3/56 Länge = 29mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,48

  • Die leicht asymmetrische Pfeilspitze ist aus einem rotbraunem Hornstein – Spaltstück gefertigt. Die gezeigte Seite ist flächenretuschiert, die Rückseite weist nur an den Rändern und am Stiel flächenhafte Retuschen auf während der zentrale Bereich die unmodifizierte Spaltfläche zeigt. Die Ränder sind leicht konvex ausgebildet, der Stiel ist an der Basis breit und verjüngt sich zu seinem gerundetem Ende hin in konkaven Linien.

7.) 1005 – 3/55 Länge = 32mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,45

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze ist aus leicht durchscheinendem grauem Hornstein hergestellt. Der linke Rand ist mit unregelmäßigen Kerben versehen und in seiner Gesamtrichtung geradlinig, während der rechte Rand leicht konvex gestaltet ist und keine Kerben aufweist. Der schlanke Stiel wird von der Basis an durch zwei parallel zueinander verlaufende gerade Linien gebildet, die in einem langgezogenem Dreieck enden.

8.) 1005 – 130/5 Länge = 21,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,51

  • Leicht an den Kanten durchschimmernder, schwarzer Hornstein wurde benutzt, um diese beidseitig teilflächig retuschierte Pfeilspitze zu produzieren. Die unregelmäßig gearbeiteten Ränder laufen in konvexen Linien zum oberen Ende. Der Stiel gleicht einem Dreieck, bei welchem die Basis ungefähr die Hälfte der Länge der Dreieckshöhe beträgt.

9.) 2000 - 52 Länge = 24,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,53

  • Die Ränder der beidseitig vollflächig retuschierten Spitze aus hellbeigem Hornstein verlaufen bis auf zwei gegenüberliegende Einkerbungen unterhalb des oberen Endes, nahezu geradlinig. Der stämmige Stiel verjüngt sich nur schwach zu seinem gerundetem Ende hin.

10.) 1026 – 95/19 Länge = 24mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,46

  • Die glatten Ränder der schlanken, flächenretuschierten Pfeilspitze verlaufen in einer konvexen Linie zur abgebrochenen Spitze. Der kurze Stiel verjüngt sich zum gerundetem Ende hin. Das Material ist hellbrauner, opaker Hornstein.

11.) 1023 – 13/11 Länge = 24mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,50

  • Der graubraune, durchscheinende Feuerstein, aus dem das teilweise flächenretuschierte Artefakt besteht, zeigt in seiner Struktur schlierige Streifen und helle Punkte. Zwei Kerben in der Nähe des distalen Endes, in den ansonsten nahezu geradlinig verlaufenden Rändern, betonen ähnlich wie bei Nr. 9 dieser Tafel die Spitze besonders. Der Stiel ist breit an der Basis und verjüngt sich kontinuierlich bis zur abschließenden Rundung.

12.) 0006 – 107/33 Länge = 26,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,51

  • Die einseitig flächenretuschierte Pfeilspitze besteht aus graubeigem, durchscheinendem Feuerstein. Auf der nicht dargestellten Rückseite ist lediglich der kurze gerundete Stiel völlig retuschiert. Einige wenige, kleine Retuschen sind in der Nähe des distalen Endes angebracht.

13.) 2001 - 062 Länge = 32mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,50

  • Hellbeigefarbener, opaker Hornstein ist das Material dieser beidseitig nur leicht retuschierten Pfeilspitze. Die Ränder verlaufen geradlinig bis leicht konvex, der sich verjüngende Stiel endet in einer Rundung.

14.) 1023 – 13/2 Länge = 26mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,44

  • Die schlanke, flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus grauem, an den Rändern durchscheinendem Hornstein gearbeitet. Die Ränder sind auf unregelmäßige Art leicht gekerbt und verlaufen links geradlinig und rechts konvex. Der Stiel hat seine schmalste Stelle an der Basis, er wird zu seinem nur leicht gerundetem Ende hin breiter.

15.) 2001 - 015 Länge = 23,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,57

  • Das Artefakt ist einseitig flächenretuschiert und besteht aus opakem, hellbraunem Hornstein. Auf der Rückseite sind lediglich der gesamte Stiel sowie die geradlinig verlaufenden Ränder modifiziert. Der Stiel verjüngt sich zum gerundetem Ende hin.

16.) 1013 – 39/16 Länge = 52,5mm ; Breite = 23mm ; Dicke =5mm ; B/L = 0,44

  • Die beidseitig flächenhaft mit groben Retuschen ausgestattete Pfeilspitze ist aus durchscheinendem, beigefarbenem Feuerstein hergestellt. Die Ränder sind unregelmäßig ausgeformt und verlaufen generell in einer leicht konvexen Linie. Der Stiel ist sehr breit an seiner Basis er verjüngt sich zu seinem abgebrochenem Ende hin.

17.) 2000 - 42

  • Die Geradlinigkeit der Ränder zeichnet diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze aus Feuerstein aus, das Material ist transluzent und von fleckiger Farbe. Der Stiel ist mehr oder weniger dreieckig.

18.) 1017 – 188/39 Länge = 32mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke =2,5mm ; B/L = 0,39

  • Die braune, an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze ist flächig retuschiert. Auf der Vorderseite ist im unteren Teil der Längsachse des Artefakts ein schmaler Streifen nicht modifizierter Oberfläche stehen geblieben. Die Ränder sind leicht konvex ausgebildet. Der kurze Stiel verjüngt sich nur wenig zu seinem gerundeten Ende hin.

19.) 1024 – 82/3 Länge = 49,5mm ; Breite = 30mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,61

  • Das flächenretuschierte Artefakt ist aus plattigem, opakem, an der Oberfläche hellbraunem Hornstein gefertigt. Wie auf der Rückseite erkennbar, ist die Farbe im Kern dunkelbraun. Die Ränder sind links konvex und rechts geradlinig ausgebildet. Der Stiel verjüngt sich von der Basis ausgehend, er endet in einer geraden, rechtwinklig zur Längsachse verlaufenden Linie. Die linke Schwinge zeigt die Charakteristik einer D3 – Spitze, die rechte die einer D1 – Spitze.Die Gruppe ist demnach I12

20.) 1005 – 3/23 Länge = 45mm ; Breite = 22mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,49

  • Bedingt durch einen geraden und einem stark konvexen Rand wirkt die einseitig retuschierte Pfeilspitze stark asymmetrisch. Die Rückseite weist Flächenretuschen am Stiel und an den Rändern auf. Der kurze Stiel verläuft sich verjüngend in einer geraden, schräg angesetzten Linie aus. Das Material ist ein durchscheinender, braun gefleckter Feuerstein.

21.) 1026 – 94/8 Länge = 39mm ; Breite = 20,5mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,53

  • Die grob flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus hellgrauem, schwach an den Rändern durchscheinendem Hornstein hergestellt. Die unregelmäßigen Ränder unterteilen sich in einen fast geradlinigen unteren Abschnitt und im oberen Drittel einen ebenfalls geraden Teilbereich, der aber in einem spitzeren Winkel zur Mittelachse hin verläuft. Der von der Basis aus immer schmaler werdende Stiel ist zum Teil abgebrochen.

22.) 1017 – 131/9 Länge = 50,5mm ; Breite = 29mm ; Dicke = 9mm ; B/L = 0,57

  • Das vollflächig retuschierte Artefakt besteht aus braunem, nur schwach an den Rändern durchscheinendem Hornstein. Die unregelmäßigen Ränder sind links leicht konvex, rechts geradlinig ausgebildet. Der mit seinen Begrenzungslinien nahezu parallel zur Längsachse verlaufende Stiel endet in einer schrägen, leicht gerundeten Linie.

Tafel Ä14

1.) 1005 – 02/53 Länge = 22,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,62

  • An den Rändern nur leicht durchscheinender, brauner Hornstein ist das Ausgangsmaterial für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze. Im medialen Bereich verlaufen die leicht gezackten Ränder geradlinig, weiter nach oben ist eine konvexe Linie erkennbar. Die Schwingen sind ein wenig ausgestellt und setzen mit einer leichten Kerbe an. Der im Ansatz schlanke Stiel ist abgebrochen.

2.) 1005 – 02/70 Länge = 29mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L= 0,38 ; Länge Stiel = 12,5mm

  • Die beidseitig flächenretuschierte, schlanke Pfeilspitze ist aus grauem, opakem Hornstein gefertigt. Die Ränder verlaufen nur ganz leicht konvex, der Stiel ist lang und seine Ränder liegen nahezu parallel zur Längsachse des Artefakts, die Schwingen weisen kurze Widerhaken auf.

3) 1026 – 19/56 Länge = 37mm ; Breite = 23mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,62

  • Hellbraun ist die opake Hornsteinspitze gefärbt, aus der das beidseitig flächenretuschierte Artefakt besteht. Die Ränder sind leicht konvex ausgebildet. Der stämmige Stiel verjüngt sich etwas von der Basis ausgehend und endet in einer Rundung. Die linke Schwinge zeigt einen nach innen gerichteten kleinen Widerhaken, die rechte Schwinge ist abgebrochen.

4.) 0008 – 83 Länge = 33,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,37

  • Das Rohmaterial dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze ist ein dunkelgrauer, opaker Hornstein. Die Ränder weisen unregelmäßige Zacken auf, verlaufen aber geradlinig. Der Stiel ist an seiner Basis nur geringfügig breiter als im weiteren Verlauf, er endet in einer unregelmäßigen Rundung. Die Schwingen zeigen nur rechts einen kurzen Widerhaken, der linke ist abgebrochen.

5.) 1005 – 27/33 Länge = 29,5mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,66

  • Der für diese Pfeilspitze verwendete Hornstein ist von grauer Färbung und an den Rändern leicht durchscheinend. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert. Abgesehen von einer leichten Ausstellung der Schwingenenden verlaufen die Ränder geradlinig, wobei eine leichte Wölbung im linken Rand wohl zufällig sein dürfte. Der sehr spitz endende Stiel gleicht einem Dreieck mit kleiner Basis und großer Höhe.

6.) 1023 – 30/106 Länge = 36mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,50 ; Länge Stiel = 14mm

  • Die beigefarbene, opake Hornspitze ist beidseitig flächenretuschiert und weist nur leicht konvexe Ränder auf. Die Schwingen sind gleichmäßig ausgebildet. Von einer Ausbuchtung am linken Rand abgesehen verlaufen beide Begrenzungslinien der Stiels parallel zur Längsachse des Artefakts. Der Stiel endet in einem gleichschenkligem Dreieck.

7.) 1023 – 13/43 Länge = 32,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,43

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus opakem hellbeigefarbenem Hornstein gefertigt. Von den ausgestellten Schwingen her verlaufen die Ränder in einer konkav – konvexen Linie. Die linke Schwinge weist einen Bruch auf. Der Stiel ist an der Basis eingeschnürt, verläuft dann geradlinig, parallel zur Längsachse und endet in einer durch zwei konvexe Linien gebildeten Spitze, ähnlich einem gotischen Fenster, wenn der Vergleich erlaubt ist.

8.) 1023 – 73/82 Länge = 30,5mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,61

  • Die hellbraune, durchscheinende Feuersteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert und weist zwei leicht gewellte aber über die Gesamtlänge geradlinig verlaufende Ränder auf. Die Widerhaken der Schwingen sind sauber ausgeprägt. Der Stiel ist schlank und verjüngt sich ein wenig bis zu seinem rundlichen Ende. Das obere Ende der Pfeilspitze ist abgebrochen.

9.) 2000 - 9 Länge = 29,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,51 ; Länge Stiel = 12mm

  • Die opake, hellbraune Hornsteinspitze ist einseitig flächenretuschiert. Die Rückseite ist lediglich durch einige flächige Retuschen im Ansatzbereich des Stiels modifiziert. Die Ränder sind leicht gezackt und wellig aber im Prinzip doch geradlinig. Während die linke Schwinge einen gut ausgeprägten Widerhaken aufweist, ist der rechte kurz und nach innen gebogen. Der Stiel ist leicht gekrümmt, hat eine gleichmäßige Breite und endet in einer Rundung.

10.) 1023 – 73/83 Länge = 34mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,54

  • Leicht durchscheinender, brauner Feuerstein ist das Material dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder verlaufen leicht wellenförmig aber doch geradlinig wenn die Gesamtdistanz berücksichtigt wird. Der Widerhaken der rechten Schwinge ist groß und nach innen gezogen, der rechte, abgebrochene scheint kürzer gewesen zu sein. Der schlanke, außermittige Stiel verjüngt sich leicht bis zu seinem Ende, welches aus einer abgerundeten Spitze besteht.

11.) 1023 – 3/15 Länge = 18mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,44

  • Die kleine, beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus beigebraunem, opakem Hornstein gemacht. Sie zeichnet sich durch sehr schwach gezähnte, konvexe Ränder aus. Der rechte Widerhaken ist gut ausgebildet, der linke ist abgebrochen. Der Stiel ist von der Basis her nahezu parallel zur Längsachse ausgebildet und endet in einem Dreieck.

12.) 1005 – 3/61 Länge = 23mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,67

  • Die beigefarbene, durchscheinende und beidseitig flächenretuschierte Feuersteinspitze ist mit geraden Rändern ausgestattet. Beide Schwingen sind nach außen abgesetzt. Der breite wenig elegante Stiel ist unregelmäßig und asymmetrisch geformt.

13.) 1023 – 73/87 Länge = 20,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,68

  • Durchscheinender, grau – beige gefleckter Feuerstein ist das Material dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder werden jeweils durch zwei gerade Linien gebildet, die untere über rund zwei Drittel der Länge mit einem größeren Winkel, die obere über das restliche Drittel mit einem kleinen Winkel zur Längsachse des Artefakts. Die Schwingen sind gleichmäßig, der Stiel hat die Form eines Dreiecks.

14.) 1005 – 03/48 Länge = 23mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,63

  • Die Pfeilspitze ist beidseitig flächenretuschiert und besteht aus beige – grauem, durchscheinendem Feuerstein. Die Ränder verlaufen nahezu geradlinig, die Schwingen sind gleichmäßig ausgebildet und der Stiel ist geradlinig und parallel zur Längsachse ausgerichtet, er endet in einem Dreieck.

15.) Z 10 Länge = 19,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,74

  • Die einseitig flächenretuschierte Pfeilspitze aus plattigem, an den Rändern durchscheinendem, beigefarbenem Hornstein weist auf der Rückseite im Bereich des Stiels, der Schwingenbögen und an einem Rand in der Nähe des oberen Endes Retuschen auf. Die Schwingen sind für eine D3 - Spitze klassisch ausgeprägt, der Stiel verliert zum unregelmäßig gerundetem Ende hin an Breite. Die Ränder sind leicht gewellt aber geradlinig in ihrer Ausrichtung.

16.) 1005 – 03/74 Länge = 31,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,43

  • Beigegrauer, an den Rändern durchschimmernder Hornstein wurde zur Herstellung dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze benutzt. Beide Ränder sind geradlinig ausgeführt und weisen Andeutungen von einzelnen Kerben auf. Die Widerhaken der Schwingen sind gut ausgeprägt, der linke ist abgebrochen. Der Stiel verjüngt sich und endet spitz.

17.) 1023 – 73/79 Länge = 24mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,56

  • Schwarzer, opaker Hornstein ist das Material dieser beidseitig vollflächig retuschierten Pfeilspitze. Von den gut ausgeprägten Widerhaken der Schwingen verlaufen die Ränder in einer konvex – konkaven Linie zum oberen Ende. Der rechte Widerhaken ist, wie auch der Stiel, abgebrochen, letzterer verläuft in dem verbliebenem Stumpf mit seinen Rändern parallel zur Längsachse des Artefakts.

18.) 1001 – 192 Länge = 44mm geschätzt ; Breite = 27mm ; Dicke = 6mm ; B/LL = 0,61

  • Das obere Drittel der großen, beidseitig flächenretuschierten Spitze aus hellbraunem, an den Rändern durchscheinendem Hornstein ist abgebrochen. Die Ränder verlaufen leicht konvex, die Schwingen sind gut ausgeprägt, der Stiel zeigt kaum eine Verjüngung zum Stielende hin, welches mit einer Rundung abschließt.

19.) 1023 – 73/109 Länge = 29,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,51

  • An den Rändern durchscheinender, dunkelbrauner Hornstein ist das Ausgangsmaterial für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze mit geradlinigen Rändern. Die Widerhaken, oder besser der rechte Widerhaken ist leicht nach innen gekrümmt, der linke ist abgebrochen. Der Stiel verjüngt sich nach unten und endet in einer unregelmäßigen, schrägen Linie.

20.) 1023 – 3/18 Länge = 28,5mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,58

  • Die beidseitig vollflächig retuschierte Pfeilspitze ist aus hellbraunem, an den Rändern durchscheinendem Hornstein gefertigt. Die Ränder sind unregelmäßig gezackt und verlaufen in konvexen Linien. Das leicht abgerundete obere Ende scheint keinen Bruch aufzuweisen. Die Widerhaken sind sehr lang und nach innen gekrümmt. Der lange Stiel ist leicht außermittig angebracht, leicht gebogen und endet in einer Rundung. Seine Ränder verlaufen nahezu parallel zur Längsachse.

21.) 1006 – 153/7 Länge = 29,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,49

  • Graubrauner, an den Rändern durchscheinender Hornstein ist das Material dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder sind leicht konvex geformt und mit einigen akzidentellen Kerben versehen. Beide Widerhaken sind abgebrochen. Die Ränder des kurzen Stiels verlaufen parallel zur Längsachse des Artefakts.

22.) 2001 - 28 Länge = 28,5mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,63

  • Die Ränder der auf beiden Seiten flächenhaft retuschierten Spitze aus opakem, hellbraunem Hornstein sind geradlinig. Die Schwingen mit den unterschiedlich langen Widerhaken sind nach außen gestellt, so dass der Eindruck einer konkaven Linienführung entstehen könnte. Der Stiel hat die Form eines langgestreckten Dreiecks. Die Pfeilspitze erinnert an die Gruppe D14.

23.) 1023 – 13/66 Länge = 29,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,51

  • Grauer, an den Rändern durchscheinender Hornstein ist der Rohstoff für die ausgefallene, vollflächig retuschierte Pfeilspitze, die gemeinsam mit D3 Spitzen der Tafel 14 vorgestellt wird. Die Linienführung der Ränder ist konkav. An die abgerundeten Widerhaken schließen sich jeweils drei nicht sehr tiefe Kerben an. Der kurze Stiel weist parallel zur Längsachse verlaufende Ränder auf, er endet in einer geraden, rechtwinklig zu den seitlichen Begrenzungslinien verlaufenden Linie. Diese Art von Pfeilspitzen wird bei Hugot nicht erwähnt. Je nach Gewichtung der Charakteristika kann sie als D14 oder als D40 klassiert werden.

24.) 1005 – 03/37 Länge = 30,5mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,61

  • Die Ränder der beidseitig vollretuschierten Pfeilspitze aus hellbeigem, opakem Hornstein sind konkav angelegt. Die Schwingen sind gut ausgeprägt und der abgebrochene Stiel war ursprünglich wohl dreieckig ausgebildet. Ein Vergleich mit D14 bietet sich an.

25.) 1023 – 3/28 Länge = 34mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,46

  • Die beidseitig mit Flächenretuschen versehene Pfeilspitze ist aus einem rötlich – braun geflecktem, opakem Silikatgestein hergestellt. Die in der Gesamtrichtung konvexen Ränder weisen je zwei nicht allzutiefe Kerben auf, davon je zwei unmittelbar oberhalb der Widerhaken, von denen der linke abgebrochen ist. Der unregelmäßige und gebogene Stiel endet in einer schrägen, geraden Linie.

Tafel Ä15

1.) 1023 – 1/20 Länge = 45,5mm ; Breite = 25mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,55

  • Obwohl im Zentrum der Rückseite eine große Partie der natürlichen Oberfläche des plattigen opaken Hornsteins sichtbar ist, kann man diese Pfeilspitze als beidseitig flächenretuschiert bezeichnen. Die Farbe ist von einem hellen Braun, die Ränder sind sehr geradlinig und die gut ausgebildeten Schwingen sind mit kurzen aber deutlichen Widerhaken bestückt. Der Stiel setzt breit an der Basis an, er ist abgebrochen.

2.) 1074 – 161/6 Länge = 44mm ; Breite = 32mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,73

  • Auf der Rückseite dieser sparsam mit flächigen Retuschen versehenen Hornsteinspitze von gefleckt brauner Farbe und plattiger Struktur sind lediglich der abgebrochene Stiel und die Schwingenkehlen retuschiert. Die Ränder sind im Gegenlicht durchscheinend, sie verlaufen etwas gewellt, geradlinig auf der rechten Seite und leicht konvex auf der linken. Die Widerhaken sind schön ausgeprägt, der Stiel setzt breit an der Basis an.

3.) 1023 – 1/18 Länge = 44mm ; Breite = 32mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,73

  • Aus einer hellbraun gefleckten, an den Rändern durchscheinenden Hornsteinplatte wurde diese beidseitig nur an den äußeren Begrenzungen mit flächigen Retuschen versehene Spitze gefertigt. Die Ränder sind geradlinig, die Widerhaken an den Schwingenenden nur schwach ausgeprägt. Der breit ansetzende Stiel ist abgebrochen.

4.) 1023 – 73/93 Länge = 51mm ; Breite = 26mm ; Dicke = 7,5mm ; B/L = 0,51

  • Graubrauner, deutlich an den Rändern durchscheinender Hornstein ist das Ausgangsmaterial dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder sind beide leicht konvex ausgebildet, der rechte weist eine unregelmäßige Zähnung auf. Der Stiel setzt breit an der Basis an, verjüngt sich und schließt mit einer Rundung. Schwingen und Widerhaken sind gut ausgeprägt.

5.) 1023 – 1/17 Länge = 50,5mm ; Breite = 29mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,57

  • Die nahezu opake, peripher durch flächige Retuschen modifizierte Pfeilspitzen besteht aus dunkelbraun geflecktem, plattigem Hornstein. Die Ränder verlaufen gleichmäßig in sanft konvexen Linien, die Widerhaken sind gut herausgearbeitet. Der Stiel ist an seiner Basis durch die beiden Auskehlungen beeinflusst, er verjüngt sich nach unten und endet leicht gerundet.

6.) 1046 – 83/32 Länge = 46mm ; Breite = 28,5mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,62

  • Der Werkstoff für diese beidseitig flächenretuschierte Spitze war ein seltener, vielfarbiger, opaker Hornstein. Die Farbpalette geht über Rotbraun zu Rot und bis zu ockergelben Tönen. Die Ränder sind, wenn auch unregelmäßig, so doch im Gesamtverlauf geradlinig. Die Schwingen sind tief herabgezogen. Der Stiel verläuft zunächst parallel zur Längsachse des Artefakts und endet in einem Halbkreis.

7.) 1035 – 132/20 Länge = 53,5mm ; Breite = 30mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,56

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist hergestellt aus hellbraunem, gestreiftem und opakem Hornstein. Die Ränder sind leicht konvex, die Widerhaken der Schwingen schön ausgebildet und der Stiel hat die typische Form, die sich dadurch auszeichnet, dass derselbe breit angesetzt ist und sich zum gerundeten Stielende hin verjüngt. Der rechte Widerhaken ist abgebrochen.

8.) 1023 – 1/23 Länge = 54mm ; Breite = 30mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,56

  • Beide Widerhaken der beidseitig flächenretuschierten, braunfleckigen und opaken Hornsteinspitze sind abgebrochen. Die Silhouette einer D3 – Spitze mit klassischen, geradlinigen Rändern ist aber noch deutlich zu erkennen. Der Stiel verjüngt sich gleichmäßig nach unten und endet in zwei nahezu geraden, in einem Winkel zueinander stehenden Linien.

9.) 1024 – 4/8 Länge = 55,5mm ; Breite = 32mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,58

  • Die flächige Modifikation der Pfeilspitze aus hellbraunem, plattigem und opakem Hornstein ist auf beiden Seiten auf die Peripherie beschränkt. Abgesehen von einer leicht konkaven Stellung der linken Schwinge und einer sehr leichten, konvexen Wölbung des rechten Randes, ist der Eindruck der Geradlinigkeit gegeben. Der Stiel verjüngt sich nur wenig zu seinem gerundeten Abschluss hin. Der rechte Widerhaken ist abgebrochen.

10.) 1035 – 132/21 Länge = 50mm ; Breite = 35,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,65 ; Gew. = 5,4g

  • Plattiger, opaker, hellbrauner Hornstein wurde für diese Spitze benutzt. Die Ränder haben eine ungewöhnliche Formgebung erfahren. Von den schlanken Widerhaken aus verlaufen die Ränder zunächst in einer konkaven Linie, werden dann geradlinig bis leicht konvex und zum oberen Ende hin wieder konkav. Außergewöhnlich ist auch der Stiel, welcher sehr breit an der Basis ansetzt und sich unregelmäßig zu seinem ebenfalls ungleichmäßig abgerundetem Ende hin verjüngt. Lediglich die Ränder sind mit flächigen Retuschen versehen, wobei die linke Auskehlung der Vorderseite nur im Bereich des Widerhakens modifiziert ist.

11.) 1023 – 1/24 Länge = 65mm ; Breite = 26,5mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,41

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze ist aus mittelbraunem, opakem Hornstein gefertigt worden. Die Ränder verlaufen zunächst von den gut ausgebildeten Widerhaken aus geradlinig, um dann im oberen Viertel in konvexe Linien überzugehen. Der an seinem unteren Ende gerundete Stiel ist an der Basis nur geringfügig breiter als im weiteren Verlauf.

12.) 1017 – 33/8 Länge = 66,5mm ; Breite = 32mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,48; Gew. = 6,3g

  • Hellbrauner, fleckiger und opaker Hornstein war das Ausgangsmaterial für diese große, beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze. Das Artefakt ist stark asymmetrisch aber deutlich als D3 – Spitze einzuordnen. Wie auf der Rückseite zu erkennen ist ein Teil der linken Schwinge schon bei der Herstellung durch einen Unfall weggeplatzt. Der linke Rand weist also einen Knick auf als dann verläuft er in einer gleichmäßigen, sanften, konvexen Kurve. Der rechte Rand ist rauh, zunächst verläuft er geradlinig und im oberen Viertel dann ebenfalls konvex. Der Stiel ist leicht außermittig angesetzt und verjüngt sich bis zu seinem abgeschrägtem Ende.

Tafel Ä15 A

Die auf dieser Tafel vorgestellten Pfeilspitzen sind alle beidseitig flächenretuschiert. Das Werkmaterial ist hauptsächlich opaker, plattiger Hornstein, dessen Farbe zwischen schokoladenbraun und hellbeige liegt, häufig unter der Bezeichnung karamellfarben zusammengefasst. Auf andere Rohstoffe wird in der Kurzbeschreibung hingewiesen.

1.) 6000 – 04 Länge = 56,5mm, Breite = 37,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,66

  • Das Artefakt ist eine Pfeilspitze mit geradlinigen Rändern und nach innen gerundeten, Widerhaken bildenden, Schwingenenden. Der Stiel ist nur weniger lang als die Widerhaken. Die Gruppe ist D3.

2.) 2001 – 279 Länge = 56mm, Breite = 35mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,63

  • Die Pfeilspitze mit leicht konvexen Rändern und einem intaktem, gerundetem Schwingenende wird als der Gruppe D4 zugehörig geführt. Stiel und linker Widerhaken sind abgebrochen, eine Rekonstruktionsskizze lässt Schwingenenden und Stielende auf einer Linie erscheinen.

3.) 1035-127/16 Länge = 55,5mm, Breite = 21mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,38

  • Das Rohmaterial ist ein transluzider, rötlich brauner Teuerstein, seine Oberfläche ist zum Teil mit hellbeiger Patina überzogen. Die Ränder verlaufen blattförmig in zwei konvexen Linien. Im proximalen Bereich wird durch zwei konkave Linien ein kleiner Stiel gebildet. Das Exemplar ist ein typisches Beispiel für eine D7- Spitze.

4.) 6000 – 03 Länge = 45mm, Breite = 41mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,91

  • Das distale Ende ist durch konkave Linienführung besonders spitz ausgefallen. Ansonsten sind die Ränder geradlinig, die als Widerhaken ausgebildeten Schwingenenden sind rechts leicht gerundet, links eckig und rechtwinklig zum Rand verlaufend. Der abgebrochene Stiel dürfte nicht länger als die Schwingenenden gewesen sein, somit wird das Exemplar unter D4 eingeordnet.

5.) 1023-3/10 Länge = 42mm, Breite = 23mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,55

  • Diese D2- Spitze mit nach oben gerichteten Schwingenenden ist nachgeschärft worden. Durch einen harten Aufprall ging das ursprüngliche distale Ende verloren, auch der linke Rand ist in Mitleidenschaft gezogen worden, die Breite des Artefakts ist durch eine dem Meißelabschlag ähnliche Aussplitterung verringert worden. Der kräftige Stiel endet in einer schräg angelegten, geraden Linie.

6.) 1055-143/17 Länge = 55mm, Breite = 28mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,51

  • Trotz abgebrochener Schwingen und fehlendem Stiel kann das Exemplar mit geradlinigen bis leicht konvexen Rändern als D3- Spitze erkannt werden.

7.) 1035-127/17 Länge = 49mm, Breite = 28mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,57

  • Bei dem Artefakt handelt es sich um eine D3- Spitze mit geradlinigen Rändern und abgerundeten Schwingenenden. Der Stiel ist ebenfalls abgerundet.

8.) 1017-149/37 Länge = 50,5mm, Breite = 28,5mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,56

  • Diese Pfeilspitze mit geraden Rändern, einem kräftigen, dreieckigen Stiel und rechtwinklig zur Längsachse verlaufenden Schwingen gehört in die Gruppe D12.

9.) 1023-1/19 Länge = 60,5mm, Breite = 31,5mm, Dicke = 8,5mm, B/L = 0,52

  • Das etwas grob wirkende und mit 11,8g auch schwere Exemplar weist unregelmäßige, hauptsächlich konvexe Ränder auf. Der Stiel ist kurz und die Schwingenenden bilden kleine Widerhaken. Die Pfeilspitze würde in die Gruppe D15 passen.

10.) 0014-178/24 Länge = 42mm, Breite = 37,5mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,89

  • Das Exemplar ist stark beschädigt, Stiel und distales Ende fehlen, das rechte Schwingenende ist abgebrochen. Das Gesteinsmaterial ist dunkel rotbrauner Hornstein. Wahrscheinlich handelt es sich um eine D4- Spitze mit geradlinigen Rändern und stark nach innen gerichteten, fein ausgearbeiteten Widerhaken.

11.) 1023-68/11 Länge = 59mm, Breite = 37,5mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,64

  • Die D3- Spitze weist gerade Ränder und einen starken, breiten Stiel auf, das Stielende ist abgebrochen. Die Schwingenenden sind zugespitzt, das rechte ist größer als die linke. Auf beiden Seiten ist Kortex zu erkennen, das Stück ist demnach aus einer dünnen Platte hergestellt worden.

12.) 1017-188/29 Länge = 65mm, Breite = 35mm, Dicke = 7,5mm, B/L = 0,54

  • Obwohl der gesamte distale Bereich fehlt und eine Schwinge abgebrochen ist, lässt sich das Exemplar klar als D4- Spitze mit geradlinigen Rändern und Schwingen erkennen. Der Stiel verjüngt sich und endet in einer Rundung.

13.) 1021-92/56 Länge = 48,5mm, Breite = 25,5mm, Dicke = 7,5mm, B/L = 0,53

  • Das asymmetrische Exemplar gehört in die Familie I und in die Gruppe 10. Es handelt sich um eine Blattspitze, bei der im proximalen Bereich am rechten Rand eine Kerbe angebracht ist, welche den Randabschnitt konkav gestaltet und eine Schäftungszone schafft.

14.) 1024-4/5 Länge = 56mm, Breite = 24,5mm, Dicke = 12,5mm, B/L = 0,44

  • Wie die Nr. 13 dieser Tafel ist das Exemplar eine I 13- Spitze. Der konkave Randabschnitt ist hier durch systematische Retuschierung herausgearbeitet. Die Pfeilspitze ist sehr dick und mit 14,2g entsprechend schwer. Das Ausgangsmaterial ist ein durchscheinender, rotbrauner Feuerstein.

Tafel Ä16

1.) 1023 – 1/15 Länge = 58mm ; Breite = 39mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,67

  • Das Exemplar ist ein perfektes Beispiel für ein D4 – Spitze. Das beidseitig flächenretuschierte Artefakt ist aus hell- bis mittelbraunem geflecktem, an den Rändern leicht durchscheinendem Hornstein gearbeitet. Die Ränder sind leicht konvex gestaltet, die Schwingen laufen spitz zu und der gedrungene, sich verjüngende Stiel endet in einer gleichmäßigen Rundung. Vom Anblick und der technischen Ausführung her fällt eine nahe Verwandtschaft der D4 – Spitzen mit A2 – Spitzen auf, nur dass hier zwei Auskehlungen statt einer einzigen vorhanden sind.

2.) 0008 – 86/34 Länge = 73,5mm ; Breite = 38,5mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,52

  • Diese an den Rändern stark durchscheinende Hornsteinspitze ist mit 73,5mm Länge und 15,5g Gewicht das größte und eines der schwersten Projektile, die in Abu Tartur gefunden wurden. Die rauhen bis gezähnten Ränder verlaufen geradlinig nur nach oben hin gehen sie in eine leicht konvexe Linie über. Die linke Schwinge ist sehr lang, die rechte ist abgebrochen, ihre seitlichen Begrenzungslinien verlaufen parallel zueinander. Der abgebrochene Stiel dürfte schlank gewesen sein, seine Ränder setzen parallel zur Mittelachse an. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert.

3.) 1023 – 1/21 Länge = 58,5mm ; Breite = 37mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,63

  • Die Rückseite der flächenretuschierten, beige-braunen, an den Rändern leicht durchscheinenden Hornsteinspitze weist zur Hälfte keine Retuschen sondern eine unbearbeitete Spaltfläche auf. Die Ränder zeigen gerade, konvexe und nach oben auch konkave Abschnitte. Die gleichmäßigen Schwingen sind schmal und lang, der breit angesetzte Stiel ist abgebrochen.

4.) 1023 – 1/14 Länge = 58mm ; Breite = 35mm ; Dicke = 8mm ; B/L = 0,60

  • Die opake, karamellfarbene Hornsteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Die ungleich langen Schwingen sind leicht nach außen gestellt, so dass der Rand mit einer konkaven Linie beginnt. Er verläuft weiter in einer konvexen Linie und endet geradlinig. Der Stiel, breit an seiner Basis, ist abgebrochen.

5.) 1023 – 1/16 Länge = 50,5mm ; Breite = 40mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,79

  • Diese braungefleckte, opake Hornsteinspitze wurde aus einer natürlichen Platte oder Spaltplatte gearbeitet. Auf beiden Seiten ist der zentrale Bereich unmodifiziert geblieben. Ränder, Stiel und Schwingen sind beidseitig flächig retuschiert. Während der linke Rand schwach konkav – konvex verläuft, ist der rechte Rand geradlinig. Die Schwingen sind schmal und lang. Der außermittig angesetzte Stiel verjüngt sich von der Basis aus, sein Ende ist abgebrochen.

6.) 0036 – 172/13 Länge = 55,5mm ; Breite = 34,5mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,62

  • Diese D4 – Hornsteinspitze von beige-grauer Farbe, an den Rändern leicht durchscheinend, ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen leicht konvex bis geradlinig. Die gleichmäßigen Schwingen sind ein wenig nach innen gestellt. Der Stiel ist nahe seiner Basis abgebrochen.

7.) 1023 – 13/48 Länge = 21mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,48

  • Das Artefakt ist eine einseitig flächenretuschierte Pfeilspitze von mittelbrauner Farbe. Das Ausgangsmaterial ist ein leicht an den Rändern durchscheinender Hornstein. Die Ränder sind asymmetrisch ausgeführt, sie verlaufen leicht gewellt in konvexen Linien. Der Stiel weist eine einseitige Verdickung auf, was das Artefakt in die Nähe der D5 – Spitze bringt.

8.) 2002 - 10 Länge = 25,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,37

  • Die beidseitig sorgsam flächenretuschierte Spitze besteht aus hellbraunem, opakem Hornstein. Die Ränder verlaufen in einer eleganten konvex-konkaven Linie vom Stielansatz zum oberen Ende. Eine Einschnührung am unteren Ende bildet einen rundlichen, gedrungenen Stiel. Die Pfeilspitze kann unter D42 klassiert werden. Sie erinnert an eine C4 – Spitze, die durch zwei sich gegenüberliegenden Kerben zu einer D42 – Spitze umgeformt worden ist.

9.) 1023 – 13/27 Länge = 20mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38

  • Die klassische D5 – Spitze besteht aus braunem, opakem Hornstein. Sie ist beidseitig flächenretuschiert, hat konvexe Ränder und gerade Schwingen. Der Stiel ist an der Basis eingeschnürt, so dass ein verdicktes, rundliches Stielende gebildet wird.

10.) 1005 – 27/30 Länge = 24mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,42

  • Das obere Ende der beidseitig vollflächig retuschierten Pfeilspitze aus grauem, an den Rändern leicht durchscheinendem Hornstein ist abgebrochen. Die Ränder sind geradlinig, die Schwingen sind nach oben gerichtet. Der Stiel ist lang, verläuft von der Basis aus parallel zur Längsachse des Artefakts und verdickt sich in einer unregelmäßigen, rundlichen Form an seinem Ende. Das Exemplar kann unter D5 eingeordnet werden oder besser unter D52.

11.) 1023 – 13/8 Länge = 28mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,39

  • Es handelt sich um ein Feuersteinartefakt brauner Farbe, welches auf der Vorderseite vollflächig, auf der Rückseite lediglich im Bereich des Stiels, der Schwingen und leicht am oberen Ende retuschiert ist. Das Material ist transluzent. Der Rand verläuft in der unteren Hälfte nahezu parallel zur Längsachse im oberen Bereich rechts geradlinig und links konkav auf die Mittelachse zu. Deutlich ist eine Zähnung zu erkennen. Die Charakteristika der Schwingen liegen zwischen D1 und D2. Der rundlich verdickte Stiel ist an der Basis leicht eingeschnürt. Das Exemplar kann als D46 – Spitze durchgehen.

12.) 1073 – 12/11 Länge = 49mm ; Breite = 36mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,73

  • Die hellbeige, durchscheinende Feuersteinspitze ist einseitig flächenretuschiert. Die Rückseite blieb im zentralen Bereich ohne Retuschen, diese beziehen sich lediglich auf den gesamten Umfang. Die Ränder sind konvex ausgebildet, die Schwingen mit ihren Widerhaken gut ausgeprägt. Der Stiel sowie der linke Widerhaken sind auf der Hälfte ihrer Länge abgebrochen. Bei dem Exemplar handelt es sich um eine D4 – Spritze.

13.) 1023 – 3/19 Länge = 31,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,46

  • Die D6 – Spitze ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt. Sie ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen zunächst geradlinig, im oberen Bereich, in einer konkaven Kurve. Die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse. Der Stiel ist, wie typisch für D6 – Spitzen, an seiner Basis eingeschnürt und endet in einem, in diesem Fall leicht abgerundetem Dreieck.

14.) 1023 – 13/32 Länge = 27,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33

  • Die lange, dunkelbraune, an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze ist auf der Vorderseite vollflächig, auf der Rückseite nur im Bereich des Stiels flächig retuschiert. Die rückseitigen Ränder weisen feine Perlretuschen auf. Die Ränder verlaufen leicht konvex, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse. Der Stiel ist nur leicht eingeschnürt und endet mit dem typischen D6 - Dreieck.

15.) 1023 – 3/23 Länge = 22mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,59

  • Die opake Hornsteinspitze weist verschiedene Brauntöne auf. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen konvex, die Schwingen besitzen D3 – artige, kurze Widerhaken. Die Einschnürung der Stielbasis ist deutlich ausgeführt und die Dreiecksseiten, die zum Stielende führen, verlaufen in einer leicht konvexen Linie.

16.) 2001 - 57 Länge = 18,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,49

  • Die kleine, hellbeigefarbene Hornsteinspitze ist beidseitig fein flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen konvex bis geradlinig. Von den Schwingen her stehen wir vor einem Hybridtypus, da eine Schwinge rechtwinklig zur Längsachse steht, die andere dagegen nach oben weist. Der Stiel ist typisch D6 d.h. deutliche Einschnürungen an der Basis, das Stielende wird durch ein Dreieck gebildet, dessen Ränder konvex verlaufen.

17.) 1005 – 01/75 Länge = 21,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,51

  • Die Schwingen der hellbeigefarbenen, beidseitig flächenretuschierten Hornspitze mit konkaven Rändern weisen nach oben. Die Einschnürung an der Stielbasis ist bei diesem Exemplar wenig deutlich ausgebildet, auch das abschließende Dreieck ist nur schlecht herausgearbeitet. Die unvollkommene Ausführung schließt eine Einordnung unter D6 allerdings nicht aus.

18.) 1023 – 3/24 Länge = 25,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,49

  • Das Exemplar ist streng nach Hugot eine klassische D6 – Spitze mit geradlinigen Rändern, mit Widerhaken bewehrten Schwingen und typischer eingeschnürter Stielbasis. Das das Stielende bildende Dreieck weist leicht konkave Ränder auf. Das Material des Artefakts besteht aus fleckig braunem, an den Rändern leicht durchscheinendem Hornstein.

Tafel Ä17

1.) 1026 – 19/46 Länge = 25mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ;, B/L = 0,40

  • Die typische D11 – Spitze wurde aus braunem, an den Rändern leicht durchscheinendem Hornstein hergestellt. Die Vorderseite ist vollständig flächenhaft retuschiert, die Rückseite weist nur im Bereich des Stiels flächige Retuschen auf, einige wenige punktartige Modifikationen sind an den Rändern zu erkennen. Die Ränder verlaufen von den kurzen Schwingen ausgehend in einer konvexen Linie, welche im oberen Teil in eine leichte konkave Kurve übergeht und so die Spitze besonders betont.

2.) 2001 - 58 Länge = 17mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,65

  • Das Material dieser Pfeilspitze konnte Opal sein, dafür sprechen seine Cremefarbe, der Wachsglanz und dunkle aber durchscheinende Einschlüsse in der ansonsten opaken Masse. Das Artefakt ist an den Rändern mit flächigen Retuschen versehen, Spaltflächen oder natürliche Oberflächenteile sind ohne weitere Modifikationen stehen geblieben. Die Ränder der D11 – Spitze verlaufen fast geradlinig.

3.) 1023 – 3/37 Länge = 20mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,53

  • Die karamellfarbene, opake Hornsteinspitze weist typische D11 – Merkmale auf. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und verfügt über gerade bis leicht konvexe Ränder auf. Die Schwingen sind gerundet und etwas nach oben gezogen. Der Stiel ist, wie bei allen D11 – Spitzen, kurz, kräftig und endet in einer halbkreisförmigen Rundung.

4.) 2001 - 56 Länge = 24mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,48

  • Die einseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus weißem, gut durchscheinendem Chalzedon gefertigt. Die Rückseite verfügt lediglich im Stielbereich und an wenigen Randstellen über Retuschen. Durch die von den Schwingen ausgehende konkav – konvexe Randführung erscheinen die Schwingenenden ausgestellt ohne jedoch die Qualität einer D16 – Spitze zu besitzen. ( Siehe Tafel 19 )

5.) 1023 – 73/90 Länge = 24,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,49

  • Die mit konvexen Rändern versehene, hellbraune, opake Hornsteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Die Schwingen sind asymmetrisch ausgebildet, während die rechte nach D2 tendiert ist die linke rechtwinklig zur Längsachse angesetzt und steht stark hervor.

6.) 2002 - 21 Länge = 21mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,59

  • Die gedrungene, asymmetrische Pfeilspitze besteht aus hellbraunem, opakem Hornstein. Die Ränder verlaufen von den Schwingen aus in einer konvex – konkaven Linie. Die linke Schwinge ist vom Typ D2, der Übergang vom außermittigem Stiel zum Rand der rechten ist fließend.

7.) 2000 - 44 Länge = 29mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,48

  • Das Exemplar ist ein schönes Beispiel für eine D12 – Spitze. Die Ränder verlaufen geradlinig, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse und der Stiel weist die typische Dreiecksform auf, auch wenn sein Ende leicht gerundet ist. Das beidseitig flächenretuschierte Exemplar ist aus hellbraunem, opakem Hornstein gearbeitet.

8.) 2000 - 06 Länge = 27mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,50

  • Das hellbraune, opake Hornsteinartefakt ist beidseitig vollflächig retuschiert. Seine Ränder sind von den Schwingen an geradlinig, erst im oberen Drittel betont eine konkave Linie die aktive Spitze. Der dreieckige Stiel geht in einer konkaven Linie in die Schwingen über.

9.) 2002 - 13 Länge = 25mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,52

  • Die beidseitige Flächenretusche der mittelbraunen, opaken Hornsteinspitze ist weniger sorgfältig ausgeführt als bei den übrigen Exemplaren dieser Tafel. Die Ränder sind nahezu geradlinig ausgeführt links mit einem konkaven Anklang, rechts mit einem konvexen. Der breite, dreieckige Stiel ist nicht von den Schwingen abgesetzt, sondern geht in einer konkaven Kurve in diese über.

10.) 2000 - 45 Länge = 24mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,54

  • Die hellbraune, opake Hornsteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert und weist gerade Ränder auf. Der dreieckige, etwas gerundete Stiel läuft rechts in einer konkaven Kurve in der Schwinge aus, der linke Übergang ist klarer abgesetzt.

11.) 1017 – 33/33 Länge = 28mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,43

  • Das Material dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze ist dunkelbrauner, an den Rändern leicht durchscheinender Hornstein. Die leicht unregelmäßigen Ränder verlaufen links gerade und rechts konvex. Der gerundete Stiel weist auf die Gruppe 11 hin.

12.) 2001 - 053 Länge = 30mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43

  • Die opake Hornsteinspitze zeigt eine braune Färbung. Sie ist flächig retuschiert jedoch sind auf beiden Seiten im Zentrum unmodifizierte Fläche des plattigen Materials stehen geblieben. Das Stielende sowie die Übergänge von den Schwingen zum Stiel sind gerundet.

13.) 1005 – 01/106 Länge = 27mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,52

  • Die einseitig flächenretuschierte Feuersteinspitze scheint in verschiedenen Brauntönen durch. Die Rückseite ist lediglich im Bereich des dreieckigen Stiels modifiziert. Die Schwingen sind beide leicht ausgestellt, die Ränder verlaufen in einer konvexen Linie.

14.) 2003 - 8 Länge = 29,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,47

  • Die leicht gezähnten und geradlinigen Ränder der asymmetrischen Feuersteinspitze von grau – brauner Färbung lassen das Licht durchscheinen. Die linke Schwinge ist stark ausgestellt, die rechte leicht zu einem Widerhaken nach unten gezogen. Der ebenfalls asymmetrische Stiel wird von einer geraden und einer konvexen Linie begrenzt. Wegen des spitzen Stielendes ist das Artefakt unter D12 einzuordnen.

15.) 2000 - 46 Länge = 23,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,62

  • Gefleckt beigefarbener durchscheinender Chalzedon wurde für diese D12 – Spitze verwendet. Die Vorderseite ist voll retuschiert, die Rückseite weist Flächenretuschen im Bereich der Schwingen und des Stiels sowie an einem Rand auf. Die Ränder sind leicht konvex geformt, die rechte Schwinge weist nach oben, die linke ganz leicht nach unten, so dass ein kleiner Widerhaken gebildet wird. Die Begrenzungslinie des Stiels sind gerade bis konvex ausgebildet.

16.) 1023 – 73/99

  • Diese beidseitig flächenretuschierte D12 – Spitze ist aus stark durchscheinendem, milchig grauem Chalzedon gefertigt. Die Ränder sind leicht gezähmt und verlaufen in konvexen Linien, der Stiel hingegen ist durch konkave Begrenzungslinien gekennzeichnet. Der Schnittpunkt der konvexen Randlinie und der konkaven Stielbegrenzung bildet die Schwingenenden.

17.) 2000 - 8 Länge = 30,5mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,52

  • Außer im zentralen Bereich dieser opaken, braunen Hornsteinspitze sind beide Seiten flächig retuschiert. Die Ränder verlaufen geradlinig doch sind beide Schwingenenden so ausgestellt, dass der Eindruck einer konkaven Linienführung entsteht. Der Stiel läuft spitz zu und ist an seinem rechten Rand unregelmäßig ausgebildet. Der linke Rand verläuft in einer konvex – konkaven Linie vom Stielende zur Schwinge.

18.) 2000 - 7 Länge = 28mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43

  • Die hellbraune, opake Hornsteinspitze ist auf beiden Seiten mit Flächenretuschen versehen. Die konvexen Ränder sind leicht gezähnt, wodurch besonders die linke Schwinge hervorgeschoben wird. Der Dreieckstiel wird links von einer geraden, rechts von einer konvexen Linie begrenzt.

19.) 2001 - 26 Länge = 31mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,44

  • Die opake braungefleckte Hornsteinspitze ist auf beiden Seiten flächenretuschiert. Die Ränder sind rechts geradlinig und links schwach konvex. Der Stiel wird von zwei konkaven Linien begrenzt, er endet nicht in einer gut ausgebildeten Spitze sondern in einer kurzen, rechtwinklig zur Längsachse verlaufenden Geraden.

20.) 2000 - 4 Länge = 27,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,42

  • Die hellbraune, opake Pfeilspitze aus Hornstein ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen von den Schwingen aus in einer eleganten konvex – konkaven Kurve zum oberen Ende und betonen die Schlankheit desselben. Der dreieckige Stiel wird von leicht konvexen Begrenzungslinien gebildet.

21.) 1005 – 03/42 Länge = 64mm ; Breite = 21,5mm ; Dicke = 7,5mm ; B/L = 0,34

  • Die große und schwere Pfeilspitze aus einem an den Rändern stark durchscheinendem Feuerstein ist von einer gelblich braunen bis rötlich braunen Färbung. Ränder und Stiel werden von konvexen Linien gebildet bzw. begrenzt. Das Artefakt erinnert an eine Blattspitze aber der lange, dreieckige, nur wenig abgesetzte Stiel lässt nur eine Eingliederung unter D12 zu. Die Flächen sind auf beiden Seiten voll retuschiert.

22.) 2003 - 7 Länge = 32mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,39

  • Diese Spitze wurde aus tiefdunklem, weinrotem, plattigem Hornstein hergestellt. Das Material ist an den Rändern leicht transluzid. Das Artefakt ist auf beiden Seiten von den Rändern her flächig retuschiert worden. Rund um die Mittelachse sind aber Flächen unmodifiziert geblieben, so dass die ursprüngliche Spaltfläche sichtbar ist. Der rechte Rand ist in einer konvexen, der linke in einer konvex – konkaven Linie geführt. Der Dreieckstiel hat nahezu gerade Begrenzungslinien.

23.) 1005 – 03/73 Länge = 28mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,57

  • Grauer, fossilienführender Hornstein ist das Material dieser einseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Rückseite weist einen Mittelsteg auf und ist nur am Stiel und an den Schwingen retuschiert. Die Ränder sind konvex ausgebildet, die aktive Spitze ist durch seitliche Retuschen besonders herausgearbeitet. Der dreieckige Stiel weist von seinem Ende ausgehend gerade und zu den Schwingen hin konkave Linien auf.

24.) 2003 - 10 Länge = 24,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,53

  • Die flächig retuschierte Pfeilspitze besteht aus einem braun geflecktem, an den Rändern durchscheinendem Hornstein. Auf der Rückseite sind Teile der Spaltfläche unmodifiziert geblieben. Die Ränder verlaufen in konvexen Linien, besonders auffallend sind die stark herrausgearbeiteten Schwingenenden, welche einmal, rechts, nach oben weisen und einmal links einen nach unten gerichteten Widerhaken bilden. Der Dreieckstiel wird von konkaven Linien begrenzt, die großflächige Retuschierung des Stiels ist ungewöhnlich.

25.) 2001 - 32 Länge = 22mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,48

  • Die Ränder der hellbraunen, opaken und beidseitig flächenretuschierten Hornsteinspitze sind konvex gestaltet, die Begrenzungslinien des leicht gerundeten Stiels konkav. Beide Schwingenenden sind besonders betont, am linken Rand ragt die Schwinge, rechtwinklig zur Längsachse, weit vor.

26.) 1023 – 73/110 Länge = 21mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,58

  • Diese beidseitig flächenretuschierte D12 – Spitze ist aus grauweißem, milchigem Chalzedon, welcher stark durchscheinend ist, hergestellt. Der linke Rand ist konvex ausgeprägt, der rechte leicht konkav. Beim Stiel ist es umgekehrt, der linke Rand ist konkav, der rechte konvex.

27.) 1026 – 19/7 Länge = 23mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,48

  • Die einseitig flächenhaft retuschierte Pfeilspitze ist aus dunkelbraunem, an den Rändern stark durchscheinendem Feuerstein gefertigt. Die Rückseite weist keinerlei Retuschen auf, sie besteht aus einer Spaltfläche. Die Ränder sind wie auch die Begrenzungslinien des dreieckigen Stiels konvex ausgebildet. Die Schwingen stehen rechtwinklig auf der Längsachse, die aktive Spitze des Artefakts liegt etwas außermittig nach rechts.

28.) 1023 – 73/86 Länge = 21,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,51

  • Das Material für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist der bekannte hellbraune oder karamellfarbene, opake Hornstein. Das Artefakt hat geradlinige, leicht wellige Ränder. Der Stiel wird von zwei konkaven Linien begrenzt.

29.) 2001 - 61 Länge = 27,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,53

  • Diese, auf beiden Seiten flächenhaft bearbeitete Spitze, wurde aus einem durchscheinendem, grauweißen Chalzedon mit rötlichen, bandförmigen Einlagerungen hergestellt. Die Gesamtheit der Begrenzungslinien ist nahezu geradlinig. Die linke Schwinge steht rechtwinklig auf der Längsachse des Artefakts, die rechte, nach unten versetzt, weist nach oben. Das Stielende ist leicht abgerundet.

Tafel Ä18

1.) 1026 – 19/48 Länge = 22,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,51

  • Die Hornsteinspitze ist opak, beigefarben und beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder sind leicht gewellt und konvex. Der bohrerartige Stiel verjüngt sich von der Basis her und endet in einer Spitze, seine Begrenzungslinien sind gerade bis konkav. Die Retuschen sind recht grob gehalten.

2.) 2003 - 13 Länge = 20,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,41

  • Das sehr fein bearbeitete Artefakt besteht aus hellbraunem, an den Rändern durchscheinendem Hornstein und ist beidseitig flächenretuschiert. Das obere Ende weicht von der Mittelachse leicht ab, die Ränder sind konvex ausgebildet. Die gerundeten Schwingen gehen in einer sanften konvexen Linien in den kurzen, spitzen Stiel über.

3.) 1005 – 130/28 Länge = 22mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,52

  • Das Material dieses Artefakts ist ein dunkelgrauer, angewitterter Hornstein, er ist an den Rändern durchscheinend. Während die Vorderseite flächenhaft retuschiert ist, wurde die Rückseite lediglich im Bereich des spitzen Stiels, der Schwingen, des oberen Endes und eines Randes modifiziert, das Zentrum und ein Rand weisen keine Retuschen auf. Die Pfeilspitze ist asymmetrisch angelegt, Begrenzungslinien sind im oberen Teil konvex und geradlinig, im unteren konkav.

4.) 1023 – 13/65 Länge = 25mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,34

  • Dieses braune Hornsteinartefakt mit durchscheinendem Rand ist beidseitig flächenretuschiert und bildet einen Übergang von der Blattspitze zur gestielten Pfeilspitze. Der bohrerartige Stiel ist durch zwei sich gegenüberliegende Kerben angedeutet. ( siehe auch Tafel U1 – U3 )

5.) 1005 – 01/102 Länge = 27mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,39

  • Wie Artefakt Nr. 4 dieser Tafel ist auch diese Pfeilspitze als Übergang von C nach D zu bewerten. Sie ist beidseitig flächenretuschiert und besteht aus braunfleckigem, opakem Hornstein. Der Übergang zum kurzen, spitzen Stiel ist hier durch zwei konkave Linien bewerkstelligt worden.

6.) 1026 – 93/19 Länge = 17,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,60

  • Die opake Hornsteinspitze weist verschiedene Brauntöne auf. Das Artefakt ist asymmetrisch und kantenretuschiert. Es hätte als H – Spitze klassiert werden müssen, wäre nicht auf beiden Seiten jeweils ein Rand mit flächigen Retuschen versehen. Die oberen Begrenzungslinien verlaufen konvex, die unteren konkav.

7.) 1023 – 73/96 Länge = 40,5 ; Breite = 12mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,30

  • Ähnlich wie Nr. 4 und Nr. 5 dieser Tafel ist auch diese Pfeilspitze ein Übergang von C nach D. Das Stielende ist durch die beiden konkaven Begrenzungslinien sehr fein herausgearbeitet worden. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und besteht aus graubraunem, nur an den Rändern schwach durchscheinendem Hornstein.

8.) 1013 – 7/43 Länge = 35mm ; Breite = 17,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,50

  • Die aus einer Klinge gefertigte, fleckig hellbraune, an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze, die sowohl Kanten- als auch Flächenretuschen aufweist, zeigt aber auch auf beiden Seiten Teile der nichtmodifizierten Klingenoberfläche. Von der Silhouette her handelt es sich um eine typische D7 – Spitze. Die Ränder sind konvex, die Randlinien des Stiels links konvex und rechts konkav gestaltet.

9.) 1023 – 1/13 Länge = 53mm ; Breite = 23,5mm ; Dicke = 8mm ; B/L = 0,44

  • Schwarzer, opaker Hornstein ist der Werkstoff dieser ungewöhnlichen, asymmetrischen Pfeilspitze. Sie ist beidseitig flächenretuschiert. Der rechte Rand verläuft konvex, der linke ist geradlinig. Die ungleichmäßigen Schwingen sind abgerundet, der kurze und starke Stiel ist nach links gebogen. Das Artefakt hatte auch unter J eingeordnet werden können.

10.) 1021 – 92/64 Länge = 42mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,39

  • Es handelt sich um ein aus hellbraunem, an den Rändern durchscheinendem Hornstein hergestelltes, beidseitig flächenretuschiertes Artefakt. Auch hier besteht ein Übergang von der Blattspitze zur gestielten Spitze. Die Form des von zwei konkaven Linien begrenzten Stiels lässt eine Einordnung unter D7 als angemessen erscheinen.

11.) 1017 – 31/72 Länge = 36mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,31

  • Die aus einer rotbraunen Hornsteinplatte hergestellte Pfeilspitze zeichnet sich durch rundum applizierte halbsteile aber noch flächenhafte Retuschen aus. Der zentrale Bereich ist unmodifiziert geblieben. Der Form nach ist auch bei diesem Exemplar ein Übergang von C nach D festzustellen. Der Stiel ist vollständig zu einer Art Bohrer retuschiert worden. Das Material ist leicht durchscheinend.

12.) 1023 – 73/84 Länge = 24mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,63

  • Dieses Exemplar aus hellbraunem, opakem Hornstein wird am ehesten dem Typ einer klassischen D7 – Spitze gerecht. Während die Vorderseite vollständig flächenretuschiert ist, zeigt die Rückseite neben flächenhaften Retuschen am Rand auch unbearbeitete Spaltflächenanteile.

13.) 2001 - 54 Länge = 31mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,37

  • Die hellbeigefarbene, durchscheinende Feuersteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Auch sie bildet eine Übergangsform von der Blattspitze zur gestielten Spitze. Der rechte Rand und die rechte Begrenzungslinie des Stiels sind fast geradlinig, der linke Rand ist konvex – konkav gearbeitet, der Stiel wird links durch eine wellige konvexe Linie begrenzt.

14.) 1024 – 74/66 Länge = 35,5mm ; Breite = 32mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,90

  • Die D13 – Spitze ist aus einem plattigem, hellbraunem und opakem Hornstein gearbeitet. Die sehr breite Pfeilspitze wird von Hugot mit dem Flugbild einer Schwalbe verglichen. Der Umfang des Artefakts ist durch flächenhafte Randretuschen bearbeitet. Der zentrale Bereich beider Seiten ist unmodifiziert geblieben. Stiel- und Seitenschwingen sind abgebrochen.

15.) 1026 – 19/30 Länge = 32mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Die aus einer braunen Hornsteinklinge gefertigte Pfeilspitze mit flächigen, auf den Rand und den Stiel beschränkten Retuschen stellt einen Übergang von C nach D dar. Die Ränder verlaufen konvex, die Begrenzungslinien des Stiels konkav. Das Material ist an den Rändern leicht transluzid.

16.) 1023 – 13/47 Länge = 20mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,63

  • Die Asymmetrische Pfeilspitze ist aus an den Rändern durchscheinendem, hellbraunem Hornstein hergestellt. Lediglich die Randzonen sind mit flächigen Retuschen versehen. Das obere Ende ist leicht gerundet, der kurze Stiel hingegen ist sehr spitz ausgestaltet. Auch hier sind die Ränder konvex, die Stielbegrenzungen konkav.

17.) 1023 – 73/72 Länge = 30mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,38

  • Die dunkelgraue, an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze ist einseitig retuschiert, die Rückseite weist lediglich im Bereich des Stiels Modifikationen auf. Die Parallelität im medialen Randbereich ist besonders gut ausgeprägt. Die aktive Spitze wird durch konkave Linienführung hervorgehoben, der Stiel wird durch konkav – konvexe Linien begrenzt.

18.) 1023 – 73/71 Länge = 25,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,45

  • Dieses Artefakt ist eine Replik von Nr. 17 dieser Tafel wenn auch die Parallelität der Ränder weniger perfekt ist. Auch der Rohstoff ist der gleiche. Beide Stücke stammen von dem selben Fundplatz.

19.) 2001 - 59 Länge = 29,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,37

  • Die braun – beige, durchscheinende Feuersteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Ein gewisse Parallelität im medialen Randbereich ist gegeben. Beide Extremitäten werden durch überwiegend konkave Linien begrenzt.

20.) 2002 - 11 Länge = 26mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,29

  • Die beidseitig flächenretuschierte Hornsteinspitze ist von brauner Farbe, das Material scheint an den Rändern leicht durch. Das Artefakt weist im medialen Teil eine schöne Parallelität der leicht gezähnten Ränder auf. Im oberen Bereich laufen die Randlinien geradlinig aufeinander zu und bilden die aktive Spitze. Die rechte Schwinge ist leicht ausgestellt.

21.) 2001 - 30 Länge = 29,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,37

  • Das Artefakt besteht aus dem gleichen Material wie Nr. 20 dieser Tafel und weist auch weitere Gemeinsamkeiten auf. Die Unterschiede liegen im oberen Teil, wo die Linienführung konkav ist und in der Art der Schwingen, die in diesem Falle jeweils in kleinen Widerhaken enden. Der Stiel weicht von der Mittelachse nach rechts ab.

22.) 1013 – 41/43 Länge = 30,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,46

  • Bei diesem Artefakt ist der Stiel vollflächig retuschiert, ansonsten sind flächige Retuschen nur an einigen Stellen angebracht. Die Formgebung ist typisch für eine D13 – Spitze. Von der aktiven Spitze aus verlaufen die Ränder in konkav – konvexen Linien und gehen in parallel zur Längsachse verlaufende gerade Linien über. Das Material ist hellbrauner, an den Rändern transluzider Hornstein.

23.) 1005 – 03/63 Länge = 35,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38

  • Die leicht durchscheinende, braungefleckte Hornsteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Auch hier ist die typische D13 Form erkennbar mit Einschränkung der Ränder im Mittelteil, die nicht die perfekte Parallelität von Nr. 22 dieser Tafel aufweisen. Der Stiel wird durch gerade bis leicht konvexe Linien begrenzt und endet in einer Rundung.

24.) 2001 - 60 Länge = 26,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,40

  • Die Form dieser hellbraunen, opaken und beidseitig flächenretuschierten Hornsteinspitze ist ähnlich wie bei Nr. 23 dieser Tafel. Auch der Koeffizient B/L ist vergleichbar. Lediglich die rechte Schwinge, die in einem Widerhaken endet, stellt einen Unterschied dar.

25.) 1005 – 03/8 Länge = 31mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,42

  • Möglicherweise besteht die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze aus nahezu durchsichtigem Wüstenglas, eine mikroskopische Untersuchung könnte Klarheit bringen. Die Form ist wie bei den oben beschriebenen Artefakten Nr. 23 und Nr. 24 dieser Tafel, nur dass hier der Stiel sogleich an den Schwingen ansetzt und so sehr breit wirkt.

26.) 2002 - 12 Länge = 20mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,43

  • Nur einseitig flächenretuschiert ist diese durchscheinende, cremefarbene Feuersteinspitze. Die Rückseite ist teilweise flächig modifiziert, vor allem an Stiel und Schwingen. Die Form ist typisch D13, die Parallelität der Ränder ist vollkommen.

27.) 1024 – 74/8 Länge = 25,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,53

  • Mit Ausnahme des medialen Bereichs der Vorderseite, wo ein Teil der Spaltfläche unbearbeitet geblieben ist, wurde die durchscheinende, hellbraune Feuersteinspitze beidseitig flächenretuschiert. Bis auf die Parallelität der Ränder, die bei diesem Exemplar weniger perfekt ausgebildet ist, zeigt auch dieses Artefakt die typische D13 Silhouette. Der Stiel ist abgebrochen.

28.) 1026 – 19/50 Länge = 28mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43

  • Die graue, an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze ist beidseitig teilflächig retuschiert. Die D13 Form ist weniger gut ausgebildet, zumal die Parallelität im medialen Randbereich nicht zufriedenstellend gegeben ist. Das Artefakt könnte ebenfalls zwischen D1 und D2 angesiedelt werden.

Tafel Ä19

1.) 1005 – 03/47 Länge = 34mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,41

  • Dieses Artefakt ist ein außergewöhnliches Stück. Auf Grund seiner konkaven Ränder kann es als D14 eingeordnet werden, der sich zum Ende verdickende Stiel weist eher auf D5 hin. Gegen beide Gruppen spricht die Schlankheit der Pfeilspitze, so dass eigentlich eine neue Gruppe zu bilden wäre. Um eine Inflation der Gruppenzahl zu verhindern ist das Hauptmerkmal, die Konkavität der Ränder, berücksichtigt worden. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert und besteht aus braunem, opakem Hornstein.

2.) 2000 - 26 Länge = 25,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,47

  • Die beidseitig teilretuschierte, hellbraune, an den Rändern schwach durchscheinende Pfeilspitze ist aus Hornstein gefertigt. Die Ränder verlaufen in mehr oder weniger konkaven Linien und enden in einer sehr fein gearbeiteten Spitze. Der massive, dreieckige Stiel lässt nur noch Platz für winzige Schwingen, eine gerundete links und eine spitze rechts.

3.) 1023 – 1/12 Länge = 51,5mm ; Breite = 29mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,56

  • Diese beidseitig flächenretuschierte, aus braunem, opakem Hornstein hergestellte Pfeilspitze ist ein klassisches Beispiel für die Gruppe D14. Die Ränder verlaufen von den schön ausgestellten Schwingen aus in einer konkaven Linie, die sich zur Spitze hin langsam in eine Gerade verwandelt. Der Stiel ist stämmig und läuft spitz zu. Im Bereich von Abu Tartur ist diese Art nicht häufig, lediglich zwei Exemplare in dieser Größe sind gefunden worden.

4.) 1023 – 13/6 Länge = 26mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,54

  • Die Ränder der beidseitig flächenretuschierten, an den Rändern schwach durchscheinenden Pfeilspitze aus braunem Hornstein sind konkav. Spitze und Stiel sind leicht asymmetrisch angeordnet. Letzterer setzt breit an der Basis an, hat eine dreieckige Form aber endet in einer Rundung. Die rechte Schwinge ist rechtwinklig zur Längsachse ausgestellt, die linke ist gerundet.

5.) 1005 – 01/59 Länge = 25,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,41

  • Die beige – braune Hornsteinspitze scheint an den Rändern durch. Bis auf einige Reste der Spaltflächen ist sie beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen in konvexen Linien, im unteren Drittel ist jeweils eine kleine Kerbe angebracht, so dass eine rechtwinklig zur Längsachse stehende, geradlinige Schwinge auf beiden Seiten entsteht. Die Begrenzungslinien des Stiels verlaufen nahezu parallel zur Längsachse, das Stielende ist dreieckig. Das Exemplar wird unter D22 eingeordnet.

6.) 2000 - 27 Länge = 35,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,32

  • Das hellbeigefarbene, opake und beidseitig flächig retuschierte Artefakt aus Hornstein ist am rechten Rand gut sichtbar windüberformt. Die Ränder verlaufen nahezu geradlinig. Zwei gegenüberliegende Kerben oberhalb der nach unten gebogenen Schwingen geben dem Artefakt das typische Aussehen einer D31 – Pfeilspitze. Der Stiel ist lang und endet in einer Spitze.

7.) 1024 – 4/9 Länge = 56mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,34

  • Hellbrauner, opaker Hornstein ist der Rohstoff dieser beidseitig flächenretuschierten eleganten D16 – Pfeilspitze. Das fast blattförmige Artefakt zeigt am Stielansatz zwei Ausstülpungen, die als kleine Schwingen zu bezeichnen sind. Der Stiel nimmt die Linie der Ränder, die durch die senkrecht zur Längsachse liegenden Schwingen unterbrochen wurde wieder auf und endet in einer Rundung. Die diagonal retuschierte Pfeilspitze ist in ihrer Art und Größe in Abu Tartur nur einmal gefunden worden.

8.) 1024 – 74/3 Länge = 30mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,32

  • Die dunkelgraue, an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Beide Ränder sind unregelmäßig ausgebildet, während die rechte Schwinge Ähnlichkeit mit der einer D2 – Spitze hat, ist bei der linken die gerundete Schwinge durch eine oberhalb angebrachte Kerbe hervorgehoben. Der Stiel ist lang und verläuft parallel zur Längsachse. Das Artefakt gehört in die Gruppe der Pfeilspitzen mit durch Kerben hervorgehobenen Schwingen, kann aber nicht ohne Einrichtung einer neuen Gruppe näher eingeordnet werden.

9.) 1005 – 02/77 Länge = 33mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,33

  • Der Rohstoff dieser beidseitig flächenretuschierten Spitze ist hellbrauner, opaker Hornstein. Die Ränder verlaufen in konvexen Linien und sind oberhalb der Schwingen durch Kerben unterbrochen. Die Kerben am linken Rand bilden einen Widerhaken und erfüllen somit die Kriterien für D23, die rechte, durch Kerben herausgearbeitete Schwinge steht rechtwinklig auf der Längsachse und ist somit für D22 charakteristisch. Der schlanke Stiel verjüngt sich gleichmäßig und endet in einer Rundung.

10.) 1023 – 13/26 Länge = 28mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,36

  • Die Pfeilspitze besteht aus hellbraunem, an den Rändern durchscheinendem Hornstein und ist auf beiden Seiten flächenretuschiert. Die Ränder sind konvex gestaltet und wie bei Nr. 8 dieser Tafel ist das Artefakt asymmetrisch ausgebildet. Die rechte Schwinge erinnert an D2, während die linke durch eine Kerbe besonders betont wird. Der gerundete Stiel weist unregelmäßige seitliche Begrenzungslinien auf.

11.) 1017 – 31/65 Länge = 37mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,34

  • Die Hornsteinspitze ist auf beiden Seiten flächig modifiziert, scheint an den Rändern durch und ist von hellbeiger Farbe. Das Artefakt hat die Kennzeichen einer D22 – Spitze, konvex – konkave Ränder, ausgestellte, rechtwinklig zur Längsachse stehende Schwingen und einen schlanken, geradlinigen, zugespitzten Stiel, wäre da nicht am rechtem Rand oberhalb der Schwinge noch ein zusätzlicher Zahn. Trotzdem sei eine Einordnung unter D22 erlaubt.

12.) 1023 – 13/50 Länge = 23mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,35

  • Hellbrauner, opaker Hornstein wurde zur Herstellung dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze benutzt. Wie bei Nr. 8 und Nr. 10 dieser Tafel ist auch dieses Artefakt, bezogen auf die Schwingen, asymmetrisch ausgebildet. Rechts D16, links D2 mit Kerbe. Der Vorschlag geht dahin alle drei hier genannten Exemplare unter D16 einzuordnen, die Familie J wäre eine Alternative.

13.) 1024 – 4/15 Länge = 45mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,31

  • Die beige – graue Hornsteinspitze scheint an den Rändern durch. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und wäre ohne seine zwei zusätzlichen Zähne oberhalb der nach unten gerichteten Schwingenenden eine perfekte D23 – Spitze mit konvexen Rändern, durch Kerben herausgearbeiteten Widerhaken und schlankem, geradem, spitz zulaufendem Stiel. Um neue Gruppen zu vermeiden, könnte auch hier trotz der Abweichung, eine Einordnung unter Hugots D23 erfolgen.

14.) 1024 – 4/15 Länge = 45mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,31

  • Die grau – braune, schwach durchscheinende Hornsteinspitze ist beidseitig vollflächig retuschiert und stellt in ihrer Formgebung eine Ausnahme dar. Die teilweise konkaven Ränder weisen auf D14, der schlanke Habitus auf D19 und die ausgestellten Schwingen auf D16 oder D17 hin. Zu klassieren wäre sie unter D35.

15.) 1023 – 13/37 Länge = 31,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,30

  • Die Kennzeichen der D18 – Spitzen, langer, schmaler Körper mit leicht konvexen Rändern ist für diese und alle folgenden Pfeilspitzen dieser Tafel gegeben. Dieses Exemplar ist teilweise flächig retuschiert, vor allem auf der Rückseite sind größere Flächen unmodifiziert geblieben. Der Rohstoff ist ein grau – brauner, an den Rändern transluzenter Hornstein.

16.) 1023 – 13/50 Länge = 29,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,29

  • Der Stiel dieser beidseitig flächenretuschierten, braunen und opaken Hornsteinspitze von Typ D18 ist stämmig und kurz.

17.) 1024 – 4/10 Länge = 44mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,23

  • Bei diesem Exemplar handelt es sich um eine große, leicht angewitterte, graue und an den Rändern gut durchscheinende Feuersteinspitze von Typ D18. Der Stiel ist besonders kräftig ausgefallen.

18.) 1023 – 3/33 Länge = 26mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,35

  • Der rötliche Jaspis aus welchem die auf beiden Seiten mit Flächenretuschen versehene Pfeilspitze hergestellt worden ist, scheint an seinen Rändern leicht durch. Der für D18 – Spitzen hohe Koeffizient von B/L = 0,35 ist auf den abgebrochenen Stiel zurückzuführen. Es wird vorgeschlagen bei einem vollständigem Exemplar eine Koeffizienten von maximal 0,30 nicht zu überschreiten.

19.) 1023 – 3/30 Länge = 33,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,30

  • Hellbrauner, opaker Hornstein ist der Werkstoff für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze. Die gerundeten Schwingen sind leicht asymmetrisch angeordnet.

20.) 1023 – 50/58 Länge = 32mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,28

  • Brauner, opaker Hornstein fand Verwendung um diese auf beiden Seiten flächig modifizierte Pfeilspitze herzustellen. Die Schwingen gehen in einer konkaven Linie in den kräftigen Stiel über.

21.) 1005 – 01/117 Länge = 38mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,25

  • Diese klassische D18 – Spitze wurde aus rotbraun und cremefarben geflecktem, opakem Hornstein gearbeitet. Das Artefakt weist auf der Rückseite eine größere, unbearbeitete Fläche auf, ansonsten ist es flächig retuschiert. Der zierliche, gerade Stiel ist fast rechtwinklig von den Schwingen abgesetzt.

Tafel Ä20

1.) 1023 – 3/6 Länge = 29mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,31

  • Die Hornsteinspitze vom Typ D19 ist auf beiden Seiten vollflächig retuschiert, das Material scheint an den Rändern durch und ist von beigegrauer Farbe. Das Artefakt ist langgestreckt, der linke Rand unregelmäßig gewellt, der rechte weist in der oberen Hälfte einen Übergang zu einer konkaven Linienführung auf. Die Schwingen sind asymmetrisch, links rechtwinklig zur Längsachse, rechts leicht ansteigend. Der Stiel verjüngt sich von der Basis ausgehend in zwei konvexen Linien bis zu seinem Ende.

2.) 1005 – 130/47 Länge = 44,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,29

  • Die schwarze, beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus opakem Hornstein gearbeitet. Sie besitzt geradlinige Ränder. Besonders auffallend sind die stark asymmetrisch angeordneten Schwingen, die linke vom Typ D2, die rechte D1. Der schmale Stiel verläuft zunächst parallel zur Längsachse nur zu seinem Ende hin ist eine Verjüngung zu erkennen. Den Abschluss bildet eine Rundung.

3.) 1023 – 3/29 Länge = 35,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,35

  • Das Material dieser Pfeilspitze ist der häufige beigebraune oder karamellfarbene, an den Rändern durchscheinende Hornstein. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert, besitzt geradlinige Ränder und gleichmäßige, leicht nach oben gerichtete Schwingen. Der Stiel ist breit und verjüngt sich von der Basis her in leicht konvexen Linien bis zu seinem Ende, welches durch eine gerade, schräg angeordnete Linie gebildet wird.

4.) 1024 – 74/6 Länge = 40mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,33

  • Hellbraun durchscheinender Feuerstein mit weißlich patinierter Oberfläche wurde für diese auf beiden Seiten vollflächig modifizierte Spitze benutzt. Die Ränder sind nahezu geradlinig, der schlanke Stiel weicht an seinem gerundeten Ende nach rechts von der Längsachse ab. Da die Schwingenenden abgebrochen sind, ist eine genaue Aussage über ihre Form nicht zu machen.

5.) 1015 – 77 Länge = 41mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,27

  • Die klassische D19 – Spitze ist aus hellbraunem, opakem Hornstein gemacht, sie ist beidseitig flächenretuschiert. Die geraden Ränder verlaufen gleichmäßig von den perfekt rechtwinklig abgesetzten Schwingen zum oberen Ende. Die seitlichen Begrenzungslinien des Stiels verlaufen konvex.

6.) 1023 – 3/53 Länge = 29,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,34

  • An den Rändern stark durchscheinender, graubrauner Feuerstein ist das Ausgangsmaterial dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder sind geradlinig, die Schwingen weisen aufwärts ( D2 ) und der Stiel, der in einer Spitze endet, wird von zwei leicht konkaven Linien begrenzt, die von der breiten Stielbasis zum Stielende verlaufen.

7.) 1024 – 74/2 Länge = 39mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,35

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze besteht aus braunem, opakem Hornstein. Sie hat gerade bis leicht konvexe Ränder und einen langen, leicht von der Längsachse abweichenden Stiel. Die Begrenzungslinien des letzteren sind geradlinig, der Stiel verjüngt sich gleichmäßig, an seinem Ende ist eine leichte Verdickung zu beobachten. Da die stark betonten Schwingenenden leicht nach unten ausgestellt sind, ist eine Einordnung in die Gruppe D17 durchaus möglich.

8.) 1023 – 13/44 Länge = 23,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43

  • Diese teilweise flächig retuschierte, braune, an den Rändern transluzente Hornsteinspitze stellt im strengen Sinne keine D19 – Spitze mehr dar. Der rechte, konvexe Rand und das Breiten – Längenverhältnis von über 0,4 sprechen gegen eine Einordnung in diese Gruppe. Denkbar wäre die Gruppe D2 oder wegen des dreieckigen Stiels D12.

9.) 1023 – 3/52 Länge = 22,5mm ; Breite = 6mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,27

  • Die langschmale D19 – Spitze ist aus schwarz und braun gefärbtem opakem Hornstein gefertigt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, besitzt geradlinige Ränder und Schwingen, die rechtwinklig zur Längsachse stehen. Der Stiel, an der Basis leicht eingeschnürt, verläuft nahezu geradlinig und endet in einer Rundung.

10.) 1023 – 73/105 Länge = 25,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,39

  • Diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze ist aus durchscheinendem, mit einer hellbeigen Patina überzogenem Feuerstein gefertigt. In der Achse des Artefakts ist eine schmale Zone nicht modifiziert worden. Die sehr geradlinigen Ränder stellen in Abu Tartur eine Seltenheit dar, gekrümmte Linien werden bevorzugt. Die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, der Stiel ist dreieckig.

11.) 1023 – 13/34 Länge = 24,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,38

  • Brauner, an den Rändern leicht transluzider Hornstein ist das Rohmaterial dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die Ränder verlaufen geradlinig, die Schwingen sind asymmetrisch ausgebildet, links D2, rechts D1. Der Stiel verjüngt sich von der Basis ausgehend und endet in einer schräg angeordneten gebogenen Linie.

12.) 2003 - 14 Länge = 34mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,29

  • Bei diesem Exemplar handelt es sich um eine typische D19 – Spitze aus durchscheinendem, braunem Feuerstein. Die Kerbe am linken Rand ist, wie die Rückseite zeigt, auf Grund eines Bearbeitungs- bzw. Materialfehlers entstanden. Die Spitze ist nicht abgebrochen sondern die Rundung ist gezielt geschärft worden.

13.) 2000 - 25 Länge = 14mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,37

  • Diese Pfeilspitze ist beidseitig flächenretuschiert, sie besteht aus beigefarbenem, opakem Hornstein. Abgesehen von einer leichten Asymmetrie, entspricht das Artefakt allen Kriterien einer D21 – Spitze.

14.) 1023 – 3/3 Länge = 52mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,38

  • Die Vorderseite der Pfeilspitze ist nur teilweise mit Flächenretuschen versehen. Ein Teil der Vorderseite zeigt die Oberfläche des Rohmaterials, welches aus opakem, braunem Hornstein besteht. Die Rückseite ist vollflächig retuschiert. Das Artefakt stellt eine typische D21 – Spitze dar.

15.) 1039 – 145/30 Länge = 42,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,29

  • Die graue Hornsteinspitze scheint an den Rändern leicht durch. Das Artefakt ist bis auf einen schmalen Streifen in der Längsachse der Vorderseite beidseitig flächig retuschiert. Die Ränder sind leicht konvex, die Schwingen etwas ausgestellt. Am ehesten könnte man die Pfeilspitze zwischen D18 und D19 einordnen.

16.) 1080 – 162/1 Länge = 36,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,36

  • Die braune, tranluzente Feuersteinspitze weist auf der Vorderseite eine graue Patina auf. Das Artefakt ist auf beiden Seiten flächig retuschiert, der Stiel scheint abgebrochen zu sein. Ansonsten handelt es sich um eine typische D21 – Pfeilspitze.

17.) 1005- 27/21 Länge = 29mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L =0,38

  • Die mit beigefarbener Patina versehene, durchscheinende Feuersteinspitze war ursprünglich wahrscheinlich braun gefärbt, sie ist beidseitig flächenretuschiert. Es handelt sich um eine typische D21 – Spitze, der Stiel ist an der Basis leicht eingeschnürt, die aktive Spitze wird durch seitliche Retuschen besonders betont.

18.) 1023 – 13/33 Länge = 25mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,40

  • Die opake, schwarze Hornsteinspitze ist einseitig flächenretuschiert. Die Rückseite ist bis auf den Stiel unmodifiziert geblieben. Der Stiel ist außermittig angesetzt und insofern handelt es sich nicht unbedingt um eine klassische D21 – Spitze obwohl die Übergänge vom Rand zur Schwinge und von der Schwinge zum Stiel als gerundet bezeichnet werden können.

19.) 1023 – 30/95 Länge = 29mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Die beidseitig flächig bearbeitete, an den Rändern stark durchscheinende, streifig braune Hornsteinspitze weist den typischen D21 Habitus auf. Der kurze Stiel ist stämmig und am Ende unregelmäßig abgerundet.

20.) 1079 – 16 Länge = 35,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,39

  • Bei dieser schönen D21 – Spitze handelt es sich um ein Exemplar aus braunem, an den Rändern tranluzidem Hornstein, welcher mit hellbeigefarbener Patina überzogen ist. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert.

21.) 2003 - 23 Länge = 36mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,32

  • Bis auf einen Spaltflächenrest auf der Vorderseite ist diese durchscheinende, hellbraune D21 – Spitze aus Feuerstein beidseitig flächenretuschiert. Der an der Basis breit ansetzende Stiel liegt mit seiner Mittellinie außerhalb der Längsachse des Gesamtartefakts.

22.) 1023 – 3/36 Länge = 31,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38

  • Die beidseitig teilretuschierte D21 – Spitze aus leicht transluzidem beigefarben patinierten Feuerstein ist von dunkler Grundfarbe. Während die Vorderseite einen zentralen, unbearbeiteten Streifen zeigt, sind auf der Rückseite lediglich Stiel und Schwingen retuschiert.

23.) 1024 – 74/11 Länge = 40,5mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,39

  • Hellbrauner, an den Rändern leicht durchscheinender Hornstein ist das Ausgangsmaterial dieser beidseitig flächenhaft bearbeiteten Pfeilspitze. Auf der Vorderseite sind einige Stellen nicht modifiziert, sie werden durch Spaltflächen gebildet. Die für D21 typischen Rundungen am Übergang vom Rand zur Schwinge sind bei diesem Artefakt nicht besonders gut ausgeprägt.

24.) 2001 - 31 Länge = 36mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,35

  • Auch bei dieser schwarzen, an den Rändern braun durchscheinenden Hornsteinspitze sind die Rundungen Rand – Schwinge schlecht ausgeprägt, so dass eine Eingliederung unter D21 zweifelhaft ist. Die Vorderseite ist flächenretuschiert, die Rückseite weist lediglich Retuschen im Bereich von Stiel und Schwingen auf.

25.) 1023 – 13/54 Länge = 25,5mm ; Breite = 10,5mm ;, Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,41

  • Bei dieser braunen, an den Rändern durchscheinenden Hornsteinspitze lässt die Rundung der rechten Schwinge zu wünschen übrig, ansonsten sind alle Charakteristika einer D21 – Spitze gegeben.

26.) 1026 – 19/11 Länge = 29mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,36

  • Wie bei Artefakt Nr. 25 dieser Tafel ist der Übergang vom rechten Rand zur Schwinge nicht genügend abgerundet um die klassische Form einer D21 – Spitze aufzuweisen. Bis auf eine größere Spaltfläche auf der Vorderseite ist das Exemplar beidseitig flächig retuschiert. Das Material ist brauner, an den Rändern leicht durchscheinender Hornstein.

27.) 1026 – 19/47 Länge = 30mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,42

  • An den Rändern stark transluzenter Hornstein ist das Material dieser cremefarbig patinierten, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze. Die asymmetrisch gestalteten Schwingen, sowie eine mangelnde Rundung an der rechten Schwinge machen eine Einordnung unter J möglich, obwohl andere Kriterien für D21 sprechen.

Tafel Ä21

1.) 1024 – 74/14 Länge = 42,5mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,38

  • Wie an einer Bruchstelle am Stielende erkennbar ist die äußerlich beige – hellbraune Hornsteinspitze im Inneren dunkelbraun gefärbt. Sie ist opak und beidseitig grob flächenretuschiert. Der Stiel ist nur zaghaft abgesetzt aber die Übergänge von den Schwingen zum Stiel sind schön gerundet, so dass eine Klassifizierung unter D21 möglich erscheint.

2.) 1004 – 196/6 Länge = 44mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,34

  • Die beidseitig flächenretuschierte, opake Hornsteinspitze ist von beiger Farbe. Deutlich ist an diesem Artefakt die Abu Tartur Tradition der Blattspitzen zu erkennen. Aus einer Blattspitze heraus ist hier eine gestielte Spitze herausgearbeitet worden. Der Stiel geht in die Schwingen über. Da die Übergänge leicht abgerundet sind, ist das Exemplar auf dieser Tafel unter D21 vorgestellt.

3.) 1004 – 158/3 Länge = 38mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,32

  • Die schlanke, an den Rändern stark durchscheinende Feuersteinspitze ist von dunkler graubrauner Farbe, sie ist beidseitig flächenretuschiert. Die Schwingen gehen in sanften Kurven in den Stiel über. Auch hier ist eine Verwandtschaft zu Blattspitzen erkennbar. Am unteren Stielende verlaufen die seitlichen Begrenzungslinien nahezu parallel zur Längsachse der Pfeilspitze. Diese C – D Hybridspitze wird unter D21 eingeordnet.

4.) 1023 – 13/20 Länge = 23,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,40

  • Die beigefarbene, opake Hornsteinspitze ist auf beiden Seiten mit feinen Flächenretuschen versehen. Die Übergänge vom Rand zur Schwinge und von der Schwinge bis zum Stiel sind schön abgerundet. Der Stiel endet in einem Dreieck. Das Exemplar wird unter D21 geführt.

5.) 1023 – 73/100 Länge = 23mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,50

  • Diese Hornsteinspitze ist grau und ihre Ränder sind im Gegenlicht durchscheinend. Nur die Vorderseite ist flächenretuschiert, die Rückseite weist nur wenige Flächenretuschen am Stiel und einige Kantenretuschen am oberen Rand auf. Der Rest der Rückseite wird durch eine nicht weiter modifizierte Spaltfläche gebildet. Das Artefakt ist eine D21 - Spitze.

6.) 1026 – 19/17 Länge = 29mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,34

  • Die gesamte Randzone dieser cremefarbenen, durchscheinenden Feuerspitze ist beidseitig durch flächenhafte Retuschen modifiziert worden. Der zentrale Bereich wird auf beiden Seiten durch Spaltflächen gebildet. Obwohl deutlich gestielt, ist dem D21 – Exemplar eine Verwandtschaft mit Blattspitzen nicht abzusprechen.

7.) 1023 13/58 Länge = 24mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = ,46

  • Die braunbeige, durchscheinende Feuersteinspitze ist nur teilweise flächenhaft bearbeitet. Während die Retuschen auf der Vorderseite doch recht steil anmuten, sind sie auf der Rückseite im Bereich des Stiels und des oberen Endes extrem flach gehalten. Vom Habitus her handelt es sich um eine Hybridspitze, da die linke Schwinge ausgestellt ist und so nicht dem Idealbild einer D21 – Spitze entspricht.

8.) 1005 – 03/71 Länge = 35,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,31

  • Bei diesem Exemplar handelt es sich um eine graue, an den Rändern stark durchscheinende Pfeilspitze aus plattigem Hornstein. Auf der flächenretuschierten Vorderseite sind weißliche Reste einer Kruste erkennbar, die Rückseite wird durch Kortex gebildet und ist nur an den Rändern leicht retuschiert. Das Artefakt ist asymmetrisch ausgebildet, der Stiel liegt nicht in der Längsachse. Eine Einordnung unter D21 ist dennoch angebracht.

9.) 1023 – 3/2 Länge = 54,5mm ; Breite = 20mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,37

  • Die D21 – Spitze mit kräftigem Stiel ist aus hellbraunem, opakem Hornstein hergestellt. Die Farbe im Inneren ist dunkelbraun, dieses ist ersichtlich an einer Ausbuchtung, die von einer abgeplatzten Thermoscherbe hinterlassen worden ist. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert.

10.) 1004 – 196/34 Länge = 53,5mm ; Breite = 21mm ; Dicke = 9mm ; B/L = 0,39

  • Trotz der gefleckt braun – beigefarbenen Patina und einer fortgeschrittenen Windüberformung ist die beidseitige Flächenbearbeitung bis in die Details noch erkennbar. Das Material ist Hornstein, der stellenweise an den sehr dicken Rändern noch Licht durchlässt. Wenn auch leicht asymmetrisch, so ist die Form doch typisch für D21. Das Artefakt ist mit 7 Gramm recht schwer, die Nr. 9 dieser Tafel wiegt bei ähnlichen Abmessungen, außer der Dicke, lediglich 3,2 Gramm.

11.) 1023 – 3/25 Länge = 41,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,29

  • Wie auf der Rückseite ersichtlich weist die hellbraune, durchscheinende Feuersteinspitze einen dunklen Kern in den negativen Ausbuchtungen von abgeplatzten Thermoscherben auf. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert. Die langschmale Form ist typisch für D25 – Spitzen wie auch die oberhalb der Schwingen liegenden Kerbenpaare.

12.) 2001 - 22 Länge = 46mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,18

  • Diese graue, opake Hornsteinspitze ist mit einem Koeffizienten B/L = 0,18 besonders schlank. Die parallel zueinander verlaufenden Ränder im medialen Teil des Artefakts sind mit einer Serie von sechs bis sieben Kerbenpaaren versehen. Die meisten Zähne sind abgebrochen. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert und stellt ein weiteres Beispiel für eine schöne D25 – Spitze dar.

13.) 2002 - 17 Länge = 41mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,24

  • Das dritte D25 – Exemplar aus der Gegend von Abu Tartur ist stark windüberformt und auch hier sind abgebrochene Schwingen und Zähne festzustellen. Das beidseitig flächenretuschierte Artefakt ist aus grauem, durchscheinendem Feuerstein hergestellt. Drei Kerbenpaare können noch deutlich ausgemacht werden.

14.) 0006 – 133/35 Länge = 22mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,55

  • Die beidseitig flächenretuschierte Hornsteinspitze ist schwarz und scheint an den Rändern bräunlich durch. Die schlecht zu definierende Hybridform erinnert ein wenig an D27.

15.) 1023 – 2/25 Länge = 27mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43

  • Das gleiche Material, welches für Nr. 14 dieser Tafel benutzt wurde, fand Verwendung für diese Pfeilspitze. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert, es besitzt leicht konvexe Ränder und einen D26 typischen treppenartig gestuften Stiel.

16.) 1023 – 43/130 Länge = 28mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43

  • Die hellbraune Hornsteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert und scheint an den Rändern durch. Die Ränder verlaufen in einer konvexen Linie und der leicht außermittig angebrachte Stiel hat die typische Treppenform.

17.) 2001 - 37 Länge = 25,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,45

  • Die Ränder der gut durchscheinenden, hellbraunen Feuersteinspitze mit cremefarbener Patina verlaufen in einer konkavokonvexen Linie. Der Übergang von der Schwinge zum Stiel ist gerundet. Der Stiel selbst ist treppenförmig ausgebildet. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert.

18.) 1023 – 30/73 Länge = 24,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,47

  • Die hellbraune, durchscheinende Feuersteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen geradlinig. Die linke Schwinge ist vom Typ D2, die rechte Schwinge vom Typ D1. Der Stiel ist zwar asymmetrisch ausgebildet, weist aber dennoch die charakteristische Treppenform auf.

19.) 2001 - 63 Länge = 31mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,40

  • Die beigefarbene, nur an den Rändern durchscheinende Hornsteinspitze ist auf beiden Seiten flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen leicht konvex, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse. Der Stiel ist treppenförmig.

20.) 0003 – 117/3 Länge = 23mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,59

  • Die beidseitig flächenretuschierte Hornsteinspitze ist von hellbrauner Färbung und zeigt nur an den Rändern eine leichte Transluzens. Durch die ausgestellten Schwingen wirken die ansonsten geradlinigen Ränder leicht konkav. Sowohl die unteren Schwingenbegrenzungen als auch die Stufen- und die Stielbegrenzungen nach unten sind perfekt rechtwinklig zur Längsachse angeordnet. (D26)

21.) 2001 - 38 Länge = 26,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,47

  • Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert, die Ränder verlaufen in einer konkaven Linie. Schwingen und Stiel sind unregelmäßig angeordnet. Die Treppenstufen des Stiels sind durch die zu ihrer Herstellung angesetzten Kerben leicht gerundet. Das Material ist brauner, an den Rändern durchscheinender Hornstein.

22.) 0009 – 123/14 Länge = 19,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,64

  • Die braunrote Karneolspitze scheint an den Rändern leicht durch. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert, Spitze und Stielende sind abgebrochen. Die Ränder verlaufen geradlinig, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse und auch hier ist, wie bei Nr. 21 dieser Tafel eine Einschnürung an der Stielbasis zu erkennen, danach folgt die typische „Treppe“.

23.) 1023 – 3/22 Länge = 28mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,41

  • Beide Seiten der braunen, opaken Hornsteinspitze sind flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen in konvexen Linien. Der Stiel ist gestuft und weist eine Einschnürung an seiner Basis auf.

24.) 1026 – 19/25 Länge = 22mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,45

  • Die hellbraune, opake Hornsteinspitze weist konvexe Ränder und einen Stiel mit einer zusätzlichen Stufe auf. Die seitlichen Stufenbegrenzungen sind gerundet, wodurch der Eindruck der Zähnung entsteht. Die Spitze des auf beiden Seiten flächenhaft retuschierten Artefakts ist abgebrochen.

25.) 2000 - 13 Länge = 19mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,68

  • Die cremefarbene, opake Hornsteinspitze ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder sind konvex, der Stiel ist an seiner Basis stark eingeschnürt. Stielende und Spitze sind abgebrochen, das Verhältnis Breite zu Länge dürfte bei der intakten Pfeilspitze bei 0,45 gelegen haben.

Tafel Ä22

1.) 1026 – 19/4 Länge = 25mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,32

  • Die beidseitig flächenretuschierte Hornsteinspitze aus hellbraunem, an den Rändern durchscheinendem Material ist äußerst fein gearbeitet. Von der Silhouette her handelt es sich um eine schlanke Spitze mit leicht konvexen, gleichmäßig feingezähnten Rändern und herabgezogenen Schwingenenden. Der Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt und verläuft bis zu seinem Ende in einer konvexen Linie. Das Artefakt kann unter D 45 eingeordnet werden.

2.) 2003 - 4 Länge = 19,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,54

  • Dieses Artefakt aus hellbraunem, nur leicht an den Rändern durchscheinendem Hornstein ist auf einer Seite vollständig, auf der anderen lediglich teilweise flächenretuschiert. Die feingezähnten Ränder verlaufen in einer konvexen Linie, die Schwingen sind herabgezogen, der kräftige Stiel ist dreieckig mit schwach konvexen Begrenzungslinien. Auch diese Pfeilspitze ist als D 28 zu klassieren.

3.) 1023 – 13/19 Länge = 23mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,37

  • Diese D29 – Spitze besteht aus braunem, opakem Hornstein und ist beidseitig flächenretuschiert. Die gezähnten Ränder verlaufen links nahezu geradlinig, rechts in einer konvexen Linie. Die Schwingen stehen rechtwinklig auf der Längsachse. Der Stiel endet in einer Rundung, seine Ränder werden von konvexen Linien gebildet.

4.) 2003 - 24 Länge = 23,5mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,34

  • Das Material dieser Pfeilspitze ist der übliche braune Hornstein, der etwas Licht an dünnen Rändern durchscheinen lässt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert. Der Übergang von den konvexen, gezähnten Rändern zum dreieckigem Stiel sind durch Rundungen fließend gestaltet, doch ist der Stiel erkennbar als solcher retuschiert worden. Da in der Hugot Klassifizierung eine gezähnte D21 Spitze nicht vorgesehen ist, wird das Artefakt unter D45 eingeordnet.

5.) 2001 - 17 Länge = 24,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,41

  • Diese beigefarbene, leicht durchscheinende Feuersteinspitze ist auf der Vorderseite vollständig, auf der Rückseite nur im Bereich des Stiels, der Schwingen und des oberen Endes flächenretuschiert. Die geradlinigen Ränder sind gezähnt, von den leicht ausgestellten Schwingenenden verläuft der Stiel in konkaven Linien zum spitzen Stielende. Das Exemplar kann unter E6 abgelegt werden.

6.) 1026 – 19/14 Länge = 29mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,48

  • Sehr ähnlich wie die Nr. 5 dieser Tafel ist diese hellbraune, leicht durchscheinende Pfeilspitze gestaltet. Wahrscheinlich ist das Artefakt aus einer Klinge herausgearbeitet worden, ein dorsaler Grat ist noch erkennbar. Die Zähnung dieser E6 – Spitze ist besonders markant ausgeführt.

7.) 1005 – 03/75 Länge = 48mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,39

  • Diese große Spitze ist aus einem hellbraunem, durchscheinendem Feuerstein gearbeitet. Die patinierte Oberfläche zeigt fleckige Grau- und Brauntöne. Bis auf einige kleinere nicht weiter modifizierte Spaltflächenreste ist das Artefakt beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder unterteilen sich in drei Abschnitte. Der untere Teil, von den langgezogenen Schwingen ausgehend verläuft in einem spitzen Winkel geradlinig und gezähnt bis zur Mitte des Körpers. Die Ränder des Mittelstücks verlaufen ungezähnt nahezu parallel zur Längsachse des Artefakts und die aktive Spitze wird durch zwei konkave Linien gebildet. Die abgebrochene linke Schwinge war wesentlich kürzer als die rechte. Der schlanke Stiel verjüngt sich nur wenig, das Ende ist gerundet. Zu klassieren ist das Stück unter D41.

8.) 1005 – 03/76 Länge = 38mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,51

  • Bei dieser Pfeilspitze handelt es sich um ein Exemplar aus zweifarbigem Feuerstein. Eine Partie ist dunkelbraun und stark durchscheinend, die andere beigefarben und opak. Beide Seiten sind flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen geradlinig und sind jeweils mit zwei Kerben versehen. Die Widerhaken der Schwingen sind weit herabgezogen, der linke Widerhaken ist abgebrochen. Der lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, er verjüngt sich nach unten und endet in einer Rundung. Wegen des zusätzlichen Kerbenpaares wäre das Stück am besten in der Gruppe D39 aufgehoben.

9.) 1023 – 30/82 Länge = 39,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,38

  • Die Pfeilspitze besteht aus braunem, an der Oberfläche beigefarben patiniertem Hornstein, sie ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder sind im Prinzip geradlinig und weisen oberhalb der Schwinge jeweils eine gut ausgeprägte Kerbe und eine weitere weniger gut ausgeprägte auf. Die mit Widerhaken versehenen Schwingen fallen nach unten ab, der Stiel verjüngt sich leicht und endet in einer Rundung. Der Typ ist D31.

10.) 1023 – 3/31 Länge = 39mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Brauner, an den Rändern durchscheinender Hornstein ist das Ausgangsmaterial für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze. Von den ausgestellten Schwingen aus verlaufen die Ränder in einer konkav – konvexen Linie, beide Ränder sind außerdem mit jeweils drei Kerben versehen. Der Stiel verjüngt sich von seiner breiten Basis ausgehend, gleichmäßig bis zu seinem leicht gerundetem Ende. ( D28 )

11.) 1023 – 3/20 Länge = 41,5mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,46

  • Die Ränder der beidseitig flächenretuschierten, braunen und opaken Hornsteinspitze verlaufen in einer konkaven Linie und sind im unteren Teil mit Zähnen versehen. Die aktive Spitze ist gerundet und wirkt wie eine scharfe Schneide. Die Schwingen sind mit Widerhaken versehen, wobei der rechte stärker gekrümmt und größer ist als der linke. Der an der Basis eingeschnürte Stiel endet wie der Typ D6 in einem Dreieck. ( G8 )

12.) 1004 – 196/51 Länge = 27mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,48

  • Die Feuersteinspitze besteht aus cremefarbenem, an der Spitze leicht rötlich gefärbtem Material, welches eine gewisse Transluzens aufweist. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder verlaufen geradlinig, oberhalb der Widerhaken der Schwingen befinden sich je zwei Kerben. Am rechten Rand sind weitere Zähne zu beobachten. Der Stiel wird von zwei konvexen Linien begrenzt und endet in einer Rundung. Die Spitze sowie der rechte Widerhaken sind abgebrochen. ( D28 )

13.) 1005 – 01/76 Länge = 30,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,36

  • Gefleckt grauer, leicht durchscheinender Feuerstein ist der Rohstoff, aus welchem diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze gefertigt wurde. Die Ränder verlaufen in einer geraden Linie, sie sind mit jeweils einer Kerbe versehen. Die nach unten gezogenen Widerhaken sind beide abgebrochen. Die Stielbegrenzungslinien verlaufen nahezu parallel zur Längsachse, der Stiel endet in einem kleinem Dreieck. ( D31 )

14.) 1005 – 27/55 Länge = 29,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,49

  • Die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze besteht aus einem braungeflecktem, an den Rändern stark durchscheinendem Hornstein. Die Ränder verlaufen von den Schwingen an geradlinig und gehen zur Spitze hin in eine konvexe Linie über. Beide Ränder weisen oberhalb der abgebrochenen, nach unten gezogenen Widerhaken zwei Kerben auf. Der Stiel verläuft geradlinig und endet in einer Rundung.

15.) 1005 – 03/36 Länge = 26,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,57

  • Braun und beige gefleckt ist der an einzelnen Stellen durchscheinende Feuerstein, aus dem die beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze besteht. Die Ränder sind zunächst geradlinig, dann im medialen Bereich konvex und schließlich zur aktiven Spitze hin konkav. Beide Ränder sind mit jeweils drei Kerben oberhalb der nach unten gekrümmten Widerhaken versehen. Der abgebrochene Stiel war vermutlich geradlinig. Die Pfeilspitze könnte eventuell unter D36 eingeordnet werden.

16.) 1005 – 27/34 Länge = 28mm ; Breite = 12,5*mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,45

  • Schwarzer, opaker Hornstein ist der Rohstoff dieser auf beiden Seiten mit Flächenretuschen versehenen Pfeilspitze. Die Ränder sind gerade, die Widerhaken an den Schwingenenden leicht nach außen gestellt. Jeweils zwei Kerben oberhalb der Widerhaken lassen eine Einordnung unter D36 zu. Der Stiel ist an seiner Basis stark eingeschnürt, ansonsten verlaufen seine Begrenzungslinien nahezu parallel zur Längsachse. Der Stiel endet in einer Rundung.

17.) 1024 – 74/7 Länge = 33mm ; Breite = 18*mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,55

  • Diese recht grobe Pfeilspitze ist aus rötlich – braun geflecktem Hornstein gearbeitet. Sie ist beidseitig mit Flächenretuschen versehen. Die Ränder verlaufen geradlinig, sie sind jeweils mit zwei Kerben oberhalb der Widerhaken versehen. Der Stiel setzt breit an der Basis an und verjüngt sich gleichmäßig bis zu seinem gerundetem Ende. Der rechte Widerhaken ist abgebrochen. (D36)

18.) 1024 – 74/4 Länge = 34mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,41

  • Die Ränder der beidseitig flächenretuschierten, graubraunen, an den Rändern durchscheinenden Hornsteinspitze sind geradlinig angelegt und mit jeweils zwei Kerben versehen. Beide Widerhaken sind abgebrochen. Der sich von der Basis her verjüngende Stiel ist an seinem Ende abgerundet. (D36)

19.) 1005 – 27/32 Länge = 35,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,42

  • Die beigefarbene, opake Hornsteinspitze ist bis auf nicht weiter modifizierte Flächen im zentralen Bereich flächenhaft retuschiert. Die Ränder verlaufen in konvexen Linien, unterbrochen durch je zwei, nicht besonders tiefe Kerben. Wie an der Bruchstelle zu erkennen, war der abgebrochene Widerhaken wesentlich kleiner als der noch existierende auf der rechten Seite. Der Stiel ist leicht asymmetrisch ausgebildet, liegt aber auf seiner gesamten Länge in der Achse des Artefakts. (D36)

20.) 1005 – 17/56 Länge = 38,5*mm ; Breite = 22mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,57

  • Der verwendete Hornstein ist von dunkelgrauer Farbe und scheint bräunlich durch. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und hat, soweit das Bruchstück vermuten lässt, geradlinige Ränder. Oberhalb der tief heruntergezogenen Widerhaken sind zwei Kerben, eine je Rand angebracht. Es darf vermutet werden, daß wie bei Nr. 22 dieser Tafel ein weiteres Kerbenpaar weiter zur Spitze hin existiert haben kann. Der schlanke, parallel zur Längsachse verlaufende Stiel ist unten abgerundet. (D31)

21.) 1005 – 27/45 Länge = 32mm ; Breite = 20,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,64

  • Grauer, opaker Hornstein diente als Rohmaterial für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze. Durch die leicht nach außen gestellten Widerhaken der Schwingenenden erscheinen die Ränder, die im medialen Bereich geradlinig sind, in einer konkaven Kurve zu verlaufen. Zur Spitze hin werden die Ränder konvex. Zwei Kerbenpaare unterbrechen die Linienführung. Der Stiel ist etwa 5mm unterhalb der Basis abgebrochen. ( D39 )

22.) 1005 – 03/46 Länge = 40mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,45

  • Diese schwarze, opake Hornsteinspitze ist auf beiden Seiten mit Flächenretuschen versehen. Die Ränder sind geradlinig angelegt, am äußersten Spitzenende ändert sich die Linienführung und wird konvex – konkav. Zwei Kerben sind an jedem Rand angebracht. Der linke Widerhaken ist leicht gerundet und weist nach außen, während der längere rechte Widerhaken die Richtung des Randes beibehält und in einer Spitze endet. Der lange, gerade verlaufende Stiel endet spitz. (D39)

23.) 2001 - 24 Länge = 30,5mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,51

  • Diese hellbeige gestreifte, durchscheinende Feuersteinspitze ist, abgesehen von nicht modifizierten Spaltflächenteilen, beidseitig mit Flächenretuschen versehen. Beide Ränder verlaufen in schwach konvexen Linien, unterbrochen von zwei Kerbenpaaren. Die Schwingen sind asymmetrisch ausgebildet, der große und breite linke Widerhaken steht im Gegensatz zum kleinen rechten. Der in etwa dreieckige Stiel ist sehr dünn und gegen sein gerundetes Ende hin leicht gebogen. (D39)

24.) 1005 – 03/69 Länge = 27,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,45

  • Diese Pfeilspitze vom Typ D31 ist aus grau – braunem, an den Rändern gut durchscheinendem Hornstein gefertigt. Sie ist beidseitig flächenretuschiert und besitzt das typische Kerbenpaar oberhalb der herabgezogenen Widerhaken. Die Ränder verlaufen geradlinig über ihre Gesamtlänge. Der Stiel leicht eingeschnürt an seiner Basis verjüngt sich zu seinem zugespitztem Ende hin über zwei konvexe Begrenzungslinien.

25.) 1044 – 120/22 Länge = 37mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,49

  • Das Material dieser hellbraunen, an den Rändern durchscheinenden Pfeilspitze besteht aus Hornstein. Der Zentralbereich ist auf beiden Seiten unmodifiziert geblieben, der Rest ist flächig bearbeitet worden. Die Randlinien sind ganz leicht konkav – konvex und weisen vier Kerbenpaare auf. Beide Schwingen haben gerundete nach unten gerichtete Widerhaken. Der Stiel verjüngt sich leicht von der Basis bis zu seinem gerundetem Ende. (D41)

26.) 1005 – 03/39 Länge = 34,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,35

  • Wie das Exemplar Nr. 25 dieser Tafel ist auch diese beidseitig flächenretuschierte Spitze aus durchscheinendem, hellbraunem Feuerstein stark mit dem Typ D31 verwandt. Sie unterscheidet sich von dem oben genannten Exemplare durch ein zusätzliches Kerbenpaar, also fünf an jedem Rand, und einer Asymmetrie der Widerhaken. Der linke ist lang und zugespitzt, der rechte kurz und gerundet. Der Stiel behält seine Breite von der Basis bis zu seinem aus einem Dreieck bestehendem Ende bei. Die Pfeilspitze ist zu klassieren unter D36.
  • *geschätzt

Tafel Ä23

1.) 1026 – 15/4 Länge = 41mm ; Breite = 21,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,52

  • Das Artefakt besteht aus einem dünnen Spaltstück, das auf beiden Seiten an seinen Rändern nur spärlich mit Flächenretuschen versehen ist. Der gesamte Umfang des länglich ovalen Exemplars ist scharf und ein Gebrauch als Pfeilbewehrung oder als Messer ist vorstellbar. Das Material ist der häufige hellbraune Eozän – Hornstein.

2.) 5000 - 1 (Große Senke / NW) Länge = 49mm ; Breite = 27mm ; Dicke = 7,5mm ; B/L = 0,55

  • Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei diesem gestieltem Exemplar um eine abgebrochene, beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze handelt, die später durch Kantenretuschen wieder gebrauchsfähig gemacht worden ist. Ob das Artefakt dann als Bewehrung oder als Kratzer benutzt worden ist bleibt dahingestellt. Interessant sind das leicht ausgekehlte Stielende sowie das schwarze Rohmaterial, welches von einem plattigem Hornstein stammt. Das Gewicht ist 8,5 Gramm.

3.) 1023 – 2/15 Länge = 35,5mm ; Breite = 24mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,68

  • Das Material des Artefakts ist dünnplattiger, opaker, braungestreifter Hornstein. Bis auf die beidseitigen, nicht weiter modifizierten, zentralen Flächen, welche die plattige Struktur belegen, sind beide Seiten flächig retuschiert. Das Artefakt ist von ovoider Gestalt und könnte als Schaber, Messer oder auch Pfeilspitzen – Bewehrung benutzt worden sein.

4.) 1026 – 15/3 Länge = 36,5mm ; Breite = 23mm ; Dicke = 7mm ; B/L = 0,63

  • Das cordiforme Artefakt ist aus einem mit hellbeigefarbener Patina überzogenem Feuerstein gearbeitet, es ist leicht durchscheinend. Auf der Vorderseite erkennt man an dem ansonsten flächenretuschiertem Stück unbearbeitete Flächen. Das Werkzeug würde sich als Messer eignen und eventuell auch als Pfeilspitze.

5.) 1002 – 19 Länge = 33,5mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,54

  • Das Artefakt besitzt eine länglich ovale Form und ist auf beiden Seiten flächenretuschiert. Die Farbe des verwendeten Hornsteins ist fleckig braun, das Material scheint nur schwach an den Rändern durch. Die Möglichkeit das Artefakt als Pfeilspitze zu benutzen ist durchaus gegeben, andere Möglichkeiten sind die Verwendung als Messer oder Schaber. (G1)

6.) 1024 – 124/74 Länge = 24mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,46

  • Dieses kleine Exemplar ist aus patiniertem leicht durchscheinenden Feuerstein von hellbeiger Farbe hergestellt. Der gesamte mittlere Bereich ist auf beiden Seiten unbearbeitet geblieben. Lediglich die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Die Form ist die eines Blattes mit gerundeter Basis und einer stark abgerundeten Spitze. Eine Verwendung als Pfeilspitze ist sehr wahrscheinlich.

7.) 1015 – 88/56 Länge = 26mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,52

  • Plattiger, hellbrauner und an den Rändern leicht durchscheinender Hornstein wurde für dieses Artefakt benutzt. Es ist bis auf die zentralen unmodifizierten Spaltflächen voll retuschiert. Die Blattform ist an der Basis unregelmäßig gerundet und an der vermutlich aktiven, oberen Begrenzung nahezu rechtwinklig zur Längsachse verlaufend. Die kurze Gerade geht über Rundungen in die seitlichen Ränder über. (G9)

8.) 1015 – 88/64 Länge = 24mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,50

  • Während die Rückseite gänzlich flächenretuschiert ist, zeigt der linke untere Rand der Vorderseite die natürliche Kruste des braunen, opaken Hornsteins, der Rest der Vorderseite ist ebenfalls mit Flächenretuschen versehen. Das mandelförmige Artefakt besitzt zwei gerundete Enden, die bedingt durch die Retuschierung beide als aktive Enden gesehen werden können.

9.) 1013 – 42/50 Länge = 35mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,56

  • Das Artefakt ist beidseitig teilweise mit flächigen Retuschen versehen, es besteht aus braunem, opakem Hornstein. Der gesamte Umfang des lang ovalen Exemplars ist geschärft und eignet sich zum Schneiden. Ein Einsatz als Pfeilspitze ist ebenfalls denkbar.

10.) 2003 - 5 Länge = 34mm ; Breite = 17mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,50

  • Die rhombische Pfeilspitze ist aus braunem, plattigem und opakem Hornstein gefertigt. Während die Vorderseite bis auf zwei kleine Felder flächenretuschiert ist, weist die Rückseite nur flache Randretuschen auf, der zentrale Bereich zeigt die unbearbeitete Spaltfläche. Der linke obere Rand ist geradlinig, wenn auch leicht gezähnt, der rechte obere ist leicht konvex. Die untere Ränder folgen einer konkaven Linie. Die Spitze des unteren Dreiecks wird durch eine kurze, horizontale Linie ersetzt, so dass das Artefakt als E3 angesprochen werden kann.

11.) 2001 - 21 Länge = 35,5mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,45

  • Die Pfeilspitze ist aus cremefarbenem, opakem Hornstein hergestellt, sie ist beidseitig teilflächenretuschiert. Die Ränder verlaufen nahezu geradlinig. Die gemeinsame Basis der zwei Dreiecke, welche die Raute bilden, springt leicht vor, so dass in diesem Bereich eine leichte Konkavität zu erkennen ist. Da die Höhen der zwei zusammengesetzten Dreiecke unterschiedlich sind, wird das Artefakt unter E2 klassiert.

12.) 2001 - 11 Länge = 44,5mm ; Breite = 21mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,47

  • Das Artefakt wurde aus einer 2,5mm bis 3,0mm dünnen, gut durchscheinenden Feuersteinplatte gefertigt. Die Retuschen sind auf die Ränder des oberen Teils der Raute beschränkt und zwar nur auf der Vorderseite. Die Ränder des unteren Teils bestehen aus glatten Bruchkanten, die im rechten Winkel zur Plattenoberfläche stehen. Typologisch ist die Pfeilspitze sehr ungewöhnlich, technisch dagegen stellt sie eine perfekte E2 -–Spitze dar.

13.) 1023 – 3/59 Länge = 49,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,26

  • Dieser langgestreckte Rhombus lässt die enge Verwandtschaft zur Familie der Blattspitzen erkennen. Die Ränder verlaufen geradlinig bis leicht konvex. Bis auf den zentralen Bereich der Längsachse auf der Vorderseite ist das Artefakt flächenretuschiert. Das Rohmaterial besteht aus an den Rändern durchscheinendem, braunfleckigem Hornstein. Die Spitze ist unter E2 zu klassieren.

14.) 1005 – 03/64 Länge = 33,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,45

  • Das Material für diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze vom Typ E2 war dunkelgrauer, opaker Hornstein. Die Ränder des oberen, größeren Dreiecks verlaufen geradlinig, während die des unteren konkav ausgebildet sind und fast den Eindruck eines Stiels erwecken.

15.) 1026 – 19/16 Länge = 31,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,33

  • Die Vorderseite dieser hellbeigefarbenen, opaken Hornsteinspitze ist flächenretuschiert, auf der Rückseite ist lediglich das untere Dreieck mit Retuschen versehen worden. Die Ränder verlaufen geradlinig bis auf den oberen rechten Randteil, welcher konvex gestaltet wurde. Die Querachse liegt unterhalb der Mitte der Längsachse und somit fällt das Artefakt in die Kategorie E2.

16.) 0013 – 32 Länge = 30mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,47

  • Dieses Stück bildet ein nahezu perfektes Beispiel für den Typus E2. Die Ränder verlaufen sehr geradlinig, nur die leichte Wölbung am rechten Rand in der Höhe der Querachse stört die Vollendung. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und besteht aus braunem, an den Rändern stark durchscheinendem Hornstein.

17.) 1006 – 153/8 Länge = 29,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,42

  • Durchscheinender, graubrauner Feuerstein ist das Ausgangsmaterial für diese beidseitig flächenretuschierte E2 – Spitze. Die Ränder verlaufen geradlinig bis konvex. An der breitesten Stelle sind die Ecken leicht nach außen gestellt, so dass der Eindruck von „Schwingen“ entsteht.

18.) 2001 - 12 Länge = 30,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,43

  • Dieses Artefakt aus beigegrauem, durchscheinendem Feuerstein ist aus einer Klinge hergestellt, wie aus dem dorsalen Steg im unteren Bereich der Vorderseite hervorgeht. Die ventrale, nicht modifizierte Fläche der Rückseite nimmt nahezu die Hälfte der Gesamtfläche ein. Der Rest ist auf beiden Seiten flächig retuschiert. Die Ränder verlaufen geradlinig bis schwach konvex. Die Querachse verläuft nicht rechtwinklig zur Längsachse und liegt nur geringfügig unterhalb des Mittelpunkts. E1 ist daher die vorgeschlagene Gruppe.

19.) 1026 – 94/9 Länge = 25mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,44

  • Diese E2 – Spitze ist aus cremefarbenem, stark tranluzidem Feuerstein gefertigt. Sie ist auf der Vorderseite flächenretuschiert und auf der Rückseite, abgesehen von Perlretuschen an den Rändern, lediglich im Bereich des unteren Dreiecks flächig bearbeitet. Die Ränder sind geradlinig, die Längsachse weist eine Asymmetrie auf, sie ist nach rechts verschoben.

20.) 1023 – 50/10 Länge = 29mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,43

  • Dieses asymmetrische Artefakt ist beidseitig teilflächenretuschiert. Die zentralen Bereiche zeigen die Kruste eines plattigen, durchscheinenden und braun gefärbten Feuersteins. Rechts verlaufen die Ränder leicht konvex, links leicht konkav. Zu klassieren ist diese Pfeilspitze unter E2.

21.) 1024 – 5/18 Länge = 22mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,48

  • Die Vorderseite dieser E2 – Spitze ist flächenretuschiert, während die Rückseite nur im Bereich des unteren Dreiecks Flächenretuschen aufweist, das obere Dreieck ist nicht weiter bearbeitet worden. Bis auf den leicht konkaven unteren, rechten Rand sind alle übrigen Randpartien mehr oder weniger geradlinig. Die Längsachse ist nach rechts verschoben. Das Material ist beigefarben patinierter, durchscheinender Feuerstein.

22.) 2003 - 25 Länge = 22,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,62

  • Die Gesamtheit der Randabschnitte der beidseitig flächenretuschierten E2 – Spitze aus braunem, an den Rändern leicht durchscheinendem Hornstein verläuft nahezu geradlinig. Die abgerundet erscheinende Spitze des unteren Dreiecks besteht aus einer sehr kleinen Schlagfläche.

23.) 1013 – 39/37 Länge = 22mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,64

  • Die opake, hellbraune Hornsteinspitze weist rechts einen oberen, geraden und einen unteren konkaven Rand auf. Links findet man zwei konvexe Randabschnitte, die durch eine Rundung verbunden werden. Das Artefakt ist auf der Vorderseite flächenretuschiert während die Rückseite außer flächigen Retuschen auch eine nicht weiter modifizierte Spaltfläche aufweist. Das Exemplar ist eine Hybridspitze.

24.) 0013 – 43 Länge = 23,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,55

  • Diese beidseitig flächenretuschierte Spitze wurde aus braungrauem, transluzentem Feuerstein gearbeitet. Die linken Ränder sind geradlinig, die rechten konvex. Wie schon Nr. 23 dieser Tafel ist auch dieses Artefakt ein Übergang von blattförmig zu rautenförmig.

25.) 1026 – 19/31 Länge = 25mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,54

  • Das Artefakt wurde hergestellt aus einem graubeigefarbenem, leicht durchscheinendem Feuerstein. Es ist beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder sind im Prinzip geradlinig angelegt. Am Schnittpunkt der beiden linken Randabschnitte springt die Ecke vor, eine „Schwinge“ andeutend. Der Typ dieser Pfeilspitze ist E2.

26.) 1023 – 50/74 Länge = 27,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,44

  • Hellbrauner, opaker Hornstein dient zur Herstellung dieser beidseitig flächenretuschierten E2 – Spitze. Die oberen Randabschnitte sind konvex gestaltet, die unteren geradlinig.

Tafel Ä24

Die auf dieser Tafel vorgestellten 42 schneidenden Pfeilspitzen sind trapezförmig mit konkaven Seiten, die Gesamtheit der Artefakte ist von der dorsalen Seite her kantenretuschiert. Dieses gilt ebenfalls für die Exemplare 1 – 24 der Tafel 25.

1.) 0002 – 026 Länge = 17mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 2,5mm

  • Das Material für diese schneidende Pfeilspitze ist ein brauner, leicht durchscheinender Feuerstein. Die ventrale Seite weist eine flächige Retusche am rechten Rand zwischen Schneide und Stielansatz auf sowie eine Retusche in Höhe der Kerbe in der ansonsten geradlinigen Schneide. Das Stielende weist umlaufend feine Kantenretuschen auf und ist somit eindeutig kein Trapez mehr, falls die Definition von Tixier zu Grunde gelegt wird.

2.) 0002 – 006 Länge = 17mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 3mm

  • Graubrauner, an der Schneide leicht durchscheinender Hornstein wurde für dieses Artefakt benutzt. Die Schneide ist geradlinig, das Stielende ist auf beiden Seiten retuschiert, zum Teil auch flächig, alle weiteren Retuschen beschränken sich auf die Ränder.

3.) 0002 – 054 Länge = 14,5mm ; Breite = 14,5*mm ; Dicke = 3mm

  • An den Rändern gut durchscheinender, beige – brauner Feuerstein wurde für diese Pfeilspitze mit geradliniger Schneide verwendet. Nur der Stiel weist an seinem Ende beidseitige Retuschen auf, weitere Retuschen sind auf die konkaven Ränder beschränkt. Die linke Schwinge ist abgebrochen.

4.) 0002 – 041 Länge = 15,5mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 2,5mm

  • Durch Patina weißfleckiger, brauner Feuerstein, der stark transluzent ist, wurde zur Fertigung dieser mit geradliniger Schneide ausgestatteten Pfeilspitze herangezogen. Die Schneide weist auf der linken Schwinge eine Stumpfung auf, die rechte Schwinge ist abgeknickt ohne aber ihre schneidende Eigenschaft eingebüßt zu haben. Der Stiel ist an seinem Ende auf beiden Seiten bearbeitet.

5.) 0002 – 081 Länge = 11mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 2,5mm

  • Diese mit geradliniger Schneide versehene Pfeilspitze wurde aus grau – braunem, nur an der Schneide leicht durchscheinendem Hornstein gefertigt. Das Stielende ist möglicherweise abgebrochen, es besteht aus einer 1,5mm x 2,0mm großen Fläche, welche im rechten Winkel zur Längsachse des Artefakts steht.

6.) 0002 – 113/035 Länge = 18mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 2,5mm

  • Fleckig patinierter, durchscheinender, brauner Feuerstein bildet das Rohmaterial dieser Pfeilspitze mit geradliniger Schneide. Der Stiel ist rundum kantenretuschiert. Die Dorsalseite weist einige korrektive Flächenretuschen auf, die Ventralseite ist frei von Modifikationen.

7.) 0002 – 028 Länge = 14mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 2mm

  • Die Schneide des Artefakts ist, wenn auch leicht gewellt, im Prinzip geradlinig. Das linke Schwingenende weist eine kleine Bruchfläche auf. Außer den üblichen Kantenretuschen an den Rändern weist der Stiel winzige Retuschen an seinem Ende auf. Das verwendete Material ist ein brauner, leicht durchscheinender Hornstein.

8.) 0002 – 049 Länge = 14,5mm ; Breite = 17*mm ; Dicke = 3mm

  • Das Grundmaterial dieser mit geradliniger Schneide ausgestatteten Pfeilspitze ist ein hellbrauner, durchscheinender Feuerstein, der eine gelb – graue Patina an seiner Oberfläche zeigt. Das Stielende ist auf der Dorsalseite durch eine querliegende, flächige Retusche und halbsteile Kantenretuschen gekennzeichnet. Die Ventralseite weist keine Modifikationen auf.

9.) 0002 – 182/20 Länge = 15,5mm ; Breite = 22*mm ; Dicke = 3mm

  • Der hellbraune, gut durchscheinende Feuerstein, welcher zur Herstellung dieser Pfeilspitze mit leicht gewellter Schneide diente, zeigt eine leichte Patina an seiner Oberfläche. Beide Schwingenenden sind abgebrochen. Das Ende des Stiels ist so bearbeitet worden, dass die ursprüngliche kleine Seite des Trapezes keine Schneide mehr zeigt.

10.) 0002 – 182/25 Länge = 15,5mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 3mm

  • Das Grundmaterial ist graubraun, gut durchscheinend und besteht aus patiniertem Feuerstein. Das Artefakt besitzt eine geradlinige Schneide und stellt ein asymmetrisches Trapez mit konkaven Seiten dar. Die Veränderung an der kleinen Schneide sind so gering, dass es sich sowohl um Perlretuschen als auch um Gebrauchsspuren handeln könnte. Der Fundkontext und der schlanke Stiel lassen dennoch auf eine Pfeilspitze schließen.

11.) 0030 – 171/41 Länge = 17,5mm ; Breite = 21,5mm ; Dicke = 4,5mm

  • Dieses Artefakt mit geradliniger Schneide besteht aus hellbraunem, stark hellbeigefarben patiniertem Feuerstein, welcher Gegenlicht gut durchscheinend lässt. Die abgeschrägten Schwingenenden sind auf die Schlagtechnik und nicht auf Bruch zurückzuführen. Der Stiel ist an seinem Enden durch Kantenretuschen geprägt.

12.) 0002 – 089 Länge = 10,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm

  • Die mit geradliniger bis leicht gewellter Schneide versehene Pfeilspitze besteht aus hellbraunem, weißlich patiniertem, transluzentem Feuerstein. Das Zentrum der Dorsalseite ist durch flächige Retuschen modifiziert worden, wahrscheinlich um einen zu starken Grat abzubauen. Bis auf eine kleine Bruchstelle weist das Stielende umlaufende Kantenretuschen auf.

13.) 0002 – 016 Länge = 14mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 2mm

  • Diese Pfeilspitze mit leicht konvexer Schneide ist aus einem honigfarbenem, stark durchscheinendem Feuerstein hergestellt worden. Die Oberfläche zeigt weißliche Patina. Das symmetrische Artefakt weist am Stielende umlaufende Kantenretuschen auf.

14.) 0002 – 038 Länge = 14,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3mm

  • Auch wenn die kleine Schneide nur 2mm breit ist, muss das rotbraune, nur leicht durchscheinende Feuersteinartefakt als Trapez mit konkaven Seiten angesprochen werden. Die große Schneide ist leicht konvex gestaltet und das Zentrum der Dorsalseite weist Flächenretuschen auf. Die Nachbarschaft zu vielen anderen schneidenden Pfeilspitzen, sowie die schlanke Form lassen die Vermutung, dass auch dieses Exemplar als Bewehrung genutzt worden ist, zu.

15.) 0002 – 007 Länge = 12mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3mm

  • Das Artefakt mit gewellter, leicht konvexer Schneide ist aus braun – grauem, durchscheinendem Feuerstein gefertigt. Der Stiel ist beidseitig bearbeitet. Außer den Kantenretuschen der Ränder sind weitere Modifikationen nicht zu beobachten.

16.) 0002 – 037 Länge = 17mm ; Breite = 15*mm ; Dicke = 3mm

  • Honiggelber, gut durchscheinender Feuerstein ist der Werkstoff für diese langgestreckte, schneidende Pfeilspitze. Die Schneide ist gestuft und die Schwingenenden sind gekappt, ob zufällig oder mit Intention ist an den Flächen nur schwer zu erkennen. Der Stiel endet rechtwinklig zur Längsachse und ist kantenretuschiert.

17.) 0002 – 005 Länge = 19mm ; Breite = 20mm ; Dicke = 3mm

  • Die asymmetrische Pfeilspitze mit konvexer Schneide weist auf der dorsalen Seite Flächenretuschen auf, der spitz zulaufende Stiel ist rundum kantenretuschiert. Das Material besteht aus einem leicht durchscheinendem Feuerstein von grau – brauner Farbe.

18.) 0002 – 079 Länge = 16mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 3mm

  • Das Material dieser asymmetrischen Pfeilspitze besteht aus einem hellbraun und grau geflecktem Feuerstein. Die Schneide ist konvex, die Abschlag- oder Klingenoberfläche scheint auf der dorsalen Seite nachgearbeitet zu sein. Der Stiel ist etwas gerundet und weist kontinuierliche Kantenretuschen auf.

19.) 0002 – 012 Länge = 19mm ; Breite = 20,5mm ; Dicke = 3mm

  • Es handelt sich um eine große, mit konvexer Schneide versehene Pfeilspitze aus graubraunem, leicht durchscheinendem Feuerstein. Korrektive Retuschen sind weder auf der dorsalen noch auf der ventralen Seite vorhanden. Die Kantenretuschen reichen von Schwingenende über den gerundeten Stiel zu Schwingenende.

20.) 0002 024 Länge = 15mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 2mm

  • Die Seiten dieser kleinen Pfeilspitze bestehen aus einer einzigen Spaltfläche, Grate sind nicht vorhanden. Die konvexe Schneide weist Gebrauchsspuren auf. Das schlanke Stielende ist abgebrochen. Der Rohstoff aus dem das Artefakt gearbeitet wurde ist brauner Hornstein, der nur an der Schneide durchscheinend ist.

21.) 0002 – 053 Länge = 18mm ; Breite = 18*mm ; Dicke = 3mm

  • Im Gegenlicht blutrot durchscheinender Karneol wurde zur Herstellung der Pfeilspitze benutzt. Die Schneide ist konvex ausgebildet, die linke Schwinge ist abgebrochen. Ein auf dem ursprünglichem Werkstück existierender Grat ist durch flächige Retuschen abgetragen worden. Der Stiel ist auf der Dorsalseite mit Retuschen versehen.

22.) 0002 – 073 Länge = 18mm ; Breite = 23mm ; Dicke = 3,5mm

  • Die stark asymmetrische Pfeilspitze ist aus durchscheinendem, grau – braunem Feuerstein hergestellt. Die Schneide ist konvex ausgelegt, der Stiel läuft in einer Spitze aus, er ist komplett kantenretuschiert.

23.) 0030 – 171/30 Länge = 18,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm

  • Bei diesem Artefakt ist die Konkavität der Ränder weniger stark ausgeprägt. Die große Schneide verläuft in einer konvexen Linie, die kleine Schneide des Trapezes weist winzige Bearbeitungsspuren auf. Das Material ist grau – brauner, transluzenter Feuerstein.

24.) 0002 – 023 Länge = 17,5mm ; Breite = 17,5*mm ; Dicke = 2,5mm

  • Der benutzte Hornstein scheint nur leicht an der konvexen Schneide durch, er ist von dunkler, grau – brauner Farbe. Die linke Schwinge weist eine Bruchfläche auf. Der gerundete Stiel ist vollständig kantenretuschiert, im unteren Bereich wurde er auch auf der Ventralseite modifiziert.

25.) 0002 – 034 Länge = 13mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 2mm

  • Das kleine Artefakt stellt typologisch ein Trapez mit konkaven Ränder und einer konvexen großen Schneide dar. Die kleine Schneide ist nur 2mm breit und ist bar jeglicher Bearbeitungsspuren. Die große Schneide zeigt Gebrauchsspuren. Das Material ist hellbrauner, an der Schneide durchscheinender Hornstein.

26.) 0002 – 23/035 Länge = 21mm ; Breite = 19,5mm ; Dicke = 3mm

  • Das hellgraue Gesteinsmaterial weist in seiner Masse kleine, dunkle Punkte auf, ist stark durchscheinend und an den Kanten opalartig schillernd, es könnte sich um ein wasserhaltiges Silikatgestein handeln. Das asymmetrische Artefakt besitzt eine stark konvex gewölbte Schneide. Der Stiel ist hakenförmig gebogen und endet in einer schräg zur Mittelachse verlaufenden, rund 3mm breiten Schneide. In streng typologischem Sinne handelt es sich hier um ein Trapez.

27.) 0002 – 057 Länge = 18mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 4mm

  • Grau – brauner gefleckter, leicht durchscheinender Feuerstein diente zur Herstellung dieser mit konvexer Schneide ausgestatteten Pfeilspitze. Der rundum kantenretuschierte Stiel hat an seinem unteren Ende auch auf der ventralen Seite Modifikationen erfahren. Beide Schwingen sind abgebrochen.

28.) 0002 – 021 Länge = 20mm ; Breite = 16,5*mm ; Dicke = 3,5mm

  • Das Material ist ähnlich wie das der Nr. 26 dieser Tafel, nur dass außer den Punkten auch schlierige Bänder in der hellen Masse zu erkennen sind. Die gerundete Schneide weist deutliche Gebrauchsspuren auf. Der an seinem Ende abgerundete Stiel ist vollständig kantenretuschiert.

29.) 0002 – 022 Länge = 17,5mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 3mm

  • Grau – brauner Feuerstein, der im Gegenlicht gelblich – beige durchscheint, ist das Rohmaterial für diese mit stark konvex geformter Schneide ausgestatteten Pfeilspitze. Der Stiel ist vollständig kantenretuschiert. Auf der dorsalen Seite sind einige kleine, flächige Korrekturretuschen zu erkennen.

30.) 0002 – 131/033 Länge = 21mm ; Breite = 17,5mm ; Dicke = 3mm

  • Die asymmetrische Pfeilspitze weist auf der Dorsalseite die Kruste des verwendeten grau – braunen, leicht durchscheinenden Feuersteins auf. Die Schneide verläuft in einer konvexen Linie. Retuschen sind auf die Ränder beschränkt. Das Stielende sowie die linke Schwinge sind abgebrochen.

31.) 0002 – 98/17 Länge = 15mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 2mm

  • Hellbrauner Hornstein, an der Schneide durchscheinend, fand Verwendung für diese Pfeilspitze mit leicht konkaver Schneide. Das Stielende wird durch eine kleine Schneide, die aber winzige Retuschen aufweist gebildet.

32.) 0002 – 015 Länge = 16mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm

  • Diese asymmetrische Pfeilspitze mit konkaver Schneide weist neben den üblichen, auf die Ränder bezogenen Kantenretuschen, auch Modifikationen im unteren Bereich des Stiels auf der Dorsalseite auf. Der Werkstoff ist hellbrauner, an der Schneide durchscheinender Hornstein.

33.) 0002 – 131/39 Länge = 17mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 3mm

  • Brauner, an der Schneide durchscheinender Hornstein ist der Werkstoff für diese leicht asymmetrische Pfeilspitze mit gut ausgeprägter konkaver Schneide, beide Schwingenenden sind abgebrochen. Die geradlinige Begrenzung des Stielendes ist nicht auf die kleine Schneide des Trapezes, sondern auf eine steile Retusche zurückzuführen.

34.) 0002 – 087 Länge = 17mm ; Breite = 16,5*mm ; Dicke = 3mm

  • Ähnliches Material wie bei Nr. 26 und Nr. 28 dieser Tafel kam bei dieser mit konkaver Schneide versehenen Pfeilspitze zur Anwendung. Doch hier weist die hellgraue Gesteinsmasse in der Nähe der Schneide eine weißliche Patina auf. Der Stiel ist rundum kantenretuschiert. Das linke Schwingenende weist eine Bruchfläche auf.

35.) 0002 – 003 Länge = 17mm ; Breite = 17*mm ; Dicke = 3mm

  • Grauer, opaker Hornstein wurde zur Herstellung dieser Pfeilspitze benutzt. Die Schneide verläuft leicht konkav, beide Schwingenenden sind abgebrochen. Neben den umlaufenden Kantenretuschen weist der Stiel Bearbeitungsspuren, auch flächige Retuschen, auf der Dorsalseite auf. Einige Retuschen am Stielende auf der Ventralseite vervollständigen die Modifikationen.

36.) 0002 – 014 Länge = 18mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 3mm

  • Die Schneide dieser Pfeilspitze ist gewellt. Der schlanke Stiel ist auch an seinem Ende mit feinen Kantenretuschen versehen. Der Werkstoff ist ein dunkelbrauner an der Schneide durchscheinender Hornstein.

37.) 0002 – 018 Länge = 15mm ; Breite = 17mm ; Dicke = 3mm

  • Grau – brauner, leicht durchscheinender Feuerstein ist das Ausgangsmaterial dieser schönen asymmetrischen Pfeilspitze mit leicht konkaver Schneide. Außer an den Rändern weist der Stiel auf beiden Seiten, dorsal und ventral, weitere Retuschierungen auf.

38.) 0002 – 050 Länge = 16mm ; Breite = 15,5*mm ; Dicke = 3mm

  • Das Rohmaterial für diese Pfeilspitze mit konkaver Schneide ist ähnlich wie das der Nr. 26, 28 und 34 dieser Tafel. Die Dorsalseite wurde durch flächige Retuschen bearbeitet. Die Kantenretuschen der Ränder betreffen auch das gerundete Stielende.

39.) 0002 – 098 Länge = 15mm ; Breite = 17,5*mm ; Dicke = 3mm

  • Das Material ist ähnlich wie bei Nr. 38 dieser Tafel, es weist aber eine stärkere Patina auf. Die Schneide verläuft konkav, die rechte Schwinge ist abgebrochen. Der spitz zulaufende Stiel ist gänzlich kantenretuschiert. Am Stielende auf der Ventralseite befindet sich eine weitere Retusche.

40.) 0002 – 017 Länge = 13,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 2mm

  • Die Pfeilspitze aus grauem, durchscheinendem Feuerstein weist eine konkave Schneide mit Gebrauchsspuren auf. Neben den Kantenretuschen an seinen Rändern wurde der Stiel auch auf der Dorsalseite durch Retuschen modifiziert.

41.) 0002 – 019 Länge = 13,5mm ; Breite = 17mm ; Dicke = 3mm

  • Hornstein, graubraun und an der Schneide leicht durchscheinend wurde zur Herstellung dieser Pfeilspitze benutzt. Das Artefakt ist asymmetrisch, die linke Schwinge ist wesentlich größer als die rechte. Die Schneide ist konkav, der Stiel ist an den Rändern steil kantenretuschiert und weist an der ehemaligen kleinen Schneide mehrere Stumpfungsretuschen auf.

42.) 0002 – 024 Länge = 12mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm

  • Obwohl auf der gesamten Oberfläche von einer cremefarbenen Patina überzogen, ist der hellgraue, durchscheinende Werkstoff wie er für Nr. 26, 28, 34 und 38 dieser Tafel verwendet wurde, zu erkennen. Die Schneide der Pfeilspitze ist leicht konkav geformt. Der Stiel ist sowohl an seinen Rändern als auch an seinem abgerundetem Ende kantenretuschiert.
  • *geschätzt

Tafel Ä25

1.) 0002 – 020 Länge = 15,5mm ; Breite = 17mm ; Dicke = 3mm

  • Dunkelbrauner, nur an der Schneide durchscheinender Hornstein wurde zur Herstellung dieses Exemplars benutzt. Die Schneide ist gewellt, liegt aber rechtwinklig zur Längsachse. Außer den Kantenretuschen an den konkav verlaufenden Rändern, werden noch feine Retuschen am abgeschrägtem Stielende beobachtet.

2.) 0002 – 110 Länge = 13,5mm ; Breite = 17*mm ; Dicke = 3mm

  • Der graue Feuerstein dieser Pfeilspitze ist leicht durchscheinend. Das gerundete Ende des Stiels ist bearbeitet, die untere Partie des Stiels weist auf der Dorsalseite korrektive Flächenretuschen auf. Die Schneide ist mehr oder weniger geradlinig, die linke Schwinge ist abgebrochen.

3.) 0002 – 109 Länge = 18mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 2,5mm

  • Diese asymmetrische Pfeilspitze weist eine leicht konvexe Schneide, welche schräg zur Längsachse liegt, auf. Der linke Rand ist nahezu geradlinig, während rechts die Konkavität gut ausgeprägt ist. Der nach unten zugespitzte Stiel weist rundum Kantenretuschen auf. Das Material besteht aus fleckig braunem, nur leicht an der Schneide durchscheinendem Hornstein.

4.) 0002 – 145 Länge = 16mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3mm

  • Rötlich brauner, mit hellen Patinaflecken bedeckter Feuerstein ist das Material dieses Artefakts. Das Gestein ist gut durchscheinend. Die Schneide ist nur leicht nach oben gewölbt, der Stiel ist stark bearbeitet.

5.) 0002 – 097 Länge = 17mm ; Breite = 17mm ; Dicke = 3mm

  • Die Besonderheit dieser Pfeilspitze gegenüber den anderen hier vorgestellten Exemplaren besteht darin, dass der Dorsalgrat nicht quer zur Längsachse liegt sondern parallel zu dieser verläuft. Eine weitere Eigenheit stellen die korrektiven Flächenretuschen auf der Ventralseite dar, welche zur Schärfung der Schneide angebracht worden sind. Der Stiel ist rundum kantenretuschiert, die Schneide ist leicht konkav. Der Rohstoff ist ein hellbeigefarbener gut durchscheinender Feuerstein.

6.) 0002 – 025 Länge = 16mm ; Breite = 18*mm ; Dicke = 3mm

  • Graubrauner, durchscheinender Feuerstein ist der Werkstoff für diese schneidende Pfeilspitze. Die ansonsten geradlinige Schneide weist links in der Nähe der abgebrochenen Schwinge eine Ausstülpung auf. Der Stiel ist an seinem Ende kantenretuschiert.

7.) 0002 – 114

  • Die Schneide dieses Artefakts besteht aus zwei ungefähr gleich langen, geraden Linien, die stufenförmig um rund 1,5mm von einander abgesetzt sind. Das spitze Stielende ist kantenretuschiert. Das Material, aus dem das Exemplar besteht, ist braunroter, nur an der Schneide durchscheinender Karneol.

8.) 0002 – 071 Länge = 15mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm

  • Das Artefakt besteht aus einem sehr hellem, grauem und stark transluzentem Feuersteinmaterial. Die Schneide ist konvex, ausgezackt und zeigt auf der Rückseite starke Gebrauchsspuren. Der Stiel ist rundum kantenretuschiert. Durch flächige Retuschen ist ein zentraler Grat auf der Dorsalseite entfernt worden.

9.) 0002 – 002 Länge = 13mm ; Breite = 17*mm ; Dicke = 2,5mm

  • Diese Karneolspitze besitzt eine geradlinige bis leicht konkave Schneide. Ihr Stielende verläuft schräg und ist durch Kantenretuschen geprägt.

10.) 0002 – 98/18 Länge = 15mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 2mm

  • Diese schön asymmetrisch geformte Artefakt ist aus einem schwarzem, an der Schneide leicht bräunlich durchscheinendem Silikatgestein hergestellt. Die Schneide ist schwach konkav geformt, in der Nähe der rechten Schwinge ist ein Stück ausgebrochen. Der sehr feine Stiel weist an den Rändern und am Ende saubere Kantenretuschen auf.

11.) 0002 – 124 Länge = 13mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2mm

  • Ockerfarbener, durchscheinender Feuerstein ist das Material aus welchem das Artefakt gearbeitet wurde. Während der rechte Rand konkav verläuft, geht der linke zur Schneide hin in eine konvexe Linie über. Die Schneide selbst ist geradlinig bis leicht konkav. Der Stiel verdickt sich zu seinem Ende hin, er ist vollständig kantenretuschiert. Die Oberfläche der Dorsalseite weist einige flächige Retuschen auf.

12.) 0002 – 032 Länge = 18,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 2,5mm

  • Das Material, welches hier Verwendung fand ist identisch mit dem von Nr. 10 dieser Tafel. Die Schneide verläuft in einer konkav – konvexen Linie, der Stiel ist nicht nur an den Rändern sondern auch auf der Oberfläche der Vorderseite retuschiert.

13.) 0026 – 29 Länge = 22mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 2,5mm

  • Das Artefakt zeichnet sich dadurch aus, dass seine Schneide durch zwei gerade Linien, die in einem stumpfen Winkel aufeinander treffen, gebildet wird, so dass eine „Spitze“ entsteht. Ränder und Stiel sind vollständig kantenretuschiert. Das Material besteht aus braunem, fast opakem Hornstein. Das Stück ist unter F8 einzuordnen.

14.) 0002 – 051 Länge = 13mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm

  • Diese Pfeilspitze ist ein echtes Trapez, da die kleine Schneide unmodifiziert geblieben ist. Die große Schneide weist drei Kerben auf, das linke Schwingenende ist abgebrochen. Durch eine flächige Retusche auf der Oberfläche der Dorsalseite wurde ein Grat entfernt. Das Artefakt besteht aus braunem, opakem Hornstein.

15.) 0030 – 171/40 Länge = 12,5mm ; Breite = 20mm ; Dicke = 2mm

  • Opaker, beigefarbener Hornstein ist der Rohstoff dieser mit gekerbter, großer Schneide ausgestatteten Pfeilspitze. Das Exemplar ist stark asymmetrisch, die rechte Schneide ist doppelt so lang wie die linke. Bei dem Artefakt handelt es sich um ein echtes Trapez, die kleine Schneide ist unmodifiziert geblieben.

16.) 0002 – 041 Länge = 10mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 2mm

  • Es ist schwierig zu entscheiden ob die kleine Schneide des Artefakts modifiziert worden ist oder nicht. Bei den Spuren kann es sich um feine Retuschen aber auch durch Gebrauch verursachte Veränderungen handeln. Die große Schneide ist sinusförmig ausgelegt und das Gesteinsmaterial ist ein transluzider, hellbrauner Feuerstein.

17.) 0002 – 031 Länge = 15mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 2mm

  • Ein Großteil der Dorsalseite zeigt eine gewellte, ältere Spaltfläche oder sogar die natürliche Kruste des hellbeigebraunen, durchscheinenden Feuersteins. Die Schneide verläuft in einer Wellenform und weist Kerben auf. Der Stiel ist rundum kantenretuschiert.

18.) 0002 – 182/22 Länge = 11mm ; Breite = 18,5mm ; Dicke = 3mm

  • Das Trapez aus hellbraunem, durchscheinendem Feuerstein besitzt eine gewellte große und eine nahezu geradlinige, kurze Schneide. Der rechte Rand verläuft in einer konkav – konvexen Linie.

19.) 0002 – 086 Länge = 15mm ; Breite = 18mm ; Dicke = 3mm

  • Ein sehr helles, beigefarbenes, durchscheinendes Silikatgestein wurde für dieses Trapez benutzt. Das Artefakt ist sehr asymmetrisch, der Stiel weicht stark von der Längsachse ab. Beide Schneiden sind mehr oder weniger geradlinig.

20.) 0002 – 062 Länge = 19mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 3mm

  • Schwarzer, bräunlich durchscheinender Feuerstein wurde für dieses Trapez verwendet. Ein Teil der großen, konvexen Schneide scheint abgebrochen zu sein, die kleine Schneide ist geradlinig. Der Stiel und die rechte Schwinge der Dorsalseite zeigen die Kruste des Gesteins.

21.) 0002 – 059 Länge = 18mm ; Breite = 23mm ; Dicke = 3mm

  • Dieses große, asymmetrische Trapez besitzt unregelmäßig geformte Schneiden. Der rechte Rand ist kantenretuschiert, während der linke nur im unteren Bereich harte Kantenretuschen aufweist, die zur Schneide hin in halbsteile Retuschen übergehen. Der Feuerstein ist von grau – brauner Farbe und durchscheinend.

22.) 0002 – 122 Länge = 16mm ; Breite = 20,5mm ; Dicke = 4mm

  • Das Material dieses recht asymmetrischen Trapezes ist ein mit hellen Flecken versehener, honigfarbener Feuerstein. Während die große Schneide unregelmäßig gewölbt ist, verläuft die kleine Schneide in einer geradlinigen, schräg zur Längsachse gerichteten Linie. Eine Verwendung als Pfeilspitze ist technisch möglich, dies gilt im Prinzip für alle echten Trapeze.

23.) 0002 – 011 Länge = 15,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm

  • Dieses fast „normale“ Trapez mit einem geraden und einem konkaven Rand ist eine Ausnahme in der hier vorgestellten Serie, da es von der Ventralseite her bearbeitet worden ist. Die Kantenretuschen der kleinen Schneide sind ebenfalls auf der nicht gezeichneten Seite angebracht. Die große Schneide ist leicht gewellt. Der Rohstoff ist grau – brauner, an den Rändern leicht transluzider Hornstein.

24.) 0002 – 084 Länge = 15mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 2mm

  • Das stark asymmetrische Trapez besitzt eine geradlinige, große Schneide und eine schräg angesetzte, konvexe, durch flächige Retuschen charakterisierte, kleine Schneide. Der durchscheinende Feuerstein ist fleckig grau und teilweise mit cremefarbener Patina überzogen.

25.) 0007 – 110/54 Länge = 33,5mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,49

  • Dieses scharfschneidige Klingenstück, der Stiel ist abgebrochen, ist aus nahezu opakem, grauem Hornstein gefertigt. Die Bearbeitungsspuren bestehen aus Kantenretuschen, die den Stiel geformt haben und zwei schmalen, flächigen Retuschen auf der dorsalen Seite. Am linken Rand ist eine Bruchstelle zu beobachten.

26.) 1048 – 38 Länge = 8mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2mm

  • Die Pfeilspitze vom Typ F5 ist von der Typologie her ein Segment. Das Material ist opaker, hell beigefarben patinierter Hornstein.

27.) 1023 – 67/140 Länge = 8,5mm ; Breite = 25mm ; Dicke = 4,5mm

  • Das Material des Artefakts vom Typ F9 ist ein weißlich, opalartiges, transluzentes Gestein. Das Exemplar scheint ein verunglücktes Segment zu sein, wie die Kantenretuschen zeigen. Die Kerbe könnte auf eine natürliche Unebenheit der Rohstoff – Oberfläche zurückzuführen sein. Die scharfe Schneide ist vorgewölbt. Eine Benutzung als Pfeilspitze ist zwar denkbar aber andere Verwendungszwecke sind nicht auszuschließen.

28.) 0002 – 182/24 Länge = 16,5mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4mm

  • Diese dreieckige Pfeilspitze vom Typ F4 besitzt eine geradlinige, scharfe Schneide. Die beiden geraden Ränder sind bis zur Spitze des Dreiecks kantenretuschiert. Das Gesteinsmaterial besteht aus grau – braunem, leicht an den Rändern durchscheinendem Hornstein.

29.) 2002 - 20 Länge = 24,5mm ; Breite = 19mm ; Dicke = 3,5mm

  • Die teilweise auf der Vorderseite flächenretuschierte Dreiecksspitze von Typ F4 zeigt eine gerade, scharfe und auf beiden Seiten unmodifizierte Schneide. Die Rückseite weist flächige Retuschen nur in der Nähe der Ränder auf. Die Farbe des patinierten Hornsteins ist beige.

30.) 2000 - 34 Länge = 18,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 2,5mm

  • Der Rohstoff zu dieser Pfeilspitze ist ein sehr heller, durchscheinender Feuerstein mit hellbeigefarbener Patina. Das Artefakt ist auf der Vorderseite flächig retuschiert, die Rückseite weist Flächenretuschen an einem Rand und an der Schneide auf. Während die Schneide geradlinig verläuft, sind beide Ränder konvex geformt wobei die Spitze des Dreiecks durch einen kurzen konkaven Abschnitt besonders betont wird. Vom technischen Standpunkt kann diese Bewehrung ihren aktiven Teil sowohl in der scharfen Schneide als auch in der gut herausgearbeiteten Spitze haben. Das Gleiche gilt für die fünf folgenden Exemplare dieser Serie. ( Nr. 31 bis Nr. 35 )

31.) 2000 - 33 Länge = 23,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 2mm

  • Diese schwach durchscheinende Pfeilspitze aus Feuerstein mit hellbeiger Patina besitzt eine von beiden Seiten von Flächenretuschen geschärfte Schneide und eine ebenso fein herausgearbeitete Spitze. Die Vorderseite ist gänzlich, die Rückseite nur im Bereich der Schneide und am unteren Rand flächenretuschiert. Alle Begrenzungslinien verlaufen konvex. Zur Spitze hin wechselt die Linienführung zu konkav.

32.) 2000 - 32 Länge = 22mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3mm

  • Das Artefakt zeichnet sich aus durch eine geradlinige, schräg zur Längsachse verlaufende Schneide und konvexe Ränder. Es ist einseitig flächenretuschiert, wenn auch im Zentrum der Vorderseite eine kleine Zone unbearbeitet geblieben ist. Die Rückseite weist nur minimale Bearbeitungsspuren auf, und zwar im Bereich der Schneide sowie der Spitze. Das Material ist ein an den Rändern gut durchscheinender beigefarbener, zur Spitze hin bräunlicher Feuerstein.

33.) 2000 - 28 Länge = 18,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 2,5mm

  • Mit Ausnahme der unmodifizierten Partie im Zentrum der Rückseite ist das Artefakt beidseitig flächenretuschiert. Die fein gearbeitete, scharfe Schneide verläuft geradlinig, beide Ränder sind konvex angelegt. Der Werkstoff ist ein Hornstein von der üblichen, beigefarbenen Art, er scheint leicht an den Rändern durch.

34.) 2000 - 35 Länge = 17,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 2mm

  • Auf der Vorderseite vollflächig, auf der Rückseite teilflächig retuschiert, zeigt diese Pfeilspitze eine leicht konvexe Schneide, einen konvexen linken Rand und einen geradlinigen rechten. Die weit ausgezogene Spitze scheint abgebrochen zu sein. Das Artefakt besteht aus nahezu opakem Hornstein beigebrauner Farbe.

35.) 2001 - 029 Länge = 18mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 2,5mm

  • Das aus hellem, cremefarben patiniertem Feuerstein gefertigte Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und im Gegenlicht gut durchscheinend. Es wird begrenzt durch eine geradlinige Schneide und zwei leicht konvexen Rändern.

36.) 1005 – 201/11 Länge = 23,5mm ; Breite = 24,5mm ; Dicke = 6,5mm

  • Die folgende Serie von fünf Artefakten zeigt dreieckige Bruchstücke mit jeweils einer scharfen, retuschierten Schneide. Douglas R.Connor zeigt ein ähnliches Exemplar von E – 79 – 5 in Wendorf – Schild 1984 Seite 174, dort wird es als retuschiertes Stück eingeordnet. Über den Verwendungszweck soll hier nicht weiter spekuliert werden, die technische Möglichkeit diese Bruchstücke als Pfeilspitzen – Bewehrungen zu benutzen ist immerhin gegeben. Das Material des Exemplars Nr. 36 ist milchig durchscheinender Quarz. Die Vorderseite ist bearbeitet, die Schneide weist deutliche Retuschen auf. Die Rückseite ist ebenfalls retuschiert. Der rechte Rand besteht aus einer natürlichen Begrenzungsfläche, während es sich beim linken Rand um einen herbeigeführten Bruch handelt. Die Vorderseite weist einen treppenförmigen Absatz auf.

37.) 1005 – 130/4 Länge = 15mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm

  • Das Dreieck wird von einer beidseitig geschärften, geradlinigen Schneide und zwei geradlinigen Bruchkanten begrenzt. Weitere Retuschen sind nicht zu beobachten. Das Material ist hellbrauner, opaker Hornstein.

38.) 1024 – 5/26 Länge = 24mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 6mm

  • Hellbrauner, opaker Hornstein ist auch das Material dieses Artefakts mit konkaver, beidseitig mit flachen Retuschen versehener Schneide. Die beiden geradlinigen Ränder sind Bruchkanten ohne jede weitere Modifikation.

39.) 1005 – 201/13 Länge = 22,5mm ; Breite = 24mm ; Dicke = 3mm

  • Dünnplattiger Hornstein, beide Seiten zeigen auch hier die die natürliche Oberfläche des Rohstoffes, wurde zur Herstellung dieses Exemplars benutzt. Das Material ist von außen hell- und an der Bruchkante dunkelbraun gefärbt. Das Dreieck wird begrenzt durch die einseitig retuschierte Schneide, einen Bruch und eine natürliche Kante, die die natürliche Oberfläche des Gesteins zeigt. Die Bruchkante verläuft konvex, die anderen Seiten sind geradlinig.

40.) 1005 – 201/12 Länge = 19mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 5mm

  • Die einseitig retuschierte Schneide scheint an der Kante leicht durch. Der Hornstein ist von einem mittlerem Braun. Alle Begrenzungslinien verlaufen nahezu geradlinig. Die Bruchflächen der Ränder zeigen keine Retuschen.

Tafel Ä26

1.) 1023 – 13/92 Länge = 17,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,63

  • Eine durch die starke, beigefarbene Patinierung opak erscheinender Feuerstein diente zur Herstellung dieser regelmäßigen, geradlinigen Dreieckspitze. Die Basis sowie beide Ränder sind durch halbsteile Retuschen modifiziert, weitere Bearbeitungsspuren sind nicht zu beobachten.

2.) 1005 – 03/53 Länge = 14,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,72

  • Die Farbe des Artefakts, oder besser der äußeren Patina, ist von einem hellem Creme, der Feuerstein ist leicht transluzent. Der linke Rand ist konvex gestaltet, der rechte weist eine kleine Einbuchtung auf, die Basis ist geradlinig. Die Gesamtheit der Begrenzungslinien weist Kantenretuschen auf. Weitere Retuschen fehlen.

3.) 1023 – 13/47 Länge = 14mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,68

  • Das kantenretuschierte Dreieck mit leicht abgestumpfter Spitze ist aus durchscheinendem Feuerstein mit beigefarbener Patina hergestellt. Zur Reduzierung der Dicke ist von der Basis her ein Abspliss geschlagen worden. Sämtliche Begrenzungslinien verlaufen gerade.

4.) 1023 – 13/79 Länge = 13mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,85

  • Gleichmäßig und geradlinig verlaufen Ränder und Basis dieser Dreiecksspitze. Außer den rundum zu beobachtenden Kantenretuschen, fallen eine flächige Retusche auf der Dorsalseite an der linken Schwinge, sowie einige Retuschen im Bereich der Spitze auf der Ventralseite auf. Das Material ist beige patinierter, leicht durchscheinender Feuerstein.

5.) 1023 – 13/96 Länge = 19mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,61

  • Eine geradlinige Basis, ein leicht konvexer linker und ein gerader rechter Rand bestimmen die Form dieses Dreiecks. Außer der vollständigen Kantenretuschierung sind einige flächige Retuschen in der Nähe der Basis angebracht worden, um den unteren Teil des Grats der Dorsalseite zu entfernen. Das Gestein ist milchig – grau mit dunklen Einsprenglingen. Der wachsartige Glanz lässt auf Opal schließen.

6.) 1005 – 03/85 Länge = 16,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,58

  • Das Material dieses Exemplars ist identisch mit dem Gestein von Nr. 5 dieser Tafel. Das kantenretuschierte Dreieck weist einen konkaven und einen konvexen Rand, sowie eine geradlinige Basis auf. An der linken Schwinge sind zwei flächige Retuschen angebracht.

7.) 1026 – 19/37 Länge = 17mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,71

  • Bei diesem Exemplar ist die ventrale Seite gezeigt, da von ihr die Kantenretuschen der Basis und des linken Randes ausgehen. Außerdem sind so die flächenhaften Retuschen, die zur Reduzierung des Bulbus dienen, sichtbar. Der rechte Rand ist von der Dorsalseite aus kantenretuschiert. Die Begrenzungslinien des Dreiecks sind gerade. Das Material ist ein leicht durchscheinender Feuerstein, dessen Patina von einem sehr hellem, fast weißem Creme ist.

8.) 1023 – 13/56 Länge = 17mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,59

  • Hellbrauner, an den Rändern leicht durchscheinender Hornstein ist der Rohstoff dieser Dreiecksspitze. Alle Begrenzungslinien sind gerade. Während Basis und linker Rand vollständig kantenretuschiert sind, fehlen am rechten Rand Bearbeitungsspuren. Durch flächige Retuschen wurden Unebenheiten im Bereich der Schwinge entfernt.

9.) 1023 – 73/116 Länge = 15mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,70

  • Das Artefakt mit konvexen Rändern und gerader Basis weist keine Kantenretuschen auf, vielmehr wurde die Form durch sparsame flächige und halbsteile Retuschen auf beiden Seiten herausgearbeitet. Der Rohstoff ist ein durchscheinender Feuerstein. Die Patina ist cremefarben und weist rötlichbraune Einsprenglinge auf.

10.) 1023 – 73/120 Länge = 14,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,76

  • Diese leicht asymmetrische Dreiecksspitze ist aus grauem Feuerstein hergestellt. Das Material ist durchscheinend und weist cremefarbene Einsprenglinge auf. Basis und Ränder sind geradlinig. Neben den Kantenretuschen an Basis und rechtem Rand sind auch weniger abrupte Retuschen am linken Rand zu erkennen.

11.) 1023 – 13/91 Länge = 20,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,49

  • Das Artefakt zeichnet sich durch schwach konvexe Begrenzungslinien aus. Es ist vollständig kantenretuschiert und an der Basis in der Nähe des linken Randes sind zwei flächige Retuschen angebracht. Das verwendete Gestein ist ein leicht durchscheinender Feuerstein, die äußere Färbung, die der Patina, ist beige. Streifige, graue Einsprenglinge sind in der Masse erkennbar.

12.) 1023 – 13/86 Länge = 18,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,51

  • Das Material ist ein nur leicht durchscheinender, beigefarbener Feuerstein, er ist durchzogen von grauen Verunreinigungen, die auch die Unregelmäßigkeiten an der rechten Schwinge verursachen. Beide Ränder sind konvex. Der linke Rand ist durchgehend kantenretuschiert, der rechte ist unregelmäßig bearbeitet, im oberen Teil wechseln die Retuschen von der Dorsal- auf die Ventralseite. Die Basis hat eine leicht konkave Linienführung. Bedingt durch die Verunreinigungen ist die Retuschierung von geringer Qualität.

13.) 1023 – 30/8 Länge = 18,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,51

  • Leicht durchscheinender, braun gestreifter Feuerstein wurde zur Herstellung dieser Dreieckspitze verwendet. Während die Ränder nahezu geradlinig sind, weist die Basis eine konvexe Linienführung auf. Die Kantenretuschen verteilen sich auf den oberen Bereich der Ränder und auf die Basis. Die oberen 5mm auf der Ventralseite sind flächig retuschiert.

14.) 1023 – 13/72 Länge = 16mm ; Breite = 7mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,44

  • Wegen seines Wachsglanzes und seiner Reflexe könnte der stark durchscheinende Werkstoff dieser Dreieckspitze aus Opalmasse bestehen. Die Ränder des Artefakts sind konvex ausgebildet, die Basis weist eine schwache Auskehlung vom Typ A18 auf. Außer einer vollständigen Kantenretuschierung sind keine weiteren Bearbeitungsspuren vorhanden.

15.) 1023 – 30/9 Länge = 18mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,44

  • Diese schlanke Dreiecksspitze ist aus einem dunklem, beigebraunem Hornstein, der an den Rändern leicht durchscheint, gefertigt worden. Basis und linker Rand verlaufen geradlinig, der rechte Rand ist konvex gestaltet. Außer der kompletten Kantenretuschierung werden keine weiteren Bearbeitungsspuren beobachtet.

16.) 1026 – 19/36 Länge = 13mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,69

  • Ein opaker Hornstein in den Farben beige, rosa und grau diente zur Herstellung dieser kleinen Dreieckspitze. Die geradlinige Basis ist kantenretuschiert. Die konvexen Ränder sind nur in der oberen Hälfte retuschiert, links flächig, rechts abrupt. Die Richtungsänderung im Verlauf des rechten Randes geht auf die ursprüngliche Form des Abschlags zurück.

17.) 1005 – 03/86 Länge = 17mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,65

  • Der durchscheinende Feuerstein ist mit beigefarbener Patina überzogen. Die geradlinige Basis und der konvex – konkave linke Rand sind vollständig kantenretuschiert. Der gerade rechte Rand ist nur im distalen Bereich mit abrupten Retuschen versehen.

18.) 1005 – 03/87 Länge = 17mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,65

  • Auffällig an diesem Exemplar sind die beiden konvex – konkaven Ränder, welche das distale Ende des Artefakts besonders betonen. Wie auch die geradlinige Basis sind alle Begrenzungslinien kantenretuschiert. Das Ausgangsmaterial ist ein grauer mit beigefarbenen Patinaflecken bedeckter Feuerstein, der im Gegenlicht durchscheint.

19.) 1023 – 13/78 Länge = 15mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,67

  • Die asymmetrische Dreieckspitze besteht aus blass ockergelbem durchscheinendem Feuerstein, sie ist rundum kantenretuschiert. Der linke Rand verläuft geradlinig nahezu parallel zur Längsachse, der rechte Rand ist konvex – konkav geschwungen. Die Basis ist nicht rechtwinklig, sondern schräg zur Längsachse angeordnet.

20.) 1023 – 13/85 Länge = 15mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,67

  • Das kantenretuschierte Artefakt besteht aus grauem mit roten Einsprenglingen und beigefarbenen Patinaflecken versehenem, durchscheinendem Feuerstein. Beide Ränder verlaufen konvex, die Basis geradlinig. Einige Flächenretuschen sind an der linken Schwinge zur Reduzierung der Dicke angebracht worden.

21.) 1005 – 27/15 Länge = 16,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,61

  • Lediglich auf der Vorderseite und in der Nähe des linken Randes der dorsalen Seite sind keine Modifikationsspuren zu sehen. Neben den kompletten Kantenretuschen ist das Zentrum der Dorsalseite durch Flächenretuschen verschlankt worden. Der rechte Rand verläuft geradlinig, der linke besteht aus zwei geraden Teilstücken, die gegeneinander abgewickelt sind. Die Basis ist leicht konkav. Das Material ist gelblich – cremefarbener, durchscheinender Feuerstein.

22.) 1023 – 13/98 Länge = 13,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,70

  • Bräunlich durchscheinender Feuerstein mit cremefarbenen Patinaflecken ist für diese mit geradlinigen Begrenzungslinien ausgerüsteten Pfeilspitze zur Verwendung gekommen. Neben den rundum laufenden Kantenretuschen können oberhalb der Basis einige Flächenretuschen beobachtet werden.

23.) 1023 – 13/82 Länge = 14mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,79

  • Nahezu geradlinig verlaufen die drei Begrenzungslinien dieses Exemplars, sie sind sämtlich mit Kantenretuschen versehen. Außerdem werden am linken Rand einige langgestreckte, flächige Retuschen sichtbar. Der Rohstoff ist transluzenter Feuerstein, bedeckt mit cremefarbener Patina.

24.) 1023 – 73/117 Länge = 15,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,77

  • Die durchscheinende, graue Masse des Feuersteins ist durchzogen von roten und cremefarbenen Streifen. Als Ausnahme ist die Tatsache zu werten, dass die Kantenretuschen der geraden Basis von der ventralen Seite geschlagen worden sind. Die Ränder, der linke geradlinig aber abgeknickt, der rechte aus einer geraden Linie bestehend, weisen halbsteile Retuschen auf.

25.) 1023 – 13/81 Länge = 20mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,65

  • Die Feuersteinspitze mit geraden Rändern und leicht konkaver Basis ist vollständig kantenretuschiert. Der rechte Rand weist eine leichte Ausbuchtung auf. Das graue Material ist durchscheinend und weist cremefarbene Patinaflecken auf.

26.) 1005 – 27/16 Länge = 17,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,57

  • Die kantenretuschierte Dreieckspitze aus grauem, transluzentem Feuerstein mit rötlichen Streifen ist im oberen Bereich cremefarben patiniert. Die Basis ist leicht konkav angelegt, während beide Ränder geradlinig, der rechte etwas wellenförmig, verlaufen.

27.) 1005 – 27/17 Länge = 16,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke 2,5mm ; B/L = 0,61

  • Die leicht asymmetrische, ausgekehlte Dreieckspitze besitzt gerade Ränder mit fein gearbeiteten Kantenretuschen. Die Basis ist in der gleichen Art bearbeitet. Die linke Schwinge ist leicht ausgestellt. Die Farben des durchscheinenden Feuersteins sind Creme, Rotbraun und Gelb. Die Kehle an der Basis erinnert an den Typ A18.

28.) 1023 – 13/99 Länge = 22mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,48

  • Diese leicht asymmetrische Dreieckspitze weist eine konkave Basis, einen geraden linken und einen konvexen rechten Rand auf. Sämtliche Begrenzungslinien sind kantenretuschiert. Das Gesteinsmaterial ist durchscheinend und von hellgrauer Farbe mit einigen beigefarbenen Flecken.

29.) 1005 – 03/84 Länge = 16mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,59

  • Bei diesem Exemplar handelt es sich um eine dreieckige kantenretuschierte Pfeilspitze mit ausgekehlter Basis vom Typ A18. Das Material ist ein milchiger, stark durchscheinender Feuerstein. Beide Ränder, nebst distalem Ende sowie die Basis sind vollständig mit steilen Retuschen versehen. Die zentrale Partie der Dorsalseite, sowie die gesamte Ventralseite sind unbearbeitet geblieben. (H8)

30.) 1023 – 13/87 Länge = 17mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,62

  • Das Material dieser kantenretuschierten Dreieckspitze ist ein in den Farben Grau und Creme gesprenkelter, durchscheinender Feuerstein. Die steilen Retuschen betreffen den rechten Rand, die leicht ausgekehlte Basis und den proximalen Teil des linken Randes, dessen oberer Abschnitt eine unmodifizierte Bruchkante zeigt. (H8)

31.) 1023 – 13/88 Länge = 16,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,61

  • Die asymmetrische Dreieckspitze besteht aus einem durchscheinendem Feuerstein, dessen ursprüngliche Färbung durch eine beigefarbene Patina verdeckt wird. Der gesamte Umfang ist kantenretuschiert. Basis und rechter Rand sind leicht konvex, der linke Rand andeutungsweise konkav ausgebildet. (H7)

32.) 1086 – 157/14 Länge = 20,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,51

  • Stark transluzenter beige – grauer, mit Flecken und Streifen durchzogener Feuerstein ist der Rohstoff dieser Spitze. Beide Ränder verlaufen in konvexen Linien, die Basis ist geradlinig und verläuft schräg zur Längsachse. Die Bearbeitung beschränkt sich auf einige zum Teil flächige Retuschen im distalem Bereich und zwei Abschläge, die von der Basis ausgehend eine Art „Stopper“ für den Pfeilschaft bilden. (H7)

33.) 1026 – 19/38 Länge = 15mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,80

  • Sehr ähnlich im Material wie Nr. 32 dieser Tafel ist diese Dreieckspitze mit konvexen Begrenzungslinien und einem fein herausgearbeitetem distalem Ende. Die Retuschen sind bis auf den rechten Rand steil angeordnet. Am rechten Rand gehen sie auf beiden Seiten in halbsteile Retuschen über. (H9)

34.) 1044 – 120/31 Länge = 22mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,64

  • Ein helles Ocker ist die Farbe der Grundmasse dieses transluzenten Feuersteins, einige rote, streifenförmige Einsprenglinge ergänzen das Bild. Die Basis ist geradlinig und geht in einer Rundung in die konvexen Ränder über. Die Bearbeitung besteht aus Kantenretuschen, welche den Gesamtumfang betreffen. (H9)

35.) 1002 – 141/37 Länge = 19mm ; Breite = 17,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,92

  • Das Artefakt besteht aus einem vorbereitetem Abschlag mit deutlichem Bulbus auf der Ventralseite. Die Schlagfläche bildet in diesem Fall die Basis des leicht deformierten Dreiecks. Die Ränder verlaufen nahezu geradlinig und sind auf ihrer vollen Länge kantenretuschiert. Das Material ist ein durchscheinender Jaspis in den Farben Gelb, Braun und Rot. Der Verwendungszweck des Stückes als Pfeilspitze erscheint wahrscheinlich. (H18)

Tafel Ä27

1.) 1004 – 198/32 Länge = 34mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Ideal geformt, gleichmäßige Blattspitze aus grau – braunem, stark transluzidem Feuerstein. Die Dorsalseite weist sowohl Kanten- als auch Flächenretuschen auf. Auf der ventralen Seite ist der Bulbus wegretuschiert worden und der linke Rand weist auf seiner Gesamtlänge Kantenretuschen auf.

2.) 0007 – 110/79 Länge = 39,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,33

  • Das Material ist schwarzer, grau gefleckter, nahezu opaker Hornstein. Die Dorsalseite ist stark modifiziert und zwar finden halbsteile und flächenhafte Retuschen Anwendung. Die Ventralseite ist lediglich im Bereich der distalen Spitze retuschiert.

3.) 0001 – 001/1 Länge = 31mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,39

  • Die Blattspitze ist von beiden Seiten mit Kantenretuschen versehen, wobei die beiden Extremitäten besondere Aufmerksamkeit erfahren haben. In der Seitenansicht erscheint die Achse in der Form ein „S“. Der verwendete opake Hornstein ist in der unteren Hälfte schwarz gefärbt, die obere Hälfte ist grau mit schwarzen Streifen.

4.) 1013 – 42/32 Länge = 32,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,35

  • Das aus braun und beige gestreiftem, durchscheinendem Feuerstein bestehende Exemplar weist zwei gerundete Enden auf, von welchen die obere, die aktive, geschärft ist. Beide Ränder sind auf der Dorsalseite mit abrupt steilen und halbsteilen Retuschen versehen. Der Bulbus auf der Ventralseite ist durch Retuschen abgeflacht worden.

5.) 0007 – 80/110 Länge = 42mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,29

  • Der grau – beigefarbene Feuerstein ist leicht durchscheinend, in seiner Masse sind punktförmige, schwarze Einschlüsse zu erkennen. Die Pfeilspitze ist umkehrbar, besitzt also die typische C1 – Form. Neben den steilen, formgebenden Randretuschen finden sich auch flächige Retuschen. Die Ventralseite weist keinerlei Modifikationen auf.

6.) 1004 – 198/39 Länge = 37mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,26

  • Das Artefakt besteht aus einem flachen, möglicherweise plattigem Feuerstein, welcher beige – braun gefärbt und leicht durchscheinend ist. Die langgestreckte Blattform ist durch Kantenretuschen herausgearbeitet worden. Weitere Modifikationen fehlen.

7.) 2000 - 2 Länge = 32,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,38

  • Das Artefakt ist eine hellbeigefarbene, leicht transluzente Feuersteinspitze. Die Ränder in der Nähe der Enden sind beidseitig durch flächige und halbsteile Retuschen geschärft. Der mediale Bereich ist nur sparsam modifiziert.

8.) 1026 – 19/60 Länge = 31,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Die Pfeilspitze zeigt auf ihrer Vorderseite die natürliche Oberfläche eines plattigen, opaken Hornsteins. Auch der Grat scheint nicht bei der Herstellung des Rohlings, Klinge oder Abschlag, entstanden zu sein. Die Farbe des Artefakts ist braun, dort wo die umlaufenden Kantenretuschen angebracht sind und auf der Rückseite beige. Die Rückseite weist an der oberen Extremität flächige Retuschen auf.

9.) 0010 – 102/16 Länge = 40mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,23

  • Grauer, durchscheinender Feuerstein diente zur Herstellung dieser beidseitig verwendbaren Pfeilspitze. Das Artefakt ist lediglich von der Dorsalseite ausgehend kantenretuschiert worden. Die Ventralseite ist unmodifiziert geblieben.

10.) 1004 – 150/55 Länge = 31,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33

  • Die kantenretuschierte Pfeilspitze ist aus hellgrauem, leicht transluzentem Feuerstein hergestellt. Außer der Bearbeitung der Ränder können auf der Ventralseite flächige Retuschen an der oberen Extremität beobachtet werden. Das leicht stielartig ausgezogene untere Ende weist, ebenfalls auf der Ventralseite, weitere Kantenretuschen am rechten Rand auf.

11.) 0022 – 176/10 Länge = 41mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,26

  • Das Artefakt besteht aus dem gleichen grau – beigefarbenen Feuerstein wie Nr. 5 dieser Tafel. Die nicht durchlaufenden Kantenretuschen betreffen hauptsächlich beide Enden der umkehrbaren Pfeilspitze. Ebenfalls wie bei Nr. 5 bleibt auch bei diesem Exemplar die ventrale Seite unbearbeitet.

12.) 1086 – 157/7 Länge = 37mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,28

  • Bis auf ein kurzes Teilstück am linken Rand ist die H1 – Spitze vollständig kantenretuschiert. Auf der Ventralseite ist der Bulbus entfernt worden. Drei winzige Absplisse auf dem zentralen Grat der dorsalen Seite vervollständigen die Bearbeitungsspuren. Das Werkmaterial ist ein hell – beigebrauner, leicht durchscheinender Feuerstein.

13.) 1004 – 196/61 Länge = 35mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,30

  • Bei dieser teilweise kantenretuschierten Pfeilspitze fällt die intensive Bearbeitung der proximalen Extremität auf der Ventralseite auf. Der Bulbus wurde durch flächige Retuschen entfernt. Der Rohstoff, der zur Fertigung diente ist schwarzer, an den Rändern bräunlich durchschimmernder Feuerstein.

14.) 1004 – 198/22 Länge = 36mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33

  • Die beigegraue Pfeilspitze ist zu 75% kantenretuschiert, nur der untere linke Rand ist ausgenommen. Die Bearbeitung wird auf der Ventralseite durch halbsteile Retuschen im Bereich der distalen Spitze komplementiert. Der verwendete Feuerstein ist durchscheinend.

15.) 1013 – 191/5 Länge = 33mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Das windüberformte Exemplar ist von der Dorsalseite her zu drei Vierteln kantenretuschiert, auf der Ventralseite befinden sich Ouchtata ähnliche Retuschen und zwar dort wo die Dorsalseite keine Bearbeitung aufweist, außerdem weisen die Extremitäten unregelmäßige Modifikationsspuren auf. Das Rohmaterial ist ein patinierter, ockergelber Hornstein, der an den Rändern nur leicht durchscheint.

16.) 0056 – 12 Länge = 26mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,31

  • Das Exemplar ist von grauer Farbe mit leichten beigefarbenen Reflexen. Der verwendete Hornstein scheint stark an den Rändern durch. Die Bearbeitung des Artefakts besteht aus Kantenretuschen in der unteren Hälfte sowie einigen wenigen steilen Retuschen an der distalen Spitze. Auf der Ventralseite sind nur zwei kleine, flächige Retuschen an der proximalen, schneidenartigen Extremität festzustellen.

17.) 1004 – 140/57 Länge = 38,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,27

  • Umkehrbar ist diese teilweise kantenretuschierte Pfeilspitze aus grauem, fleckigem und leicht durchscheinendem Feuerstein. Die distale Extremität weist wenige steile Bearbeitungsspuren auf der dorsalen Seite auf. Zur Glättung des Bulbus auf der ventralen Seite wurden flächige Retuschen appliziert.

18.) 1023 – 30/113 Länge = 39mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,26

  • Die H1 – Spitze weist die typische C3 – Form auf. Die untere Partie ist stark flächig behandelt worden, die distale Spitze weist feine Kantenretuschen auf und auch auf der Ventralseite sind in diesem Bereich feine Ouchtata – Retuschen zu erkennen. Der Rohstoff ist ein leicht durchscheinender, patinierter Feuerstein von heller Ockerfarbe.

19.) 1004 – 140/56 Länge = 34,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,30

  • Deutlich zu erkennen ist die Asymmetrie dieser kantenretuschierten Pfeilspitze. Die Ventralseite weist lediglich an der oberen Spitze einige Korrekturretuschen auf sowie an der unteren Spitze zwei flächige Retuschen zur Bulbusreduzierung. Der verwendete Feuerstein ist von grau – beiger Farbe und er scheint im Gegenlicht leicht durch.

20.) 1013 – 42/23 Länge = 36,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,27

  • Sehr sparsam ist die Bearbeitung dieser Pfeilspitze. Die beidseitige Kantenretuschierung beschränkt sich auf die stielartige proximale Partie des Artefakts. Die distale Spitze scheint, wie eine unmodifizierte Bruchstelle zeigt, abgebrochen zu sein. Die Patina des Feuersteins ist von hellbrauner Farbe, das Material ist leicht durchscheinend.

21.) 1023 – 7/13 Länge = 28mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 1,5mm ; B/L = 0,29

  • Die sehr dünne Pfeilspitze aus hellem, karamellfarbenem, transluzidem Feuerstein ist alternierend kantenretuschiert, am linken Rand auf der Dorsal- und am rechten Rand auf der Ventralseite. Die Retuschen betreffen die Gesamtlänge der Ränder.

22.) 1026 – 19/27 Länge = 27mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,39

  • Das Artefakt ist aus schwarz – braunem, an den Rändern transluzentem Hornstein gefertigt. Auf der dorsalen Seite bedecken halbsteile Retuschen die Ränder, ausgenommen davon ist lediglich die Mitte des rechten Randes. Die abgerundete proximale Begrenzung ist auf der ventralen Seite flächenretuschiert, hier wurde der Bulbus abgetragen. Weitere flächige Korrekturretuschen finden sich am distalen Ende und vereinzelt an den Rändern.

23.) 1023 – 30/116 Länge = 26mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,35

  • Streifiger, brauner Feuerstein wurde zur Herstellung der Blattspitze verwendet. Das Material scheint im Gegenlicht durch. Der gesamte rechte Rand und der obere Teil des linken Randes sind mit halbsteilen Retuschen bedeckt. Die Ventralseite weist flächige Retuschen im Bereich des unteren Endes und in der Nähe der distalen Extremität auf.

24.) 0056 – 7 Länge = 30,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33

  • Die Ränder des Artefakts sind gänzlich mit Kantenretuschen bedeckt, der Bulbus auf der Ventralseite wurde durch einige wenige, flächige Retuschen reduziert. Der hellgraue Feuerstein ist leicht durchscheinend. Die Silhouette der H1 – Pfeilspitze ist vom Typ C3.

25.) 1021 – 92/30 Länge = 29mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,34

  • Das Material dieser Pfeilspitze ist ein mehrfarbiger Hornstein in den Tönen rotbraun, braungelb und grau, er ist opak. Die Ränder sind beidseitig mit halbsteilen Retuschen bedeckt. Das Exemplar ist umkehrbar und trotz der leichten Asymmetrie eine H1 – Spitze vom C1 – Typ.

Tafel Ä28

1.) 0006 – 107/28 Länge = 31,5mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,24

  • Der rechte Rand der Pfeilspitze ist vollständig, der linke teilweise und zwar in der Nähe der Extremitäten, mit Kantenretuschen bedeckt. Die Ventralseite ist unmodifiziert geblieben. Das Material ist ein durchscheinender, schwarz – brauner Feuerstein. (H11)

2.) 0006 – 133/37 Länge = 29,5mm ; Breite = 7mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,24

  • Bis auf den Bereich des distalen Endes ist die Pfeilspitze an beiden Rändern mit sehr steilen Kantenretuschen versehen. Die Dorsalseite weist am proximalen Ende außerdem einige flächige Retuschen auf. Die Ventralseite ist nicht bearbeitet. Der Rohstoff ist ein dunkelgrauer an den Rändern durchscheinender Hornstein. (H11)

3.) 1002 – 141/29 Länge = 43mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,20

  • Von der Dorsalseite her sind Kantenretuschen am gesamten rechten Rand und am oberen Viertel des linken Randes zusehen. Die Modifikationen auf der Ventralseite beziehen sich auf die distale Extremität, die flächig retuschiert ist, auf den oberen rechten Rand mit halbsteilen Retuschen und den unteren linken Rand mit ebenfalls halbsteilen Retuschen. Das Material der Pfeilspitze besteht aus beige – grauem, plattigem Hornstein, der nur schwach lichtdurchlässig ist.

4.) 1016 – 41/22 Länge = 45,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,20

  • Der gesamte rechte Rand und das obere Drittel des linken Randes sind kantenretuschiert. Die Ventralseite weist lediglich im Bereich des proximalen Endes einige Retuschen zur Reduzierung der Dicke auf. Der opake Hornstein, aus dem das Artefakt besteht, ist von hellbeiger Farbe. Ebenso wie bei Nr. 3 dieser Tafel dürfte das Rohmaterial von plattiger Struktur gewesen sein, wie an der natürlichen Kante des linken Randes gesehen werden kann. (H11)

5.) 0009 – 123/21 Länge = 45,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,23

  • Die sparsame Modifizierung dieser grauen Pfeilspitze beschränkt sich auf sehr feine Ouchtata – Retuschen im Bereich der gebogenen, distalen Spitze und einigen Kantenretuschen am proximalen Ende. Die Ventralseite ist frei von Bearbeitungsspuren. Der verwendete Hornstein scheint an den Rändern leicht durch. (H11)

6.) 0009 – 123/34 Länge = 35mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,26

  • Die Pfeilspitze aus hellbraunem, opakem Hornstein ist teilweise kantenretuschiert und weist auf der Ventralseite an beiden Enden, vor allem aber am unteren, flächige Retuschen auf. Beide Extremitäten können die aktive Spitze dieser Geschossbewehrung bilden. (H10)

7.) 0007 – 110/44 Länge = 29mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,28

  • Eine sehr leichte Ouchtataretuschierung in der Nähe des distalen Endes und intensive Bearbeitung des Bulbus auf der Ventralseite zeichnen diese Pfeilspitze aus. Das braun – schwarz getigerte Material könnte als opaker Hornstein angesprochen werden.

8.) 1004 – 140/42 Länge = 28,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,32

  • Die Pfeilspitze ist komplett kantenretuschiert, wenn auch die Bearbeitungsspuren der oberen Hälfte des rechten Randes nur sehr schlecht ausgeprägt sind. Weitere Modifikationen fehlen. Der Rohstoff ist ein zweifarbiger, opaker Hornstein, zum größten Teil grau, nur oben links beigefarben.

9.) 0008 – 83 Länge = 21,5mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,35

  • Im Hinblick auf den Rohstoff stellt diese Pfeilspitze für Abu Tartur eine Seltenheit dar. Sie besteht aus Sandstein, der durch Eisen- und / oder Manganverbindungen verhärtet und schwarzbraun gefärbt worden ist. Das Exemplar ist rundum kantenretuschiert und erinnert durch eine Einbuchtung am rechten Rand ein wenig an eine gestielte Spitze.

10.) 0001 - 001/9 Länge = 28,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,37

  • Diese leicht asymmetrische, rhomboide Pfeilspitze aus grauem, weiß geflecktem Feuerstein ist an allen vier Rand -–Teilstücken kantenretuschiert. Die Ventralseite ist in der oberen Hälfte flächig retuschiert, die untere Hälfte ist unbearbeitet geblieben. Der Rohstoff ist durchscheinend.

11.) 0001 - 001/4 Länge = 32mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,31

  • Halbsteile und flächige Retuschen bestimmen diese H1 – Spitze vom C3 – Typus. Die gesamte Randzone ist retuschiert, hinzu kommen beidseitige Retuschen der Extremitäten. In der Seitenansicht verläuft die Längsachse S – förmig. Der Werkstoff ist ein schwarzgrauer Hornstein, der an den Rändern gelblich durchscheint.

12.) 0009 – 108/51 Länge = 35mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,21

  • Bis auf den oberen Teil des rechten Randes ist die schlanke Pfeilspitze vollständig kantenretuschiert, weitere Retuschen sind nicht vorhanden. Das Exemplar ist aus grauem, leicht transluzentem Feuerstein gefertigt. (H11)

13.) 1074 – 161/10 Länge = 43mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,27

  • Die sparsame Bearbeitung der Dorsalseite beschränkt sich auf wenige Ouchtataretuschen im Bereich des distalen Endes. Die Ventralseite weist flächige Retuschen im Bereich des Bulbus und halbsteile Randretuschen bis zur halben Höhe des Artefakts auf. Die Pfeilspitze ist gefertigt aus einem hellem, fleckig braunem Hornstein, der an den Rändern durchscheint.

14.) 0009 – 123/35 Länge = 37mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,23

  • Einige wenige Ouchtataretuschen an der Spitze und Kantenretuschen zur Glättung des Bulbus sind die einzigem Modifikationen, die an dieser schlanken Pfeilspitze zu beobachten sind. Das Exemplar ist aus einem braunem, durchscheinendem Feuerstein gearbeitet. (H11)

15.) 1025 – 11/14 Länge = 34,5mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,23

  • Bräunlicher, hellbeige patinierter, durchscheinender Feuerstein wurde für diese Pfeilspitze verwendet. Das Artefakt ist auf dem Gesamtumfang kantenretuschiert. Die Ventralseite weist am unteren Ende flächige Retuschen zur Reduzierung des Bulbus auf. (H11)

16.) 0050 – 168/10 Länge = 35,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,24

  • Die Retuschen dieses Exemplars sind halbsteil, sie brechen nicht die Ränder wie Kantenretuschen sondern schärfen sie. Die Ränder sind nicht vollständig bearbeitet, zwei Stellen sind unmodifiziert geblieben. Desgleichen ist die Ventralseite unbehandelt belassen worden. Der Rohstoff ist ein fleckig grauer, durchscheinender Feuerstein. (H11)

17.) 1004 – 198/50 Länge = 34mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,25

  • Dieses umkehrbare Exemplar ist komplett kantenretuschiert, beide Extremitäten weisen flächige, ventrale Retuschen auf. Der transluzente Feuerstein ist von beige – grauer Färbung.

18.) 0006 – 107/49 Länge = 37mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,22

  • Das Artefakt wurde durch sehr steile, abrupte Retuschen in Form gebracht. Die untere stielartige Partie ist beidseitig flächig bearbeitet wobei das proximale Ende eine Rundung erhalten hat. Der hellbraune Hornstein ist opak. (H11)

19.) 0011 – 86 Länge = 36,5mm ; Breite = 6,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,18

  • Nur an den Rändern durchscheinend ist diese schlanke, braune Pfeilspitze aus Hornstein. Der gesamte linke Rand sowie der untere Teil des rechten Randes sind mit steilen Kantenretuschen versehen, während der obere rechte Rand sehr feine Ouchtataretuschen aufweist. Der mediale Bereich des rechten Randes ist unbearbeitet geblieben. Auf der Ventralseite sind am proximalen Ende zwei flächige Retuschen zu beobachten. (H11)

20.) 1086 – 157/2 Länge = 34,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,25

  • Außer einigen feinen Schärfungsretuschen an den Rändern sind Kantenretuschen an der proximalen Extremität zu beobachten. Sie sind beidseitig alternierend angebracht, links von der Dorsal-, rechts von der Ventralseite her. Der transluzente Feuerstein ist von einem dunklen Beige.

21.) 1024 – 5/11 Länge = 32mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,31

  • Der linke Rand und das untere Drittel der Dorsalseite sind bei dieser Pfeilspitze flächig retuschiert ebenso wie das proximale Ende der Ventralseite. Der obere rechte Rand ist dagegen kantenretuschiert. Das Material weist eine beigefarbene Patina auf und ist an den Rändern leicht durchscheinend, es könnte einer dieser hellbraunen Feuersteine sein.

22.) 1073 – 12/19 Länge = 35,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,30

  • Die Pfeilspitze aus grauem, fleckigem Hornstein ist vollständig kantenretuschiert. Weitere Bearbeitungsspuren fehlen sowohl auf der Dorsal- als auch auf der Ventralseite. Das Material ist an den Rändern durchscheinend.

23.) 1023 – 7/731 Länge = 31mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,31

  • Die Ränder dieses Artefakts sind nahezu vollständig durch halbsteile Retuschen bearbeitet worden. Auf der Ventralseite ist der Bulbus durch flächige Retuschen entfernt worden und beide Ränder weisen unterbrochene Schärfungsretuschen auf. Der Rohstoff ist ein grau –brauner, gut durchscheinender Feuerstein.

24.) 0011 – 88 Länge = 35mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,23

  • Das graue Material, aus dem dieses Exemplar gefertigt ist, scheint im Gegenlicht durch. In der Masse sind dunkle Punkte erkennbar. Die Pfeilspitze ist fast vollständig kantenretuschiert, weitere Modifikationen fehlen. (H11)

25.) 1044 – 120/28 Länge = 51mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,19

  • Die schlanke Spitze weist auf der Dorsalseite sowohl halbsteile als auch flächige Retuschen auf. Besonders betroffen sind die Enden, sowie der rechte Rand. Auf der Ventralseite ist der Bulbus flächig wegretuschiert worden. Der hellbeigefarbene Hornstein scheint an den Rändern nur leicht durch. (H11)

26.) 0006 – 107/27 Länge = 53,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,17

  • Diese sehr schlanke Pfeilspitze mit abgerundetem proximalem Ende ist komplett kantenretuschiert. Außerdem sind am oberen rechten Rand einige flächige Retuschen zu erkennen. Weitere Modifikationen fehlen. Der verwendete Hornstein ist von hellbeiger Farbe, weist rotbraune Einsprenglinge auf und ist an den Rändern leicht durchscheinend. (H11)

27.) 1074 – 1 Länge = 55,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,20

  • Während der proximale, stielartige Teil und der gesamte linke Rand kantenretuschiert sind, weist der rechte distale Rand halbsteile Retuschen auf. Die Ventralseite zeigt flächige Retuschen am unteren Ende und einige unregelmäßige Bearbeitungsspuren an den Rändern. Der braune Hornstein, aus dem die Pfeilspitze hergestellt wurde, ist opak. (H11)

28.) 1013 – 93/3 Länge = 49mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,15

  • Die schlanke Pfeilspitze aus grauem, nur an den Rändern durchscheinendem Hornstein ist vollständig kantenretuschiert. Weitere Modifikationen sind nicht zu beobachten. (H11)

29.) 1013 – 39/7 Länge = 48,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,19

  • Das Exemplar ist hauptsächlich kantenretuschiert, weist aber auch halbsteile Retuschen auf. Die Gesamtheit der Bearbeitungsspuren bedeckt den Umfang des Artefakts. Auf der Ventralseite finden sich einige kleine, unzusammenhängende Retuschen. Der streifig braune Hornstein ist opak. (H11)

30.) 1026 – 15/13 Länge = 48,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,23

  • Halbsteile bis flächige Retuschen bedecken den rechten Rand der Dorsalseite. Die ventrale Seite zeigt flächige Retuschen im distalem Bereich sowie weitere am oberen Abschnitt des linken Randes. Der hellbraune, leicht streifige Hornstein scheint leicht an den Rändern durch. (H11)

Tafel Ä29

1.) 1017 – 131/17 Länge = 34mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,28

  • Diese H – Spitze mit der Silhouette von C3 weist an Rändern, distalem und proximalem Ende sehr flache z.T. auch große Retuschen auf. Die Bearbeitung der Ventralseite ist ähnlich wenn auch hier die Flächenretuschen hauptsächlich zur Abtragung des Bulbus gedient haben. Der Rohstoff ist ein stark durchscheinender Feuerstein von mittelbrauner Farbe. (H10)

2.) 0007 – 110/53 Länge = 25,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,37

  • Dieses Artefakt bildet einen Übergang von der H – Spitze zur vollflächig bearbeiteten Pfeilspitze. Während die ventrale Seite zur Gänze retuschiert ist, bleibt auf der Dorsalseite ein geringer Teil unbearbeitet. Das gebogene, asymmetrische Exemplar stellt ebenfalls einen Übergang zur gestielten Spitze dar. Das Material ist ein fast schwarzer, gut durchscheinender Feuerstein. (H10)

3.) 1023 – 7/47 Länge = 29mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,29

  • Das Material der stark flächig retuschierten H – Spitze ist ein schwarzer, opaker Hornstein. Die nicht modifizierten Teile auf der Dorsalseite liegen im zentralen Bereich. Auf der ventralen Seite sind nur die beiden Extremitäten mit wenigen Retuschen versehen. (H10)

4.) 1023 – 7/22 Länge = 34mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,26

  • Hellbraun patinierter Hornstein wurde zur Herstellung dieser schlanken C3 ähnlichen Pfeilspitze verwendet. Bis auf eine geringe Fläche ist die Dorsalseite komplett flächenretuschiert, während die Ventralseite sehr spärliche Bearbeitungsspuren an den Enden aufweist. Einzelne Retuschen oder auch Gebrauchsspuren sind an den Rändern zu erkennen. (H10)

5.) 1048 – 155/29 Länge = 36mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,33

  • Bis auf den medialen Bereich des rechten Randes ist das Artefakt kantenretuschiert. An den Extremitäten werden die Retuschen halbsteil. Die ventrale Seite weist zwei Flächenretuschen am unteren, stielartigem Ende auf, kleine unregelmäßige Bearbeitungsspuren sind an den Rändern zu beobachten. Der Werkstoff ist ein beige – braun patinierter, opaker Hornstein.

6.) 0056 – 15 Länge = 31,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,32

  • Durch sehr feine, Ouchtata ähnliche, aber auch größere, flächige Retuschen sind die Ränder dieser Pfeilspitze bearbeitet. Die Randretuschen der Ventralseite beschränkten sich auf die untere Hälfte des Artefakts. Als Rohmaterial benutzte der Hersteller einen fleckigen, grau – braunen Feuerstein. Er ist transluzent, dunkle punktförmige Einschlüsse treten im Gegenlicht deutlich hervor.

7.) 0007 – 75/2 Länge = 22,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,53

  • Bei diesem Abschlag aus hellbraunem, leicht durchscheinendem Feuerstein wurde die Basis an beiden Rändern kantenretuschiert. Weitere Modifikationen beschränken sich auf wenige Retuschen an den distalen Randteilen. Das obere, aktive Ende ist abgeschrägt und erinnert an eine schneidende Pfeilspitze. Das Stück ist schwierig in die existierende Klassifizierung von Hugot einzuordnen.

8.) 1004 – 140/53 Länge = 42,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,22

  • Ausgenommen einen großen Teil des linken Randes, der durch eine steile, natürliche Kante gebildet wird, ist das Exemplar kantenretuschiert. Interessant sind die asymmetrischen Extremitäten. Der beige – graue Hornstein ist opak.

9.) 1023 – 7/52 Länge = 24mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,31

  • Die versetzt zur Mittelachse angesetzten Enden sind auf der Dorsalseite mit feinen Retuschen versehen, auf der Ventralseite ist nur das proximale Ende z.T. flächig retuschiert. Der linke Rand besteht aus der scharfen Lamellenkante, der rechte besteht aus einer natürlichen, stumpfen Kante. Das Material ist hell- und dunkelbraun gestreifter, transluzenter Feuerstein. Die Klassierung konnte H2 sein.

10.) 0007 – 75/62 Länge = 28mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,30

  • Das parallelrandige Artefakt mit abgeschrägten Enden ist an diesen kantenretuschiert. Der linke Rand ist scharf, der rechte besteht aus einer Bruchkante. Die Pfeilspitze konnte als H2 bezeichnet werden. Das Rohmaterial ist streifiger, brauner Hornstein, der an den Rändern gut durchscheint.

11.) 1023 – 50/58 Länge = 30,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,33

  • Diese klassische H2 – Spitze besteht aus einem interessanten Material. In eine grau – braune Grundmasse sind helle Streifen eingebettet, das Gestein ist gut durchscheinend. Die Basis und die unteren Partien der Ränder sind kantenretuschiert. Auf der Ventralseite wurde der Bulbus entfernt, auch wurde der linke Rand leicht retuschiert. Der obere rechte Rand wurde nicht modifiziert.

12.) 1026 – 14 Länge = 38mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,32

  • Ohne die Retuschen am distalen Ende des rechten Randes könnte das Artefakt typologisch als Endretusche bezeichnet werden. So aber ist es eine an der Basis unmodifizierte H2 – Spitze. Der honigfarbene Feuerstein weist in der Gesteinsmasse feine, helle Punkte auf, er ist gut durchscheinend.

13.) 1026 – 15/7 Länge = 48mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,24

  • Das Artefakt hat die für den Fundplatz 1026 typische hellbeige Farbe. Der Feuerstein ist schwach transluzent. Das Exemplar gehört in die Gruppe 3 der Familie H ist also eine „ar -mature a ecusson“. Außer kantenretuschierten Extremitäten weist das Stück flächige Retuschen am rechten Rand der Ventralseite auf.

14.) 1023 – 30/83 Länge = 28,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,39

  • Das Artefakt ist insofern problematisch, als die Dorsalseite stark windüberformt ist. Die intakte Ventralseite weist grobe, untypische Flächenretuschen auf, die aber nicht den distalen Bereich betreffen. Es könnte von der Silhouette her eine mit ungewöhnlich zahlreichen, flächigen Retuschen ausgestattete H3 – Spitze sein. Das Material ist beigefarbener, opaker Hornstein.

15.) 1072 – 79/37 Länge = 51,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,20

  • Ähnlich wie bei Nr. 13 dieser Tafel handelt es sich um eine schlanke H3 – Spitze mit den zwei kantenretuschierten Extremitäten. Die Ränder im medialen Bereich sind nicht retuschiert worden, sieht man von sporadischen Einzelretuschen auf der Vorderseite ab. Als Rohstoff wurde brauner, opaker Hornstein verwendet.

16.) 1075 – 13 Länge = 33,5 ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,28

  • Das Artefakt ist eine H3 – Spitze oder auch ein Doppelbohrer mit extrem kurzen, unretuschierten Randabschnitten. Beide Enden sind durch Kantenretuschen herausgearbeitet worden, das obere ist spitz, das untere gerundet. Weitere Retuschen werden nicht beobachtet. Gefertigt wurde das Artefakt aus leicht durchscheinendem, braunem Feuerstein.

17.) 0001 – 001/10 Länge = 32mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,41

  • Die beige – graue, an den Rändern gut durchscheinende Hornsteinspitze ist an ihrem Ende alternierend auf der Dorsal- und Ventralseite kantenretuschiert wobei am linken Rand der dorsalen Seite die Retuschen ebenfalls den oberen Abschnitt betreffen. Die Basis ist auf der Dorsalseite rechts, auf der Ventralseite links und rechts mit halbsteilen Retuschen versehen. Das Stück wird unter H3 klassiert.

18.) 0001 – 001/11 Länge = 24mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,46

  • Das schöne, leider abgebrochene Exemplar einer H3 – Spitze besteht aus opakem, braunem Hornstein. Lediglich die beiden Extremitäten sind durch kantige Retuschen herausgearbeitet worden. Weitere Bearbeitungsspuren sind nicht vorhanden.

19.) 1023 – 7/48 Länge = 33mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,39

  • Leicht an den Rändern durchscheinender Hornstein von grau – brauner Farbe wurde zur Herstellung dieser H3 – Spitze benutzt. Beide Enden sind stark flächig und halbsteil bearbeitet, das proximale beidseitig.

20.) 1024 – 5/25 Länge = 39mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,32

  • Das hellgraue, opake Hornsteinmaterial wurde zu einer klassischen H3 – Spitze verarbeitet. Beide Extremitäten sind kantenretuschiert. Während das distale Ende einen Winkel von rund 50° Grad bildet, ist das proximale stielartig herausgearbeitet worden. Die Ventralseite ist unmodifiziert geblieben.

21.) 1026 – 19/29 Länge = 30,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,28

  • Diese schmale H3 – Pfeilspitze ist mit flächigen und halbsteilen Retuschen versehen und zwar beidseitig an beiden Enden. Die Linienführung am distalen Ende ist konvex, am proximalen konkav, stielartig. Der Rohstoff ist ein beige – grauer, an den Rändern durchscheinender Hornstein mit punktförmigen, hellen Einschlüssen.

22.) 0019 – 7/177 Länge = 39mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,31

  • Beide Extremitäten dieser H3 – Pfeilspitze sind beidseitig flächig retuschiert. Das Artefakt wurde hergestellt aus einem dunkelgrau – braunem Hornstein, welcher an den Rändern gelblich – braun durchscheint.

23.) 0001 - 001/14 Länge = 31mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,45

  • Der schwarze Hornstein, welcher zur Herstellung der H3 – Spitze diente, ist an seinen Rändern leicht transluzent. Die distale Spitze ist einseitig und nur schwach mit feinen Retuschen versehen. Die proximale Spitze ist beidseitig kantenretuschiert. Die Kerbe im rechten Rand ist auf eine Unregelmäßigkeit im Gestein zurückzuführen.

24.) 1005 – 27/35 Länge = 29,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,46

  • Diese asymmetrische gestaltete H3 – Spitze ist aus hellbeige – grauem, leicht durchscheinendem Feuerstein gefertigt. Auf der Dorsalseite sind neben den Kantenretuschen an den Enden auch flächige Retuschen am rechten Rand appliziert. Auf der Ventralseite sind lediglich der Stiel und die rechte Schwinge, welche einen Widerhaken aufweist, retuschiert.

25.) 1024 – 74/72 Länge = 27,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,47

  • Diese H4 – Spitze aus gut durchscheinendem, braunem Feuerstein ist beidseitig teilflächenretuschiert. Die Bearbeitung dehnt sich vom linken Rand bis zur Mittelachse aus, außerdem ist der rechte, obere Rand der Dorsalseite betroffen. Auf der Ventralseite sind lediglich die distale Extremität sowie Teile des linken Randes retuschiert.

26.) 0008 – 86/66 Länge = 27,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 6mm ; B/L = 0,38

  • Die Dorsalseite dieser Feuersteinspitze ist vollflächig retuschiert, die ventrale Seite weist zwei flächige Retuschen an der Basis, am Bulbus, auf sowie flächige Retuschen im oberen Viertel des Artefakts. Das Material ist von mittelbrauner Farbe und scheint schwach durch. Die zu intensive Bearbeitung des Stücks macht es schwer es in die H – Familie zu integrieren.

27.) 0050 – 168/22 Länge = 42mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,30

  • Das aus einer Klinge geformte Exemplar weist sowohl Kantenretuschen als auch Flächenretuschen auf. Die Bearbeitung konzentriert sich, bis auf zwei flächige Retuschen in der Nähe des Bulbus, auf die Dorsalseite und hier vor allem auf den distalen Bereich sowie auf die gerundete Basis. Der dunkle, grau – braune Rohstoff weist Unreinheiten auf, die sich im Gegenlicht als dunkle Punkte von der sie umgebenden, durchscheinenden Masse abheben.

28.) 1013 – 39/26 Länge = 29,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,29

  • Trotz einer fortgeschrittenen Windüberformung sind die regelmäßigen, flächigen Retuschen, die einen Großteil der Dorsalseite bedecken, gut auszumachen. Die Ventralseite weist lediglich am linken Rand feine, flächige Retuschen auf. Der gut durchscheinende Feuerstein ist im oberen Abschnitt hellbeige und zur Basis hin grau – braun gefärbt.

29.) 1004 – 196/59 Länge = 31,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38

  • Die Basis samt der unteren Hälfte dieser asymmetrischen Pfeilspitze vom H4 – Typus ist kantenretuschiert. Die obere Hälfte weist flachere Bearbeitungsspuren auf. Die Ventralseite ist nicht modifiziert worden. Verwendet wurde ein grauer, transluzenter Feuerstein.

Tafel 30

1.) 1023 – 3/55 Länge = 21mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,48

  • Die kantenretuschierte H5 – Spitze vom Typus D1 ist aus dunklem, beige – grauem Hornstein gefertigt, das Material ist opak. Die abrupten Retuschen betreffen den Gesamtumfang des Artefakts, auf der Ventralseite ist außerdem der Stiel durch flächige Modifikationen gekennzeichnet. (H17)

2.) 1023 – 3/32 Länge = 20,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,44

  • Auf der Dorsalseite sind lediglich die linke Schwinge und der Übergang zum Stiel retuschiert. Die Ventralseite weist Modifikationen an der rechten Schwinge, am Stiel und stellenweise an den Rändern auf. Das Material, ein beige – grauer Feuerstein, ist im Gegenlicht schwach durchscheinend. (H17)

3.) 1005 – I/18 Länge = 25,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,41

  • Bei diesem stark windüberformten Exemplar sind an den Rändern auf der Dorsalseite Retuschen nur noch zu erahnen. Auf der Ventralseite finden sich flächige Retuschen am Stiel, an den Schwingen und den Rändern. Das hellbeige – graue Artefakt ist aus opakem Hornstein gefertigt.

4.) 1005 – 27/68 Länge = 23mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,50

  • Vorder- und Rückseite dieser Pfeilspitze sind, mit Ausnahme der zentralen Partien, flächig retuschiert, wobei die Ventralseite einen größeren Anteil nicht modifizierter Oberfläche aufweist. Der leicht durchscheinende Feuerstein ist von dunkelgrauer Farbe und weist punktförmige, helle Einsprenglinge auf.

5.) 1023 – 3/44 Länge = 25mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,40

  • Während die Ventralseite keinerlei Bearbeitungsspuren aufweist, ist der Gesamtumfang auf der Dorsalseite mit steilen Kantenretuschen versehen. Die chalzedonartige, sehr helle, gänzliche Masse wird teilweise durch eine cremefarbene Patina überdeckt. Das Material ist stark transluzent.

6.) 1023 – 13/40 Länge = 20,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,59

  • Der Stiel dieses Exemplars ist beidseitig flächig retuschiert, weitere flächige Retuschen beschränken sich auf die Ränder und Schwingen der Dorsalseite. Das Rohmaterial ist ein wahrscheinlich patinierter, hellbrauner Hornstein, der nur an den Rändern etwas durchscheint.

7.) 1023 – 73/98 Länge = 17,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,60

  • Auf beiden Seiten ist der Umfang dieses Artefakts mit flachen Retuschen versehen. Eine Ausnahme bildet der rechte Rand des Stiels auf der Ventralseite, welcher unbearbeitet geblieben ist. Der fleckig hell- und dunkelbraun gefärbte Hornstein ist opak. (H17)

8.) 0021 – 176/6 Länge = 22mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,39

  • Am rechten Stielrand der Dorsalseite sind einige halbsteile Retuschen angebracht, die weitergehende Bearbeitung auf der Ventralseite besteht aus halbsteilen Retuschen an den Begrenzungslinien des Stiels, des distalen Endes und an beiden Rändern mit Ausnahme des proximalen Teiles des linken Randes. Der durchscheinende Feuerstein ist von grauer Farbe.

9.) 1046 – 83/17 Länge = 24mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,42

  • Dieses Artefakt stellt einen Übergang von der Blatt- zur Stielspitze dar. Der Stiel weist auf beiden Seiten Bearbeitungsspuren auf, während für den Rest der Pfeilspitze lediglich zwei flächige Retuschen auf der Dorsalseite zu beobachten sind. Die cremefarbene Patina verdeckt einen durchscheinenden, braunen Feuerstein.

10.) 1023 – 27/27 Länge = 20mm ; Breite = 7mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,35

  • Die Pfeilspitze aus einem cremefarbenem, gut durchscheinendem Feuerstein ist auf der Dorsalseite rundum mit flächigen Retuschen versehen, die Ventralseite weist Modifikationen am oberen linken Rand und an der linken Stielbegrenzung auf.

11.) 1013 – 39/34 Länge = 23mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,46

  • Halbsteile und flächige Retuschen charakterisieren diese Pfeilspitze mit knopfartigem Stiel. Die Bearbeitungsspuren verteilen sich auf den gesamten Umfang der Dorsalseite und auf den Stiel und rechten Rand auf der Ventralseite. Das Rohmaterial ist ein brauner, stark cremefarben patinierter, leicht transluzenter Feuerstein.

12.) 0008 – 181/9 Länge = 25,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,53

  • Diese graue, opake Hornsteinspitze besitzt einen beidseitig retuschierten Stiel, außerdem sind beide Ränder der Dorsal- sowie der linke Rand der Ventralseite bearbeitet.

13.) 1023 – 3/50 Länge = 29mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,45

  • Mit Ausnahme des linken Randes der Ventralseite ist dieses Exemplar beidseitig an seinem Gesamtumfang mit flächigen bis halbsteilen Retuschen bedeckt. Der rötlich braune Hornstein weist gelbliche Partien auf und scheint an den Rändern durch.

14.) 1021 – 19/33 Länge = 31mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,39

  • Das Artefakt ist von der Dorsalseite aus komplett kantenretuschiert. Zusätzlich sind rechts zwischen Stiel und unterem Rand Flächenretuschen zu beobachten. Auf der Ventralseite hat das proximale Stielende einige Bearbeitungsspuren aufzuweisen. Das hellgraue Material mit cremefarbenen Patinaresten ist ein transluzenter Feuerstein.

15.) 1023 – 30/793 Länge = 28mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,50

  • Das Exemplar scheint aus einem verfestigtem, schwach sandigem Schieferton von hellbrauner Farbe zu bestehen, die Ränder lassen etwas Licht durch. Die linke Hälfte der Dorsalseite ist vollflächig bearbeitet, während die rechte nur am Stiel und am oberen Rand Retuschen aufweist. Auf der Ventralseite sind die Retuschen auf den Stiel beschränkt.

16.) 1020- 2/9 Länge = 30mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,50

  • Der Rohstoff, ein plattiger, opaker Hornstein, ist von hellbrauner Farbe. Die Form der Pfeilspitze ist recht ungewöhnlich, da die breiteste Stelle in der mittleren Querachse, wie bei Blattspitzen üblich, und nicht an den Schwingen liegt. Die konvexen Ränder sind beidseitig mit halbsteilen Retuschen versehen. Stiel und Schwingen sind in der gleichen Art bearbeitet.

17.) 1023 – 3/48 Länge = 27,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2mm ; B/L = 0,38

  • Bei diesem Exemplar ist lediglich der durch zwei konkave Linien gebildete Stiel mittels flacher Retuschen herausgearbeitet worden. Der Rest der dünnen Klinge ist unmodifiziert geblieben. Das Material ist ein durchscheinender, grauer Feuerstein.

18.) 1021 – 92/28 Länge = 30,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,41

  • Der obere Teil des verarbeiteten Feuersteins ist grau und lichtdurchlässig, der untere beige und opak. Halbsteile Retuschen betreffen vor allem den kurzen, breiten Stiel sowie die obere Extremität. Die Ränder weisen einzelne, vielleicht zufällige Bearbeitungs- oder Gebrauchsspuren auf.

19.) 0009 – 108/36 Länge = 32,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,32

  • Der angedeutete Stiel wurde durch flächige Retuschen, besonders auf der Ventralseite zur Beseitigung des Bulbus, herausgearbeitet, die ebenfalls flächigen Retuschen am distalen Ende der Dorsalseite haben den zentralen Klingengrat entfernt. Kantenretuschen am linken Rand der Dorsal- und am rechten Rand der Ventralseite vervollkommnen die Bearbeitung. Der gut durchscheinende Feuerstein ist beige - grau gefärbt und enthält Einschlüsse.

20.) 0006 – 118/61 Länge = 33,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,34

  • Sparsam ist die Bearbeitung dieser braunen, stark transluzenten Feuersteinspitze. Sie beschränkt sich auf nahezu rechtwinklig zur Oberfläche angebrachte Kantenretuschen im Bereich des angedeuteten Stiels. Am distalen Ende ist der Klingensteg wegretuschiert worden. Die Ventralseite ist unbearbeitet.

21.) 1005 – 02/100 Länge = 37mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,32

  • Der Hornstein von beige – brauner Farbe scheint an den Rändern leicht durch. Das Artefakt ist an den Rändern der Dorsalseite fast gänzlich mit flächigen Retuschen versehen, die Ventralseite zeigt nur einige wenige Retuschen auf der rechten Seite. Der Stiel ist beidseitig retuschiert, einmal vollflächig, wie in der Zeichnung dargestellt, einmal, auf der Ventralseite, lediglich an den Rändern.

22.) 1026 – 19/12 Länge = 37mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,35

  • Fleckig grau und leicht durchscheinend ist der Feuerstein, aus welchem diese teilflächig retuschierte H5 -–Spitze besteht. Die Bearbeitungsspuren betreffen beidseitig den abgerundeten Stiel sowie einen Großteil der Ränder der Dorsalseite.

23.) 1004 – 198/40 Länge = 36,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,34

  • Der langgezogene Stiel der Feuersteinspitze ist beidseitig durch halbsteile Retuschen bearbeitet worden. Die Ränder der Dorsalseite sind mit halbsteilen und teilweise mit steilen Kantenretuschen versehen. An den ventralen Rändern finden sich nur wenige Bearbeitungsspuren. Das Material von beige – brauner Farbe ist durchscheinend.

24.) 0006 – 107/729 Länge = 37mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,24

  • Die Pfeilspitze ist komplett kantenretuschiert. Außer den steilen Randretuschen sind keine weiteren Modifikationen zu beobachten. Der Werkstoff ist ein verhärteter Sandstein, fleckig in den Farben rot – braun, beige und grau gemustert. An den Rändern scheint das selten benutzte Material durch.

25.) 1005 – 01/55 Länge = 35mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,30

  • Das Artefakt mit breitem und ungewöhnlich langem Stiel ist von der Dorsalseite her rundum kantenretuschiert. Die Ventralseite weist einige flächige Retuschen im Bereich des distalen Endes, sowie wenige steile Retuschen am rechten, unteren Stielrand auf. Das Rohmaterial ist ein dunkelgrauer, an den Rändern durchscheinender Hornstein.

26.) 1018 – 183/16 Länge = 27mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,35

  • Dieses Exemplar mit kurzem, nur angedeutetem Stiel ist im proximalen Bereich der Dorsalseite flächig und an den oberen Randabschnitten steil retuschiert. Die Ventralseite ist unmodifiziert geblieben. Der Werkstoff ist ein schmutzig weißer, gut durchscheinender Feuerstein.

27.) 1017 – 131/60 Länge = 28mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,32

  • Der Gesamtumfang dieser Pfeilspitze ist kantenretuschiert, weitere Bearbeitungsspuren fehlen. Der Stiel ist lediglich angedeutet und die Verwandtschaft mit Blattspitzen des H – Typus ist deutlich erkennbar. Das Material ist ein beige – grauer, leicht transluzenter Feuerstein.

28.) 1023 – 30/122 Länge = 33mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33

  • Der kurze Stiel des Artefakts ist auf der Ventralseite von beiden Begrenzungslinien her, auf der Dorsalseite lediglich von rechts kantenretuschiert. Auf letzterer Seite befinden sich auch halbsteile Retuschen im distalen Randbereich. Die Pfeilspitze ist aus hellbraunem Hornstein, der an den Rändern durchscheint, hergestellt.

29.) 0009 – 108/42 Länge = 36.5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,25

  • Diese grob anmutende Pfeilspitze besitzt einen kantenretuschierten Stiel. Auf der Dorsalseite sind an den Rändern und an der aktiven Spitze sowohl halbsteile als auch flächige Retuschen zu beobachten. Die Ventralseite weist flache Retuschen im Bereich der beiden Extremitäten auf. Der braun und beige gestreifte Feuerstein zeigt teilweise seine natürliche Kruste, er ist gut durchscheinend.

30.) 1026 – 19/54 Länge = 39,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,32

  • Die helle, beigefarbene Tönung der Pfeilspitze ist typisch für patinierte Stücke des Fundplatzes 1026. Der Hornstein ist nicht lichtdurchlässig. Von beiden Seiten sind sowohl steile Kantenretuschen als auch halbsteile Retuschen angewandt worden, um die wenig elegante, gestielte Spitze aus einer relativ dicken Klinge herauszuarbeiten.

Tafel Ä31

1.) 2003 - 9 Länge = 38mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,37 Der Stiel dieser Pfeilspitze ist beidseitig flächig retuschiert, ebenfalls flächig sind die wenigen feinen Retuschen an der distalen Extremität. Das Material ist ein Fossilien führender, durchscheinender Feuerstein von grau – brauner Farbe. Interessant ist ein radialstrahliger Einschluss am oberen Ende. Das Exemplar zeigt Verwandtschaft einerseits mit den „armatures a ecusson“, anderseits mit den Ounanspitzen.

2.) 2002 - 26 Länge = 44mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,35 Dieses, aus einem qualitativ hochstehendem, sehr gut durchscheinendem Feuerstein von brauner Farbe hergestellte Artefakt könnte schon als Ounanspitze bezeichnet werden. Eine Zuordnung zu H3, „armature a ecusson“ wäre auch möglich. Der Stiel ist kantenretuschiert, das distale Ende weist flächige Retuschen auf. Die ventrale Seite blieb unmodifiziert.

3.) 1046 – 83/27 Länge = 35,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,34 Die beidseitige flächenhafte Bearbeitung des Stiels wird ergänzt durch einige wenige Retuschen, ebenfalls beidseitig, in der Nähe des distalen Endes und durch halbsteile, nicht kontinuierliche Retuschen an den Rändern der Ventralseite. Der grau – braune Hornstein scheint an den Rändern durch. (H5)

4.) 1023 – 3/39 Länge = 36,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,41 Diese leicht windüberformte Spitze aus an den Rändern durchscheinendem, grau – braunem Hornstein ist auf der Dorsalseite am rechten Rand halbsteil, am Stiel rechts steil und links flächig retuschiert. Die Ventralseite zeigt am Stiel links Kantenretuschen und ansonsten einige gröbere Retuschen sporadisch über die Ränder verteilt. (H5)

5.) 1026 – 19/32 Länge = 31mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,50 Der Stiel dieses Artefakts ist beidseitig sowohl mit flächigen als auch mit halbsteilen Retuschen versehen. Der rechte obere Rand der Dorsalseite ist flächig bearbeitet, beide Ränder der Ventralseite und der linke obere Rand der Dorsalseite sind mit steilen bzw. halbsteilen Retuschen bedeckt. Das Material scheint im Gegenlicht gut durch, es handelt sich um einen Fossilien führenden Feuerstein. (H5)

6.) 1072 – 79/34 Länge = 41mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,32 Der kantenretuschierte Stiel dieser Ounanspitze ist abgebrochen. Die distale Extremität ist steil retuschiert. Der in der Masse braune Feuerstein ist von einer hellbeigen Patina überzogen. (H12)

7.) 1042 – 191/5 Länge = 36mm ; Breite = 16mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,44 Auch bei diesem Exemplar könnte von einer Ounanspitze gesprochen werden, trotz des relativ hohen Koeffizienten B/L. Außer den steilen Kantenretuschen, durch welche der Stiel herausgearbeitet worden ist, sind keinerlei Bearbeitungsspuren zu beobachten. Der Rohstoff ist ein dunkler Feuerstein, der von einer hellbeigefarbenen Patina überzogen ist. Das Material ist gut durchscheinend.

8.) 1046 – 83/21 Länge = 31,5mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,40 Durch einige beidseitige, steile Retuschen wurde der Stiel dieses Exemplars geformt, der endgültige Habitus kam dann durch flächige Ergänzungsbearbeitungen zustande. Weitere flächige Retuschen finden sich lediglich auf der Dorsalseite und zwar am oberen rechten Rand sowie auf einer geringen Länge im medialen Bereich des linken Randes. Der fleckige, grau – braune Feuerstein ist stark transluzent.

9.) 1023 – 3/47 Länge = 31,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,48 Der Stiel des Artefakts ist beidseitig flächig retuschiert, ebenfalls flächenhaft sind beide Ränder der Dorsalseite bearbeitet. Auf der Ventralseite weisen beide Ränder kleine, halbsteile Retuschen auf. Die Pfeilspitze ist aus grau – braunem Hornstein, der an den Rändern durchscheint, hergestellt.

10.) 1023 – 3/49 Länge = 34mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,46 Bei der rötlich – gelben Ockerfarbe des Exemplars dürfte es sich um eine Patina handeln, das verwendete Hornsteinmaterial enthält Mikrofossilien und ist an den Rändern durchscheinend. Die Bearbeitung beschränkt sich auf Kantenretuschen am Stiel und Ouchtataretuschen im distalen Bereich der Ränder. Die Ventralseite zeigt keine Modifikationen, auch der Bulbus ist intakt.

11.) 1023 – 3/38 Länge = 37mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,45 Das Artefakt zeichnet sich durch seine verschiedenartigen Retuschen aus. So sind dorsal der Stiel flächig, der linke Rand steil und der rechte Rand halbsteil bearbeitet. Auf der Ventralseite ist der Stiel durch Kantenretuschen geprägt. Der gut durchscheinende Feuerstein ist von grau – brauner Farbe er ist außerdem von helleren Bändern und Schlieren durchzogen.

12.) 1035 – 7/7128 Länge = 36,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33 Auffallend ist bei diesem Stück die asymmetrische Form. Der gedrungene, gerundete Stiel ist beidseitig flächenretuschiert ebenso sind beidseitig Teile der distalen Randpartie mit flächigen Retuschen versehen. Das Gesteinsmaterial ist grau – braun, weist aber hellbeigefarbene Randstreifen auf, die auf Nähe zur äußeren Kruste hinweisen. Der Feuerstein ist stark transluzent.

13.) 1017 – 35/29 Länge = 25,5mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,35 Der Stiel dieser schwarzen, opaken Hornsteinspitze ist von der Dorsalseite aus durch Kantenretuschen geformt worden, auch ist auf dieser Seite das distale Ende durch grobe Flächenretuschen geschärft worden. Die Ventralseite ist nur am äußersten Stielende mit zwei Retuschen versehen.

14.) 1017 – 35/27 Länge = 27,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,35 Bei dieser grauen, transluzenten Feuersteinspitze sind beidseitig beide Extremitäten mit flächigen, am Stiel auch mit halbsteilen Retuschen versehen. (H5)

15.) 1023 – 73/74 Länge = 36,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,32 Beidseitig ist bei dieser Pfeilspitze nur der Stiel, und zwar durch halbsteile Retuschen, modifiziert. Flächige Retuschen finden sich am oberen Ende, sie ziehen sich bis zu etwa einem Drittel der Gesamtlänge des Artefakts am linken Rand hin. Das Material ist brauner, gut durchscheinender Feuerstein von hoher Qualität.

16.) 1017 – 31/40 Länge = 34mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,35 Die stark windüberformte, gestielte Spitze ist recht schwierig zu beurteilen. Es scheint, dass der Stiel beidseitig und die Dorsalseite an den Rändern bis zum zentralen Klingengrat hin flächig bearbeitet worden sind. Die Ventralseite weist am rechten Rand eine kontinuierliche, halbsteile Retuschierung und am linken Rand einige wenige Retuschen auf. Der gut durchscheinende Feuerstein ist von dunkel grau -–brauner Farbe.

17.) 1023 – 67/95 Länge = 38mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,30 Die sparsame Bearbeitung dieser Pfeilspitze beschränkt sich auf die beiden Seiten des Stiels, wo flächige und halbsteile Retuschen gefunden werden, und auf das äußerste distale Ende, welches, wie die ventralen Ränder, unregelmäßige, kleinste Modifikationen erkennen lässt. Das Material, aus dem das Artefakt gearbeitet worden ist, besteht aus transluzentem, dunkel grau – braunem Feuerstein.

18.) 1026 – 19/52 Länge = 36mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,33 Lediglich der Stiel dieser Feuersteinspitze ist bearbeitet worden und zwar mit flächigen Retuschen. Der Bulbus ist bei dieser Gelegenheit abgetragen worden. Die Spitze des Artefakts ist abgebrochen. Der Rohstoff ist leicht durchscheinend, er ist mehrfarbig, die Palette reicht von dunkelgrau bis beige.

19.) 1023 – 73/64 Länge = 28mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38 Der Stiel dieser stark transluzenten, zweifarbig beige und brauner Feuersteinspitze ist beidseitig flächig retuschiert. Die obere Extremität weist ebenfalls flächige Retuschen, jedoch nur auf der Dorsalseite, auf. Der Stiel existiert lediglich ansatzweise, der Übergang von oder zu Blattspitzen ist augenscheinlich.

20.) 1023 – 13/62 Länge = 24,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,49 Bei diesem Exemplar ist der Stiel deutlich herausgearbeitet und zwar beidseitig durch halbsteile Retuschen. Die wenigen Bearbeitungsspuren am distalen Ende der Dorsalseite sind flächig ausgeführt, die Ventralseite ist frei von Modifikationen. Das Rohmaterial ist ein hell ockerfarbener, gut durchscheinender Feuerstein.

21.) 1005 – 01/103 Länge = 26mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,38 Die asymmetrische Pfeilspitze weist einen beidseitig flächig bearbeiteten Stiel auf. Weitere Modifikationen sind auf beiden Seiten am distalen Ende und an den Rändern vorgenommen worden. Der Werkstoff ist ein transluzenter, grau – brauner Feuerstein.

22.) 1021 – 191/3 Länge = 35mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,30 Beide Seiten des Stiels sind halbsteil retuschiert, außerdem ist die distale Extremität der Dorsalseite am linken Rand durch Flächenretuschen geschärft. Auf der Ventralseite sind Ouchtata ähnliche Retuschen an den Rändern zu bemerken. Das Material ist ein hellbrauner Feuerstein, der im Gegenlicht stark durchscheint.

23.) 1023 – 13/29 Länge = 25mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,40 Die Retuschen an diesem Artefakt sind halbsteil bis flächig. Sie befinden sich beidseitig am Stiel und dorsalseitig am unteren, linken sowie am oberen, rechten Rand. Der opake Hornstein, der zur Herstellung der Pfeilspitze diente, ist von dunkelgrauer Farbe.

24.) 1017 – 35/28 Länge = 27mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,48 Steile Kantenretuschen haben den gedrungenen, kurzen Stiel gebildet, sie sind von der Dorsalseite aus geführt worden. Eine einzige Retusche auf der Ventralseite hat den Bulbus abgeflacht. Weitere Bearbeitungsspuren können nicht beobachtet werden. Der hellbraune Hornstein scheint nur an den Rändern durch. (H5)

25.) 1023 – 3/35 Länge = 26mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,42 Die flächige und zuweilen auch halbsteile Retuschierung erstreckt sich auf beide Seiten des Stiels sowie auf die Gesamtheit der Ränder und Schwingen der dorsalen Seite. Das Material, aus dem das Exemplar gefertigt wurde, ist ein zweifarbiger Hornstein von einem sehr dunklem Grau und einem schmutzigem Beige. Die Ränder lassen etwas Licht durchscheinen.

26.) 1026 – 19/58 Länge = 26,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,42 Die Hornsteinspitze ist recht grob bearbeitet. Wie bei vielen anderen Exemplaren der H5 Gruppe ist der Stiel beidseitig und die übrigen Partien auf der Dorsalseite modifiziert worden. Flächige Retuschen sind am oberen, rechten Rand zu beobachten, nach unten schließen sich Ouchtataretuschen an. Stiel und linker Rand weisen halbsteile Retuschen auf. Das Rohmaterial ist opak und von fleckig brauner Farbe.

27.) 1024 – 74/44 Länge = 30mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,35 Auch dieses Artefakt weist verschiedenartige Retuschen auf. Der Stiel ist auf der Dorsalseite flächig, auf der Ventralseite halbsteil retuschiert. Das distale Ende ist einseitig dorsal sowohl flächig als auch abrupt, steil retuschiert. Das Material mit hellbeiger Patina scheint leicht durch, an den Rändern kräftiger.

28.) 1023 – 13/14 Länge = 29mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,38 Das Rohmaterial könnte ein wasserhaltiges Silikatgestein, also Opal, sein, es ist an den Rändern durchsichtig. An den Bearbeitungsspuren des sehr hellen, rötlich gelben Materials treten interessante Lichtreflexe auf. Bearbeitet ist das Artefakt beidseitig an Spitze und Stiel. Die Retuschen sind flächig bis halbsteil.

29.) 1023 – 73/84 Länge = 23,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,43 Der beidseitig halbsteil retuschierte Stiel und das vorwiegend flächig bearbeitete distale Ende entsprechen dem Schema einer H5 – Untergruppe. Bei diesem Exemplar kommen noch einige Perlretuschen an den ventralen Rändern hinzu. Gefertigt wurde die Pfeilspitze aus beige – grauem, fossilienführendem und transluzentem Feuerstein.

30.) 1046 – 83/16 Länge = 28,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,46 Die mit hellbeiger Patina überzogene, im Kern dunkelbraune Pfeilspitze aus durchscheinendem Feuerstein fällt durch einen breiten Stiel mit parallelen Seitenbegrenzungen auf. In ihrer Formgebung entspricht sie dem Schema der D2 – Spitzen. Die Bearbeitung beschränkt sich weitestgehend auf beide Seiten des Stiels. Es kommen flächige und halbsteile Retuschen vor. (H5)

Tafel Ä32 und Tafel Ä33 Ounanspitzen

Tixier schreibt, 1963 Seite 149, eine Ounanspitze sei eine kleine Klinge oder Lamelle mit natürlich zugespitztem oder auch durch leichte Retuschierung verändertem, distalem Ende, deren Basis durch abrupte Retuschen, seltener durch flächige, so bearbeitet wurde, dass ein feiner stielartiger Bohrer*, sehr häufig gebogen, entstünde.

Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare entsprechen dieser Beschreibung, wenn auch eine Krümmung des Stiels nur sehr selten beobachtet werden konnte.

Die auf den Tafeln 32 und 33 gezeigten Artefakte verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Fundplätze:

Fundplatz Anzahl der gezeichneten Spitzen Anzahl der Spitzen des Fundplatzes % der Ounanspitzen am Gesamtinventar
1017 12 53 7,27
1023 9 32 1,30
1004 8 23 3,66
1072 6 20 16,00
2002 5 - -
1075 2 2 -
1005 1 10 1,11
1048 2 3 -
1013 2 14 4,44
1026 2 8 -
1046 2 3 3,49
0007 1 15 2,46
2003 1 - -
1074 1 1 -
0026 1 1 -
2001 1 - -
1009 1 2 -
0022 1 2 -
0046 1 1 -
1045 1 1 1,06
Total 60 191** 40,27
  • * Bohrer im typologischem Sinn.
  • ** ohne Fundstellen der Sammlung Ulbrich

Generell sind die Stiele mittig angesetzt und verlaufen geradlinig, ihre Länge beträgt rund ein Drittel der Gesamtlänge des Artefakts. Abweichungen von diesem Schema werden in der individuellen Kurzbeschreibung berücksichtigt, die Standarteigenschaften werden in diesen Beschreibungen nicht wiederholt.

Die Schwingen der Ounanspitze sind durchweg vom Typ D2, der Winkel zwischen Stielachse und unterer Schwingenbegrenzung ist stumpf, also größer als 90°.

Tafel Ä32

1.) 1017 – 31/38 Länge = 39,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,29

  • Das Material ist ein mittelbrauner Hornstein, an den Rändern leicht durchscheinend, der von einer hellbraunen, streifigen Patina überzogen ist. Weitere Bearbeitungsspuren fehlen. Die Unebenheiten an den Rändern der Ventralseite dürften auf mechanische Bearbeitungsspuren nach der Herstellung zurückzuführen sein.

2.) 0007 – 75/126 Länge = 40mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,21

  • Der Stiel dieser Spitze ist gegenüber der Mittelachse leicht versetzt und weist außerdem eine Krümmung auf. Beide Ränder, sowie das distale Ende sind mit feinen flachen bis halbsteilen Retuschen versehen. Das Rohmaterial ist ein braungrauer, schwach durchscheinender Feuerstein.

3.) 1004 – 140/7 Länge = 38,5mm ; Breite = 9,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,25

  • Der rechte Rand dieser Ounanspitze ist gewellt ausgearbeitet, feine Retuschen auf der Ventralseite belegt die Absicht dieser Gestaltung. Die wenigen Retuschen auf der Dorsalseite befinden sich am linken Rand und rechts am distalen Ende. Der verwendete Feuerstein ist stark transluzent und von schmutzig graubrauner Farbe.

4.) 1048 – 155/28 Länge = 38mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,28

  • Das Material dieser Spitze ist ein dunkelgrauer, an den Rändern bräunlich durchscheinender Hornstein. Der rechte Rand weist auf beiden Seiten Retuschen auf, welche auf der dorsalen Seite am distalen Ende konzentriert sind. Der linke Rand zeigt nur zwei Retuschen, diese ebenfalls am distalen Ende.

5.) 1013 – 66/43 Länge = 36mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Vom Material her bildet dieses Exemplar eine Ausnahme, es besteht aus quarzitischem Sandstein von einem sehr hellem Beige mit verschiedenfarbenen, auch roten Flecken. Außer den typischen Kantenretuschen am Stiel sind keine Bearbeitungsspuren vorhanden. In seiner Seitenansicht zeigt das Artefakt eine starke Krümmung.

6.) 1026 – 19/3 Länge = 37mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,28

  • Der linke Rand des Artefakts ist stark windüberformt, weitere Streifen in der Hornsteinmasse sind tief eingekerbt. Das Stück weist keine weiteren Retuschen auf. Die Patina ist von der typischen hellbraunen oder karamellartigen Farbe. Das Material ist opak.

7.) 1072 – 79/46 Länge = 34,5mm ; Breite = 8,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,25

  • Der Stiel dieser schlanken Ounanspitze ist nach rechts gebogen, während das distale Ende nach links abweicht. Einige wenige Kantenretuschen befinden sich am oberen Ende der Dorsalseite, die Ventralseite zeigt leichte Ouchtataretuschen, vor allem am linken Rand. Der braune Hornstein scheint an den Rändern schwach durch.

8.) 1004 – 150/42 Länge = 29mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,41

  • Diese leicht asymmetrische, breite Ounanspitze weist einige ventrale Retuschen am rechten Rand auf, sie besteht aus braunem, am Rand nur schwach durchscheinendem Hornstein.

9.) 1017 – 35/99 Länge = 33mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,30

  • Einige unregelmäßige Retuschen, auch auf der Ventralseite sind die einzigen zusätzlichen Bearbeitungsspuren dieses Exemplars. Der Stiel ist leicht gekrümmt. Der Rohstoff ist opaker, brauner Hornstein.

10.) 1023 – 73/73 Länge = 28mm ; Breite = 7mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,25

  • Der Stiel dieser schlanken Ounanspitze ist nur schwach ausgeprägt, er besitzt eine leichte Krümmung. Die wenigen zusätzlichen Modifikationen konzentrieren sich auf das distale Ende. Der braune Hornstein ist opak.

11.) 0026 – 174/25 Länge = 22mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,57

  • Diese kurze Spitze besitzt ein gerundetes, geschärftes, nicht abgebrochenes distales Ende. Weitere Retuschen fehlen. Der fleckig braune Hornstein ist an den Rändern leicht durchscheinend.

12.) 2001 - 68 Länge = 29mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,34

  • Dieses kleine, asymmetrische Artefakt erinnert an die Ounanspitzen von Agorass n´ Essoui im Tenere, Republique du Niger. Außer einigen wenigen, feinen Retuschen am distalen Ende werden keine weiteren Bearbeitungsspuren bemerkt. Das Material besteht aus nahezu unverwittertem, braunem, leicht transluzentem Feuerstein.

13.) 1072 – 79/51 Länge = 43,5mm ; Breite = 8mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,18

  • Die Kantenretuschen am proximalen Ende bewirken bei diesem sehr schlankem Exemplar keine Ausbildung von Schwingen. Nur durch die Tatsache, dass das Artefakt von einem unvermischtem Fundplatz stammt und in Gesellschaft weiterer Ounanspitze gefunden worden ist, lässt es zu, es ebenfalls als eine solche einzuordnen. Einige Kantenretuschen am distalen Ende des linken Randes vervollständigen die Bearbeitung des untypischen Stückes. Das Material besteht aus braunem, opakem Hornstein.

14.) 1017 – 35/92 Länge = 50mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,27

  • Der graue Hornstein, an den Rändern leicht durchscheinend, führt kleine Fossilienreste in seiner Masse. Das Ende ist abgerundet und weist schlecht zu definierende Bearbeitungsspuren auf. Beide Ränder der Ventralseite sind unregelmäßig mit Ouchtataretuschen versehen.

15.) 1023 – 73/70 Länge = 37mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,28

  • Außer dem Stiel sind bei diesem Artefakt der linke Rand und der distale Bereich des rechten Randes retuschiert. In der Seitenansicht weicht der Stiel stark von der Mittelachse ab. Der grau – braune Hornstein ist an den Rändern transluzent.

16.) 1017 – 31/36 Länge = 43mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,29

  • Der lange Stiel dieses Artefakts verdickt sich an seinem Ende. Randretuschen finden sich links im distalem Bereich. Der hellbeige patinierte Feuerstein ist leicht durchscheinend.

17.) 1004 – 198/34 Länge = 38mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,26

  • Dunkelbraun und opak ist diese Hornsteinspitze. Die zusätzliche Retuschierung beschränkt sich auf den oberen linken Rand über eine Länge von nicht mehr als rund 4mm.

18.) 1023 – 7/18 Länge = 43mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,28

  • Abgesehen von unregelmäßigen, minimalen Bearbeitungsspuren an den Rändern der ventralen Seite ist diese Ounanspitze ohne weitere Modifikationen geblieben. Der Hornstein ist hellbraun patiniert und scheint nicht durch.

19.) 1017 – 35/97 Länge = 45mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,22

  • Der Stiel des Artefakts befindet sich nicht in der Mittelachse und ist außerdem asymmetrisch gearbeitet ( siehe Nr. 12 dieser Tafel ). Die einzigen zusätzlichen Retuschen interessieren das distale Ende, welches links und rechts über eine Länge von 4mm kantenretuschiert ist. Der Rohstoff ist der häufige braune und opake Hornstein.

20.) 1017 – 31/37 Länge = 49mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,24

  • Fleckig hellgrau patinierter, durchscheinender Feuerstein diente zur Herstellung dieser Ounanspitze. Retuschen bleiben auf den Stiel beschränkt.

21.) 1023 – 30/125 Länge = 47,5mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,25

  • Neben dem Stiel sind auch die oberen Ränder über eine Länge von rund 4mm mit Kantenretuschen versehen. Der linke Rand zeigt die natürliche Kruste des leicht durchscheinenden, braun fleckigen Feuerstein.

22.) 1072 – 79/38 Länge = 47,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,21

  • Aus dieser wellenförmigen Klinge ist durch steile Kantenretuschen am proximalen Ende eine Ounanspitze geworden. Weitere Modifikationen fehlen. Das Material scheint an den Rändern leicht durch, es ist ein Hornstein in verschiedenen hellen Braun- und Beigetönen.

23.) 1026 – 19/1 Länge = 53,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,21

  • Die zusätzlichen Retuschierungen des Artefakts beziehen sich auf die Kerben des rechten Randes, welche sowohl auf der Dorsal- als auch auf der Ventralseite durch sehr feine Retuschen herausgebildet worden sind, sowie auf den distalen Bereich ebenfalls des rechten Randes, welcher hier feine Kantenretuschen über eine Länge von 3mm aufweist. Die große Kerbe rechts oben ist nicht retuschiert worden sondern stellt einen Bruch dar, der entweder aus versehen oder bewusst herbeigeführt worden ist. Das Material besteht aus hellbeige patiniertem, durchscheinendem Feuerstein.

24.) 1009 – 142/25 Länge = 56mm ; Breite = 9mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,16

  • Die sehr schlanke Ounanspitze ist auf der Dorsalseite zur Hälfte mit Kortex bedeckt, außer am Stiel sind Modifikationen nicht zu beobachten. Das schwach durchscheinende Material ist ein beigefarbener Feuerstein.

25.) 2002 - 24 Länge = 43mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,38

  • Nahezu achatartig gestreifter Feuerstein, gut durchscheinend und von braun – beiger Farbe, ist das Rohmaterial dieses Exemplars. Der obere, linke Rand weist auf beiden Seiten einige unregelmäßige, flache Retuschen auf. Die Kantenretuschen des Stiels sind sehr abrupt ausgebildet und nähern sich den 90° gegenüber der Seitenoberfläche.

26.) 1023 – 73/68 Länge = 31mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,42

  • Aus beige – grauem, transluzentem Feuerstein ist dieses Artefakt hergestellt. Der linke Rand weist zwei einzelne Retuschen auf.

27.) 1004 – 198/47 Länge = 40mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,41

  • Bei diesem Exemplar ist der Stiel durch halbsteile und nicht durch die üblichen steilen Kantenretuschen herausgearbeitet worden. Einige sehr feine Retuschen, auch auf beiden Seiten, vervollständigen die Modifikationen. Der beige – graue Feuerstein ist leicht transluzent.

28.) 2002 - 22 Länge = 40,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,36

  • Ohne jede weitere Modifikation ist diese Ounanspitze. Sie ist hergestellt aus beige – grauem, schwach durchscheinendem Feuerstein.

29.) 1017 – 35/88 Länge = 50mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,33

  • Auf beiden Seiten weist das Exemplar unregelmäßig verteilte Retuschen an den Ränder auf. Der beige -–graue schwach transluzente Feuerstein ist mit kleinen Fossilien durchsetzt.

30.) 1017 – 35/98 Länge = 39mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 5,5mm ; B/L = 0,33

  • Das stark asymmetrische Artefakt ist die einzige vom Verfasser beachtete Ounanspitze, die als Querschneider ausgebildet ist. Als zusätzliche Modifikation ist nur eine kleine Kerbe am distalen Ende des linken Randes zu erkennen. Gewonnen wurde das Exemplar aus beige – grauem, fossilienreichem Hornstein, der an den Rändern durchscheint.

Tafel Ä33

1.) 2002 - 23 Länge = 49,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,20

  • Streifiger, beigefarbener, gut durchscheinender Feuerstein mit rötlichen Reflexen diente zur Herstellung dieser Ounanspitze. Der gesamte linke Rand ist mit feinen halbsteilen Retuschen bedeckt, rechts sind die sehr feinen Retuschen auf den distalen Bereich beschränkt. In der Seitenansicht ist das Exemplar stark gebogen.

2.) 1072 – 79/27 Länge = 53mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,25

  • Das distale Ende sowie beide Ränder der Dorsalseite sind modifiziert, letztere nur teilweise. Auch die ventrale Seite weist einzelne Retuschen auf. Der opake, streifige Hornstein ist in verschiedenen Brauntönen gehalten.

3.) 1023 – 156/12 Länge = 52mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,30

  • Zusätzliche Modifikationen beschränken sich in der Hauptsache auf den rechten Rand des distalen Endes. In der Seitenansicht erscheint das Artefakt stark gekrümmt. Das Material ist ein an den Rändern durchscheinender Hornstein. In eine dunkelbeigefarbene Grundmasse sind schwarze Streifen schlierig und wolkig eingelagert.

4.) 1017 – 35/94 Länge = 49mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,20

  • Vor allem der linke Rand dieser Ounanspitze ist stark kantenretuschiert, Retuschen am distalen Ende des rechten Randes sowie einige kerbenartige Retuschen im medialen Bereich vervollständigen die zusätzlichen Modifikationen. Ein Teil der Oberfläche zeigt eine Kruste. Die hellbraune Patina zeigt dunkle Flecken. Das Licht scheint wesentlich stärker durch diese Flecken als durch den Rest der Feuersteinmasse.

5.) 1046 – 83/31 Länge = 56mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,20

  • Der linke Rand der Dorsalseite ist mit feinen, abrupten Retuschen bedeckt, am rechten Rand finden sich steile Retuschen am distalen Ende über eine Länge von 3mm. Das Ausgangsmaterial ist ein in verschiedenen Brauntönen gestreifter, opaker Hornstein.

6.) 1013 – 69/43 Länge = 49,5mm ; Breite = 13mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,26

  • Nur das obere Ende des linken Randes trägt einige feine Retuschen über eine Länge von rund 4mm. Das rechte Randstück des distalen Endes ist ausgebrochen. Der Rohstoff ist brauner Hornstein, der an den Rändern durchscheint.

7.) 1072 – 79/26 Länge = 40,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 5mm ; B/L = 0,26

  • Der linke Rand der Dorsalseite ist über seine Gesamtlänge halbsteil retuschiert, der rechte nur auf einer Länge von 2mm und zwar am distalen Ende. Der Stiel ist für eine Ounanspitze ungewöhnlich breit. Der braune Hornstein, aus dem das Artefakt gefertigt wurde, scheint an den Rändern durch.

8.) 1004 – 198/45 Länge = 40mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,28

  • Feinste Kantenretuschen sind über den linken Rand dieser Ounanspitze verteilt. Das flammenartig gestaltete Artefakt ist von beiger Farbe, das Hornsteinmaterial lässt das Licht gut an den Rändern durchscheinen.

9.) 1072 – 79/33 Länge = 37,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,27

  • Der stark außermittig angebrachte Stiel lässt wie bei Artefakt Nr. 12 der Tafel 32 einen Vergleich mit Ounanspitzen aus dem Teneré zu. Der mittelbraune Hornstein, der zur Herstellung diente, ist opak.

10.) 1046 – 30/83 Länge = 40mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,30

  • Bei diesem Artefakt ist der rechte Rand komplett kantenretuschiert, während am linken Rand der Dorsalseite lediglich die oberen 2mm modifiziert wurden. Das Exemplar besteht aus beige – grauem, schwach transluzentem Feuerstein.

11.) 1048 – 155/27 Länge = 36mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,32

  • Der rechte Rand der Dorsalseite ist über seine gesamte Länge, der linke nur über eine Distanz von 9mm am distalen Ende kantenretuschiert. Der Rohstoff, hellbrauner Hornstein, ist opak.

12.) 0046 – 170/5 Länge = 37mm ; Breite = 12mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,32

  • Das schwarz – braune Hornsteinmaterial schimmert an den Rändern bräunlich durch. Das Artefakt weist auf der Dorsalseite rechts oben Kantenretuschen über eine Länge von 10mm auf. Beide Ränder der Ventralseite sind unregelmäßig mit verschiedenartigen Retuschen oder auch akzidentellen Aussplitterungen versehen.

13.) 1045 – 22/85 Länge = 46,5mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,30

  • Beide Ränder sind im distalen Bereich kantenretuschiert, am linken Rand der Dorsalseite ziehen sich die Modifikationen tiefer hinab als am rechten. Der braune, streifige Hornstein scheint an den Rändern durch.

14.) 1004 – 01/3 Länge = 40mm ; Breite = 15,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,39

  • Die sehr kurvigen Ränder dieser Ounanspitze sind links im distalen Bereich über rund 10mm und rechts in einer Kerbe mit feinen, halbsteilen Retuschen versehen. Das transluzente Feuersteinmaterial ist von beige – grauer Farbe.

15.) 1023 – 7/40 Länge = 43,5mm ; Breite = 16,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,38

  • Der linke Rand der Dorsalseite ist vollständig, der rechte nur im oberen Drittel kantenretuschiert. In der Seitenansicht ist das Artefakt gebogen. Das braune, streifige Hornsteinmaterial ist opak.

16.) 1004 – 198/44 Länge = 45,5mm ; Breite = 15mm ; Dicke = 6,5mm ; B/L = 0,33

  • Der linke, konkave Rand der Dorsalseite ist vollständig retuschiert, es sind durchweg halbsteile Retuschen. Der rechte Rand ist konvex ausgebildet und nur im distalen Bereich finden sich über eine Länge von 10mm Kantenretuschen. Der Stiel ist außermittig angebracht und links mit einem Knick versehen. Der schwach durchscheinende Feuerstein ist von beige – grauer Farbe.

17.) 1017 – 33/36 Länge = 36,5mm ; Breite = 14,5mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,40

  • Nur das distale Ende ist durch feine Kantenretuschen modifiziert, über 7mm rechts und über 4mm links. Die Ventralseite weist keine Modifikationsspuren auf. Der beige – graue Feuerstein ist schwach transluzent.

18.) 1075 – 161/4 Länge = 33mm ; Breite = 14mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,42

  • Diese sehr kurzstielige Ounanspitze erinnert an Ounan – Harif – Spitzen mit einem durch zwei konkave Linien gebildetem, proximalem Ende. Das Artefakt weist einige Randretuschen auf, es ist aus schwach durchscheinendem beige – grauem Hornstein hergestellt.

19.) 1023 – 7/39 Länge = 31mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,40

  • Dieser fleckige, graue Feuerstein ist von ausgezeichneter Transluzenz. Das distale Ende trägt an beiden Rändern der Dorsalseite feine Kantenretuschen.

20.) 1017 – 31/39 Länge = 31,5mm ; Breite = 10mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,32

  • Dieser opake Hornstein lässt unter seiner hellbraunen Patina dunkle Streifen erkennen. Der linke Rand der Dorsalseite ist steil retuschiert.

21.) 2002 - 27 Länge = 33mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 3,5mm ; B/L = 0,33

  • Das distale Ende der dorsalen Seite ist an beiden Rändern mit sehr feinen Kantenretuschen versehen. Der Stiel ist in der Seitenansicht stark gebogen obwohl der Hersteller durch eine flache longitudinale Retusche auf der Ventralseite versucht hat diesen Fehler zu beseitigen. Das Material ist ein rötlich brauner, durchscheinender Feuerstein.

22.) 2003 - 16 Länge = 34,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,33

  • Diese Ounanspitze bildet eine Ausnahme da sowohl der Stiel als auch die Ränder alternierend retuschiert sind. Die Ränder sind links dorsal und rechts ventral bearbeitet, der Stiel rechts dorsal und links ventral. Die rechte Schwinge ist leicht ausgestellt. Der streifig braune Feuerstein ist durchscheinend.

23.) 1017 – 35/93 Länge = 34,5mm ; Breite = 11,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,33

  • Das Exemplar ist rundum kantenretuschiert. Der grau – braune Feuerstein ist schwach transluzent.

24.) 0022 – 176/6 Länge = 45,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4,5mm ; B/L = 0,24

  • Das distale Ende dieser Ounanspitze ist auf der Dorsalseite käntig retuschiert, weitere zusätzliche Bearbeitungsspuren fehlen. In der Masse des braunen Hornsteins sind schwarze Punkte und Streifen eingelagert. Die Ränder lassen etwas Licht durch.

25.) 1074 – 161/1 Länge = 29mm ; Breite = 7,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,26

  • Retuschen am distalem Ende der Dorsalseite sind neben den obligatorischen Kantenretuschen des Stiels die einzigen Bearbeitungsspuren an diesem Artefakt. Der braune Hornstein ist opak.

26.) 2002 - 25 Länge = 35,5mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 2,5mm ; B/L = 0,30

  • Durch seine parallel verlaufenden Ränder rückt dieses Exemplar in die Nähe von H3 – Spitzen, den „armatures a ecusson“. Das distale Ende der Dorsalseite ist mit Sorgfalt kantenretuschiert. Der Stiel ist in der Seitenansicht stark gekrümmt. Das Artefakt ist aus einem schlierig beige – braunem, transluzentem Feuerstein hergestellt.

27.) 1075 – 161/2 Länge = 38mm ; Breite = 10,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,28

  • Die Spitze und die leicht gewellten Ränder der Dorsalseite sind bei diesem Exemplar kantenretuschiert, lediglich ein kurzes Stück des linken Randes oberhalb der Schwinge ist von den Modifikationen ausgenommen. Die Pfeilspitze besteht aus beige – braunem, durchscheinendem Feuerstein.

28.) 1005 – 27/71 Länge = 34mm ; Breite = 12,5mm ; Dicke = 3mm ; B/L = 0,37

  • Das grau patinierte Artefakt war ursprünglich braun, das Gegenlicht scheint fleckig durch die Feuersteinmasse. Eine leichte Retuschierung konzentriert sich auf das distale Ende der Dorsalseite.

29.) 1023 – 7/25 Länge = 35,5mm ; Breite = 13,5mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,38

  • Der linke Rand der Dorsalseite ist über eine Distanz von 10mm vom oberen Ende her retuschiert. Der linke Rand ist über 17mm retuschiert, dadurch, dass die Kantenretuschen mit 90° angebracht worden sind, erscheinen sie nicht in der Darstellung. Der beigefarbene Feuerstein ist schwach durchscheinend.

30.) 1004 – 150/44 Länge = 26,5mm ; Breite = 11mm ; Dicke = 4mm ; B/L = 0,42

  • Bei diesem Exemplar handelt es sich vermutlich um eine abgebrochene und später nachgearbeitete Ounanspitze. Von beiden Seiten ist versucht worden ein noch brauchbares Werkzeug herauszuarbeiten. Der streifig braune Hornstein ist opak.

Tafel Ä33A und Tafel Ä33B Beschreibung

Auf den Fundplätzen von Klassischen Ounanspitzen, wie 1072, 1004, 1023, 0006, 0007 und anderen, finden sich im Arbeitsbereich Abu Tartur auch solche Pfeilspitzen, die keinen bohrerartigen Stiel aufweisen, sondern am Stielende eine Bruchfläche zeigen bzw. eine Schlagfläche samt dazugehörendem Bulbus. Der Bulbus kann sowohl durch steile Retuschen, im Ausnahmefall auch durch flache Druckretuschen, modifiziert worden sein, als auch unbearbeitet geblieben sein. Stücke mit Bulbus bilden die kleinere Gruppe, bei der Mehrzahl dieser Artefakte wurde der Bulbus mittels beiderseitiger Kerben oberhalb desselben und einem herbeigeführtem Bruch an der engsten Stelle zwischen den Kerben entfernt.

Eine große Ähnlichkeit mit den so entstandenen, häufig breitstieligen Bewehrungen weisen die „Gafsaspitzen“ auf. Sie sind auf den Tafeln T2, T3 und T4 dargestellt und beschrieben. Ein Unterschied besteht in der Vielfalt der Modifikationsmöglichkeiten der Behandlung der Stielbasis. Während es bei den in Abu Tartur beobachteten Exemplaren drei Varianten, wie oben ausgeführt, gibt, kennen die „Gafsaspitzen“ weitere Möglichkeiten wie die Kantenretuschierung der gebrochenen Stielbasis und die Platzierung des Bulbus am distalen Ende.

Gemeinsame Merkmale der hier vorgestellten Abu Tartur Pfeilspitzen bestehen vor allem in der engen Verwandtschaft zu klassischen Ounanspitzen. Sie sind ausschließlich aus Klingen und Lamellen gefertigt. Das distale Ende wird durch die spitz zusammenlaufenden Klingenränder gebildet. Bedingt durch die Kerbtechnik haben die Schwingen die Form des Typus D2. Modifikationen der Ränder und des distalen Endes sind häufig, können aber auch fehlen. Als Rohmaterial ist vielfach karamellfarbener, opaker Hornstein im Gebrauch. Aber auch graue, opake sowie transluzente braun- und beigetönige Feuersteine sind üblich.

Tafel Ä33A

1.) 1072-79/30 Länge = 45,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,28

  • Die Pfeilspitze weist einen Bulbus auf, welcher auf der ventralen Seite durch steile Retuschen teilweise abgetragen wurde. Auf der dorsalen Seite wurde der Stiel durch zusätzliche steilen Retuschen in seiner Dicke reduziert. Das Exemplar zeigt keinerlei Modifikationen an Rändern und distalem Ende.

2.) 1072- 79/29 Länge = 36,5mm, Breite = 12,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,34

  • Die Stielbasis besteht aus einer Bruchfläche. Beide Ränder sind mit flachen Randretuschen versehen.

3.) 1072-79/43 Länge = 37mm, Breite = 12mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,32

  • Der kurze Stiel weist eine große Bruchfläche an seinem Ende auf. Randmodifikationen beschränken sich auf drei kleine, flächige Retuschen am rechten Rand nahe der Schwinge. Das Rohmaterial ist wie für die Nr.1 und Nr.2 dieser Tafel der typische karamellfarbene, opake Hornstein.

4.) 1072-79/39 Länge = 40,5mm, Breite = 10mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,25

  • Das Stielende wird durch eine Bruchfläche gebildet. Das distale Ende ist modifiziert und der Werkstoff besteht aus transluzentem Feuerstein, der mit hellbeigefarbener Patina überzogen ist.

5.) 1071-79/26 Länge = 40mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,26

  • Distales Ende und der gesamte linke Rand sind mit Retuschen versehen. Der relativ lange Stiel endet in einer Bruchfläche. Als Material diente karamellfarbener, opaker Hornstein.

6.) 1072-79/3 Länge = 28,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,42

  • Diese kurzstielige Spitze endet ebenfalls mit einer Bruchfläche und sie besteht ebenfalls aus karamellfarbenem Hornstein. Die Modifikationen bestehen an beiden Rändern aus unregelmäßigen Retuschen.

7.) 1072-79/48 Länge = 53mm, Breite = 8mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,15

  • Obwohl sehr schlank, ist die Spitze auf die gleiche Art hergestellt worden wie die anderen hier vorgestellten Stücke. Der Stiel endet in einer kleinen Schlagfläche. Der Bulbus wurde durch seitliche, steile Retuschen zum Teil abgetragen. Das distale Ende ist von beiden Seiten modifiziert worden. Der Werkstoff ist karamellfarbener Hornstein.

8.) 1072-79/42 Länge = 41,5mm, Breite = 14mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,34

  • Das Rohmaterial der Pfeilspitze besteht aus creme- bis beigefarbenem Feuerstein, in der transluzenten Grundmasse sind opake, streifig- wolkige Verunreinigungen eingebettet. Der Stiel ist unsauber abgebrochen, es zieht sich eine Bruchfläche von der Stielachse schräg bis zur rechten Schwinge. Nachträglich wurde der rechte Stielrand mit halbsteilen, kleinen Retuschen versehen. Die Stielbasis ist eine klare Bruchfläche. Randmodifikationen bestehen aus zwei Retuschen, wobei die am linken Rand wahrscheinlich akzidentiell ist.

9.) 1072-79/46 Länge = 39mm, Breite = 10mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,26

  • Die Stielbasis besteht aus einer Schlagfläche, der Bulbus wurde durch eine einzige Druckretusche in seiner Dicke reduziert. Der Stiel ist nicht nur durch die seitlichen abrupten Retuschen sondern auch auf seiner Dorsalseite durch flache Retuschen geformt worden. Randretuschen bestimmen das distale Ende. Gestreifter und gefleckter Karamellhornstein lieferte das Material zu dieser Pfeilspitze.

10.) 1072-80/51 Länge = 36mm, Breite = 9,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,26

  • Sehr kurze, steile Randretuschen und eine Bruchfläche als Basis charakterisieren diese Pfeilspitze aus Karamellhornstein. Das distale Ende weist wenige aber sauber ausgeführte Randretuschen auf.

11.) 1017-35/52 Länge = 37,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,31

  • Der Werkstoff dieser Pfeilspitze ist der gleiche wie der der Nr. 10 dieser Tafel. Das proximale Ende ist bestimmt durch steile, konkav geführte Randretuschen und einen glatten Bruch als Basis. Die leicht gewellten Ränder weisen nur zufällige Retuschen auf.

12.) 1017-35/25 Länge = 32,5mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,32

  • Durchscheinender, brauner Feuerstein wurde zur Herstellung dieser Pfeilspitze benutzt. Durch den langen, heruntergezogenen Stiel bedingt ist die das Ende bildende Bruchfläche relativ klein. Außer den steilen Randretuschen, welche die Begrenzungen des proximalen Endes bilden, sind keine Modifikationen zu beobachten.

13.) 1017-31/43 Länge = 39mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,27

  • Die breiteste Stelle der Pfeilspitze liegt nicht wie üblich in Höhe der Schwinge sondern im medialen Bereich. Das Stielende besteht aus einer Bruchfläche. Die Ränder verlaufen leicht gewellt und weisen einige zufällige Retuschen auf. Das Material besteht aus schwach transluzentem, braunem Feuerstein.

14.) 1017-131/32 Länge = 36,5mm, Breite = 10mm, Dicke = 2,5mm, B/L = 0,27

  • Das Material ist schmutzig brauner Hornstein, der leicht an den Rändern durchscheint. Schwingen und Stielbegrenzungen sind asymmetrisch angeordnet, die Stielbasis besteht aus einer Bruchfläche. Das distale Ende weist am linken Rand einige steile Retuschen auf, beide Ränder sind mit feinen Retuschen versehen.

15.) 1017-31/46 Länge = 41mm, Breite = 13,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,33

  • Der Rohstoff ähnelt dem der Nr. 14 dieser Tafel. Auch das proximale Ende ist wie bei Nr. 14 asymmetrisch, das Stielende ist ebenfalls eine Bruchfläche. Lediglich das distale Ende weist einige Retuschen auf.

16.) 1004-198/6 Länge = 34,5mm, Breite = 9mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,26

  • Die Pfeilspitze aus karamellfarbenem Hornstein ist durch einen schlanken Stiel und eine sehr kleine Bruchfläche charakterisiert, sie könnte fast als Ounanspitze bezeichnet werden. Nur das äußerste distale Ende ist modifiziert.

17.) 1005-1/22 Länge = 34,5mm, Breite = 14mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,41

  • Ursprünglich war das Material ein brauner, transluzenter Feuerstein, es ist jedoch vollständig mit einer hellgrauen Patina überzogen, die das Gestein opak erscheinen lässt. Außer den abrupten Retuschen, womit Stiel und Schwingen herausgearbeitet worden sind, gibt es keine weiteren Modifikationen. Die dicke Stielbasis besteht aus einer Bruchfläche.

18.) 1004-140/78 Länge = 40,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,27

  • Grauer, opaker Hornstein wurde zur Herstellung dieser windüberformten Pfeilspitze verwendet. Stiel und Schwingen werden wie üblich durch konkav angelegte, kantenretuschierte Ränder und einen glatten Bruch an der Stielbasis gebildet. Bei diesem Exemplar kommt noch eine flache Druckretusche am Stielende auf der Ventralseite hinzu. Das distale Ende wurde bis zur Mitte der Pfeilspitze durch abrupte Retuschen modifiziert.

19.) 1004-198/29 Länge = 40,5mm, Breite = 15mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,37

  • Das Exemplar aus karamellfarbenem Hornstein weist am Stielende Bulbus und Schlagfläche auf. Der Bulbus ist intakt, dagegen wurde auf der Dorsalseite die Dicke des Stiels durch Retuschen vermindert. Körper und distales Ende zeigen keine Modifikationen.

20.) 1005-1/69 Länge = 36,5mm, Breite = 8mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,22

  • Die schlanke Spitze ist aus grauem, leicht an den Rändern durchscheinendem Hornstein gearbeitet. Stiel und Schwingen sind durch steil retuschierte Kerben und einer Bruchfläche am Stielende gekennzeichnet. Auf der Ventralseite sind einige flache Retuschen zur Verringerung der Dicke angebracht. Das distale Ende wurde am rechten Rand leicht modifiziert.

21.) 0007-75/124 Länge = 35mm, Breite = 13,5mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,39

  • Das Gestein dieser Pfeilspitze ist grau und scheint an den Rändern bräunlich durch. Das Stück zeichnet sich dadurch aus, dass der Stiel auf der Dorsalseite durch steile Retuschen bearbeitet wurde. Randkerben und Bruchfläche am Stielende entsprechen dem üblichen Schema. Am distalen Ende und an den Rändern auf der Ventralseite sind akzidentelle Retuschen zu erkennen.

22.) 0006-112/64 Länge = 31mm, Breite = 12mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,39

  • Dunkelgrauer Hornstein, leicht an den Rändern durchscheinend, wurde verwendet. Das abgebrochene Stielende ist kurz und breit. Außer den Randkerben am proximalen Ende weist die Pfeilspitze am distalen Ende steile Retuschen bis in den medialen Bereich auf.

23.) 0006-133/46 Länge = 30mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,40

  • Nur der proximale Bereich der Pfeilspitze ist bearbeitet und zwar auf die übliche Art mit einer Bruchfläche am Stielende und steilen Retuschen an den Stielrändern. Das Material ist ein karamellfarbener Hornstein.

24.) 0007-110/85 Länge = 36mm, Breite = 12mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,33

  • Die stark asymmetrische Pfeilspitze ist aus transluzentem, braun- grauem Feuerstein hergestellt. Die linke Kerbe ist nur schwach ausgeprägt, der Bruch des Stielendes ist nicht glatt sondern gestuft. Das Exemplar weist am distalen Ende und am rechten Rand Retuschen vom Typ Ouchtata auf.

25.) 0007-75/114 Länge = 31,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,35

  • Wie die Nr. 24 dieser Tafel ist auch dieses Stück asymmetrisch angelegt. Es besteht aus karamellfarbenem Hornstein, weist im Stielbereich die gewohnten Kerben auf und am Stielende eine Bruchfläche. Distales Ende und der untere, rechte Rand sind retuschiert.

Tafel Ä33B

1.) 0006-133/48 Länge = 25,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,43

  • Die Pfeilspitze ist rundum kantenretuschiert, im Bereich des Stiels und der Schwingen von der Dorsalseite, im distalen Bereich von der Ventralseite her. Schlagfläche und Bulbus sind durch steile Retuschen komplett abgetragen worden. Das Material ist karamellfarbener Hornstein.

2.) 0007- 110/15 Länge = 23mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,46

  • Aus dem gleichen Material wie die Nr. 1 dieser Tafel, weist auch diese Pfeilspitze keine Schlagfläche auf, sie wurde durch steile Retuschen von der Dorsalseite her zerstört. Der Bulbus wurde durch harte Retuschen in seinen Dimensionen verringert. Der rechte Rand weist auf seiner Gesamtlänge steile Retuschen auf, am linken Rand sind einige flache Retuschen zu beobachten.

3.) 1023-7/41 Länge = 31,5mm, Breite = 9mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,29

  • Das Material ist beige- grauer, an den Rändern durchscheinender Hornstein. Das Exemplar besitzt eine Schlagfläche und einen Bulbus, beides ist durch Kantenretuschen am Stielende der Ventralseite verringert bzw. abgetragen worden. Der Stiel zeigt ebenfalls zwei flache Retuschen in der Nähe des Bulbus. Das distale Ende ist sparsam modifiziert.

4.) 1072-79/28 Länge = 40mm, Breite = 13mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,33

  • Das Material ist vergleichbar mit dem der Nr.3 dieser Tafel. Das Exemplar zeigt die typische Bruchfläche am Stielende sowie die konkaven, steil retuschierten Kerben, die Stiel und Schwingen bilden. Das distale Ende ist abgebrochen, der rechte Rand ist durch Ouchtata- Retuschen modifiziert.

5.) 0007-137/62 Länge = 35mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,33

  • Die Pfeilspitze aus karamellfarbenem Hornstein ist gekennzeichnet durch einen kurzen Stiel und eine große Bruchfläche am Ende desselben. Distales Ende und rechter Rand weisen unbedeutende, zufällige Retuschen auf.

6.) 1023-7/61 Länge = 44mm, Breite = 9mm, Dicke = 2,5mm, B/L = 0,20

  • Das Material ist ähnlich wie bei Nr.5 dieser Tafel. Mit ihren konkaven, steil retuschierten Kerben und einer sauberen Bruchfläche als Stielbegrenzungen ist die Pfeilspitze ein klassischer Vertreter ihres Typs. Weitere Modifikationen sind nicht vorhanden.

7.) 1023-7/16 Länge = 40mm, Breite = 10mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,25

  • Das Material gleicht dem von Nr.5 und Nr.6 dieser Tafel. Die Bearbeitung entspricht der Nr.6 dieser Tafel mit der Ausnahme, dass die linke Kerbe nicht konkav sondern geradlinig verläuft.

8.) 0007-75/123 Länge = 46mm, Breite = 16mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,35

  • Rotbrauner, opaker Hornstein, wie er in Knollen in den tonigen Interkalationen der Vor- Maestricht Schichten vorkommt, wurde zur Herstellung dieser Pfeilspitze gewählt. Beide Kerben sind konkav, der Bruch am Stielende ist glatt. Auf der Dorsalseite sind am Stiel zwei flache Retuschen zur Beseitigung des zentralen Grates angebracht. Das distale Ende ist abgebrochen, Randretuschen, vor allem am linken Rand, sind zufällig.

9.) 1023-50/57 Länge = 30,5mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,34

  • Das proximale Ende ist mit gebrochenem Stielende und den abrupt retuschierten, seitlichen Kerben auf die gewohnte Art bearbeitet. Das Exemplar aus karamellfarbenem bis braunem Hornstein weist nur wenige Bearbeitungsspuren am rechten Rand auf.

10.) 1023-7/13 Länge = 44mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,27

  • Auch bei dieser Pfeilspitze ist der Rohstoff der karamellfarbene Hornstein. Der Stiel- und Schwingenbereich weist steil retuschierte Randkerben und einen glatten Bruch auf. Durch kurze Retuschen auf beiden Seiten ist versucht worden, das Stielende dünner zu gestallten. Das distale Ende zeigt einige Modifikationen.

11.) 1023-7/43 Länge = 31,5mm, Breite = 10mm, Dicke 3,5mm, B/L = 0,32

  • Das Stielende steht schräg zur Längsachse, es besteht aus einer glatten Bruchfläche. Der Stiel ist auf der Dorsalseite durch eine flache Druckretusche in seiner Dicke reduziert. Die Randkerben folgen dem üblichen Schema. Der Werkstoff entspricht dem der Nr.10 dieser Tafel.

12.) 1023-30/123 Länge = 35,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,32

  • Die Stielbasis dieses Exemplars ist sehr schmal, da die Randkerben an der Bruchstelle eng zusammen liegen. Der linke Rand ist vom distalen Ende bis in die Mitte mit halbsteilen Retuschen versehen. Das Material ist ähnlich dem der Nr.11 dieser Tafel.

13.) 1023-7/10 Länge = 35,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,31

  • Wie die weiter oben behandelten Stücke besteht auch diese Pfeilspitze aus karamellfarbenem Hornstein. Die Modifikationen beschränken sich auf die stielbildenden Randkerben sowie auf die wenigen Druckretuschen, welche im proximalen Bereich die Materialstärke von beiden Seiten her verringern.

14.) 1023-7/1 Länge = 46,5mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,23

  • Hellgrauer, an den Rändern durchscheinender Hornstein wurde als Werkstoff benutzt. Das proximale Ende ist wie üblich durch die Bruchfläche des Stielendes und zwei steil retuschierte Randkerben gekennzeichnet. Das distale Ende weist ebenfalls Modifikationen auf.

15.) 1023-50/69 Länge = 24mm, Breite = 11mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,46

  • Der zweifarbige Hornstein ist teilweise gesprenkelt, die Farben sind ein dunkles Rotbraun und ein helles Braun. Der Stiel ist wie üblich bearbeitet d.h. steile Randkerben und ein glatter Bruch am Stielende. Eine flache Druckretusche auf der Dorsalseite von der Stielbasis aus geführt, vermindert die Dicke des Stiels. Am abgebrochenem, distalen Ende sind links noch zwei Retuschen zu erkennen.

16.) 1022-148/50 Länge = 54,5mm, Breite = 14,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,27

  • Der in Richtung der Längsachse gestreifte Hornstein zeigt die verschiedenen Karamelltöne. Der Rest einer Schlagfläche ist am Stielende zu erkennen, der Bulbus wurde durch flache Retuschen abgetragen. Auch auf der Dorsalseite ist der Stiel durch Retuschen in seiner Dicke verringert worden. Neben den Randkerben im Stiel- und Schwingenbereich sind noch einige flache Retuschen am oberen rechten Rand zu erkennen. Das distale Ende ist abgebrochen.

17.) 1021-92/15 Länge = 40,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,32

  • Die windüberformte Pfeilspitze ist aus opakem, mit grau- brauner Patina überzogenem Hornstein hergestellt. Sie ist rundum mit steilen Retuschen versehen, am distalen Ende liegen sie auf einer kurzen Distanz auf der Ventralseite. Ebenfalls auf der ventralen Seite liegen die Kantenretuschen am linken Stielrand, dort sind auf der Dorsalseite flache Retuschen angebracht. Die Stielbasis besteht aus einer Bruchfläche.

18.) 1013-43/62 Länge = 40,5mm, Breite = 14,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,36

  • Die Pfeilspitze ist aus beige- grauem, opakem Hornstein gefertigt. Sie ist auf ihrem Gesamtumfang meistens von der Dorsalseite aber auch von der Ventralseite her kantenretuschiert. Das distale Ende läuft nicht spitz zu, sondern ist wie eine Schneide, von beiden Seiten geschärft, gestaltet. Die Stielbasis besteht aus einer Bruchfläche.

19.) 1005-1/1 Länge = 27mm, Breite = 9mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,33

  • Während die untere Stielhälfte grau gefärbt ist, ist der Rest der Pfeilspitze von einem hellem Beige. Der verwendete Hornstein ist opak. Der linke Stielrand verläuft mit seinen abrupten Retuschen geradlinig, der rechte ist im Prinzip konkav. Die Stielbasis besteht aus einem Bruch.

20.) 1013-43/56 Länge = 32,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,37

  • Das proximale Ende wird durch die beiden geradlinigen, abrupt retuschierten Kerben und die Bruchfläche am Stielende bestimmt. Das distale Ende ist nur leicht modifiziert. Das Gestein ist beige- grauer, opaker Hornstein.

21.) 1004-150/46 Länge = 44mm, Breite = 12,5mm, Dicke = 4,5mm, B/L = 0,28

  • Beige- grauer, an den Rändern leicht durchschimmernder Hornstein ist der Werkstoff dieser windüberformten Pfeilspitze. Bruchfläche und zwei konkave Randkerben bestimmen das proximale Ende. Beide Ränder sind leicht retuschiert. Das distale Ende ist abgebrochen.

22.) 1004-150/45 Länge = 41mm, Breite = 13,5mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,33

  • Eine Schlagfläche ist bei diesem Exemplar aus karamellfarbenem Hornstein nicht mehr zu erkennen, sie wurde wegretuschiert. Desgleichen der Bulbus, der durch harte, seitliche Retuschen und durch ventrale Retuschen in seiner Dicke stark verringert wurde. Die dorsale Seite im proximalen Bereich zeigt ebenfalls Retuschen, welche die Materialstärke mindern. Außer den steilen, konkav geführten Retuschen der Randkerben sind noch feine Retuschen am oberen, linken Rand zu bemerken.

23.) 1004-140/79 Länge = 39,5mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,27

  • Die Pfeilspitze besteht aus dem gleichen Gestein wie die Nr.21 dieser Tafel. Die Kerben im Stielbereich verlaufen rechts nahezu geradlinig und links konkav. Die Bruchfläche am Stielende ist leicht abgeschrägt. Das distale Ende ist abgebrochen, die Ränder zeigen keinerlei Modifikationen.

24.) 0011-86 Länge = 20mm, Breite = 9mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,45

  • Die Silhouette des Exemplars gleicht fast der einer Blattspitze. Aber sowohl die Randkerben im proximalen Bereich sind vorhanden als auch die Bruchfläche am Stielende. Die geradlinige Kerbe am linken Rand geht über in steile Randretuschen, die bis zum abgebrochenen, distalen Ende reichen. Die rechte Kerbe ist konkav ausgebildet. Der rechte Rand weist flache Druckretuschen auf, die ebenfalls bis zum distalen Ende reichen. Das Gestein ist hellbrauner, opaker Hornstein.

25.) 1072-80/4 Länge = 14mm, Breite = 8,5mm, Dicke = 3mm

  • Das Artefakt ist ein proximaler Kerbrest mit einer Kerbe und einer Bruchfläche, die im rechten Winkel zur Längsachse steht. Das Material ist karamellfarbener, opaker Hornstein.

26.) 1004-150/13 Länge bis zur Bruchstelle = 45mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 6,5mm

  • Da das abgebrochenen, distale Ende möglicherweise länger war als 5mm und so die Gesamtlänge größer als 50mm war, wird das Exemplar als Klinge eingeordnet, in diesem Fall als Kerbklinge. Der Fundkomplex macht es wahrscheinlich, dass es sich um eine Vorstufe zur Herstellung einer Pfeilspitze des Typs wie er auf dieser Tafel beschrieben wird, handelt. Bei einem Bruch an der schmalsten Stelle des ausgekerbten Bereichs würden eine Pfeilspitze und ein Kerbrest mit zwei sich gegenüberliegenden Kerben entstehen.

Tafel Ä34

1.) 1005-03/50 Länge = 52mm, Breite = 31,5mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,61

  • Diese asymmetrische, gestielte Pfeilspitze ist ein ausgezeichneter Vertreter des Typus J3 nach der Klassifikation von Hugot. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert, der linke Rand verläuft in einer konkaven Linie, die Schwinge ist vom Typ D3, der rechte Rand ist wellig konvex und endet in einer D2 Schwinge. Der breit angesetzte Stiel hat die Form eines Dreiecks. Der streifig braune Hornstein scheint an den Rändern durch.

2.) 1046-83/33 Länge = 52mm, Breite = 28,5mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,55

  • Brauner Feuerstein ist das Material dieser J3- Spitze, durch die hellbeigefarbene Patina, die den größten Teil der Oberfläche bedeckt, ist die Lichtdurchlässigkeit des Materials gemindert. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert, die Ränder verlaufen in konvexen Linien. Der breite Stiel verjüngt sich, er endet in einer geraden Linie. Die Schwingen sind vom Typ D2 bzw. D3.

3.) 1024-74/63 Länge = 54,5mm, Breite = 24mm, Dicke = 7,5mm, B/L = 0,44

  • Diese J3- Spitze mit nahezu geradlinigen Rändern ist beidseitig flächenretuschiert. Sie besteht aus dunkelbraunem, opakem Hornstein, der in der Kerbe im oberen linken Rand sichtbar wird. Die Patina, von der die gesamte Oberfläche überzogen ist, weist gelbe und rote Ockertöne auf und ebenfalls Braun und Schwarz. Die seitlichen Stielbegrenzungen verlaufen schwach konkav, das Stielende wird durch eine gerade, schräg verlaufende Linie gebildet. Die Schwingen sind vom Typ D2 und D3.

4.) 1023-73/92 Länge = 58mm, Breite = 21mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,36

  • Bis auf die unmodifizierte Spaltfläche, welche die Hälfte der Rückseite einnimmt, ist diese J9- Spitze beidseitig flächenretuschiert. Die Ränder sind wie die Schwingen asymmetrisch angelegt. Die Ränder verlaufen links in zwei Abschnitten leicht konkav, rechts konvex. Die Schwingen sind links vom Typ D1 und rechts gerundet, vergleichbar mit D21. Der Stiel wird durch zwei konkave, seitliche Linien gebildet, er verdickt sich an seinem Ende zu einer rundlichen Form. Der benutzte Hornstein ist opak und die Patina zeigt ein helles Rotbraun sowie an anderen Stellen ein dunkles Braun.

5.) 1023-73/91 Länge = 65mm, Breite = 31mm, Dicke = 8mm, B/L = 0,48

  • Dieses seltene und kuriose Exemplar ist schwer zu definieren. Ist es eine A- Spitze mit konkaven Rändern und ausgekehlter Basis oder eine J4- Spitze mit gebogenem Stiel oder noch etwas anderes? Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und das Rohmaterial ist dunkelbrauner, leicht durchscheinender Feuerstein.

6.) 1023-1/22 Länge = 58mm, Breite = 26,5mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,46

  • Das in Abu Tartur einzigartige Artefakt scheint eine gut durchdachte Harpunenspitze vom Typ J7 zu sein. Es ist auf beiden Seiten flächenretuschiert. Der linke Rand verläuft in einer eleganten konkavo- konvexen Linie, während der kürzere rechte Rand konvex gestaltet ist. Das Ende der kurzen Schwinge wird durch eine kleine, aber deutliche, natürliche Fläche gebildet, so dass ein Nacharbeiten einer zerbrochenen Pfeilspitze ausgeschlossen werden kann. Das Material ist hellbraun patinierter, opaker Hornstein.

7.) 0003-117/13 Länge = 57mm, Breite = 26,5mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,46

  • Die dunkelrotbraune J3- Pfeilspitze ist aus einem dünnplattigem Hornstein, an den Rändern schwach durchscheinend, hergestellt. Das ansonsten flächenretuschierte Exemplar zeigt auf beiden Seiten natürliche Flächen, die unbearbeitet geblieben sind. Beide Ränder verlaufen in konvexen Linien, der Stiel ist geknickt und asymmetrisch. Die Schwingen sind vom Typ D2 und D3.

8.) 1024-74/1 Länge = 39mm, Breite = 14,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,37

  • Diese schön ausgeprägte, auf beiden Seiten flächig retuschierte J11- Spitze ist aus opakem Hornstein hergestellt. Die Farbe der Vorderseite ist dunkelbraun, teilweise ist sie überlagert von einer hellbeigen Patina, die aber schon vor der Fertigung des Artefakts existiert hat. Die Rückseite ist hellbraun. Die Ränder verlaufen in konkavo- konvexen Linien, rechts durch den ausgestellten Widerhaken ausgeprägter als links. Die Stielränder verlaufen parallel zur Längsachse, das Ende ist abgerundet. Die Schwingen sind vom Typ D1 und D3.

9.) 1046-83/15 Länge = 28,5mm, Breite = 14,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,51

  • Das gleichmäßig mittelbraune Exemplar sticht hervor durch die Gestaltung des distalen Endes, durch kurze konkave Linien wird die aktive Spitze besonders betont. Ansonsten verlaufen die Ränder konkavo- konvex links und konvex rechts. Der Stiel wird durch seine konkaven Seitenbegrenzungen bestimmt, er endet in einer Spitze. Das Artefakt ist gänzlich flächenretuschiert, der Rohstoff besteht aus opakem Hornstein.

10.) 1005-03/59 Länge = 30,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,43

  • Die fast bajonettartig versetzt anmutende Pfeilspitze ist in ihrer oberen Hälfte stark windüberformt, beide Seiten sind flächig bearbeitet. Sie besteht aus opakem Hornstein mit beigefarbener Patina. Beide Ränder verlaufen mehr oder weniger geradlinig, der kräftige Stiel ist relativ lang, nimmt er doch die Hälfte der Gesamtlänge ein. Die Schwingen sind vom Typ D1 und D2, daher ist das Exemplar unter J3 einzuordnen.

11.) 1024-74/5 Länge = 34mm, Breite = 13,5mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,40

  • Außer einer kleinen Spaltfläche auf der Vorderseite ist die Pfeilspitze flächenhaft retuschiert. Sie macht einen recht klobigen Eindruck und erscheint in der Seitenansicht gekrümmt. Der linke Rand ist leicht konvex, der rechte ein wenig konkav angelegt. Die Schwingen entsprechen dem Typus D2 und D3. Der opake Hornstein ist dunkelbraun, große Partien sind jedoch beigefarben patiniert. Das Stück ist unter J3 zu klassieren.

12.) 2001 - 064 Länge = 26mm, Breite = 12,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,48

  • Diese mit leicht konvexen Rändern versehene J3- Spitze ist auf beiden Seiten flächenretuschiert. Die Schwingen sind rechts vom Typ D3 und links vom Typ D2. Das Exemplar besteht aus beigebraun patiniertem, opakem Hornstein.

13.) 1005-03/70 Länge = 30,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 2,5mm, B/L = 0,36

  • Die perfekt geradlinigen Ränder dieser J3- Spitze gehören in Abu Tartur zu den Ausnahmen, die gekrümmte Linie hat allenthalben den Vorzug. Das Exemplar aus dunkel rotbraunem und opakem Hornstein ist flächenretuschiert, die Schwingenkombination ist D2/D3.

14.) 2002-14 Länge = 28mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,43

  • Dieses Exemplar ist eher eine asymmetrische D2- Spitze mit nach oben weisenden Schwingen als eine J3- Spitze. Die Flächenretuschierung erstreckt sich auf beiden Seiten, die Ränder sind links leicht konvex und rechts leicht konkav. Das Stück ist gefertigt aus einem mit hellbrauner Patina bedecktem, opakem Hornstein.

15.) 1026-19/51 Länge = 21,5mm, Breite = 14,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,67

  • Diese stark asymmetrische Pfeilspitze könnte unter D2 eingeordnet werden. Sie ist beidseitig flächenretuschiert und besitzt geradlinige Ränder. Der Rohstoff ist beigebraun patinierter, opaker Hornstein.

16.) 1023-73/78 Länge = 26mm, Breite = 15,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,60

  • Das kantenretuschierte, stark asymmetrische Artefakt kann als Ounan- Harif- Spitze angesehen werden oder im System Hugot als H5- Spitze (siehe Nr.12 und Nr.13 Tafel 35). Das Exemplar weist auf der Ventralseite weitere Kantenretuschen am proximalen, linken Rand auf. Es ist aus grauem, opakem Hornstein gefertigt.

17.) 1006-153/9 Länge = 33mm, Breite = 15,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,47

  • Diese schöne J3- Spitze ist eine Kombination von D2 und D3- Spitzen. Die geradlinigen Ränder weisen Kerben auf, eine rechts oberhalb des großen Widerhakens, zwei in der Mitte des linken Randes. Das Artefakt ist auf beiden Seiten mit Flächenretuschen versehen. Das Material ist grauer, opaker Hornstein.

18.) 1026-19/20 Länge = 34,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,33

  • Auf den ersten Blick erscheint das Artefakt eine besondere, mit zwei Kerben oberhalb des Widerhakens versehene J3- Spitze zu sein. Bei genauerer Beobachtung ist festzustellen, dass der rechte Rand vom Wind abgeschliffen wurde. Wahrscheinlich handelte es sich bei dem flächenretuschierten Stück um eine D31- Spitze, ähnlich denen auf Tafel 19 gezeigten. Der cremefarben patinierte Hornstein ist opak.

19.) 1005-03/72 Länge = 23mm, Breite = 12,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,54

  • Als unproportioniert und ballistisch wenig wirksam erscheint diese J3- Spitze. Das kreuzförmige Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert und besteht aus hellbeige patiniertem, opakem Hornstein. Eine Parallele zeigt sich vielleicht zu den von Jean und Michel Gaussen vorgestellten „fleches oiseau“ (1988, Fig. 121) aus dem Tilemsi Gebiet in Mali. Einige von ihnen weisen ähnlich bizarre Formen auf, auch die Größenordnung stimmt überein. D13 wäre die Klassifikation nach Hugot.

Tafel Ä35

1.) 1023-3/21 Länge = 38,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,30

  • Diese mit zwei Doppelschwingen ausgerüstete, gestielte J1- Spitze ist das einzige Exemplar dieser Art im Bereich Abu Tartur. Auch Hugot erwähnt nur jeweils eine einzige J1- Spitze für Aoulef, Fort Flatters und Erg Iguidi. Das Artefakt ist aus hellbeige patiniertem, transluzentem Feuerstein hergestellt und bis auf eine einseitige, kleine, zentrale Stelle, welche durch eine Spaltfläche gebildet wird, beidseitig flächenretuschiert.

2.) 2000-38 Länge = 26mm, Breite = 10mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,38

  • Dieses Exemplar ist unter „Sonstige“ zu klassieren. Es gleicht einer C1- Blattspitze bei der ein Ende ausgekehlt wurde und deren Ränder mit je einer zentralen Kerbe versehen wurden. Mit viel Einbildungskraft könnte man auch eine Dreieckspitze und zwar eine A10 darin sehen. Die flächig bearbeitete Pfeilspitze weist auf beiden Seiten unmodifizierte Spaltflächen auf, das Material ist hellbraun patiniert und opak.

3.) 2002-19 Länge = 23mm, Breite = 9,5mm, Dicke = 2,5mm, B/L = 0,41

  • Das Exemplar ist bis auf eine unbearbeitete Spaltfläche auf der Vorderseite beidseitig flächenretuschiert. Der Hornstein ist beigefarben patiniert. Die aktive Extremität kann technisch sowohl das eine als auch das andere Ende sein.

4.) 2001-78 Länge = 28,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,39

  • Die beidseitig flächenretuschierte Hornsteinspitze ist von mittelbrauner Farbe und nahezu opak. Der Hybridcharakter des Exemplars ist besonders deutlich.

5.) 1006-153/10 Länge = 23,5mm, Breite = 10mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,43

  • Diese opake, braune Hornsteinspitze ist auf beiden Seiten flächenretuschiert. Auch sie erweckt den Eindruck einer Mischform.

6.) 1005-03/73 Länge = 29mm, Breite = 12mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,41

  • Der beige- graue, fleckige Feuerstein, aus dem diese J4- Spitze hergestellt wurde, ist schwach durchscheinend. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert. Die seitliche Spitze sitzt dem Rand in einer Entfernung von einem Drittel der Gesamtlänge auf. Es ist nicht auszumachen, ob das untere Ende abgebrochen oder in der jetzigen Form konzipiert worden ist.

7.) 1005-03/52 Länge = 35mm, Breite = 17mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,49

  • Diese „Blattspitze mit drei Extremitäten“ ist sehr sauber auf beiden Seiten retuschiert, wobei das Herausarbeiten der in der Höhe der Mittelachse angebrachten Randspitze besondere Sorgfalt erfahren hat. Der mittelbraune Hornstein, aus dem das seltene und seltsame Exemplar hergestellt ist, ist opak.

8.) 1023-3/57 Länge = 25mm, Breite = 11mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,44

  • Besonders deutlich wird das Zwitterhafte der J4- Spitze an diesem Exemplar dargestellt. Während die linke Hälfte der einer Blattspitze, C1 oder C3, entspricht, verkörpert die rechte Hälfte eine gestielte Spitze vom Typ D2. Das beidseitig flächenretuschierte Artefakt ist aus rotbraunem, opakem Hornstein gearbeitet.

9.) 1017-33/17 Länge = 24mm, Breite = 13mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,54

  • Die teils flächenhaft retuschierte, teils aber auch nur an den Kanten bearbeitete Pfeilspitze ist aus an den Rändern transluzentem Sandstein hergestellt. Das verfestigte, sehr feinkörnige Material ist cremefarben und rotbraun gefleckt. Der Stiel ist an beiden Rändern durch konkavo- konvexe Linien angedeutet. Der Linke obere Rand verläuft geradlinig, der rechte konvex.

10.) 1046-83/34 Länge = 30,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,38

  • Der rechte Rand des Exemplars besteht aus zwei nahezu geraden, im Winkel aufeinander stehenden Linien, wie bei rhombischen Stücken. Der linke Rand wird durch zwei konkave Linien gebildet, so dass hier im unteren Teil der Eindruck eines Stiels entsteht. Die Pfeilspitze ist aus beige- grauem, schwach durchscheinendem Feuerstein hergestellt. Die ansonsten flächige Bearbeitung wird vor allem auf der Rückseite durch unmodifizierte Spaltflächen unterbrochen.

11.) 0040-193/2 Länge = 25,5mm, Breite = 17mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,67

  • Dieser kantenretuschierte, angespitzte Abschlag könnte auch eine Pfeilspitze darstellen, zumal ähnlich ungünstige Formen nicht selten sind. Selbst wenn die Basis nicht perfekt gerundet ist, lässt sich eine Verwandtschaft mit B2- Spitzen nicht ausschließen. Das Material ist brauner, opaker Hornstein. Das Exemplar ist unter „Sonstige“ zu klassieren.

12.) 0002-43/24 Länge = 22,5mm, Breite = 14mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,62

  • Dieses halbsteil und nur teilweise an den Rändern retuschierte Artefakt gehört zu den Ounan- Harif- Spitzen mit konkaven, stielbildenden Rändern an der Basis. Diese schon im Epipaläolithikum auftretenden Pfeilspitzen könnten in der Klassifikation Hugot unter H14 geführt werden. Der verwendete beige- braune Feuerstein ist transluzid.

13.) 0002-23/132 Länge = 26mm, Breite = 15,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,60

  • Der braune Hornstein dieser Ounan- Harif- Spitze ist opak. Das Artefakt ist sehr steil kantenretuschiert, die Basisränder sind konkav ausgelegt, so dass ein Stielchen gebildet wird.

14.) 0002-23/130 Länge = 20mm, Breite = 17mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,85

  • Das Exemplar ist in mancherlei Hinsicht merkwürdig. Der aktive, eindringende Teil der Bewehrung ist eine Kombination aus schneidender und punktförmig auftreffender Pfeilspitze. Der Stiel ist beidseitig durch halbsteile Retuschen herausgearbeitet, die Ränder sind zum Teil durch invasive Retuschen modifiziert. Die unvermischte Fundstelle, von der das Artefakt stammt, weist sonst nur Kantenretuschen und halbsteile Retuschen auf. Die Rückseite zeigt mit Ausnahme des Stiels keine Bearbeitungsspuren und besteht zum Großteil aus einer natürlichen Oberfläche.

15.) 0007-75/8 Länge = 23mm, Breite = 15,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,67

  • Dieser Abschlag mit kantenretuschiertem, kurzem Stiel ist recht ungewöhnlich. Er bildet, wäre er als Pfeilspitze verwendet worden, wie Nr.14 dieser Tafel, eine Kombination von Spitze und Schneide. Weitere Modifikationen fehlen, der Werkstoff besteht aus schwach transluzidem, braunem Hornstein.

16.) 2003-17 Länge = 33,5mm, Breite = 9,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,28

  • Wüstenlack hat diese Pfeilspitze überzogen ohne jedoch selbst die feinsten Retuschen zu verwischen. Die Silhouette des Exemplars liegt zwischen Blatt- und Stielspitze. Die Hälfte der Oberfläche ist flächig, die andere Hälfte unretuschiert. Dieses Merkmal findet sich auf dem gleichen Fundplatz bei modernen, möglicherweise protodynastischen Exemplaren. Der Rohstoff ist ein an den Rändern stark bräunlich durchscheinender, dunkelgrauer Feuerstein.

17.) 0007-110/50 Länge = 27,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,42

  • Die typologische Einordnung dieses Artefakts lautet Bohrer auf einer Lamelle. Das distale Ende ist kantenretuschiert und verläuft an beiden Rändern in konkaven Linien. Das proximale Ende besteht aus einer Schlagfläche. Ein Gebrauch als Pfeilspitze kann nicht belegt werden, die technische Möglichkeit solches zu tun ist allerdings gegeben. Der fast schwarze Feuerstein scheint schwach durch.

18.) 0007-75/1 Länge = 26,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 2mm, B/L = 0,49

  • Dieses Exemplar ist wie Nr.17 dieser Tafel ein Bohrer auf einer Lamelle, der technisch als Pfeilspitze genutzt werden könnte. Die Kantenretuschen sind nicht auf das distale Ende beschränkt, sondern ziehen sich an den Rändern herunter. Eine Schlagfläche bildet das proximale Ende. Das Artefakt ist aus transluzentem, beige- braunem Feuerstein hergestellt.

19.) 2003-03 Länge = 40,5mm, Breite = 15mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,37

  • Die folgenden Artefakte bilden entweder durch das verwendete Material oder durch Form und Bearbeitung eine Einheit. Sie dürften zu den spätneolithischen bis protodynastischen Exemplare zählen. Nr.19 ist eine rhombische Spitze vom Typ E2, sie ist auf der Vorderseite ganzflächig, auf der Rückseite nur im unteren Bereich flächenhaft retuschiert. Der Rohstoff ist eine milchig weiße Chalzedon- oder auch Opalmasse. Das durchscheinende Material weist an den Rändern im durchfallenden Licht ein Farbspiel auf.

20.) 1023-13/55 Länge = 32,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,34

  • Aus dem gleichen Material wie Nr.19 dieser Tafel besteht diese einfache H5- Spitze. Der Stiel ist beidseitig halbsteil retuschiert. Das distale Ende weist flächige Retuschen auf der Dorsalseite an beiden Rändern bis ungefähr zur Querachse des Exemplars auf. Der obere linke Rand der Ventralseite ist ebenfalls bearbeitet.

21.) 2003-21 Länge = 32mm, Breite = 9,5mm, Dicke = 2mm, B/L = 0,30

  • Die Pfeilspitze ist aus dem gleichen Material wie Nr.19 und Nr.20 dieser Tafel hergestellt. Nur der Stiel ist auf der Dorsalseite flächenretuschiert, die Ventralseite weist nur einige flache Randretuschen auf. Das distale Ende ist mit feinen, steilen Kantenretuschen, die Ränder mit einer schönen, sehr eng stehenden Zähnung versehen. Mit wenigen gezielten Retuschen auf der Ventralseite sind die Schwingen herausgearbeitet worden. Ähnliche, wenn auch vollflächig retuschierte Exemplare, finden sich in der Nekropole von Abydos.

22.) 2003-22 Länge = 32,5mm, Breite = 10mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,31

  • Im Material und Form ist diese Pfeilspitze identisch mit Nr.21 dieser Tafel. Die Flächenretuschierung ist stärker ausgeprägt.

23.) 1023-73/102 Länge = 29,5mm, Breite = 9mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,31

  • In der Form ähnelt diese Pfeilspitze wiederum den beiden weiter oben beschriebenen Exemplaren Nr.21 und Nr.22. Das Material ist in diesem Fall ein beige- brauner, transluzider Feuerstein. Die Ausführung der Randretuschen ist qualitativ weniger hochwertig.

24.) 2000-16 Länge = 34,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,32

  • Diese Spitze ist auf der Vorderseite gänzlich flächenretuschiert, die Rückseite zeigt außer Flächenretuschen eine zentrale Spaltfläche. Das Material besteht aus hellbeige patiniertem, opakem Hornstein. Das Artefakt zeigt die gleiche, aus der Blattspitze entwickelte gestielte Form wie die Stücke 21 bis 23 dieser Tafel.

25.) 2002-18 Länge = 40mm, Breite = 12,5mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,31

  • Der Rohstoff ist identisch mit dem der Exemplare 19 bis 22 dieser Tafel. Die Dorsalseite zeigt Retuschen am distalen Ende, am Stiel und am rechten Rand, wo sie flächig ausgeführt sind. Die ventrale Seite ist am rechten Stielrand und an den Schwingen retuschiert, eine einzige Retusche befindet sich unmittelbar am rechten, distalen Ende. Auch hier erstaunt die moderne Form in Verbindung mit großen unmodifizierten Flächen.

Tafel Ä36 U1

1.) 2001 - 044 Länge = 59,5mm, Breite = 188mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,30

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze ist noch dem Typ C3 zuzurechnen, wenngleich schon eine Einschnürung, die einen Stiel andeutet erkennbar ist. Auch die Richtung der Retuschen am unteren Ende weist auf einen Stiel hin. Der Rohstoff besteht aus braunem Feuerstein, plattig und durchscheinend.

2.) 2001 - 002 Länge = 59,5mm, Breite = 21,5mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,36

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze kann nur mit Einschränkung unter C3 eingeordnet werden. Die Ränder des unteren Teils sind geradlinig und erinnern somit an den Typ E. Die Anordnung der Retuschen suggeriert einen Stiel. Diese Übergangsspitze ist aus hellbraunem, opakem Hornstein gefertigt.

3.) 2001 - 014 Länge = 58mm, Breite = 19,5mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,34

  • Bei diesem auf beiden Seiten flächig retuschiertem Artefakt aus plattigem, schwarzbraunem Hornstein ist der Stiel schon deutlich durch konkave Linienführung abgesetzt. Eine Einordnung unter D21 ist problematisch da die Ränder nicht geradlinig sondern konvex ausgebildet sind. Zu klassieren wäre das Stück als Hybridspitze D21 – C3.

4.) 2000 - 22 Länge = 63,5mm, Breite = 23mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,36

  • Am ehesten lässt sich diese beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze zwischen D3 und D21 ansiedeln, falls nicht eine neue Gruppe gebildet werden soll. Die Ränder, auch die des stämmigen Stiels sind konvex, die Widerhaken kurz. Das Material ist brauner, opaker Hornstein.

5.) 2001 - 023 Länge = 44,5mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,53

  • Die teilweise flächenretuschierte Pfeilspitze wurde aus einer dünnen Hornsteinplatte gefertigt. Lediglich der Stiel und die Spitze sind komplett bearbeitet. Die Stufenform des Stiels ist unbeabsichtigt und ist auf einen Materialfehler im braunen Hornstein zurückzuführen. Die Ränder sind nicht geradlinig, sondern einmal konvex und einmal leicht konvex- konkav ausgebildet.

6.) 2003 - 26 Länge = 50mm, Breite = 27mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,54

  • Die flächig retuschierte braune Hornsteinspitze ist vom Typ D3, weist jedoch neben einem geradlinigen auch einen konkaven Rand auf. Auf beiden Seiten sind nicht modifizierte Spaltflächenreste zu erkennen. Die Vorderseite des Artefakts ist stark gewölbt, die Rückseite ist plan. Beide Widerhaken sind abgebrochen.

7.) 2003 - 10 Länge = 41,5mm, Breite = 34mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,82

  • Die beidseitig flächenretuschierte Hornsteinspitze stellt einen Übergang vom Typ D3 zum Typ D4 dar. Beide Ränder sind konvex und entsprechen somit nicht der Definition Hugots. Eine Möglichkeit wäre sie unter D34 abzulegen. Das Material ist von graubrauner Farbe und an den Rändern durchscheinend.

8.) 2003 - 11 Länge = 40mm, Breite = 31mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,78

  • Da Schwingenende und Stielende auf einer Linie liegen, kann bei dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze vom Typ D4 gesprochen werden. Das obere, aktive Ende ist nicht abgebrochen sondern als gerundete und scharfe Schneide konzipiert, ein Fakt, der sie zu einer Rarität macht. Das Material ist hellbrauner, opaker Hornstein von plattiger Struktur.

9.) 2000 - 41 Länge = 48,5mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,48

  • Die Widerhaken dieser auf beiden Seiten flächig retuschierten Pfeilspitze vom Typ D3 oder D15 sind nach innen gestellt und leicht asymmetrisch angeordnet. Der Stiel ist außermittig angesetzt und die Ränder verlaufen in konvexen Linien. Da auf beiden Seiten Spaltflächen unbearbeitet geblieben sind, muss das hellbraune, opake Hornsteinmaterial von plattiger Struktur sein.

10.) 2001 - 003 Länge = 59mm, Breite = 29,5mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,50

  • Die teilweise flächenretuschierte Pfeilspitze ist mit Schwingen vom Typ D1 ausgerüstet, die Ränder sind nicht geradlinig sondern konvex. Der breit angesetzte Stiel wird ebenfalls von konvexen Linien begrenzt. Während auf der gezeigten Vorderseite nur eine geringe Fläche unmodifiziert geblieben ist, besteht die Rückseite mit Ausnahme des Stiels fast ausschließlich aus einer nicht bearbeiteten Spaltfläche. Das Material ist hellbrauner schwach transluzenter Feuerstein.

11.) 2002 - 09 Länge = 66mm, Breite = 28mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,42

  • Vom Typ J3 ist diese teilweise flächig bearbeitete Pfeilspitze. Das asymmetrische Artefakt verbindet die Schwingencharakteristika von D2 und D3. Das Exemplar ist aus braungeflecktem, opakem Hornstein gearbeitet.

12.) 2001 - 013 Länge = 55mm, Breite = 24mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,44

  • Die Einordnung in das System Hugot bereitet für diese beidseitig flächenretuschierte Spitze aus graubraunem, cremefarben geflecktem Hornstein einige Schwierigkeiten. Die Ränder sind stark konvex gerundet, eine Schwinge weist einen Widerhaken auf, die andere geht mit einer konkaven Linie in den Stiel, der seinerseits von konvexen Linien begrenzt wird, über.

13.) 2000 - 37 Länge = 55mm, Breite = 28mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,51

  • Diese beidseitig flächig retuschierte Pfeilspitze gehört zum Typ J10. Das an sich blattförmige Artefakt, die Grundform ist vergleichbar mit Nr.2 dieser Tafel, wird durch den einseitigen Widerhaken zu einer Harpunenspitze. Das Material ist hellbrauner, opaker Hornstein von plattiger Struktur, wie an der unmodifizierten Spaltfläche im Zentrum der Vorderseite zu erkennen ist.

14.) 2001 - 004 Länge = 37,5mm, Breite = 35mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,93

  • Diese Ausnahmespitze ist auf der Vorderseite bis auf eine unbedeutende Fläche voll retuschiert, auf der Rückseite lediglich im Bereich der Kehlen, der oberen Zähnung und des Stiels. Sie gehört eindeutig in die Familie G, abgerundete Pfeilspitze, müsste aber der Logik des Systems folgend auf Grund der Zähnung und obwohl es sich um ein Einzelstück handelt eine eigene Gruppennummer ausweisen, also G5.

15.) 2001 - 103 Länge = 34,5mm, Breite = 31mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,90

  • Die Pfeilspitze aus hellbraunem, opakem Hornstein ist beidseitig mit flächigen Retuschen, die vor allem die Ränder und den Stiel betreffen, versehen. Die Größe der Widerhaken, von denen einer abgebrochen ist, war bei der Herstellung schon unterschiedlich, wie sich an der Bruchstelle unschwer erkennen lässt. Die Ränder verlaufen von den Schwingen aus konvex um in der Nähe der aktiven Spitze in eine konkave Linie überzugehen. Das Stück könnte als D15 durchgehen wenn auch der Stiel nicht spitz sondern im rechten Winkel zur Mittelachse endet. Eine gewisse Ähnlichkeit besteht ebenfalls zu D13.

16.) 2001 - 099 Länge = 52mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,53

  • Obwohl bei dieser nur an den Rändern retuschierten, plattigen Hornsteinspitze ein Stiel angedeutet zu sein scheint, wäre eine Zuordnung zum Typ E5 einer Eingliederung in die Familie D vorzuziehen.

Tafel Ä37 U2

1.) 2001 - 005 Länge = 61mm, Breite = 33,5mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,55

  • Die beidseitig flächenretuschierte Spitze aus bräunlich violettem Hornstein weist pockennarbige Vertiefungen auf ihrer natürlichen Oberfläche auf. Während die Ränder im oberen Teil geradlinig zum spitzen Ende hin verlaufen, sind die Ränder zur Basis hin in einer konvexen Linie geführt. Die Schwingenenden sind gerundet und die seitlichen, inneren Begrenzungslinien der Schwingen, die gleichermaßen die Kehle begrenzen, verlaufen parallel zueinander und ebenfalls parallel zur Mittelachse.

2.) 2002 - 01 Länge = 56,5mm, Breite = 42,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,75

  • Bei diesem Exemplar handelt es sich um eine klassische A2- Spitze mit leicht schräg nach innen gestellten Schwingenenden. Die Vorderseite ist vollflächig retuschiert, die Rückseite weist im Zentrum eine große, unmodifizierte Spaltfläche auf, die Ränder, die Spitze und die Kehle sind mit Retuschen versehen. Der Rohstoff ist hellbrauner, opaker Hornstein.

3.) 2000 - 29 Länge = 69,5mm, Breite = 32,5mm, Dicke = 8,5mm, B/L = 0,47

  • Die schlanke Spitze vom Typ A2, die ihr Pendant in dem Artefakt Nr. 4 der Tafel 4 findet, ist beidseitig flächeretuschiert und aus beigefarbenem, opakem Hornstein gearbeitet.

4.) 2000 - 30 Länge = 41,5mm, Breite = 30mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,72

  • Aus hellbraun- beigefarbenem und opakem Hornstein ist diese auf beiden Seiten flächenretuschierte Pfeilspitze gefertigt. Die Ränder sind konvex, die Schwingenenden leicht gerundet. Diese Eigenschaften sprechen gegen eine Einordnung unter A2.

5.) 2003 - 02 Länge = 48mm, 29,5mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,61

  • Diese Pfeilspitze weist nur schwach konvexe Ränder auf und die Schwingenenden stehen rechtwinklig zur vertikalen Mittelachse, so dass eine Zuordnung zum Typ A2 möglich erscheint. Die Gesamtfläche ist retuschiert und das Rohmaterial besteht aus hellbraunem, opakem Hornstein.

6.) 2000 - 14 Länge = 48,5mm, Breite = 26mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,54

  • Die Ränder dieser beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze aus hellbraun geflecktem, opakem Hornstein sind nahezu geradlinig. Die Auskehlung ist nicht sehr tief und die linke Schwinge ist spitz zulaufend ausgebildet. Diese beruht auf einem Fehler bei der Bearbeitung oder auf einer Unregelmäßigkeit im Gestein. Die untere Begrenzungsfläche dieser Schwinge ist abgerundet und nicht abgebrochen. Die rechte Schwinge steht in einem rechten Winkel zum Rand. Die jetzige Gestalt stellt eine Hybridform zwischen A2 und A17 dar.

7.) 2001 - 027 Länge = 39,5mm, Breite = 26mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,66

  • Das Artefakt ist aus grauem, plattigem und opakem Hornstein gefertigt. Es ist von den Rändern her beidseitig flächig retuschiert. Im Bereich der vertikalen Achse ist die natürliche Oberfläche der Rohsteinplatte erkennbar. Wegen des konvexen rechten Randes und der gekurvten Schwingenenden ist eine Tendenz nach A25 zu erkennen. Einzuordnen wäre das Exemplar als Hybridspitze A28.

8.) 2000 - 31 Länge = 51mm, Breite = 42,5mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,83

  • Diese außergewöhnliche Pfeilspitze der Familie A mit stark konkaven Rändern weist asymmetrisch ausgebildete und leicht abgerundete Schwingen auf. Das Artefakt ist aus hellbeigem, opakem Hornstein gearbeitet und beidseitig flächenretuschiert. Es lässt sich nicht näher nach Hugot bestimmen.

9.) 2000 - 44 Länge = 61,5mm, Breite = 54mm, Dicke = 7mm, B/L = 0,88

  • Die große und schwere Geschossspitze hat vielleicht auf Grund ihrer ballistischen Eigenschaften nicht nur als Pfeilspitze sondern auch als Bewehrung eines Wurfspießes dienen können. Der linke Rand ist konkav, der rechte geradlinig und leicht gezackt ausgebildet. Die Kehle ist weit geöffnet, ihre Begrenzungslinien verlaufen nahezu parallel zu den Rändern. Die Schwingenenden stehen rechtwinklig zu den Rändern. Die Oberfläche ist beidseitig mit großen Retuschen versehen, das Material ist hellbrauner, opaker Hornstein.

10.) 2001 - 72 Länge = 46mm, Breite = 39mm, Dicke = 6,5mm, B/L = 0,85

  • Die beidseitig flächenretuschierte A27- Spitze zeichnet sich durch geradlinige Ränder aus. Das rechte Schwingenende steht rechtwinklig zum Rand das linke ist schräg, d.h. in einer Position zwischen rechtwinklig zum Rand und rechtwinklig zur Vertikalachse. Die Kehle ist sehr tief und nimmt rund ein Drittel der Gesamtlänge in Anspruch. Der Feuerstein, welcher als Ausgangsmaterial diente, ist von hell rötlichbrauner Farbe und schwach transluzent.

11.) 2002 - 03 Länge = 50mm, Breite = 30mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,60

  • Die beidseitig flächenretuschierte A2- Spitze besteht aus beige- grau gesprenkeltem, opakem Hornstein. Beide Ränder sind fast geradlinig, die aktive Spitze ist abgerundet aber geschärft. Die rechte Schwinge ist vom Rand aus spitzwinklig nach innen gestellt, die linke steht in einem rechten Winkel zum Rand einerseits und zur Kehlenbegrenzung anderseits.

12.) 2001 - 006 Länge = 35mm, Breite = 25mm, Dicke = 5,5mm, B/L = 0,71

  • Diese Geschossbewehrung ähnelt einer A2- Spitze mit geradlinigen Rändern und abgerundeten Schwingenenden doch ist hier die aktive Spitze durch eine gerundete und stumpfe Fläche ersetzt. Die Aufprallfläche besteht aus einer natürlichen Hornsteinkruste von 3mm Breite. Das Artefakt ist beidseitig flächenretuschiert und besteht aus dunkel- und hellbraun geflecktem, opakem Material. Diese Pfeilspitze stellt eine Ausnahme dar, gleiche oder ähnliche Stücke sind im behandeltem Raum nicht gefunden worden. Beispiele aus der Literatur sind dem Verfasser nicht bekannt.

13.) 2003 - 27 Länge = 42mm, Breite = 21,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,51

  • Die sorgfältig gearbeitete A26- Spitze besteht aus schichtweise hellbeige, schwarz und braun gefärbtem Hornstein. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert. Die Mittelachse weicht zum oberen Ende hin um rund 3,5mm von einer geraden Linie ab.

14.) 2002 - 02 Länge = 47mm, Breite = 31mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,66

  • Bei diesem Stück handelt es sich um eine asymmetrische „17- Spitze aus hellbraunem an den Rändern schwach durchscheinendem Hornstein. Sämtliche Begrenzungslinien sind nahezu geradlinig, das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert.

Tafel Ä38 U3

1.) 2003 - 20 Länge = 45,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,24

  • Diese schlanke C1- Spitze ist beidseitig flächenretuschiert und aus beigefarbigem, opakem Hornstein gefertigt.

2.) 2001 - 042 Länge = 49mm, Breite = 13mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,27

  • Aus hellbeigem, opakem Hornstein ist diese beidseitig vollflächig retuschierte Blattspitze hergestellt. Die Ränder sind leicht und unregelmäßig gezähnt aber in einer Art, dass das Exemplar noch in die Gruppe C1 fällt.

3.) 2001 - 019 Länge = 23,5mm, Breite = 8mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,34

  • Die kleine, beige- braune Blattspitze vom Typ C1 besteht aus opakem Hornstein. Das Artefakt ist beidseitig vollflächig retuschiert.

4.) 2001 - 048 Länge = 39,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,28

  • Die hellbraune, opake Blattspitze vom Typ C1 ist beidseitig vollflächig retuschiert. Das Ausgangsmaterial ist Hornstein.

5.) 2001 - 045 Länge = 32,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,37

  • Aus braunem, opakem Hornstein wurde diese beidseitig retuschierte C1- Spitze gefertigt.

6.) 2001 - 051 Länge = 43mm, Breite = 13mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,30

  • Während die Vorderseite dieser Blattspitze vom Typ C1 aus beige- braunem Hornstein vollflächig retuschiert ist, weist die Rückseite im zentralen Bereich die natürliche Oberfläche des opaken Werkstoffs auf, Ränder und Spitzen sind fein retuschiert.

7.) 2001 - 039 Länge = 36,5mm, Breite = 17mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,47

  • Diese Blattspitze kann unter C4 eingeordnet werden, sie ist aus grau- braunem, opakem Hornstein gefertigt. Die Vorderseite ist vollflächig retuschiert, die Rückseite zeigt die natürliche Oberfläche des plattigen Materials, lediglich die gerundete untere Partie und ein Teil des Randes sind leicht retuschiert.

8.) 2000 - 20 Länge = 43,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,25

  • Das Exemplar vom Typ C3 wurde aus hellbeigem, opakem Hornstein hergestellt. Die Pfeilspitze ist beidseitig vollflächig retuschiert, besonders die Ränder sind sehr fein bearbeitet. Es ist schwierig zu erkennen welches Ende geschäftet und welches die aktive Spitze war. Beide Möglichkeiten sind gegeben.

9.) 2001 - 076 Länge = 50mm, Breite = 10,5mm, Dicke = 4mm, B/L 0 0,21

  • Diese beigefarbene, opake Hornsteinspitze vom Typ C3 ist beidseitig vollständig flächig retuschiert. Vermutlich war das nach oben gerichtete Ende geschäftet, da das gegenüberliegende Ende schlanker ausgebildet ist.

10.) 2003 - 19 Länge = 48,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,23

  • Das Artefakt, eine schlanke Pfeilspitze vom Typ C3, ist auf beiden Seiten vollflächig retuschiert und aus hellbraunem, opakem Hornstein hergestellt. Das zu schäftende Ende liegt unten.

11.) 2001 - 046 Länge = 33mm, Breite = 14,5mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,44

  • Die breite C3- Spitze ist fast noch ein Übergangsbeispiel C1 – C2. Die Rückseite ist vollflächig retuschiert, die Vorderseite zeigt im Zentrum Reste der natürlichen Oberfläche des plattigen grau- braunen Hornsteins.

12.) 2003 - 28 Länge = 34,5mm, Breite = 11,5mm, Dicke = 3,5mm, B/L = 0,33

  • Der Werkstoff für diese beidseitig flächenretuschierte Blattspitze vom Typ C3 ist hellbrauner, opaker Hornstein. Das untere Ende dürfte geschäftet gewesen sein.

13.) 2000 - 18 Länge = 57mm, Breite = 33,5mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,58

  • Die aus einer dünnen, beigefarbenen Hornsteinplatte gefertigte Blattspitze gehört zum Typ C4. Beide Seiten sind lediglich an den Rändern sehr sparsam retuschiert, wobei das untere Ende auf beiden Seiten den Hauptanteil der Retuschen erhielt.

14.) 2001 - 074 Länge = 38,5mm, Breite = 23mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,60

  • Die Blattspitze aus plattigem, beigefarbenem und opakem Hornstein stellt einen Übergang vom Typ C2 nach C4 dar. Auf beiden Seiten sind Teile der natürlichen Oberfläche des Werkstoffs zu erkennen, die Ränder sind mit flächigen Retuschen versehen.

15.) 2001 - 040 Länge = 42mm, Breite = 13mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,31

  • Die Blattspitze aus braunem, opakem Hornstein ist beidseitig flächenretuschiert. Während die Vorderseite vollständig retuschiert ist, bleibt auf der Rückseite eine Fläche von rund 10mm x 5mm unbearbeitet. Die gezähnten Ränder und die abgerundete Basis lassen das Artefakt als Typ C9 erkennen.

16.) 2001 - 018 Länge = 59mm, Breite = 30mm, Dicke = 5mm, B/L = 0,51

  • Die große C4- Spitze ist bis auf zentrale Reste der natürlichen Plattenoberfläche flächenretuschiert. Der Hornstein, aus dem die Blattspitze gefertigt wurde, ist außen braun, nach innen beige bis cremefarben und im Kern dunkel grau- braun gefärbt.

17.) 2001 - 010 Länge = 64mm, Breite = 19mm, Dicke = 6mm, B/L = 0,30

  • Die aus plattigem, braunem und opakem Hornstein gefertigte Spitze weist eine gerundete Basis und im medialen Bereich fast parallele, geradlinige Ränder auf. Bis auf einige Reste der natürlichen Plattenoberfläche ist das Artefakt vollständig flächig retuschiert. Eine Zuordnung zum Typ C4 scheint angebracht.

18.) 2000 - 21 Länge = 31,5mm, Breite = 13mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,41

  • Die beidseitig flächenretuschierte C6- Spitze fällt durch ihre etwas unregelmäßige Form auf. Das Material ist brauner, opaker Hornstein, der auf der Rückseite eine beigefarbene äußere Schicht erkennen lässt.

19.) 2001 - 043 Länge = 45mm, Breite = 12mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,27

  • Die C3- Spitze besteht aus hellbraun, dunkelbraun und beige gestreiftem Hornstein, das Material ist opak. Das Artefakt ist beidseitig flächig retuschiert, das aktive Spitzenende ist stark abgebrochen.

20.) 2002 - 05 Länge = 65,5mm, Breite = 17mm, Dicke = 9mm, B/L = 0,26

  • Die große und grobe C3- Spitze ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt, sie ist beidseitig flächenretuschiert.

21.) 2000 - 12 Länge = 33,5mm, Breite = 10mm, Dicke = 3mm, B/L = 0,30

  • Die Blattspitze ist beidseitig vollständig flächenretuschiert. Das untere Ende wird durch zwei konkav verlaufende Kreisbögen gebildet. Das Artefakt gehört in die Familie C und nach der Definition des Verfassers in die Gruppe 10 (Hugot C3). Das Material ist beigefarbener, opaker Hornstein.

22.) 2001 - 030 Länge = 35,5mm, Breite = 11mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,31

  • Die C10- Spitze ist beidseitig vollständig flächenretuschiert und besteht aus hellbraunem, opakem Hornstein.

23.) 2001 - 049 Länge = 37,5mm, Breite = 12mm, Dicke = 4mm, B/L = 0,32

  • Diese C10- Spitze ist aus braunem- opakem Hornstein gefertigt und beidseitig flächenretuschiert.